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Veröffentlicht am 25.04.2021

Ich freue mich schon sehr auf das große Finale

Märchenhaft-Trilogie (Band 2): Märchenhaft erlöst
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Inhalt:

Obwohl sie letztes Mal die Schwarze Hexe besiegen konnten, gibt diese nicht auf und schickt eine schwarze Wolke über das Land. Diese bringt Tod und Zerstörung und verschlingt auch das Schloss ...

Inhalt:

Obwohl sie letztes Mal die Schwarze Hexe besiegen konnten, gibt diese nicht auf und schickt eine schwarze Wolke über das Land. Diese bringt Tod und Zerstörung und verschlingt auch das Schloss von Chóraleio.

Die Ernannten und Prinzessinnen konnten fliehen, doch das Schicksal ihrer Familien und von Prinz Lean sind ungewiss. Deshalb machen sie sich auf den gefährlichen Weg ins Reich der Schwarzen Hexe um die zurückzuholen, die ihnen so viel bedeuten.

Meine Meinung:

Teil 1 habe ich geradezu weggesuchtet und freute mich deshalb umso mehr auf die Fortsetzung.

Anfangs lernt man die Prinzessinnen kennen, die fortan gemeinsam mit den Ernannten um Prinz Lean kämpfen wollen. Ich fand es sehr schön, dass durch sie noch einmal neue, interessante Charaktere in die Geschichte kamen. Maya Shepherd legt wirklich viel Wert darauf, ihre Figuren einzigartig zu gestalten und ich habe es so genossen, alle kennenzulernen.

Doch dann kommt schon die schwarze Wolke und fegt alles hinweg. Und für mich leider auch ein bisschen den Zauber, denn ohne Prinz Lean fehlte mir ein bisschen die Dynamik im Buch. Zwar müssen die Mädchen verschiedene Prüfungen bestehen, aber für mich war es fast das Selbe, wie im ersten Band: Wieder musste der Prinz gerettet werden. Und leider waren für mich die Prüfungen dieses Mal alles andere als schwierig. Die Mädchen mussten dafür nicht ihre Stärken einsetzen, sondern bekamen Hilfe, so dass sich die Schwierigkeiten quasi in Luft aufgelöst haben. Und obwohl es mir auch hier gefallen hat, dass die Autorin verschiedene Märchen in die Geschichte eingearbeitet hat, muss ich zugeben, dass mir doch etwas die Spannung gefehlt hat.

Dieses Mal driften die einzelnen Schicksale auch etwas auseinander, denn jeder scheint seine eigene Geschichte zu bekommen, was mir sehr gut gefiel. Dafür kam mir aber Heeras Sicht ein bisschen zu kurz und dabei ist sie doch mein Liebling und ich finde, dass die Reihe auch etwas von ihrem Charme lebt. Vielleicht konnte mich deshalb dieser zweite Teil nicht ganz überzeugen.

Das Ende dagegen war für mich dann ein kleines Highlight. Ich kannte es zwar schon aus der Selfpublisherversion, deswegen war es nicht mehr wirklich eine Überraschung für mich, aber für Leser*innen, die das Buch noch nicht kennen, wird das eine unvohergesehene Wendung sein. Vielleicht gefällt sie auch nicht jedem, aber ich bin ein Fan von Ungewöhnlichem und liebe deshalb das Ende.

Jetzt bin ich umso mehr gespannt, wie Maya Shepherd ihre Geschichte auflösen wird, denn den letzten Band habe ich selbst in der Selfpublisherversion noch nicht gelesen. Ich freue mich auf jeden Fall auf das letzte Abenteuer von Heera und bin gespannt, wer Königin von Chóraleio wird.

Fazit:

Dieser zweite Band der Märchenhaft-Reihe konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Prüfungen waren dieses Mal allzu leicht bestanden und dadurch, dass jeder Charakter seine eigene Geschichte bekommt, kam Heera meiner Meinung nach etwas zu kurz. Trotzdem liebe ich es nach wie vor, wie Maya Shepherd verschiedene Märchen in die Handlung einwebt und das Ende war ein richtiges Highlight für mich, deswegen freu ich mich schon auf das große Finale und bin sehr gespannt, wer am Schluss Königin von Chóraleio wird.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Leider bin ich dieses Mal nicht restlos überzeugt

Klaras Schweigen
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Inhalt:

Nach einem Schlaganfall spricht Miriams Großmutter Klara plötzlich Französisch und das obwohl sie die Sprache nie gelernt hat. Miriam will ihrer Oma helfen und macht sich deswegen auf die Suche ...

