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Veröffentlicht am 16.04.2021

Kriminalfall in Elwefels

Rebenopfer
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Das Nordlicht Carlos Herb, der als Privatermittler engagiert wurde, verschlägt es in die schöne Pfalz, um den Tod des verschwundenen Hans Strobels zu verifizieren. Denn nur wenn seine Leiche aufgefunden ...

Das Nordlicht Carlos Herb, der als Privatermittler engagiert wurde, verschlägt es in die schöne Pfalz, um den Tod des verschwundenen Hans Strobels zu verifizieren. Denn nur wenn seine Leiche aufgefunden wird, bekommt seine Frau das üppige Erbe ausgezahlt.

Um seine Ermittlungen durchzuführen muss er jedoch erstmal schlau aus dem Pfälzer Dialekt und den einheimischen Eigenheiten werden. Wie durch Zufall landet er in Elwenfels, einem kleinen Dorf, das pfälzischer nicht sein könnte. Neben Wein und Geselligkeit spielen hier auch die Elwetritsche eine große Rolle – Haben sie etwa auch was mit dem Verschwinden von Hans Strobel zu tun?

Ein bisschen tritt der Vermisstenfall in den Hintergrund, denn Carlos ist viel zu sehr damit beschäftigt Elwenfels und die Elwenfelser Einwohner näher kennen zu lernen. Da wären z. B. Willi, Otto oder Karl vom Stammtischs, Frau Zippel von der Bäckerei und die schöne Sofie. Im Laufe des Buches sind mir die Dorfbewohner sehr ans Herz gewachsen, was wahrscheinlich auch am Schreibstil der Autoren liegt. Mein persönliches Highlight fand in Kapitel 11 statt, als sich die Elwenfelser es sich trotz Trubel am Vortag nicht nehmen lassen mit ihrem preisgekrönten Fanbus auf ihren geliebten Betzeberg zum Fußball schauen zu pilgern. Es werden wirklich viele Pfälzer Eigenheiten im Buch wiedergegeben!

Am Ende des Tages (bzw. des Krimis) kann Carlos doch noch Licht ins Dunkle des Vermisstenfalls bringen. Ich fand es gut, dass viel Abwechslung im Spiel war und die Handlung nicht vorhersehbar war.

Ich komme selbst aus der Pfalz und bin aus beruflichen Gründen weggezogen. Das Buch hat mich aber ohne Probleme zurück in die Heimat gebracht. Das war für besonders wertvoll, da wegen Corona der ein oder andere Besuch abgesagt wurde. Noch wertvoller waren nur die unzähligen Stellen, an denen ich laut loslachen musste. Der Humor kommt hier definitiv nicht zu kurz!

Die Autoren haben sich des Öfteren am Pfälzer Dialekt bedient, was das ganze Buch sehr authentisch macht und für den ein oder anderen Lacher sorgt. Ich denke auch Nicht-Pfälzer können gut folgen, da die Elwenfelser ihr Kauderwelsch auch für Carlos übersetzen müssen.

Rebenopfer hat mich voll und ganz begeistert, denn es ist eine wunderbare Mischung aus Humor, Spannung und Pfälzer Lebensgefühl. Ich habe es schon einigen FreundInnen empfohlen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen!

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Die Stunde der Wut

Die Stunde der Wut
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Vorneweg: Ich habe Band 1 nicht gelesen und bin ohne Vorkenntnisse in die Stunde der Wut gestartet. Und ich muss sagen, dass das dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan hat, ich habe mich problemlos in ...

Vorneweg: Ich habe Band 1 nicht gelesen und bin ohne Vorkenntnisse in die Stunde der Wut gestartet. Und ich muss sagen, dass das dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan hat, ich habe mich problemlos in der Welt des Düsseldorfers Polizeipräsidiums zurechtgefunden und schnell Zugang zu den einzelnen Charakteren gefunden.

Melia Adan, Kriminalrätin und Chefin von Vincent Veih, versucht einen alten Vermisstenfall aufzulösen, da sie einen privaten Bezug hat: Die Vermisste ist eine ehemalige Kollegin aus dem Verfassungsschutz. Ihre Ermittlungen führen u. a. zum Immobilienhai Osterkamp, der wiederum Verbindungen zur Neonazi-Szene aufweist.

Vincent hingegen ermittelt im Mordfall Klara Dorau. Sein kritischer Sachverstand führt ihn über deren Familie zu Verdächtigen aus den eigenen Reihen.

