Profilbild von MissRose1989

MissRose1989

Lesejury Star
offline

MissRose1989 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MissRose1989 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2017

Das Leben als Altenpflegerin ist nicht leicht...

Die Frau Müller hat mir schon wieder die Zähne geklaut!
0

Seniorenheime im Verruf, Pflegenotstand, Mangel am Nachwuchs in der Altenpflege, schlechte Versorgung, solche und ähnliche Dinge liest und hört man, wenn man sich über das Leben in einem Altenheim informieren ...

Seniorenheime im Verruf, Pflegenotstand, Mangel am Nachwuchs in der Altenpflege, schlechte Versorgung, solche und ähnliche Dinge liest und hört man, wenn man sich über das Leben in einem Altenheim informieren möchte. Doch nicht überall wirkt sich der Stress und die Arbeitsbelastung negativ auf das Arbeitsklima aus, wie Stefanie Mann in ihrem Buch zeigt.

Stefanie Mann ist Altenpflegerin aus Leidenschaft und das merke man auch in den 18 kleinen Geschichten, die sich aus ihrem Arbeitsalltag aufgeschrieben hat. Dabei kommt sie völlig ohne grosse Enthüllungen aus, sondern sie schreibt einfach das auf, was ihr in ihrem Arbetisalltag begegnet und wie lustig das Arbeiten mit älteren Menschen sein kann, gleichzeigt zieht sich aber immer das Positive aus der Situation, auch wenn manchmal hinter den Geschichten ein trauriges Schicksal steckt.

Der Schreibstil von Stefanie Mann ist locker und leicht, sie verzichtet auf Fachchinesisch, schafft es aber trotzdem, dem Leser viel über ihren Beruf und ihren Berufsalltag zu berichten. Zu keiner Zeit gibt es übermäßige Längen, man liest das Buch locker weg, was sehr angenehm auffällt.

Das Buch ist jedem zum empfehlen, der nicht selber im Schichtdienst ist, aber auch jedem, der im Schichtdienst ist, weil Stefanie Mann schreibst auch über Missstände bei der Arbeit, so zum Beispiel Rückrufe aus dem Urlaub oder aus dem Frei oder immer wieder die gleichen Kollegen, die dann eben krank sind oder im Dienst eben lieber im Dienstzimmer sind. Natürlich schreibst sie auch über die kleineren und größere Probleme mit dem Patienten, aber man hat an keiner Stelle im Buch den Eindruck, dass sie ihren Job nicht mit Leib und Seele macht.
Vielleicht ist das Buch auch etwas für Berufsanfänger oder Berufsinteressiert, weil den Einblick in den Ablauf in einem Seniorenheim bekommt man sonst selten und da er auch sehr authentisch ist, kann man das auch für die Gruppe von Menschen empfehlen. :)

Fazit:
Ein tolles Buch über das Leben und Arbeiten in einem Altenpflegeheim, was keine Enthüllungen braucht, sondern einfach nur Geschichten aus dem Leben erzählt und dabei so sympathisch wirkt und sich wunderbar lesen lässt. Das ist so ein Buch, bei dem man sagen kann, gerad die kleinen und kleinsten Geschichten macht das Leben zu etwas besonderen - wirklich lesenswert.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Eine besondere Liebe...

Eisprinz und Herzbube
0

"Eisprinz und Herzbube" konnte ich im Rahmen einer Blogtour lesen, die über meinen Blog ging und ich natürlich auch das Buch gelesen habe, über das ich berichtet habe.

Ich finde das Cover echt ansprechen, ...

"Eisprinz und Herzbube" konnte ich im Rahmen einer Blogtour lesen, die über meinen Blog ging und ich natürlich auch das Buch gelesen habe, über das ich berichtet habe.

Ich finde das Cover echt ansprechen, die Augen der beiden Jungs sind echt super interessant und auch der Blick zieht einen als Leser an. Auch das Spiel mit den Farben ist echt gut gemacht und rundet das Cover echt sehr schön ab.

Emilio, der Milo als Spitzname schöner findet, hat es in seinem Leben wirklich nicht leicht, nicht nur, dass er zu Hause von seinen Väter immer wieder gemobbt und gestichelt wird, er ist auch in der Schule der Aussenseiter, weil er anders ist als die Anderen. Anders sein ist im Alter von 15 Jahren immer eine schwierige Sache und dann trifft Emilio auf Nicholas, der ihn sofort anspricht, aber die beiden raten erstmal aneinander. Ob ein Kuss das alles ändern kann?

