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Veröffentlicht am 26.03.2021

ein fantastischer Auftakt, aber es bleibt noch Luft nach oben

Goldene Flammen
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Inhalt
Alina ist Kartografin und begibt sich mit der Ersten Armee auf eine Reise. Dabei geraten sie in Bedrängnis und werden überfallen. Doch irgendwie schafft es Alina sich und die anderen zu retten. ...

Inhalt
Alina ist Kartografin und begibt sich mit der Ersten Armee auf eine Reise. Dabei geraten sie in Bedrängnis und werden überfallen. Doch irgendwie schafft es Alina sich und die anderen zu retten. Es stellt sich heraus, dass sie eine Grisha ist und über eine einzigartige Macht verfügt. Schlagartig ändert sich ihr ganzes Leben, denn sie wird in den kleinen Palast gebracht, wo sie ausgebildet werden soll, alles unter den wachsamen Augen des „Dunklen“, der sie für seine wichtigen Pläne braucht...

Meine Meinung
Dadurch, dass bald die Netflix-Serie startet, bin ich nun auch nicht mehr darum herum gekommen, das Buch endlich mal zu lesen. Und ich muss zugeben, dass der Hype vollkommen gerechtfertigt ist und ich diesem nun auch erlegen bin. Ich freue mich schon riesig auf die Umsetzung der Serie und bin gespannt darauf, wie es in Band 2 und 3 weiter geht.
Aber nun erst einmal zu dieser Geschichte.

Für mich war es das erste Buch des Autoren und war dementsprechend auch sehr neugierig darauf. Ich bin auf jeden Fall gut in die Geschichte reingekommen, was vor allem daran lag, dass am Anfang schnell auf den Punkt gekommen wird und demnach auch keine Langeweile aufkam oder sich mit detaillierten Beschreibungen aufgehalten wird. Das einzige, worüber ich immer wieder gestolpert bin, sind die ganzen Namen dieser Welt. Da habe ich mir etwas schwer getan, was sich aber nach einer Zeit auch gelegt hat.
Die Geschichte an sich wurde dann sehr schnell spannend und konnte mich fesseln. Je mehr ich gelesen habe, desto mehr bin ich in die Welt eingetaucht und konnte mich von ihr fesseln lassen. Nach dem sehr spannenden Anfang ließ allerdings das Tempo etwas nach und damit auch die Spannung. Es war zwar trotzdem alles sehr interessant, aber es hätte doch etwas spannender sein können. Zum Ende hin wurde dann noch einmal das Tempo angezogen und die Spannung hat einen bis zum Schluss in Atem gehalten.
Es ist also hinsichtlich der nächsten Bände noch Luft nach oben und ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird.

Alina war eine sehr sympathische und starke Protagonistin. Sie hinterfragt viel und ist definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Sie hat aber auch ihre Schwächen, die sie sehr authentisch und lebendig wirken lassen.
Auch die wichtigeren Nebencharaktere fand ich sehr interessant und spannend. Die Dynamik zwischen ihnen und Alina hat gestimmt und hat zu der Geschichte gepasst. Die Figuren waren alles sehr einzigartig und hatten ihre Erkennungsmerkmale. Manche konnte man besser einschätzen als andere, was natürlich ebenfalls sehr interessant war und die Neugier geweckt hatte, mehr über sie zu erfahren.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Bis auf die Probleme mit den ganzen Namen und Bezeichnungen, ließ sich das Buch flüssig lesen. Der Autor hat einem die Welt wirklich gut nahe gebracht und eine tolle Atmosphäre kreiert. Sie hatte etwas düsteres, magisches und fantastisches an sich und mir erlaubt, komplett in die Geschichte einzutauchen. Die Gefühle und Emotionen waren ebenfalls sehr präsent, sodass mich die Geschichte auch berühren konnte, wobei ich mir in der Hinsicht an der einen oder anderen noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Auch in der Hinsicht ist für mich persönlich noch Luft nach oben.

Insgesamt ein wirklich fantastischer Reihenauftakt, der Lust auf die nächsten Bände gemacht hat und wirklich vielversprechend war.

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Veröffentlicht am 22.03.2021

gute Unterhaltung für Zwischendurch

Kiss the Bodyguard, Band 1 - Kiss Me Once
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Inhalt
Ivy hat es geschafft, sie darf an ihrer Wunschuni studieren und kann endlich frei sein. Denn Ivy stammt aus einem reichen Elternhaus und steht damit auch ständig unter Beobachtung und ist auf Personenschutz ...

