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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2021

Neues von John Wayne Cleaver

Ich will dich nicht töten
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Im nunmehr 3. Teil ist erneut ein Dämon in der Stadt. Nur diesmal ist er hinter John her. Denn der Dämon will Rache für den Tod zweier seiner Freunde durch John. John wiederum versucht die Motive des Dämons ...

Im nunmehr 3. Teil ist erneut ein Dämon in der Stadt. Nur diesmal ist er hinter John her. Denn der Dämon will Rache für den Tod zweier seiner Freunde durch John. John wiederum versucht die Motive des Dämons vorauszusehen und zu analysieren. Währenddessen gibt es weitere Morde...
Nach Teil 2 war ich gespannt wie es um John steht und hatte so meine Erwartungen an diesen 3. Teil. Leider wurden diese nicht erfüllt. Ich hatte gehofft, dass Johns innere Kämpfe, Fortschritte und neue Erkenntnisse für ihn selbst und letztlich für uns Leser bringt. Stattdessen steht hier mehr das Aufklären der Morde im Mittelpunkt. Mir haben hier eindeutig die düstere Intensität und die typischen John-Regeln, die die Vorgänger ausmachen, gefehlt. In der Entwicklung der Person John geht es in diesem Band nicht wirklich voran, was ich echt schade fand. In dieser Beziehung hatte ich mir mehr erwartet. Trotzdem ist es immer noch eine gute und fesselnde Lektüre. Aber vielleicht gibt es ja auch noch eine weitere Folge aus dem Leben des John Wayne Cleaver, man wird es abwarten müssen. Von mir gibt es für diesen Teil 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.03.2021

Schwächer als Teil 1

Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal (Golden Cage 2)
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Einmal mehr geht es um Faye, die schöne, unabhängige und kluge Frau, die Betrug und Untreue nicht akzeptiert. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand und sorgt dafür, dass sie sich an ihren Widersachern ...

Einmal mehr geht es um Faye, die schöne, unabhängige und kluge Frau, die Betrug und Untreue nicht akzeptiert. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand und sorgt dafür, dass sie sich an ihren Widersachern rächen kann.
Das Hauptthema der Geschichte, mit einer Frau, die sich nicht von egoistischen und selbstherrlichen Männern täuschen oder ausmanövrieren lassen will und nun ihre Rache plant und durchsetzt, fand ich interessant. Nur hätte ich mir bei der Umsetzung mehr Stil und Finesse gewünscht. Die Entscheidungen, die sie trifft, zeigen, dass sie nicht besser ist als die Männer, an denen sie sich rächen will. Auch den ständigen Konsum von Hochprozentigem fand ich mit der Zeit nervig. Letztlich vermisste ich aber das Fesselnde und Schockierende des ersten Buches.
Leicht und flüssig zu lesen war der zweite Teil durchaus, und man bekommt auch noch ein wenig über Fayes Leben präsentiert, aber im Ganzen war mir die Handlung zu „dünn“ und auch in manchen Teilen nicht realistisch – schade, da hatte ich mir doch mehr versprochen.
Fazit: Von diesem Thriller bin ich schon ziemlich enttäuscht. Hätte ich mir den 2. Teil hier nicht angetan, hätte ich auch nicht wirklich was verpasst. Wer jedoch dem Buch eine Chance geben möchte, der sollte zuerst „Golden Cage“ lesen, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können. Ich vergebe für diesen 2. Teil 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.03.2021

Solider Thriller

Kein Entkommen
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Auch dieser Thriller von Linwood Barclay ist wieder eine sehr verschachtelte Geschichte. Wie immer bei Barclay gelingt es ihm, die verschiedenen Handlungsstränge auf wunderbare Weise zu kombinieren und ...