Inhalt:

Nach einem Schlaganfall spricht Miriams Großmutter Klara plötzlich Französisch und das obwohl sie die Sprache nie gelernt hat. Miriam will ihrer Oma helfen und macht sich deswegen auf die Suche nach Antworten.

Dabei ahnt sie nicht, dass ihre eigene Geschichte ganz eng mit der Vergangenheit ihrer Großmutter verknüpft ist und dass ein jahrzehntelang gehütetes Familiengeheimnis auch ihr Leben in Frage stellen wird.


Meine Meinung:

Als Leser beginnt man im Jahr 1944 und erlebt mit, wie Klaras Heimat sich nach einem Bombenangriff verändert. Nach dieser kurzen Sequenz findet man sich dann im Jahre 2018 wieder. Klara ist gerade im Krankenhaus und hat nach einem Schlaganfall wieder begonnen zu sprechen. Miriam, die eine sehr enge Beziehung zu ihrer Großmutter hat, da sie bei dieser aufgewachsen ist, macht sich sofort auf den Weg, um Klara beizustehen. Doch sie ist völlig verwirrt, als Klara plötzlich Französisch spricht. Obwohl ich das tatsächlich schon öfter gelesen habe, war ich doch total fasziniert davon und fragte mich, was wohl hinter dem Ganzen stecken wird.

Gemeinsam mit Miriam macht man sich schließlich auf die Suche nach Antworten und ich muss sagen, ich liebe es, in Büchern nach Familiengeheimnissen zu fahnden. Das ist immer sehr spannend und nicht immer kann ich erahnen, was es damit auf sich hat. In diesem Buch taucht man auch immer wieder in die Vergangenheit ein und hat somit gegenüber Miriam einen kleinen Wissensvorsprung. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir dieses Mal etwas zu schnell geht. Quasi im Schnelldurchlauf durchleben wir Klaras Vergangenheit und werden Zeugen der wichtigsten Stationen. Leider rauschen wir jedoch geradezu durch das Leben von Klara. Mir bekamen die Ereignisse teilweise zu wenig Raum z.B. die Liebesgeschichte, so dass ich mich nicht wirklich hineindenken und mitfühlen konnte.

Trotzdem fand ich gerade den geschichtlichen Hintergrund sehr interessant. Tatsächlich habe ich noch nicht so viele Bücher über die französische Besetzung nach dem Zweiten Weltkrieg gelesen und wusste auch nicht, dass Beziehungen zwischen den französischen Soldaten und den deutschen Frauen unerwünscht waren. Deshalb fand ich es sehr schön, dass Bettina Storks dieses Thema aufgriff und anhand ihrer Protagonisten näher beleuchtete.

Doch das Hauptthema dieses Romans liegt in meinen Augen ganz klar darauf, was Familiengeheimnisse in einer Familie anrichten können, wenn sie doch noch ans Licht kommen. Das Schweigen von Klara hat nämlich zu einem tragischen Ereignis geführt, das nicht nur ihr eigenes Leben sehr verändert und ihre Persönlichkeit geprägt hat. Mich hat das sehr berührt und ich konnte hier wirklich mit Klara und auch Miriam mitfühlen. Ich muss gestehen, dass ich mich ständig fragte „was wäre wenn…“. Wie anders wäre das Leben von allen Familienmitgliedern wohl verlaufen, wenn Klara mit offenen Karten gespielt hätte, zumindest ihrer Familie gegenüber.

Tatsächlich konnte ich dieses Mal nicht alle Handlungen nachvollziehen und auch einige Charaktere machten es mir etwas schwer. Z.B. war mir Klaras Schwester Lotte durchweg unsympathisch und auch mit Ronan wurde ich nicht wirklich warm. Trotzdem hat mir das Buch einige schöne Lesestunden beschert und der Schreibstil ließ sich auch dieses Mal wieder leicht lesen. Bettina Storks macht mit ihren Beschreibungen sowohl das Setting, als auch die Handlung lebendig, so dass man das Gefühl hat, selbst mitten in der Geschichte zu stecken.