Inhalt
Ivy hat es geschafft, sie darf an ihrer Wunschuni studieren und kann endlich frei sein. Denn Ivy stammt aus einem reichen Elternhaus und steht damit auch ständig unter Beobachtung und ist auf Personenschutz angewiesen. Womit sie nicht gerechnet hätte ist jedoch, dass sie gleich bei ihrer Ankunft auf Ryan MacCain trifft, der sehr attraktiv und geheimnisvoll ist. Sie fühlt sie sich zu ihm hingezogen und es knistert gewaltig zwischen ihnen. Doch die Ernüchterung folgt direkt, denn Ryan ist ihr Bodyguard.

Meine Meinung
Wenn man eine leichte und gute Unterhaltung für Zwischendurch sucht, dann ist man bei diesem Buch genau richtig. Es hat spannende, romantische aber auch viele unterhaltsame Momente, die für gute Laune sorgen.

Die Handlung hat schon gleich am Anfang meine Neugier geweckt, da ich als Leserin wusste, was Ryan und Ivy jeweils machen, da das Buch abwechselnd aus deren Perspektiven geschrieben ist, aber die Beiden voneinander keine Ahnung hatten. Das hatte mich schon gut unterhalten und ließ schon die erste Spannung aufkommen.
Außerdem war ich natürlich gespannt darauf, wie sich die Geschichte zwischen den Beiden entwickeln wird. Zudem passieren noch ein paar Dinge, die noch einmal mehr zur Spannung beitrugen und mich fesseln konnten.
Doch nicht nur diese spannenden Elemente konnten überzeugen, auch die ruhigeren Momente bekamen ihre Präsenz.
Besonders überzeugen konnte mich allerdings der Humor in dem Buch. Dieser hat für gute Laune und Spaß beim Lesen gesorgt. Vor allem entstand dieser durch die Schlagabtäusche zwischen Ryan und Ivy sowie Ivy selbst, die einfach eine wirklich einzigartige Protagonistin ist.

Ivy ist entgegen Ryans Annahme keine verwöhntes Gör, sondern eine wirklich sympathische und witzige Protagonistin. Sie hat viele liebenswerte Eigenarten, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Sie wirkte manchmal noch sehr jung für ihr Alter, was bei ihrem Hintergrund aber auch kein Wunder war. Ich mochte sie einfach sehr gerne und konnte gut mit ihr mitfiebern und mich in sie einfühlen.
Ryan hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Dynamik und Harmonie zwischen ihm und Ivy hat einfach gestimmt und auch für viele witzige Momente gesorgt. Ich mochte seine Art sehr gerne.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut und schnell voran gekommen bin. Der Atmosphäre war genauso locker und leicht, wie der Schreibstil selbst, sodass ich beim Lesen ein gutes Gefühl hatte. Die Gefühle und Emotionen waren stellenweise präsent, sodass mich die Geschichte zum Teil berühren konnte. Zum Teil war allerdings der Humor mehr im Vordergrund und verdrängte ein wenig die emotionaleren Stellen. Das passte zwar irgendwie zu der Geschichte, war aber trotzdem ein bisschen schade.

Insgesamt hat mir das Buch also sehr gut gefallen. Die Mischung zwischen den lockeren Elementen samt Humor sowie den spannenden Elementen rund um Ivys Personenschutz hat mir wirklich gut gefallen. Es eignet sich gut für Zwischendurch und man sollte jetzt nichts arg tiefgründiges hier erwarten.

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Veröffentlicht am 22.03.2021

nach anfänglichen Startschwierigkeiten einfach nur grandios und episch

Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht
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Inhalt
Bryce ist Halb-Mensch und Halb-Fae. Zusammen mit ihrer besten Freundin Danika geht sie auf Partys und nutzt auch sonst jedes Vergnügen, was sich ihr so bietet. Doch dann wird Danika brutal ermordet. ...

Inhalt
Bryce ist Halb-Mensch und Halb-Fae. Zusammen mit ihrer besten Freundin Danika geht sie auf Partys und nutzt auch sonst jedes Vergnügen, was sich ihr so bietet. Doch dann wird Danika brutal ermordet.
Auch zwei Jahre später ist Bryce noch nicht über ihren Tod hinweggekommen, als erneut ein Mord nach dem gleichen Muster geschieht. Sie soll nun bei den Ermittlungen helfen und dabei den Engel und berüchtigten Auftragsmörder Hunt Athalar unterstützen.

