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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2021

Schaurig schön

Ravenhurst
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Nach dem Selbstmord des Vaters aufgrund von hohen Spielschulden hat Eleonore alles verloren. Um wenigstens das elterliche Haus zu retten, geht sie auf den dubiosen Vorschlag des neuen Besitzers ein, ihn ...

Nach dem Selbstmord des Vaters aufgrund von hohen Spielschulden hat Eleonore alles verloren. Um wenigstens das elterliche Haus zu retten, geht sie auf den dubiosen Vorschlag des neuen Besitzers ein, ihn zu heiraten, obwohl sie ihn vorab gar nicht kennen lernen kann. Als sie ihn jedoch auf seinem Landsitz Ravenhurst das erste Mal trifft, ist sie positiv überrascht, denn er ist mehr als ansehnlich. Nur seine Manieren lassen zu wünschen übrig, er ist kalt und abweisend. Dazu ranken sich Gerüchte um verschwundene Frauen in seiner Umgebung…

Einen wunderschönen Schauerroman präsentiert uns Sandra Bäumler mit Ravenhurst. Vergangene Zeiten, ein attraktiver, aber verschlossener Mann und sein schauriger Landsitz. Die Autorin schafft es gekonnt, eine gruselige und dennoch angenehme Atmosphäre zu schaffen mit dem gewissen Touch, der den Leser an die Seiten fesselt. Mit Eleonore hat sie zudem eine faszinierende Protagonistin geschaffen, die wie zu damaligen Zeiten zwar von den Männern in ihrer Gesellschaft abhängig ist, jedoch trotzdem Stärke beweist und für sich einsteht. Die Geschichte ist etwas kurzgehalten bzw. zu schnell abgehandelt und erinnert stellenweise an einen Kurzroman, kann dennoch auch in der Kürze begeistern. Am Ende läuft alles auf das große Geheimnis hinaus, welches sich um Dorian Graves rankt. Hier kann die Autorin gerade gegen Ende mehrfach überraschen und begeistern.

Ein spannender Ausflug in die Welt der Gothic Novel, schön schaurig und faszinierend. Die Geschichte präsentiert mit Eleonore eine starke Hauptperson und kann mit der Geschichte und dem tollen Ende überzeugen.

Veröffentlicht am 25.03.2021

Wenn einen die Vergangenheit einholt

Montana Hope - Flüstern der Sehnsucht
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Drei beste Freunde in einem kleinen Städtchen in Montana mit gemeinsamener Vergangenheit und Zukunft begleiten uns in der neuen Reihe von Linda Lael Miller. Der erste Band um Painted Pony Creek konzentriert ...

Drei beste Freunde in einem kleinen Städtchen in Montana mit gemeinsamener Vergangenheit und Zukunft begleiten uns in der neuen Reihe von Linda Lael Miller. Der erste Band um Painted Pony Creek konzentriert sich dabei vor allem auf Cord, der als Pferdeflüsterer erfolgreich ist. Und gerade er kann Shallie helfen, die nach langer Zeit wieder zurückkehrt an den Ort ihrer Kindheit. Doch schon in ihrer Jugend war sie sehr in ihn verliebt und seine Anziehung bringt ihr Herz heute mehr denn je aus dem Takt. Dazu taucht eine geheimnisvolle Jugendliche im Ort auf, die nicht nur Cord und seine Freunde an ungeliebte Erfahrungen aus der Vergangenheit erinnern. Können die beiden zwischen jeder Menge Enthüllungen aus der Vergangenheit zusammenfinden?

Linda Lael Miller hat einen sehr komplexen Roman geschrieben mit allerlei Verstrickungen zwischen den Protagonisten und jeder Menge Enthüllungen aus der Vergangenheit. Der Roman braucht etwas, um seinen Rhythmus zu finden und alle Charaktere einzuführen. Dann wird man jedoch gepackt von den spannenden Vorgeschichten der einzelnen Personen. Vor allem die 17-jährige Carly als Überraschungsgast in der Runde spielt sich gekonnt in den Vordergrund mit Witz, Charme und tiefgründiger Geschichte, wodurch sogar die Liebesgeschichte zwischen Cord und Shallie etwas blass bleibt. Zentrale Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Freundschaft und Familie machen diese komplexe Geschichte jedoch zu einer runden unterhaltsamen Geschichte, die gut unterhalten kann. An den Schreibstill muss man sich jedoch etwas gewöhnen, wirkt er doch manchmal etwas konstruiert und hölzern.