Fazit:

„Klaras Schweigen“ konnte mich leider nicht restlos überzeugen. Zwar durfte ich auch dieses Mal wieder in die Vergangenheit eintauchen und fand das Thema des Buches wirklich interessant und auch berührend, aber nicht alle Handlungen konnte ich wirklich nachvollziehen, manche Charaktere waren mir schlichtweg unsympathisch und wir rasen förmlich im Schnelldurchgang durch Klaras Leben. Trotz allem hat mir auch in diesem Buch die Spurensuche wieder großen Spaß bereitet und Bettina Storks kann mich immer mit ihrem Schreibstil mitreißen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Schwieriger Einstieg, danach völlig begeistert

Die Mächte der Moria (Die Mächte der Moria 1)
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Inhalt:

Die magisch begabten Moria sind dem König ein Dorn im Auge, weswegen er sie auslöschen möchte. Renata ist eine Moria mit der seltenen Gabe, Erinnerungen lesen und stehlen zu können. Deshalb wurde ...

Inhalt:

Die magisch begabten Moria sind dem König ein Dorn im Auge, weswegen er sie auslöschen möchte. Renata ist eine Moria mit der seltenen Gabe, Erinnerungen lesen und stehlen zu können. Deshalb wurde sie als Kind an den Königshof entführt, wo sie vom König auf seine Gegner angesetzt wurde.

Doch die Rebellen konnten Renata befreien. Seitdem kämpft sie in ihren Reihen. Doch auch hier ist sie eine Ausgestoßene. Einzig der Rebellenanführer und ihr Freund Dez steht ganz hinter ihr.

Als dieser jedoch in Gefangenschaft des Königs gerät muss Renata zurück an den Königshof, um ihn zu retten und seinen Auftrag zu Ende zu bringen. Kann sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen, um sich ihrer Zukunft zu stellen?



Meine Meinung:

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht ganz leicht. Zwar beginnt es sofort sehr spannend und mitreißend, aber es gibt sehr viele neue Begriffe, Wörter und Namen, die man erst einmal sortieren und sich merken muss. Deshalb muss man vor allem zu Beginn am Buch bleiben um sich schließlich in der Welt zurechtzufinden.

Mit Renata hatte ich anfangs auch so meine liebe Not. Sie sieht sich als minderwertig an, hat ständig das Gefühl, sich beweisen zu müssen und doch immer alles falsch zu machen. Woher dieses Selbstbild kommt, konnte ich nicht nachvollziehen. Erst nach und nach erfährt man, dass nicht nur ihre Gabe sowohl bei den Nichtmagischen, als auch den Rebellen gefürchtet ist, sondern dass sie als Kind für den König Menschen Erinnerungen gestohlen hat. Trotzdem konnte ich nicht ganz verstehen, wieso Renata sich dafür so schlecht macht, immerhin war sie damals ein Kind und wusste nicht wirklich, was sie tut. Sie geht meiner Meinung nach zu hart mit sich selbst ins Gericht und dass sie sich selbst fast sogar zu hassen scheint, machte es mir auch schwer, sie zu mögen.

Doch je länger ich las, desto faszinierter war ich von der Welt, die Zoraida Córdova hier geschaffen hat. Allein das Magiesystem gefiel mir richtig gut und da fand ich es auch gut, dass die Autorin hier doch sehr ausschweifend beschreibt und manche Szenen für den Fortgang der Geschichte nicht wirklich wichtig zu sein scheinen. So lernte man sowohl das Setting, als auch die Protagonisten noch einmal besser kennen und nach und nach näherte ich mich auch Renata an. Für mich machte sie jedenfalls eine tolle Entwicklung durch. Anfangs hat sie einfach ihren Platz noch nicht gefunden. Ihre Entscheidungen werden ihr immer abgenommen. Zuerst vom König und später von den Rebellen. Als Dez aber schließlich in Gefangenschaft gerät, wird sie zum Handeln gezwungen und endlich zeigt sich, dass sie sich auch selber Gedanken macht. Für mich wuchs Renata im Laufe der Geschichte wirklich über sich hinaus und das gefiel mir sehr gut.

