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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2021

Nicht mein Buch

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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Meeresglühen wirkte auf den ersten Blick sehr vielversprechend auf mich. Der Klappentext klang spannend und mystisch, das Cover ist der Jackpot schlechthin. Glitzerglänzend und tolle Meeresdetails, einfach ...

Meeresglühen wirkte auf den ersten Blick sehr vielversprechend auf mich. Der Klappentext klang spannend und mystisch, das Cover ist der Jackpot schlechthin. Glitzerglänzend und tolle Meeresdetails, einfach wunderschön. Das hat allerdings nicht darüber hinweggetröstet, dass ich mit dem Inhalt so gar nicht klargekommen bin.

Es ist einfach zu benennen, was mich gestört hat: Die Protagonistin. Und ich werde nicht müde, es zu erwähnen, ein Buch steht und fällt mit seinen Figuren. In diesem Fall fiel es. Ella hat aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, was ich normalerweise gut finde und auch lieber mag als andere Erzählweisen, allerdings führt sie gefühlt auf jeder Seite Selbstgespräche mit sich in ihrem Kopf und das ist mir im Laufe der Zeit so höllisch auf die Nerven gegangen, dass ich von der Geschichte erst einmal eine Pause brauchte.
Ich wollte das Buch schon abbrechen, habe mich dann allerdings doch noch durchgequält, was sich dann wiederum negativ auf die Lesedauer ausgewirkt hat. Ich glaube, so lange habe ich in letzter Zeit für kein anderes Buch gebraucht und ich schäme mich auch fast ein wenig dafür, aber ich habe mich einfach nicht mit Ella abfinden können.

Die fehlende Sympathie zu Ella hat mir dann auch das restliche Leseerlebnis etwas verdorben, sodass ich die Geschichte leider nicht vollends genießen konnte. Dazu kommt, dass das Buch kein schlankes Persönchen ist, wo man mal eben einfach durchhuschen kann.

Mein Fazit:
Leider bin ich mit dem Buch nicht warm geworden, so sehr ich es auch versucht habe. Daher kann ich nur 2,5 von 5 Sternen vergeben, bin allerdings sicher, dass das Buch viele Fans da draußen finden wird.

Veröffentlicht am 29.03.2021

Enttäuschung

Die Liebesbriefe von Abelard und Lily
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Abelard und Lily versprachen eine süße, emotionale und außergewöhnliche Liebesgeschichte. Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut, denn Geschichten mit besonderen Protagonisten wie dem autistischen ...

Abelard und Lily versprachen eine süße, emotionale und außergewöhnliche Liebesgeschichte. Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut, denn Geschichten mit besonderen Protagonisten wie dem autistischen Abelard finde ich immer faszinierend. Ich mag es, wie man Einblicke in das Leben und die Denkweise dieser Menschen bekommt, man sich besser in sie einfühlen und ihre Lage besser verstehen kann. Es ist meist weit emotionaler als bei herkömmlichen Erzählungen, einfach weil man sich in eine ganz andere Perspektive hineindenken muss. Hier habe ich jedoch so meine Probleme beim Lesen und verstehen gehabt, insbesondere mit Lily.

Die Protagonistin erzählt aus ihrer Ich-Perspektive, was die Story durch ihr ADHS oft schwer nachzuvollziehen macht. Sie ist hibbelig, sprunghaft, und so berichtet sie leider auch. Die Erzählung verläuft unruhig und manche Situationen sind so lückenhaft beschrieben, dass es mir teils wirklich schwer viel, sie mir auszumalen und dem Geschehen folgen zu können. Lily ist jemand, der gelegentlich nicht oder kaum zuhört, dadurch entstehen zusätzlich lückenhafte Berichte und Dialoge. Für mich war es rein vom erzählerischen Standpunkt betrachtet kein angenehmes Leseerlebnis.

