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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2017

volle Punktzahl

Amrita
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Warum hat mir das Buch so gut gefallen? Das frage ich mich immer wieder nach der Lektüre von Romanen. Was macht es aus, dass eine Geschichte mit glücklich macht? Welche Inkredenzien hat es gehabt? Welcher ...

Warum hat mir das Buch so gut gefallen? Das frage ich mich immer wieder nach der Lektüre von Romanen. Was macht es aus, dass eine Geschichte mit glücklich macht? Welche Inkredenzien hat es gehabt? Welcher Cocktail der Gefühle wurde ausgelöst? Warum würde ich es weiterempfehlen?

Bei "Amrita" fällt es mir nicth schwer eine Begründung zu finden. Da passt nämlich wirklich alles.

Angefangen bei dem tollen Cover, welches mich sofort zum Zugreifen, Reinlesen und Kaufen aufgefordert hat.
Über den Prolog, der eine magische Stimmung einleitet, die sich über weite Strecken des Buches immer wieder einstellen konnte und das Buch aus dem Einheitsbrei der Jugendfantasy weit herausgebt.
Dazu eine sanfte kluge Erzählweise, die der jugendlichen Heldin und den ganzen anderen Figuren Lebendigkeit und Charakter verleihen.
Und nicht zum Schluss eine absolut stimmige Geschichte, die durchaus mehr will, als nur zu unterhalten. Lasst Euch überraschen.

Ich war begeistert und vergebe die volle Punktzahl für diesen tollen Fantasyroman, der alle Altersgruppe glücklich machen kann.

Veröffentlicht am 30.05.2017

tolle Lektüre

Demnächst in Tokio
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Elisabeth wird keine Wahl gelassen. Man schreibt das Jahr 1934 als ihr Vater sie kurzerhand mit dem Sohn des Chefs verheiratet. Er erhofft sich dadurch beruflichen Aufstieg und für seine Tochter eine gute ...

Elisabeth wird keine Wahl gelassen. Man schreibt das Jahr 1934 als ihr Vater sie kurzerhand mit dem Sohn des Chefs verheiratet. Er erhofft sich dadurch beruflichen Aufstieg und für seine Tochter eine gute Partie. Ihr neuer Ehemann Wilhelm ist 20 Jahre älter als sie und auf dem Weg nach Tokio, wo er als Diplomat eine neue Stelle antritt. Dafür benötigte er schnell eine passable Ehefrau.

Elisabeth hat Glück im Unglück, denn Wilhelm ist ein zuvorkommender, liebevoller Mann, der weder auf der Hochzeitsnacht besteht noch sonst zudringlich oder despotisch ist. So wird das große Abenteuer Japan für sie zu einem Weg in ein neues und interessantes Leben. Bald schon fühlt sie sich zu Alexander, einem Freund ihres Mannes hingezogen.

An diesem Buch hat mir wirklich alle gefallen.

Es hat ein sehr ansprechendes Cover. Es sagt sogar etwas über die Dreiecksgeschichte aus ist dabei aber nicht aufdringlich. Die Geschichte klang schon vom Klappentext sehr verheißungsvoll und Katharina Seewald besticht durch einen gut leserlichen und angenehmen Erzählstil, kluge und interessante Details der politischen und gesellschaftspolitischen Verwicklungen zwischen Japan und Deutschland, eine Dreiecksgeschichte, die nicht mit dem Holzhammer daher kommt sondern mit feinen Zwischentönen und ein paar überraschenden Wendungen und Offenbarungen, mit denen vor allem Elisabeth so sicherlich nicht gerechnet hätte.

Eine schöne Lektüre, bis zum Schluss spannend. Ich war sehr angetan und freue mich, wenn ich bald Neues von dieser Autorin hören würde.

Veröffentlicht am 19.03.2017

purer Flash

Das Herz der verlorenen Dinge
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Leute was soll ich groß schreiben. Ich bin einfach geflasht. Als ich gehört habe, dass Osten-Ard tatsächlich in eine neue Runde geht, da dachte ich nur, wow!!! Und ich hoffte aus tiefstem Herzen, dass ...

Leute was soll ich groß schreiben. Ich bin einfach geflasht. Als ich gehört habe, dass Osten-Ard tatsächlich in eine neue Runde geht, da dachte ich nur, wow!!! Und ich hoffte aus tiefstem Herzen, dass Tad es gut macht. Schließlich sind ja schon ein paar Jährchen vergangen und er hat jede Menge andere Sachen geschrieben. Und nicht alles fand ich so überzeugend und genial, da bin ich ganz ehrlich. Aber der Drachenbeinthron war einfach immer mein Liebling und zum Warmlaufen habe ich mir dieses Buch als Wunschtitel bei vorablesen gleich gesichert.

Und es ist der Hammer, wie weich man landet in der Welt von Osten-Ard. Da wird nicht lange gefackelt. Da kommen Sludig und Isgrimnur zu Wort und ich möchte Hurra schreien und alle Fantasyleser umarmen.