Aber die Autorin hat mich auch mit der Handlung wirklich sehr überrascht. Kaum hatte ich das Gefühl, ich wüsste endlich, wie die Welt funktioniert, kam eine unvorhersehbare Wendung, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte und ich musste wieder alles überdenken. Dadurch blieb das Buch durchweg spannend. Selbst, wenn einmal weniger passierte, hatte ich doch immer das Gefühl, dass ein Damoklesschwert über Renata schwebt und ich bekam Angst, dass es für sie nicht gut ausgehen könnte. Das verstärkt sich dadurch, dass man selbst als Leser keinen Wissensvorsprung hat und nie sicher sein kann, wer Freund und wer Feind ist.

Am Ende lässt Zoraida Córdova noch eine richtig große Bombe platzen, die die gesamte Geschichte in Frage stellt und mich mit einem fiesen Cliffhanger zurückließ. Ich hätte so gerne einfach weitergelesen, da mich das Buch nach den Einstiegsschwierigkeiten doch noch komplett gepackt und mitgerissen hat. Jedenfalls bin ich schon jetzt ganz gespannt auf die Fortsetzung und bin mir sicher, dass auch hier die Autorin noch einige Überraschungen für uns bereithalten wird.

Fazit:

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir alles andere als leicht. Es gab viele unbekannte Wörter, Begriffe und Namen, die es erst einmal zu sortieren gab. Auch die Protagonistin hat es mir mit ihrem Selbsthass zusätzlich schwer gemacht, sie und die Story zu mögen. Doch nachdem ich mich in dieser faszinierenden Welt zurechtgefunden und auch Renata ihren Platz gefunden zu haben scheint, konnte ich mich kaum noch vom Buch lösen. Dazu haben auch die überraschenden Wendungen und die spannende Suche nach Antworten und nach Verbündeten beigetragen. Am Ende lässt die Autorin dann noch eine riesige Bombe platzen, die zeigt, dass es auch in der Fortsetzung spannend bleibt. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Interessanter Auftakt

Lucienne
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Inhalt:

Lucienne erfährt schon als Kind, dass sie etwas Besonderes ist und wird jahrelang trainiert, um später einen wichtigen Platz in der Gesellschaft einzunehmen.

Doch während das Mädchen noch damit ...

Inhalt:

Lucienne erfährt schon als Kind, dass sie etwas Besonderes ist und wird jahrelang trainiert, um später einen wichtigen Platz in der Gesellschaft einzunehmen.

Doch während das Mädchen noch damit kämpft, dass sie ihren Freunden nichts von ihrer wahren Herkunft erzählen darf, taucht ein mysteriöses Zeichen auf und ein mächtiger Gegner steigt aus den Tiefen empor.

Jetzt muss Lucienne zeigen, was sie über all die Jahre gelernt hat. Doch ist sie der dunklen Bedrohung wirklich gewachsen?



Meine Meinung:

Im Prolog bekommen wir sofort mit, dass es in diesem Buch verschiedene Völker gibt und diese früher im Einklang miteinander gelebt haben. Doch dann gab es einen großen Krieg und jetzt leben die Elben, Vampire, Werwölfe und und und versteckt unter den Menschen, so dass wir doch ein Urbanfantasybuch vor uns haben.

Nach der kurzen Einführung springen wir auch gleich zu Lucienne, die sich gerade im Sportunterricht befindet. Schnell erfährt man, was es mit ihr auf sich hat und was sie besonders macht. Und diese Idee hat mich richtig begeistert, da ich noch kein Buch gelesen habe, das dieses Volk als Protagonisten hat. Auch die Fähigkeiten, die diesen zugeschrieben werden, fand ich gut überlegt und sehr passend. Ich freute mich richtig darauf zu erfahren, wie Lucienne in die ganze Geschichte passt und welche Aufgabe ihr noch bevorstehen würde.