Emilio und auch alle anderen Charakter in dem Buch beschreibt Elena Losian sehr interessant und lebensnah, was mir sehr positiv aufgefallen ist. Das sind einfach Charaktere, die man einfach ins Herz schliesst und einfach nicht mehr gehen lassen möchte. Eingerahmt werden die schönen Charaktere von einem wunderbar fliessende Schreibstil, der den Leser einfach sehr in die Geschichte zieht und ihn einfach nicht mehr los lässt.

Elena Losian beschreibt wirklich lebensnahe Emotionen, was das Buch sehr in die Realität setzt, bleibt aber trotzdem immer wieder überraschend, was den Leser immer wieder ein "Ah!" entlockt, bleibt aber innerhalb der Geschichte immer dem Erzähltempo treu.
Was besonders auffällt ist der feinsinnige Humor, den sie mit in die Geschichte einbaut und so auch etwas schwierige Momente aufgelockert bekommt.

Das Buch ist nicht nur ein Buch für Jugendliche, auch als Erwachsener kann man sich dem Zauber der Geschichte schlecht entziehen, weil das Thema ja in der Gesellschaft schon alle angeht und eben auch eine wirklich schöne Geschichte ergeben kann.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch, das sich aber auch für Erwachsene durchaus eignet und lesenswert ist, über ein Thema, was leider immer noch und immer wieder tabuisiert wird, was eigentlich schon lange nicht mehr so sein sollte, aber eben immer noch wird.
Gerade die Konstellation um Emilio herum macht das Lesen echt interessant und zu einem wahren Vergnügen und man wird von dem Buch wirklich gefesselt, dass man es kaum noch aus der Hand legen kann, weil man immer wissen will, wie es weitergeht und was zwischen Emilio und Nicholas noch alles passieren wird...

Veröffentlicht am 19.03.2017

Lach doch mal...

Simons Katze - Der Zaunkönig
0

Vorweg muss man eins gleich mal sagen, das Buch ist kein gewöhnliches Buch, es ist mehr ein Zeichenbuch, was ohne Sprechblasen oder sowas auskommt. Es sollte also niemand einen grossen Text oder etwas ...

Vorweg muss man eins gleich mal sagen, das Buch ist kein gewöhnliches Buch, es ist mehr ein Zeichenbuch, was ohne Sprechblasen oder sowas auskommt. Es sollte also niemand einen grossen Text oder etwas in der Art erwarten.
Das Buch ist gefüllt mit Zeichnungen von Simons Katze und Naturbildern, also es dreht sich alles um das Thema Bauernhof. Simons Katze ist echt süss zum Anschauen, sie erlebt immer etwas und auch die Ideen von Simon Tofield sind echt schön umgesetzt.
Die Zeichnungen sind einfach schön und das Buch lädt einfach mal dazu ein, sich von Zeichnungen und lustigen kleinen Anekdoten zum Entspannen und Lachen ein.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Wunderbar abgründig...

666
0

Das Buch kam als Wanderbuch zu mir und so hatte ich die Möglichkeit, das Buch zu lesen. :)
Vorweg gleich mal eine Warnung: Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven, wie der Verlag schon verspricht. ...

Das Buch kam als Wanderbuch zu mir und so hatte ich die Möglichkeit, das Buch zu lesen. :)
Vorweg gleich mal eine Warnung: Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven, wie der Verlag schon verspricht. Das sollte man wirklich ernst nehmen, die Szenen aus dem Buch sind wirklich sehr blutig und die Exzesse sind durchzogen mit Bondage und SM.
Das Cover zeigt Lucy (also man vermutet, dass es Lucy ist) und Katzenaugen, die aussehen wie Diamanten. Im Hintergrund kann man die Skyline von New York und die Silhouette von Zuschauern erahnen. Viel schwarz sieht man im Cover und das ist schon heraussteckend.
666 - das ist eigentlich im Allgemeinen die bekannte Zahl des Teufels und so ähnlich kann man das Buch auch sehen, aber so eine wirkliche Zielgruppe hat das Buch nicht, weil entweder man mag es oder man hasst es, viele Grauschattierungen dazwischen wird es nicht geben.
Lucy ist als Charakter recht interessant angelegt, zunächt erfahren wir viel über ihre zerstörte Kindheit und ihre Leben in ihrer Jugend, sie flieht später aus ihrer Pflegefamilie, die für sie nie das richtig war und dann lebt sie ihre Traum als Sängerin, sie weiss eben, was sie will und wie sie das bekommt. Und gerade das bringt sie in einen Strudel aus Gewalt und Sex...
Die Charaktere, die neben Lucy im Buch wichtig sind oder eben nur kleine Nebenrollen haben, sind ebenfalls sehr interessant angelegt wie zum Beispiel der Cop Andrew, der Lucy aus der Sicht eines Cops betrachtet.
Der Schreibstil von M. H. Steinmetz ist richtig gut und er fesselt, das Buch sollte man wirklich in einem Rutsch lesen, das ist dann wirklich am sinnvollsten, weil man kann das Buch nicht wirklich aus der Hand legen, weil immer wieder etwas neues passiert. Zudem ist das Buch wirklich gut recherchiert und die Themen, die Steinmetz aufnimmt, sind alles Themen, bei denen man den Eindruck hat, dass er sich darin richtig gut auskennt. Er schreibt die härteren Szenen sehr bildhaft, was ihnen zwar nicht die Härte nimmt, aber den Leser Bilder in den Kopf zaubert, die nicht ohne sind.
Nach dem Lesen des Buches hat man den Eindruck, dass man viel mehr als nur 292 Seiten gelesen hat, da in dem Buch so viel passiert, dass man den Eindruck hat, das Buch wäre doppelt so dick gewesen.
Das Buch in einen Kategorie einzuordnet, fällt recht schwer, weil neben Gothic-Elementen und auch Fantasyanteilen, findet man harten SM und Bondage und harmlosen Okkultismus, also wirklich ein verrückter Mix, der aber zusammegenommen wirklich gut funktioniert und ineinander greift. :)