Wie diese beiden Stränge zusammenhängen, wie die TV-Komparse-Rolle des Kollegen aus dem Drogendezernat weiterhilft, ob die Besitzerin der angesagten Hafenbar mit Vincent flirtet, wie die Mieterhöhungen ein Leben kosten können und wer hinter den Brandanschlägen auf die Osterkamp-Fahrzeugflotte steckt – das alles müsst ihr schon selbst lesen.

Ein besonderes Highlight für mich waren die kurzen Kapitel. Teilweise nur zwei-drei Seiten lang. Dennoch gelingt es Horst Eckert mit wenigen Sätzen mich direkt ins Geschehen zu bringen. Und das ist eine wirklich hohe Kunst und führt dazu, dass beim Lesen absolut keine Langeweile aufkommt!

Mein Fazit fällt durchweg positiv aus, es war für mich wie ein guter ARD-Tatort in Buchform.

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Veröffentlicht am 23.01.2021

Die Frauen Kamtschatkas

Das Verschwinden der Erde
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Normalerweise beginne ich meine Rezensionen von vorne, ich habe das Buch gerade beendet und das Ende hat mich emotional gepackt, überrascht aber auch ein bisschen geschockt! Die letzten beiden Kapitel ...

Normalerweise beginne ich meine Rezensionen von vorne, ich habe das Buch gerade beendet und das Ende hat mich emotional gepackt, überrascht aber auch ein bisschen geschockt! Die letzten beiden Kapitel waren grandios und haben die Verbindung der vorherigen Kapitel in einer Art und Weise zusammengeführt und bilden wirklich das Herzstück des Buches. Erst nach Beenden der Geschichte wurde mir die Tiefe dessen, was ich da gelesen hatte bewusst.

Die Autorin nutzt elf verschiedene Erzählperspektiven. Ich verstehe, dass Julia Philipps damit nicht alle gleichermaßen anspricht, die Vielzahl der Namen und auf den ersten Blick nicht zusammenhängende Handlungsstränge geht auf Kosten der Haupthandlung. Dennoch findet man beim genauen Lesen / Hinsehen kleine Details und Zusammenhänge zur Entführung der beiden Schwestern Aljona und Sofija. Und das oben beschriebene Ende entschädigt wirklich für den langsamen Fortschritt.

Es hat mich absolut fasziniert, dass in jedem Kapitel die Perspektive einer anderen Frau im Mittelpunkt steht. Jedes Kapitel ist dadurch eine in sich abgeschlossene (bzw. bewusst offen gehaltene) Kurzgeschichte. Die Frauen Kamtschatkas, die wir im Laufe des Buches kennen lernen, sind stark und schwach zugleich. Jede hat ihre eigenen Schicksalsschläge zu tragen, ob es die fehlende Anerkennung, Rassismus, die Reduktion auf das Mutter-Sein, (mehrfacher) Verlust, ein kontrollierender Verlobter, ein entlaufenes Haustier oder sonstige Vorurteile sind. Es steckt meiner Meinung nach auf viel Feminismus zwischen den Zeilen, weil auf diese Themen aufmerksam gemacht wird. Die Stimmung, die im Buch vorherrscht ist eine ganz besondere und strotz nur so vor Ambivalenzen.

Ferner spielt auch die Lebensweise in Kamtschatka eine zentrale Rolle. Ein Punkt auf den ich in diesem Zusammenhang gerne hinweisen würde ist, dass Julia Philipps selbst zwei Jahre in Kamtschatkas gelebt und auch russische Sprache, Literatur und Geschichte studiert hat. Daher fließen auch an der ein oder anderen Stelle kulturelles Hintergründe ein, die auf mich einen gut recherchierten Eindruck gemacht haben.

Ein großes Lob geht auch an die deutsche Übersetzung. Sprachlich sehr stimmig! Die Wortwahl der Autorin und der Schreibstil haben mir ebenfalls gefallen!

In Summe habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen komplett gelesen, denn es hat mich berührt, vor allem wegen der Charaktere! Und ich bin mir sicher, dass ich es nochmal lesen werde, um die Verknüpfungen zwischen den Kapiteln nochmal neu zu ergründen.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Mr O‘Lui feiert Weihnachten

Mister O'Lui feiert Weihnachten
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Mr O‘Lui feiert Weihnachten ist bei uns im Haushalt das zweite Buch der Mr. O’Lui-Reihe. Wir kennen bereits Mr O‘Lui und das schönste Geschenk. Daher war ich auch etwas erstaunt als ich die Lieferung des ...