Meine Meinung
Ich bin ein riesiger Fan von Sarah J Maas und habe mich daher auch riesig auf dieses Buch gefreut. Die über 900 Seiten wirkten allerdings erst einmal abschreckend und ich habe etwas gezögert, damit zu beginnen. Doch was soll ich sagen? Jede Seite hat sich mal wieder gelohnt und die Geschichte hat mich letztlich einfach nur überzeugen können.

Dennoch hatte ich anfangs ein paar Startschwierigkeiten. Ich bin nur schwer in die Geschichte reingekommen, weil zum einen wurde man direkt ins Geschehen hineingeworfen und zum anderen wurde gleichzeitig sehr viel über die Struktur von Crescent City, die Bezeichnungen der einzelnen Wesen und deren Ränge sowie generell das ganz Worldbuilding erklärt. Das war insgesamt einfach sehr kompliziert und umfangreich, sodass ich dem nicht ganz folgen konnte und nicht in die Geschichte eintauchen konnte.
Je weiter die Handlung aber dann fortschritt und ich das alles näher kennenlernen durfte, desto einfach wurde es dann. Irgendwann war ich dann komplett in der Geschichte drin und konnte mit Bryce mitfiebern und mich von der Geschichte fesseln lassen.
Die Geschichte war einfach unfassbar spannend und fesselnd. Ich wusste nicht, wem ich trauen konnte, wer ein falsches Spiel spielte oder generell hatte ich keine Ahnung, in welche Richtung das Ganze gehen würde. Es werden viele Fragen aufgeworfen, merkwürdige Dinge geschehen und ein Geheimnis jagt das nächste, während gleichzeitig eine unerwartete Wendung auf die andere folgte. Das Tempo sowie die Spannung wurden stets aufrecht gehalten, sodass die über 900 Seiten schneller verflogen, als anfangs gedacht.

Bryce, fand ich, war eine sehr interessante Protagonistin. Obwohl das Buch zum größten Teil aus ihrer Perspektive geschrieben war, hat sie mir Rätsel aufgegeben und ich fand sie vor allem anfangs schwer einzuschätzen. Während ich die Geschichte aus ihrer Perspektive gelesen hatte, hatte ich einen sehr sympathischen Eindruck von ihr. Doch aus der Perspektive von anderen, wirkte sie ganz anders, da sie ihren Ruf quasi schon weg hatte. Das machte das ganze sehr spannend und ich war neugierig, mehr über sie zu erfahren und herauszufinden, wer sie wirklich ist – und ich kann nur sagen: das hat sich wahrlich gelohnt.
Ich mochte Bryce jedenfalls sehr gerne. Sie hat Entwicklungspotenzial, macht viel auf eigene Faust, ist schlau und ist einfach eine starke Protagonistin.

Der Schreibstil ist wieder einmal einfach nur fantastisch, was bei der Autorin auch gar nicht anders zu erwarten war. Bis auf den sehr komplexen und komplizierten Start ins das Buch, ließ es sich im Verlauf einfach und flüssig lesen, sodass ich schnell und gut voran gekommen bin. Die Atmosphäre ist wieder einmal einzigartig und ließ mich gut in die Geschichte eintauchen. Sie ist sehr düster und hatte einfach etwas episches an sich. Die Autorin nimmt sich bei der Brutalität und Gewalt in dem Buch nicht zurück und schont ihre Figuren hier nicht – das ist zum Teil auch wirklich nichts für schwache Nerven. Auch die Gefühle und Emotionen kamen hier gut rüber, sodass mich die Geschichte auch berühren und emotionalen abholen konnte.
Da Bryce auch nicht auf den Mund gefallen ist, kam auch der Humor hier nicht zu kurz, was die Stimmung und die gesamte Geschichte zwischenzeitlich aufgelockert hat.
Die Mischung hat hier einfach gestimmt.

Insgesamt einfach ein fantastisches Buch, das mich mitreißen und fesseln konnte.