Auch dieser Thriller von Linwood Barclay ist wieder eine sehr verschachtelte Geschichte. Wie immer bei Barclay gelingt es ihm, die verschiedenen Handlungsstränge auf wunderbare Weise zu kombinieren und eine vielschichtige Handlung zu schaffen, die einen durchgehend fesselt. Man findet sich nicht nur in einem Verbrechen wieder, sondern in mehreren, während man versucht zu verstehen, wie alles in dieser Komplexität zusammenhängt. Auch dieses Buch lies sich wieder gut lesen und die Charaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet. Allerdings hatte ich gegen Ende das Empfinden, dass der Schluss der Story zu schnell abgearbeitet wurde. Das war schade, denn hier ein paar Seiten mehr, hätten ein angenehmeres Leseerlebnis bei mir hinterlassen.
FAZIT: "Kein Entkommen" ist dank interessanter Protagonisten, einer diffizilen Story und einem gut lesbaren Schreibstil ein solider (PsychThriller. Ich empfehle das Buch zwar durchaus weiter, aber vergebe nur 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 24.03.2021

War leider nicht meins

Die siebte Zeugin
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Mit diesem Buch beginnt eine neue Serie, die dem Leser die Zusammenarbeit des Gerichtsmediziners und des Strafverteidigers bei einem Kapitalverbrechen aufzeigen will. Da die beiden federführenden Autoren ...

Mit diesem Buch beginnt eine neue Serie, die dem Leser die Zusammenarbeit des Gerichtsmediziners und des Strafverteidigers bei einem Kapitalverbrechen aufzeigen will. Da die beiden federführenden Autoren genau diese Berufe begleiden, bleibt es nicht aus, das eine ganze Menge erklärendes Fachwissen in den erzählten Fall einfliesst. Das Buch lies sich zwar recht gut lesen, lieferte auch einige interessante Fakten, aber mir fehlte dann doch die Spannung, die ich von „herkömmlicher“ Krimi-Fiktion gewohnt bin. Das typische Hin- und Her bei den Ermittlungen habe ich hier vermisst. Auch konnte ich mich mit den Charakteren nicht so richtig anfreunden. Leider hatte ich mir ein spannenderes und flüssiger geschriebenes Buch erfofft. Überzeugt hat mich letztlich weder die Story selbst noch der Schreib- und Erzählstil. Ich vergebe hierfür aufgerundete 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 23.03.2021

Danjela und der Metzger

Die Djurkovic und ihr Metzger
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Der Metzger, hier in seinem 8. und persönlichsten Fall, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Original. Und Thomas Raab verwendet alle möglichen Stilmittel um diesem Fakt auch gerecht zu werden.
Der Beginn, ...

Der Metzger, hier in seinem 8. und persönlichsten Fall, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Original. Und Thomas Raab verwendet alle möglichen Stilmittel um diesem Fakt auch gerecht zu werden.
Der Beginn, des als Kriminalroman ausgewiesenen Buches, liest sich eher wie eine Provinz-Klamotte, aber das ändert sich dann im weiteren Verlauf. Durch den sehr gewöhnungsbedürftigen Schreib- und Erzählstil plus dem Wiener Schmäh, wurde mein Durchhaltevermögen ganz schön strapaziert. Lässt man sich aber erst einmal auf diese Art des Formulierens ein, hat man einen Krimi vor sich, der mit skurrilen Typen, einer eigenwilligen und schrägen Story und mit viel Humor punkten kann. Allerdings dauert es eine Weile bis die eigentliche Krimihandlung in Schwung kommt, denn man merkt schon, dass der Metzger eher Antiheld als Held ist, aber für seine Angebetete bereit ist, über seinen eigenen Schatten zu Springen, und zu klären, warum Danjela plötzlich verschwunden ist. Das geschieht dann mit einigen Knalleffekten und überraschenden Wendungen. Anfänglich chaotisch durcheinander wirkende Hinweise, Infos und Motive werden zu einem sich verbindenden Ganzen zusammengebracht, so dass das Finale stimmig ist.
Mein Fazit: Auch wenn die Story schon reichlich abstrus und die Figuren echt kauzig sind, man sollte sich auf den Krimi einlassen. Aus meiner Sicht hat es sich schlussendlich doch noch gelohnt.  Wer kein Problem mit Wiener Schmäh sowie Halb- und Schachtelsätzen hat, der sollte sich den 8. Metzger nicht entgehen lassen. Da ich durch die o. g. Kritikpunkte kein "rundes" Lesevergnügen hatte, vergebe ich 3 von 5 Sterne.