Fazit:
Mit 666 schafft M. H. Steinmetz eine echten Horrorschocker, das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven und den Strudel als Gewalt, Blut, SM und Wahnsinn sollte man nicht unterschätzen, weil man kann das Buch zu einem nicht mehr aus der Hand legen und zu anderen sollte man wirklich ein Auge darauf haben, dass es sich um einem Horrorroman mit viele verschiedenen anderen Elementen handelt, der recht bildhaft geschrieben ist und den Leser in einen seltsamen Bahn zieht, den man mögen muss, sonst ist das Buch nichts für einen.

Veröffentlicht am 18.03.2017

Verändert die Sichtweise...

Ein Winter mit Baudelaire
0

Das Cover von "Ein Winter mit Baudelaire" ist kein wirklich auffälliges Cover, es ist eher minmalistisch gehalten und zeigt vermutlich Harold Cobert auf einem Schlitten mit seinem liebeswerten Vierbeiner. ...

Das Cover von "Ein Winter mit Baudelaire" ist kein wirklich auffälliges Cover, es ist eher minmalistisch gehalten und zeigt vermutlich Harold Cobert auf einem Schlitten mit seinem liebeswerten Vierbeiner.
Seit 3 Monaten sind Phillippe und Sandrine geschieden, ohne das ihre Tochter etwas davon weiss. Sandrine erzählt ihr, dass Philippe auf eine lange Reise gehen muss und setzt ihn damit vor die Tür. Aber damit nicht genug, denn neben der Familie, die Philippe nun nicht mehr hat, verliert er auch noch seine Arbeit und dann passiert das, was einen Menschen einfach ins Bodenlose fallen lässt, den er droht obdachlos auf der Strasse zu sitzen, doch dann trifft er auf Baudelaire, die für ihn mehr als nur ein Lichtblick werden soll...
Phillippe erscheint dem Leser als sehr verträumter Charakter, er will die Veränderung, die in seinem Leben vor sich gehen, nicht wirklich wahr haben und eröffnet dem Leser das Leben in der Obdachlosigkeit und wie schwer das Leben ist, wenn man eben kein Zuhause mehr hat.
Harold Cobert beschreibt den Abstieg von Philippe schrittweise und gleichzeitig trotzdem schonungslos, aber mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Feingefühl, es ist eine sehr interessante Art, wie er beschreibt, was mit Phillippe passiert und der Stil von Harold Cobert liest sich einfach wahnsinnig gut weg.
Die Stimmung, die man bei Lesen empfindet, ist beklemmend und bedrückend, weil man natürlich spürt, wie Philippe immer weiter in den Strudel der Obdachlosigkeit gezogen wird, aber wie Baudelaire auch für ihr ein Anker ist, ein Anker, der ihm den Mut gibt, das Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen.

Fazit:
Ein wirklich lesenswerten Roman, den Harold Cobert da mitten in eine traurige Lebenssituation zeichnet, der zwar traurig, aber eben traurig-schön ist und den man einfach nur einem Zug weglesen muss. Es berührt einen und trotzdem verliert man nicht die Hoffnung, dass alles noch gut werden kann. An sich eine Hympe an das Leben und dass es eben nicht immer so hoffnungslos ist wie es scheint.