Lucienne selbst gefiel mir auch richtig gut. Sie ist sehr unabhängig, aber auch loyal ihren Freunden und ihrer Familie gegenüber. Allerdings muss ich gestehen, dass ich ihre Beziehungen manchmal etwas seltsam fand. Ihre Mutter weiß nichts von ihrer Besonderheit und lässt sie weitgehend auch selbst über ihr Leben bestimmen, was ich noch akzeptieren konnte, da sie bereits volljährig ist. Trotz allem besucht sie noch die Schule und ist somit von ihrer Mutter abhängig. Da fand ich es dann doch etwas komisch, dass sie bis in die frühen Morgenstunden wegbleibt, oft einfach verschwindet und ihre Mutter ihr in meinen Augen nur halbherzig ins Gewissen redet. Überhaupt hatte ich nicht das Gefühl, als wäre das ein „normales“ Mutter-Tochter-Verhältnis, sondern vielmehr als wären sie Freunde.
Auch die Beziehung zu ihrem Mentor konnte ich nicht so recht greifen. Zwar heißt es, für Lucienne wäre er ein Vaterersatz, aber ich fand ihn dem Mädchen gegenüber doch sehr kalt, als wäre sie für ihn nichts weiter, als eine Schülerin, die es auszubilden gilt. Ab und zu kam es mir auch so vor, als hätte ihr Mentor kein Problem damit, sie zu opfern, da er sie oftmals in gefährliche Situationen bringt, ohne ihr wirklich zur Seite zu stehen. Ich persönlich hätte mir hier mehr Gefühl gewünscht, eine tiefere Bindung, die mich auf emotionaler Ebene besser gepackt hätte. Bei mir kamen die Gefühle leider nicht ganz an. Die einzige Beziehung, die mir hier wirklich gefiel, war die zu Luciennes bester Freundin. Hier konnte ich sehen, dass sie dem Mädchen wirklich wichtig ist, das hätte ich mir auch an anderer Stelle gewünscht.

Die Geschichte an sich fand ich aber sehr gut. Es gibt viele verschiedene Völker, die alle ihre Eigenheiten haben, manche sind die „allgemein gültigen“, die man auch aus anderen Geschichten kennt. Manche sind aber auch ganz neu und erfrischend. Mir gefiel es, wie die Autorin all diese Völker in einer Geschichte vereint und ihre Schicksale miteinander verknüpft. Es gab viele spannende Momente, ein paar Überraschungen, aber auch Ereignisse, die ich schon vorhergesehen habe. Insgesamt war es für mich eine schöne Mischung, die mir gut gefallen hat.

Das Buch liest sich auch sehr flott, es gibt keine neuen Begriffe oder komplizierte Namen, an denen man hängen bleiben würde. Überhaupt verflogen die Seiten nur so und ich war viel zu schnell am Ende angelangt.

Da legt die Autorin Lilja Hundhausen noch einmal eine Schippe drauf, so dass ich schon jetzt gespannt bin, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird.

Fazit:

Die Idee rund um Lucienne gefiel mir richtig gut, sie ist neu und frisch. Zumindest hatte ich das so noch in keinem Buch. Auch die Verknüpfung mit Altbekanntem fand ich toll. Manchmal haben mir ein bisschen die Emotionen gefehlt bzw. kamen sie bei mir nicht so richtig an. Da hätte ich mir an mancher Stelle noch mehr gewünscht, aber ich denke, dass es in der Fortsetzung noch tiefer gehen wird und darauf freue ich mich schon.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 15.01.2021

Ein gelungener Auftakt

Dreiland-Trilogie / Dreiland I
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Inhalt:

Das Königreich Velcor wird von dunklen Bestien heimgesucht, die Angst und Schrecken verbreiten. Doch während diese Bedrohung von außen kommt, gibt es auch eine Bedrohung von innen, denn auf dem ...

Inhalt:

Das Königreich Velcor wird von dunklen Bestien heimgesucht, die Angst und Schrecken verbreiten. Doch während diese Bedrohung von außen kommt, gibt es auch eine Bedrohung von innen, denn auf dem Königshaus liegt ein dunkler Fluch.

Deshalb macht sich der Gesandte des Königs, Arvid von Lebera auf die Suche nach einem Magiebegabten, der den Fluch brechen könnte. Auf seinem Weg begegnet er Signe, die ein vergessenes Symbol bei sich trägt. Kann sie Velcor retten oder ist das Land bereits dem Untergang geweiht?

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem sehr mitreißenden Prolog. Allerdings kann man diesen erst einmal nicht einordnen. Mich hat er jedoch richtig neugierig gemacht und ich war sehr gespannt, was mich bei dieser Geschichte noch erwarten würde.