Das Herz der verlorenen Dinge macht einfach da weiter, wo der Engelsturm aufgehört hat. Es soll ein Übergangsband sein - quasi auch für Neulinge. Aber ob das so ohne weiteres funktioniert, weiß ich nicht so recht. Für mich als Heimkehrer ist es auf jeden Fall perfekt. Ein paar neue Darsteller in der Geschichte, ein paar altbekannte, liebgewonnene dazu, jede Menge Nornen, die keineswegs geschlagen und noch lange nicht am Ende sind. Das macht Lust und Laune und ist viel zu kurz. Und Tad Williams schreibt göttlich und fabuliert wie eh und je. Einziger Trost ist, dass es im August schon so richtig dicke losgeht.

Ich hoffe sehr, dass Vorablesen da auch wieder dabei ist. Aber ganz egal. Spätestens am Erscheinungstag liegt das bei mir auf dem Tisch und dann habe ich für nichts andereres mehr Zeit.

Veröffentlicht am 02.12.2016

gelungene Fortsetzung

Drachenreiter 2. Die Feder eines Greifs
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19 Jahre mussten Fans auf die Fortsetzung von „Der Drachenreiter“ warten. Ich gehöre zu denen, die das wirklich getan haben. Es war eines meiner liebsten Kinderbücher und es hat immer noch einen Ehrenplatz ...

19 Jahre mussten Fans auf die Fortsetzung von „Der Drachenreiter“ warten. Ich gehöre zu denen, die das wirklich getan haben. Es war eines meiner liebsten Kinderbücher und es hat immer noch einen Ehrenplatz in meinem Schrank. Und das will was heißen – viele Kinderbücher habe ich nämlich nicht aufgehoben. Mir gefiel der Drachenreiter auch um einiges besser als die Tintenherz-Trilogie. Ich wäre immer selber gerne so ein Junge mit so einem Drachen gewesen. Die Erwartungen waren also schon etwas hochgeschraubt, als ich das Buch „Die Feder eines Greifs“ dann endlich in Händen hielt.

Es liegt gleich gut in der Hand und Titel und Cover stimmen richtig ein auf die Geschichte. Gefangen genommen wurde ich von der ersten Seite an. Nicht nur von der spannenden Handlung, sondern natürlich auch von den feinen kleinen Zeichnungen, mit denen Frau Funke dem Buch zusätzlich Leben und Charme einhaucht. Sie lässt den Leser noch intensiver an ihrer fantastischen Welt teilhaben, da sie nicht nur mit Worten sondern auch mit Bildern ein Panoptikum von liebenswerten Figuren entwirft.

Es ist eines der Jugendbücher, die man als Erwachsener gut lesen kann. Eines, bei dem ich mir wünschte, ich hätte schon eigene Kinder, um es ihnen vorzulesen und mit ihnen die Zeichnungen zu betrachten. Meine Erwartungen wurden zu 100 % erfüllt. Es ist eine tolle Fortsetzung und ein wirklich empfehlenswertes Kinder- und Jugendbuch mit Zertifikat für die ganze Familie. Es steht jetzt harmonisch neben den ersten Band und wartet auf Kinderhände, die es sicherlich mehr als einmal mit Begeisterung hervorholen werden.

Veröffentlicht am 03.10.2016

Psychothriller

DIE WAHRHEIT
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Schon das Cover hat mich in den Bann gezogen. Eine Frau hat sich die Haare abgeschnitten. Gerade fällt die letzte Strähne. Handelt es sich um die Hauptperson? Ist sie womöglich auf der Flucht? Hat sie ...

Schon das Cover hat mich in den Bann gezogen. Eine Frau hat sich die Haare abgeschnitten. Gerade fällt die letzte Strähne. Handelt es sich um die Hauptperson? Ist sie womöglich auf der Flucht? Hat sie etwas zu verbergen? Oder beginnt sie einfach ein neues Leben? Eigentlich spielt schon das Cover mit den Vermutungen des Lesers.

Der sieben Jahre verschollene Ehemann von Sarah erscheint plötzlich wieder auf der Bildfläche. Nachdem er entweder für tot oder entführt gehalten wurde und sie so lange verzweifelt auf seine Rückkehr hoffte, kommt er jetzt in einem Augenblick zurück, wo sie sich endlich damit abgefunden hatte und mit ihrem Sohn ´nochmal ein neues Leben anfangen wollte. Aber es ist natürlich nicht alles so wie es scheint. Denn ein Fremder steht schließlich als vermeintlicher Ehemann Philipp am Flughafen. Und er setzt Sarah mit einem mysteriösen Geheimnis so unter Druck, dass sie sein Spiel mitspielen muss, wenn sie nicht alles verlieren will.

Was will der Kerl? Lebt ihr richtiger Ehemann doch noch? Was hat Sarah für eine "Leiche" im Keller?

Ich kannte bereist Melanie Raabes Erstling "Die Falle" und war schon in freudiger Erwartung eines neuen Psychothrillers. Genau einen solchen bekommt man denn auch. Klar macht man sich seine Gedanken und wenn man schon viele solche Romane gelesen hat, kommt man vielleicht sogar auf die richtigen Ideen. Ich musste auch immer wieder mal an den Film mit Gere und Foster denken, in dem eine ganz ähnliche Geschichte abläuft. Anfangs ähnlich. Aber Melanie Raabe schafft es, einen neuen Ton reinzubringen und ein, zwei überraschende Wendungen, so dass das Buch bis zum Ende spannend bleibt.

Sehr guter Psychothriller - endlich mal wieder aus Deutschland