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Veröffentlicht am 03.03.2021

ein richtig schöner, sommerlicher Roman für Alpaka-Fans

Ein Blick in deine Augen
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Inhalt
Maria Popp arbeitet in einer großen Bank und entscheidet darüber, ob Kredite gewährt werden oder nicht. Im Liebesleben hatte sie bislang kein Glück gehabt und sie sehnt sich nach körperlicher Nähe. ...

Inhalt
Maria Popp arbeitet in einer großen Bank und entscheidet darüber, ob Kredite gewährt werden oder nicht. Im Liebesleben hatte sie bislang kein Glück gehabt und sie sehnt sich nach körperlicher Nähe.
Seit längerem hat sie schon beruflich mit dem Arche-Hof zu tun. Der Hof steht kurz vor der Zwangsversteigerung und sie kann ihm den benötigten Kredit nicht gewähren. Bevor das Problem an die Presse gelangt, soll Maria Popp nun vor Ort einmal schauen, wie sie dem Hof helfen kann.
Dort trifft sie auf Henri, der vor Trauer um seine verstorbene Frau nichts mehr machen kann, seinen Sohn Bobby, der das Down Syndrom hat und es liebt, andere Menschen zu umarmen und noch weitere liebenswürdige Bewohner, unter anderem auch eine Scharf von Alpakas.

Meine Meinung
Das Buch habe ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen, weil sie weiß, wie sehr ich von Alpakas angetan bin. Und was soll ich sagen? Gerade der Aspekt rund um die Alpakas kann in diesem Buch wirklich begeistern und erwärmt jedermanns Herz für Alpakas.

Die Handlung ist sehr interessant und spannend gehalten. Es war spannend zu sehen, wie Maria, als rationale Bankfrau auf die Bewohner des Arche-Hofs trifft und damit umgeht. Außerdem konnte es mich fesseln, weil überhaupt nicht absehbar war, wie das Ganze ausgehen wird. Nicht nur, dass Maria den Hof retten soll, es kommen auch nach andere Aspekte und Fragen hinzu, die das Buch spannend machten. Ebenso hat mir gut gefallen, dass diese Aspekte zum Teil wirklich unerwartet kamen und mich auch überraschen konnten.
Besonders angetan haben es mir natürlich die Alpakas. Die Darstellung der Tiere und, wie sie in die Geschichte eingebunden wurden, hat mir sehr gut gefallen.
Außerdem hat mir die kleine Prise Humor gut gefallen, mit der die Geschichte erzählt wurde. Natürlich wurden hier auch sehr ernste Themen angesprochen, die einen berühren konnten und auch ihre Präsenz bekommen haben. Doch durch den zwischenzeitlich wirklich gut gewählten Humor, hat das Ganze trotzdem eine Leichtigkeit bekommen, sodass man immer noch ein gutes Gefühl beim Lesen hatte.

Maria Popp fand ich anfangs sehr schwer einzuschätzen. Sie hatte verschiedene Eigenschaften, die irgendwie alle etwas widersprüchlich machten und hat sich teilweise auch etwas unerwartet verhalten, aber irgendwie machte sie das auch aus und hat der Geschichte etwas besonderes verliehen. Das bei ihr Entwicklungspotenzial vorhanden war, war auch direkt klar und hat natürlich den Handlungsverlauf interessant gemacht.
Auch die Nebencharaktere, vor allem Bobby und die Alpakas fand ich einfach nur toll. Die sind mir richtig ans Herz gewachsen.

Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs ehrlicherweise ein paar Probleme. Er war etwas abhakt und hatte etwas Neues oder Anderes an sich, was ich so noch nicht hatte. Das finde ich schwer zu beschreiben, aber ich musste mich zunächst einmal daran gewöhnen. Das hat dem Lesefluss aber keinen Abbruch getan und ich konnte trotzdem wunderbar in die Geschichte abtauchen. Die Atmosphäre rund um den Hof war natürlich einfach nur fantastisch. Dort habe ich mich beim Lesen richtig wohl gefühlt und konnte mich auch richtig gut dorthin versetzen. Im starken Kontrast dazu, wechselte die Stimmung etwas, wenn sich das Setting rund um die Bank befand, was mir ebenfalls gut gefallen.
Auch die Gefühle und Emotionen kamen gut rüber, sodass mich die Geschichte berühren konnte.

Insgesamt ein richtig schöner und sommerlicher Roman für Zwischendurch, der neben einer schönen Leichtigkeit und einer tollen Atmosphäre auch ernste Themen ansprach.

