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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2021

Eberhofer zum Zweiten

Dampfnudelblues
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Auch im 2. Teil der Franz-Eberhofer-Reihe kommt der Humor nicht zu kurz – eben ein typischer Regionalkrimi. Schuldirektor Höpfl wird nach einer Drohung tot aufgefunden und Franz Eberhofer muss sich fragen ...

Auch im 2. Teil der Franz-Eberhofer-Reihe kommt der Humor nicht zu kurz – eben ein typischer Regionalkrimi. Schuldirektor Höpfl wird nach einer Drohung tot aufgefunden und Franz Eberhofer muss sich fragen Mord oder Selbstmord und beginnt auf seine ganz eigene unnachahmliche Art mit den Ermittlungen.
Rita Falk schafft es auch in dieser Fortsetzung dank ihrer humorvollen Erzählweise und ihres locker und flüssig zu lesenden Schreibstils diesen bayerischen Humor und die schrullige Art ihrer Charaktere rüber zu bringen. In diesem Regionalkrimi steht natürlich eher der Spaß als die Spannung im Vordergrund. Also es ist kein tiefgründiger Kriminalroman, aber das wissen eingefleischte Eberhofer-Fans natürlich.
Ich habe bei vielen Szenen herzhaft lachen können und fühlte mich somit auch gut unterhalten. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Preußische Korrektheit vs. bayrische Gemütlichkeit

Der falsche Preuße
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In diesem historischen Kriminalroman wird der preußische Reserveoffizier Freiherr Wilhelm von Gryszinski nach München geschickt um hier bei der Aufklärung eines Mordfalls mitzuarbeiten, da er über Erfahrungen ...

In diesem historischen Kriminalroman wird der preußische Reserveoffizier Freiherr Wilhelm von Gryszinski nach München geschickt um hier bei der Aufklärung eines Mordfalls mitzuarbeiten, da er über Erfahrungen bei der modernen Beweissicherung verfügt. Wer jetzt glaubt hier einen schneidigen Preußen geliefert zu bekommen der hat falsch gedacht. Die Autorin charakterisiert ihren Hauptprotagonisten eher als einen gemächlichen aber akkurat agierenden Charakter, der sich aber auch an den schönen Dingen gütlich tun kann. Dies schildert die Autorin z. B. darin, indem sie Gryszinski durch die Stadt schlendern lässt und uns Leser auf diese Weise viel Lokalkolorit vermittelt. Innerhalb der Krimihandlung werden dem Leser neben der Tätersuche auch Einblicke in die Anfänge der Kriminaltechnik gewährt, die für mich sehr interessant waren. Der Schreib- und Erzählstil der Autorin sind eingängig und flott zu lesen. Alles in allem ist der im München des Jahres 1894 spielende Histo-Krimi ein guter Einsteiger für eine Serie, der die zwei Lebensphilosophien – preußische Korrektheit vs. bayrische Gemütlichkeit – humorvoll aufeinander treffen lässt. Die Spannung wird zwar nicht durchgängig gehalten, aber die Beschreibungen der wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Orte und Charaktere helfen jedoch darüber hinweg. Mir hat dieser historische Krimi gut gefallen und ich empfehle ihn gern weiter.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Rasanter und komplexer Krimi

Geburtstagskind (Ewert Grens ermittelt 1)
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In diesem Thriller ermitteln Ewert Grens und Piet Hoffmann zum ersten mal gemeinsam. Kommissar Grens kennt man unter anderem aus den Krimis „Die Bestie“ und „Blasse Engel“ und Piet Hoffmann aus der Trilogie ...