Ein schöner Auftaktband, der unterhaltsam ist und gut alle Charaktere einführt. Eine komplexe Geschichte rund um die verwobene Vergangenheit der einzelnen Protagonisten kann begeistern und kaschiert die etwas konstruierte Ausdrucksweise und das leicht kitschige Ende.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Gefährliche Geheimnisse in der Wildnis Montanas

Wild
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Die Wildtierbiologin Alex Carter lebt in Boston ein unerfülltes Leben, bis sie bei einer öffentlichen Veranstaltung nur knapp einem Amokläufer durch die Rettung eines Unbekannten entkommt. Daher nimmt ...

Die Wildtierbiologin Alex Carter lebt in Boston ein unerfülltes Leben, bis sie bei einer öffentlichen Veranstaltung nur knapp einem Amokläufer durch die Rettung eines Unbekannten entkommt. Daher nimmt sie sehr gerne ein spontanes Jobangebot an, um in der Wildnis und Abgeschiedenheit Montanas Vielfraße zu studieren. Dort trifft sie jedoch auf viel Ablehnung einiger Anwohner und so manchem mysteriösem Anschlag auf sie. Als sie im Wald jedoch einen Verletzten trifft, der spurlos verschwindet, bevor ihn Hilfe erreicht, macht sie sich auf die Suche und entdeckt mehr als ihr lieb ist. Plötzlich muss sich nicht nur für ihre geliebten Tiere kämpfen, sondern auch um ihr Leben.

Es geht sehr spannend los in diesem Reihenauftakt mit einem Amoklauf und der mysteriösen Rettung durch einen Unbekannten. Umso ruhiger geht es zu im weiteren Verlauf der Handlung, in dem man sich in die Natur und Ruhe Montanas verliebt und eine unerwartete Faszination für den Vielfraß entwickelt. Die Autorin baut nach und nach eine schöne Atmosphäre des Unwohlseins auf, zu der viele kleine Vorfälle beitragen und zwielichtige Charaktere, die man schlecht durchschaut. Hier muss man ein wenig durchalten, bis man beim grandiosen letzten Drittel des Buches angekommen ist, in dem die Autorin plötzlich wieder ganz andere Töne anschlägt und zum aufregenden Rundumschlag ausholt. Das Finale ist super spannend, aufregend, brutal und plötzlich wird aus dem Charakter Alex Carter so viel mehr, als man vermutet hätte. Stark und einfallsreich kann Alex vor allem am Ende überzeugen und begeistern. Fehlt der rote Faden zeitweise ein wenig, fügen sich Anfang und Schluss immerhin und machen Lust auf mehr, denn Potential um den Charakter Alex Carter ist auf jeden Fall genug da und eine große Frage bleibt offen, die hoffentlich in einem nächsten Band geklärt wird.

Ein spannender Roman mit zwei Gesichtern, zum einen atmosphärisch ruhig und beklemmend, jedoch auch aufregend und rasant. Eine interessante Kombination, die unterhalten und begeistern kann, man muss sich jedoch ein wenig rein finden. Alex als Charakter ist dabei sehr interessant und bietet Raum auch durch eine ungelöste Frage für weitere spannende Geschichten.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Faszinierend mit starkem Charakter

Amari und die Nachtbrüder
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Als Amaris Bruder, einst Star der Schule und des gesamten Viertels, spurlos verschwindet, kann sie dies schlecht akzeptieren, fühlt sich verlassen und allein. Doch ihr Bruder hat ihr eine geheimnisvolle ...

Als Amaris Bruder, einst Star der Schule und des gesamten Viertels, spurlos verschwindet, kann sie dies schlecht akzeptieren, fühlt sich verlassen und allein. Doch ihr Bruder hat ihr eine geheimnisvolle Einladung hinterlassen. Nichts ist Amari wichtiger, als ihren Bruder zu finden und so macht folgt sie der Einladung und landet in einer neuen Welt voll übernatürlicher magischer Wesen und Fähigkeiten. Ein strenges Auswahlverfahren steht ihr im Weg, um die Suche nach ihrem Bruder weiterführen zu können, streng verbotene Magie in ihr und ein berüchtigter böser Magier, der zu viel Interesse an ihr hat und sie in einen gnadenlos Kampf hineinzieht.