Die Handlung hat mich leider auch nicht sonderlich gut packen können. Einerseits deshalb, weil das Geschehen einfach so unruhig beschrieben wird und ich mich dadurch nicht gut in die Geschichte einfinden und mit den Figuren auseinandersetzen konnte, andererseits weil so unglaublich wenig passiert. Es gibt gefühlt keinen richtigen roten Faden, keine vernünftige Leserführung und wenn man doch mal ein geschichtliches Ziel mit den Figuren vor Augen hat, ändern sich drei Seiten später schon wieder die Umstände und alle Pläne sind über den Haufen geworfen. Das fand ich so schade, eine klarere Struktur hätte dem Buch nicht geschadet. So dümpelt alles etwas ziellos vor sich hin.

Abgesehen davon, dass Lily eine aufwühlende Persönlichkeit hat, gefielen mir auch die anderen Figuren nicht sonderlich. Lilys Mutter ist eine gnadelos überforderte Frau, ihre Schwester ein sprunghaftes und unsympathisches Kind und Lilys beste Freundin hat ein Kontrollsuchtproblem.
Der einzige Lichtblick war Abelard, den fand ich ehrlich interessant und hätte sehr gern ein paar Kapitel aus seiner Sicht gelesen. Aber auch er hat so seine Momente, in denen er nicht komplett authentisch rüber kommt. Auf einer Seite umarmt er Lily innig und zwei Seiten später fällt ihnen auf einmal ein, dass er ja Probleme mit Berührungen hat? Hätte man besser lösen können, denke ich.

Alles in allem bin ich sehr enttäuscht von der Liebesgeschichte. Ich hätte mehr Briefe erwartet, in denen waren die beiden nämlich schonungslos ehrlich und haben nicht viel um den heißen Brei herumgeredet, das war erfrischend. Insgesamt hat mich die Beziehung nicht überzeugen können, es passierte wenig, und wenn was passierte, war es konfus und schwammig.

Mein Fazit:
Handlung, Erzählstil und die Figuren konnten mich leider nicht so begeistern, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hätte mir tiefere Emotionen und mehr Storygeschehen erhofft, so haben mir Lily und Abelard leider kein allzu nennenswertes Leseerlebnis beschert.

Veröffentlicht am 23.02.2021

Leider meine Erwartungen nicht erfüllt

Nocturna - Das Spiel des Fuchses
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Dieses Buch hat mich auf den ersten Blick angesprungen, und spätestens der Klappentext hatte mich dann so weit überzeugt, dass ich dem Inhalt auch eine Chance geben musste. Gestaltwandler jeder Art, in ...

Dieses Buch hat mich auf den ersten Blick angesprungen, und spätestens der Klappentext hatte mich dann so weit überzeugt, dass ich dem Inhalt auch eine Chance geben musste. Gestaltwandler jeder Art, in diesem Fall jemanden, der Gesichter stiehlt, finde ich total spannend, weil diese Figuren in den meisten von mir gesehenen Fällen auch einen recht vielseitigen, interessanten Charakter haben. Und so freute ich mich sehr auf diese Geschichte, was leider ein Fehler war.
Wäre ich nicht mit so großen Hoffnungen an das Buch herangegangen, wäre mein Fazit vielleicht ein wenig wohlwollender ausgefallen. Aber nun war ich leider sehr enttäuscht.

Was mein Leseerlebnis am meisten geprägt hat, waren die Figuren. Es gab ehrlich gesagt keinen der Protagonisten, den ich wirklich gut leiden konnte, und damit hat ein Buch meist eigentlich schon verloren. Allesamt waren sie fast immer einfach nur gnadenlos schlecht drauf, wehleidig und komplett negativ eingestellt, was wiederum mir miese Laune bereitet hat beim Lesen, sodass ich mich mehr schlecht als recht durch die Seiten gequält habe. Wenn man nur wenig Spaß dabei hat, den Figuren über die Schulter zu schauen, zieht sich selbst die mühevollst konstruierte Geschichte elend lange. Und das war hier der Fall, ich bin gefühlt nur im Schneckentempo vorwärts gekommen.