Danach springen die Ereignisse zu Signe und Arvid. Ich war anfangs etwas irritiert, weil ich nicht wusste, wie die Protagonisten in die Gesamtgeschichte bzw. zum Prolog passen, aber ich mochte die beiden auf Anhieb und wollte gerne wissen, wie es mit ihnen weitergeht und wie ihr persönliches Schicksal die Geschichte beeinflussen würde.

Signe war zu Beginn etwas unscheinbar. Sie wurde früh von ihrer Mutter verlassen und wuchs als Dienerin in einem lieblosen Haushalt auf. Bis zu ihrer Begegnung mit Arvid hat sie nie etwas Besonderes getan oder fiel irgendwie auf. Auch, als der Gesandte des Königs in ihr Leben tritt, bleibt sie zunächst im Hintergrund und wirkt etwas blass, was ich aber nicht besonders schlimm fand. Im Gegenteil, gerade weil sie so „einfach“ dargestellt wird, wuchs sie mir richtig ans Herz. Sie ist nicht die große Kämpferin, aber das heißt nur, dass noch genügend Platz für Entwicklung bis zum Ende der Trilogie ist.

Arvid dagegen ist in meinen Augen ein typischer Bookboyfriend. Er ist ein ehrenwerter, loyaler junger Mann, der sein Herz am rechten Fleck hat und auf den man sich wirklich verlassen kann. Er ist der Ritter in der strahlenden Rüstung, der typische Held. Aber wer weiß, was die Geschichte noch bringt, denn so ganz sind die Rollen noch nicht geklärt.

Mehr als überrascht war ich, als die Geschichte plötzlich zur Königsfamilie sprang. Ich hatte damit gerechnet, dass wir die Ereignisse aus Sicht von Signe und Arvid verfolgen würden, doch dann fand ich mich im Schloss wieder und lernte König Lamar und seine Brüder kennen und erfuhr mehr über den Fluch. Das hat die Geschichte für mich noch einmal runder gemacht und ich war richtig begeistert, noch tiefer in die Ereignisse eintauchen zu können. Dabei sind der Herrscher und seine Brüder auch wirklich sehr interessante Charaktere. Jeder hat seine eigene Geschichte, seine Vergangenheit, seinen Charakter. Ich liebe es, wenn sich Geschichten über mehrere Figuren ausdehnen und es nicht so einseitig bleibt.

Allerdings geht die Autorin auch nicht gerade zimperlich mit ihren Figuren um. Sie müssen einiges erleiden und so manche Situation ist schwer auszuhalten. Trotzdem sind die Gewaltszenen nötig für die Gesamthandlung und werden nicht unnötig ausgeschlachtet. Eine Triggerwarnung möchte ich an dieser Stelle dennoch aussprechen.

Doch nicht nur die Charaktere haben mich fasziniert, sondern auch das Worldbuilding. Jana Jeworreck hat hier wirklich eine bildgewaltige, magische Welt entworfen. Ich habe zwar etwas gebraucht, um ein Gesamtbild zu bekommen, konnte mich dann aber richtig in dieser Welt verlieren und freue mich schon sehr darauf, dieser in den Folgebänden noch so manches Geheimnis zu entlocken.

Der Schreibstil war mir persönlich etwas zu nüchtern. Das liegt vielleicht daran, dass man die Geschichte zwar aus Sicht der Protagonistin liest, aber in der 3. Person. So konnte ich nicht ganz in die Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen und an mancher Stelle hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr Emotionen gewünscht. Ich denke, das hätte der Geschichte noch das gewisse Etwas verpasst. Ich persönlich mag es auf jeden Fall lieber, wenn Bücher in der Ich-Perspektive erzählt werden.

Natürlich endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger, aber zum Glück wartet bereits der zweite Band hier und ich bin schon ganz ungeduldig darauf, weiterzulesen.

Fazit:

Dreiland 1 ist in meinen Augen ein sehr gelungener Auftakt für eine mitreißende Highfantasy Story. Das Worldbuilding ist faszinierend, die Charaktere sind vielschichtig und interessant und die Handlung spannend. Der Schreibstil war mir manchmal etwas zu „nüchtern“, da wäre ich gerne noch tiefer in die Gefühls- und Gedankenwelt der Charaktere eingetaucht, aber ansonsten freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung und bin gespannt, was die Autorin für uns noch bereithält.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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