B.B. Alston kann mit seinem Debütroman mit einer spannenden Geschichte begeistern. Der Leser wird in eine unbekannte Welt voller magischer Überraschungen entführt. Mit Amari hat er eine starke selbstbewusste Persönlichkeit geschaffen, die für sich einsteht und für ihre Ziele kämpft, dabei klug und besonnen ist. Ebenso stehen Freundschaft und Geschwisterliebe klar im Fokus der Geschichte und Amari trifft auf so manch spannenden Charakter. Am Anfang braucht man etwas, bis man sich zurecht findet in der neuen Welt mit vielen neuen Charakteren, magischen Eigenschaften und Herausforderungen. Doch die Handlung nimmt immer mehr Fahrt auf, kann überraschen und bietet ein überzeugendes Ende. Dennoch gibt es in der Welt sicherlich noch mehr zu entdecken und die Charaktere bieten jede Menge Potential, sich weiter zu entwickeln, sodass man sicherlich auf einen weiteren Band hoffen kann.

Ein magisches überraschende Debüt, welches mit einer spannenden Geschichte überzeugen kann und bei dem vor allem Amari als starke Persönlichkeit heraussticht. Zentrale Themen wie Freundschaft, Familie und seine innere Stärke finden bereichern die Geschichte.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Herzerwärmende Kurzgeschichten

Es geschehen noch Küsse und Wunder
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„Es geschehen noch Küsse und Wunder“ vereint zwei wundervolle Kurzgeschichten aus der Feder von Susan Mallery. Zum einen entführt sie ihre Leser mit der Titelgebenden Geschichte wieder in das beschauliche ...

„Es geschehen noch Küsse und Wunder“ vereint zwei wundervolle Kurzgeschichten aus der Feder von Susan Mallery. Zum einen entführt sie ihre Leser mit der Titelgebenden Geschichte wieder in das beschauliche Städtchen Fool’s Gold, in dem wir auf den bekannten und erfolgreichen Chiruirg Joaquin und auf Abby Hendrix treffen. Joaquin ist der Bruder der Braut und Abby soll Joaquin bis zur Hochzeit ihrer Schwester beschäftigen und ihm den Ort zeigen. Dabei merken die beiden schnell, dass sie sich doch mehr als gut verstehen. Doch Joaquin ist eigentlich aus ganz anderen Gründen zur Hochzeit gekommen und Abby nur hilfreiches Mittel zum Zweck. Mit den Gefühlen für Abby hatte er nicht gerechnet.

Die Kurzgeschichte um Joaquin und Abby ist sehr interessant, gerade weil Joaquin einen sehr interessanten Charakter hat und als Wunderkind schon immer etwas anders war als der Rest. Dies wurde aufgrund der begrenzten Länge sehr schnell aufgearbeitet und kann den Leser mit kleinen Überraschungen und Wendungen dennoch gut unterhalten. Aus der Handlung hätte man aber auch gut einen vollen Roman machen können, gerade weil ich den Hintergrund von Joaquin sehr speziell und interessant finde. Hier wurde das Potential für einen interessanten Roman von der Autorin ein bisschen verschwendet. Dennoch ist es eine wundervolle Kurzgeschichte aus dem Fool’s Gold Universum, die wieder toll unterhalten kann, jede Menge Gefühle bietet und mit altbekannten Charakteren begeistert. Wer die Romane um Fool’s Gold liest, sollte sich die Kurzgeschichten nicht entgehen lassen.

Als Zugabe gibt es zudem die Kurzgeschichte „So zärtlich wie du“ aus der Hometown Heartbreakers Reihe der Autorin. Ein wunderbarer Roman um die alleinerziehende Stephanie, welche die Herausforderung von Familie und Pension führen hervorragend unter einen Hut bekommt. Doch viel mehr vom Leben hat sie irgendwie nicht. Bis Nash eines Tages bei ihr eincheckt. Nash selbst will sich endlich seiner verworrenen großen Familie stellen, von der ehr erst kürzlich erfahren hat. Da kommt ihm die Ablenkung und zugleich Unterstützung durch Stephanie und ihre Familie gerade recht.

Witzig und spritzig kann auch diese Geschichte gut unterhalten, erwärmt das Herz und macht definitiv Lust, mehr von den Hometown Heartbreakers zu lesen. Denn wie es der Zufall so will, hat Nash jede Menge interessante Familienmitglieder, die Lust auf die ganze Reihe machen.