Diese als High-Fantasy angepriesene Reihe hätte, um wirklich gute High Fantsy zu sein, auch eine detailliert ausgearbeitete Welt beherbergen müssen. Ich für meinen Teil empfand das Ganze allerdings auch als etwas enttäuschend, ich hätte mir einfach mehr Erklärungen, mehr Feinheiten, einfach mehr gewünscht. Es wirkte, als wäre es gewollt gewesen, aber irgendwo falsch abgebogen und nur die Hälfte beim Leser angekommen.

Mein Fazit:
Ich bin enttäuscht. Die Grundidee gefiel mir sehr, die Umsetzung war okay, aber alles da herum, hat meine Laune oft heruntergezogen. Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.02.2021

Zu viel gewollt

Never Too Late
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Never too late habe ich in der Hoffnung begonnen, eine neue Autorin für mich aufzutun und in eine spannende Reihe einzutauchen. Ich muss jedoch gestehen, dass meine Begeisterung nicht annähernd so ausgeprägt ...

Never too late habe ich in der Hoffnung begonnen, eine neue Autorin für mich aufzutun und in eine spannende Reihe einzutauchen. Ich muss jedoch gestehen, dass meine Begeisterung nicht annähernd so ausgeprägt war, wie erwartet bzw. erhofft.

Die Geschichte ist Teil einer Dilogie, kann jedoch auch problemlos als Einzelband gelesen werden. Der andere Teil der Reihe dreht sich um hier ebenfalls häufig thematisierte Nebenfiguren, sodass man das Gefühl hat, man erlebt ihre Geschichte direkt mit. Es ist wohl so, dass die Handlungen der beiden Bücher eine Zeit lang parallel laufen, wenn ich das richtig interpretiere, und davor habe ich unabhängig vom Rest des Buches einen großen Respekt. Das habe ich erst kürzlich bereits bei einer anderen Reihe bewundert und denke immer noch, dass es gute Organisation erfordert, sich dort nicht zu verzetteln.

Man bekommt das Geschehen abwechselnd sowohl von Jason als auch von Zoé erzählt, aber ich muss gestehen, dass ich mit beiden nicht warm geworden bin. Jason ist ein lieber Kerl und hat ein wirklich gutes Herz, aber der Funke ist nicht übergesprungen.
Und bei Zoé hat mich gestört, dass ihr so viele Schicksale auf einmal angedichtet wurden. Sie quoll geradezu über vor Problemen und das hat einen beim Lesen zunächst runtergezogen und mich irgendwann ehrlich gesagt genervt. Es wirkte, als hätte man ihr all diese Dinge zugeschrieben, um sie interessanter zu machen, damit aber das Gegenteil bewirkt, eben weil es so übertrieben wirkte. Ein Schlag jagte den nächsten, als seien ihre bescheidene Herkunft und ihr mangelndes Selbstwertgefühl nicht genug, sodass ich leider nicht allzu viel Mitleid mit ihr empfunden habe.

Dadurch, dass so viel gewollt wurde, bei mir aber so wenig davon angekommen ist, habe ich das Buch auch als sehr zäh empfunden, ich hatte teilweise nicht so richtig Muße weiterzulesen. Es war schade, denn ich hatte mir so viel von der Geschichte erhofft. In letzter Zeit hat New Adult bei mir nicht die durchschlagende, begeisternde Wirkung, ich suche schon länger vergeblich nach einem Buch aus diesem Genre, was mich mal wieder so richtig packt. Dieses war es leider nicht.

Mein Fazit:
Nett, aber für meinen Geschmack zu voll mit Schicksalsschlägen. Zoé war ein einzelner wandelnder Problemfall und ich wollte dem Mädchen mehr als einmal sagen, es solle sich doch verdammt noch mal Hilfe suchen. Mir hat das beim Lesen nur wenig Spaß bereitet, daher 2,5 von 5 Sternen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2020

Ich hatte viel dran zu knabbern

Play
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Von Play hatte ich im Vorfeld recht konkrete Erwartungen. Ich hatte mir anhand des Klappentextes einen Road Trip von zwei sympathischen Protagonisten vorgestellt, die gut miteinander harmonieren und zusammen ...