In diesem Thriller ermitteln Ewert Grens und Piet Hoffmann zum ersten mal gemeinsam. Kommissar Grens kennt man unter anderem aus den Krimis „Die Bestie“ und „Blasse Engel“ und Piet Hoffmann aus der Trilogie 3 Sekunden/Minuten/Stunden. Dieser Krimi beginnt förmlich mit einem Paukenschlag, der einen sofort in die Story hineinzieht. Im weiteren Verlauf entspinnen sich faktisch zwei anscheinend nicht zusammengehörende Geschichten. Aber weit gefehlt. Je weiter das Geschehen vorangeht, desto mehr verdichtet sich alles zu einem komplexen Ganzen. Um nun den Fall klären zu können, müssen sich die beiden doch sehr unterschiedlichen Ermittlertypen zusammenraufen. Bis zum fulminanten Ende sind dann auch alle bis dahin losen Fäden verknüpft und ergeben einen stimmigen und spannenden Krimi. Das alles wird in dem für schwedische Krimis typischen nüchternen und kühlen Schreibstil erzählt. Alles in allem ein Krimi, der einen schockiert, aufwühlt, fesselt aber auch berührt und emotional tief durchatmen lässt. Für mich eine gelungene „Zusammenarbeit“ von zwei aus ihren jeweiligen Krimi/Thriller-Reihen bekannten Hauptprotagonisten. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Guter Abschluss der Trilogie

Zeiten des Sturms (Sheridan-Grant-Serie 3)
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Sheridan hat sich zu einer starken jungen Frau entwickelt und will nun den nächsten entscheidenden Schritt in ihrem Leben wagen, die Hochzeit mit Paul. Um für sich zu erkunden, ob dies alles richtig ist, ...

Sheridan hat sich zu einer starken jungen Frau entwickelt und will nun den nächsten entscheidenden Schritt in ihrem Leben wagen, die Hochzeit mit Paul. Um für sich zu erkunden, ob dies alles richtig ist, kehrt sie noch einmal nach Hause zurück. Auch der dritte Teil ist wieder ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Geschichte Sheridans zog mich einfach in ihren Bann. Das war aber auch dem eingängig leichten Schreibstil geschuldet. Ich möchte aber anmerken, dass man die Vorgängerbände „Sommer der Wahrheit" und „Straße nach nirgendwo“ kennen sollte. Die Autorin fasst zwar einiges aus den beiden Büchern hier noch mal kurz zusammen und leitet den Leser so auf das jetzige Geschehen hin, aber ich finde, es ist besser, die zwei Bücher gelesen zu haben. Die Hauptprotagonisten sind wieder gut charakterisiert und machen die Handlung lebendig. Auch wenn mich die beiden anderen Bände etwas mehr fesseln konnten, ist dies ein doch gelungenes Buch. Noch offene Sachverhalte wurden er-/geklärt und bringen die Trilogie so zu einem guten Abschluss.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Komplexer Thriller

Die verstummte Frau
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„Die verstummte Frau“ ist bereits der 10. Band der Will-Trent-Reihe. Wie schon bei anderen Bücher der Autorin ist auch dieses Buch wieder ein komplexer und sehr detailreich geschriebener Thriller. Die ...

„Die verstummte Frau“ ist bereits der 10. Band der Will-Trent-Reihe. Wie schon bei anderen Bücher der Autorin ist auch dieses Buch wieder ein komplexer und sehr detailreich geschriebener Thriller. Die Handlung wird dabei durch verschiedene Perspektivwechsel und in mehreren Erzählsträngen aus Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Der Erzählstil dabei ist flüssig und leicht zu lesen. Allerdings gibt es Passagen, in denen mir Sachverhalte zu weit schweifend erklärt wurden, das bläht zum einen die Story unnötig auf und nimmt zum anderen leider die Spannung. Auch werden die Tatorte meist sehr ausführlich „blutig“ beschrieben. Die handelnden Figuren, vor allen Will und Sara, sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Auch die persönlichen Befindlichkeiten zwischen Sara und Will, die ihre Beziehung während der Klärung des Falls immer wieder auf eine harte Probe stellen, fand ich passend und nachvollziehbar. Alles in allem ist dies wieder ein spannender und fesselnder Thriller der auch mit Emotionen nicht spart. Sieht man mal von ein paar Längen ab, ist dieser Thriller ein gelungener Fortsetzungsband mit Will Trent und Sara Linton.