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Veröffentlicht am 10.02.2021

Snow landet immer oben

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Inhalt
Coriolanus Snow soll Mentor eines Tributen der 10. Hungerspiele werden. Er erhofft sich seinem Namen alle Ehre zu machen und durch einen Sieg an Geld für ein Studium zu kommen. Dementsprechend ...

Inhalt
Coriolanus Snow soll Mentor eines Tributen der 10. Hungerspiele werden. Er erhofft sich seinem Namen alle Ehre zu machen und durch einen Sieg an Geld für ein Studium zu kommen. Dementsprechend erwartet und hofft er, einem Tributen aus einem der ersten Distrikten zugeteilt zu werden. Zu seinem Entsetzen bekommt er jedoch das Mädchen aus Distrikt 12, Lucy Gray. Der Sieg scheint in weite Ferne gerückt. Coriolanus muss nun als Mentor Entscheidungen treffen, die ihn zum Sieg verhelfen und Lucy Grays Leben retten...

Meine Meinung
Ich muss ehrlich sagen, ich habe mich einerseits riesig auf dieses Buch gefreut und wieder in die Welt von Panem eintauchen zu dürfen. Aber andererseits hatte ich auch Angst, dass es mir nicht gefallen wird und der Zauber aus Trilogie rund um Katniss verflogen sein könnte und das Buch nicht an meine Erwartungen heran kommen wird.
Letztlich muss ich sagen, dass tatsächlich beides der Fall war: der Zauber war gleich am Anfang wieder da, aber meine Erwartungen konnten leider trotzdem nicht erfüllt werden.

Direkt nach den ersten Seiten, nachdem ich die Lage in Panem verstanden und wusste, in welchen Verhältnissen Snow hier lebt, war ich wieder komplett in diese Welt eingetaucht. Es ist natürlich nicht alles, wie Jahre später, als Katniss Tribut wird, sondern die Folgen des Krieges sind noch deutlich spürbar, aber das Denken und Mentalität des Kapitols war sofort da. Es ist erschreckend zu lesen, wie damals mit den Tributen schon vor den Hungerspielen umgegangen wurde, wie die Leute über sie dachten und generell, wie die Menschen aus dem Kapitol über die Hungerspiele und den Krieg denken. Das alles fand ich sehr interessant und spannend. Grundsätzlich ging die Geschichte schon sehr spannend los und konnte mich fesseln. Alles rund um die Hungerspiele und, wie Snow als Mentor agiert konnte mich begeistern. Doch nach ca zweidrittel des Buches ließ das nach und ich fand, das die Geschichte etwas gezogen hatte. Irgendwie ging das Tempo aber hier verloren und ich hatte nur noch auf das Ende hingefiebert, um zu erfahren, wie Snow zu dem Mann wird, den man aus der Trilogie kennt.
Besonders spannend und interessant fand ich auch den Vergleich von den Hungerspielen früher und heute und, wie sich das alles weiterentwickelt hat und, wie es dazu kam.

Snow ist eine sehr erschreckende Persönlichkeit. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit den Präsidenten im Kopf und hatte Schwierigkeiten, den 18-jährigen mit ihm in Einklang zu bringen. Alles, was er sagte und dachte habe ich analysiert und mit dem Präsidenten verglichen und schon viele Parallelen festgestellt, was ich sehr spannend fand. Es gab tolle Einblicke in Snows Leben und man lernte ganz neue Facetten von ihm kennen. Er hatte ein ganz anderes Leben, als ich anfangs gedacht hatte.
Lucy Gray ist einfach nur fantastisch. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen und in ihr auch Parallelen zu Katniss gesehen, was ich natürlich faszinierend fand. Die Harmonie und Dynamik zwischen ihr und Snow hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und die Geschichte interessant gemacht.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut und schnell voran gekommen bin. Die Atmosphäre, die hier kreiert wurde, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sie ähnelte der aus der Trilogie, hatte aber irgendwie noch etwas bedrückenderes und düstereres an sich, was vermutlich an dem kurz zuvor geendeten Krieg lag. Auch die Gefühle und Emotionen kamen hier gut rüber, sodass mich die Geschehnisse auch berühren konnten.

Insgesamt also ein ganz schönes Spin-Off zu der Panem-Reihe, das auch stark anfängt, aber im letzten Drittel etwas nachlässt.

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