Von Play hatte ich im Vorfeld recht konkrete Erwartungen. Ich hatte mir anhand des Klappentextes einen Road Trip von zwei sympathischen Protagonisten vorgestellt, die gut miteinander harmonieren und zusammen der App, die Jonas Zukunft vorausgesagt hat, eins auswischen wollen. Ein wenig Technik, viel Spannung, vielleicht ein wenig Romantik. Allerdings schlug das Buch schnell eine Richtung ein, die ich nur schwer greifen konnte und die so gar nicht der entsprach, die ich mir ausgemalt hatte.

Zunächst einmal hatte ich meine Probleme mit der Hauptfigur Jonas. Ich konnte mich schlecht mit ihm und seinem verzweifelten Streben danach, unbedingt etwas besonderes zu sein und unvorhergesehene Dinge zu tun, identifizieren, und je weiter die Handlung fortschritt, desto drastischer und man könnte fast sagen dümmer wurden auch seine Taten, und desto mehr habe ich mich von ihm entfernt. Ich konnte seine Mühen, sich von der Masse abheben und der App, die ihm seine Zukunft vorhergesagt hat, ein Schnippchen zu schlagen, wenn überhaupt nur in ganz kleinen Teilen nachvollziehen, was dazu geführt hat, dass ich seine Taten stets mit einem missbilligenden Kopfschütteln beobachtet habe.
Auch seine Begleiterin Sun war nicht so hatte einen anderen Charakter als vermutet, sie war extrem schwer greifbar und launisch, sodass ich sie zwar spannend fand, jedoch nicht sympathisch.

Ich mochte den Schreibstil, die Sprache war jugendlich und locker, passend zum erzählenden Protagonisten, sodass man schnell durch die Geschichte kommt, wenn man sich einmal auf das Buch eingelassen hat.
Und mir gefiel auch die Idee der App, die einem anhand von Spuren, die man im Internet und sozialen Netzwerken hinterlässt, eine Zukunft prognostiziert. Das war erschreckend realitätsnah, viele, mich eingeschlossen, machen sich meistens vermutlich gar nicht so große Gedanken darüber, wie durchschaubar sie für die großen Datensammler eigentlich sind.
Doch ich habe eine gewisse Leserführung vermisst. Es wirkte so, als hätte man sich beim Schreiben der Geschichte von Situation zu Situation treiben lassen, anstatt konkret durchzuplanen, was denn am Ende das Ergebnis des Buches sein soll. Der rote Faden, den ich anfangs noch ausmachen konnte, zerfaserte zusehends und war irgendwann nur noch schwer zu fassen.

Mit dem Ende bin ich auch nicht wirklich zufrieden. Es kam alles anders als vermutet, was an und für sich auf keinen Fall schlecht ist. Aber jede der Figuren hat einen unerwarteten oder gar abstrusen Weg eingeschlagen, den ich nicht nachvollziehen konnte, was ich sehr schade finde, da ich gerade in Sun große Hoffnungen gesetzt hatte.

Was mir an der Geschichte als Gesamtkonstrukt jedoch gut gefiel, war das Setting. Es wechselt recht häufig, wenn auch nicht so oft wie gedacht, und ich konnte mir alles bildlich genau vorstellen. Teils habe ich mich in der Umgebung regelrecht wohl gefühlt, selbst wenn die Dynamik zwischen Sun und Jonas oft sehr angespannt war und dadurch die allgemeine Stimmung drückte.

Mein Fazit:
Leider nicht mein Fall, ich hatte wohl einfach andere Erwartungen, als ich an die Geschichte rangegangen bin. Ich mochte das Setting und den Schreibstil, keine Frage. Auch die Idee war spannend, jedoch habe ich keinen Draht zu den Protagonisten finden können und auch die Umsetzung der Idee war an einigen Stellen einfach nicht meins.
Ich vergebe gerundete 2,5 von 5 Sternen, gerundet landen wir dann bei 3.

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