Mr O‘Lui feiert Weihnachten ist bei uns im Haushalt das zweite Buch der Mr. O’Lui-Reihe. Wir kennen bereits Mr O‘Lui und das schönste Geschenk. Daher war ich auch etwas erstaunt als ich die Lieferung des Postboten entgegen nahm. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass alle Bücher gleich groß sind und ein schönes Bild nebeneinander im Bücherregal abgeben. Aber hier gibt es schon Unterschiede zwischen den Pappbilderbüchern und den Bilderbüchern des Baumhaus-Verlags. Wahrscheinlich müssen von beiden Varianten noch mehr Bücher einziehen.

Thematisch ist die Geschichte auch für etwas ältere Kinder (ca 4 Jahre) ausgelegt. Die Illustrationen sind wieder sehr gelungen. Besonders mochte ich den Tannenbaumverkauf im Central Park. Und selbst der Pulli des Biberbären strahlt einfach eine winterliche Gemütlichkeit aus!

Die Handlung des Buches umfasst das Dekorieren der Wohnung und das Schreiben eines Wunschzettels. Immer wenn Mr O’Lui und Rupert jemanden treffen, wird nach dem Weihnachtswunsch gefragt. An Heilig Abend sind die altbekannte Gesichter zum Essen eingeladen: Der Löwe, die Giraffe, der Fuchs und sie erzählen dem reich beschenkten Streifenschwein, dass sie keine Geschenke erhalten haben. Natürlich werden daraufhin die Geschenke geteilt!

Die Kritik, aus einer der Vorgängerrezensionen, dass Rupert nach dem er viele Geschenke an Freunde verteilt hat und danach kein Geschenk für sich übrig hatte, kann ich nachvollziehen. Ich muss allerdings auch erwähnen, dass es mir und meiner Tochter beim Lesen selbst nicht aufgefallen wäre.

Als persönliches Fazit würde ich 4,5/5 Sterne vergeben. Mr O’Lui und das schönste Geschenk hat uns beim Vorlesen mit den Reimen und dem Mitraten etwas mehr Spaß gemacht. Dafür hat dieses Buch den saisonalen Bezug zur Vorweihnachtszeit und Weihnachten!

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Welches Elternteil ist nicht auf der Suche nach einer guten Nacht?

Die Suche nach der guten Nacht
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Das Buch "Die Suche nach der guten Nacht" vom Mabuse-Verlag vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Schlaf mit einer Geschichte für Kinder.

Die kleine Stella und der Koala Karli wollen ...

Das Buch "Die Suche nach der guten Nacht" vom Mabuse-Verlag vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Schlaf mit einer Geschichte für Kinder.

Die kleine Stella und der Koala Karli wollen gemeinsam herausfinden, was eine „gute Nacht“ eigentlich ausmacht. In einer liebevoll erzählten Handlung holen sie sich Tipps und Tricks von verschiedenen Profis (einem Koch, einem Mönch, einer alten Dame, ..) ein.

Meine Tochter ist noch etwas zu jung für die Erklärungen (empfohlen wird vom Verlag ab 4 Jahre, meine Tochter ist zur Zeit 2 Jahre) und man merkt, dass einige der Erklärungen noch zu komplex sind. Für ältere Kinder kann ich mir aber gut vorstellen, dass die sprachlichen Erläuterungen gut zur angegebenen Altersgruppe passen.

Die Tipps im Buch drehen sich rund um Einschlafrituale, Bewegung, Ernährung und ein richtiges Schlafumfeld. Auch als Elternteil kann man hier einiges lernen. Insbesondere der hintere Teil im Buch, der an Erwachsene gerichtet ist fanden mein Mann und ich sehr informativ. Die Autorin, Miriam Prätsch (Psychologin und Kindertherapeutin) hat sogar am Ende ein Literaturverzeichnis beigefügt, sodass die wissenschaftlich interessierten Leser direkt tiefer in die Materie einsteigen können. Zwischendurch gibt es Seiten, bei denen man zum Mitmachen aufgerufen wird, z. B. um sein eigenes Schlafritual zu entwickeln.

Die Illustrationen sind warm und freundlich. Ich persönlich mag das kleine Gehirn mit Brille, während meine Tochter natürlich ein Karli-Fan ist.

Ich kann das Buch für Eltern empfehlen, die selbst beim Vorlesen etwas Dazulernen möchten.

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