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Veröffentlicht am 25.09.2021

Ein Hauch keltischer Mythologie

Shadow King
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Shadow King ist ein sehr gefälliges Kinder- und Jugendbuch; leichter Schreibstil, schnelle Handlungsabfolge und ein für die Zielgruppe schönes leichtes Fantasyabenteuer prägen das Werk.

Gerade ins Teenageralter ...

Shadow King ist ein sehr gefälliges Kinder- und Jugendbuch; leichter Schreibstil, schnelle Handlungsabfolge und ein für die Zielgruppe schönes leichtes Fantasyabenteuer prägen das Werk.

Gerade ins Teenageralter gekommene Jugendliche nehmen das junge Lesepublikum mit nach Großbritannien, um eine rasante Tour quer durch das Land zu machen, um das alte, wiedererwachende Böse zu bekämpfen. Alle vier Protagonisten eint ein sehr persönlicher familiärer Verlust. Die Geschichte wird aus Sicht von Julia, der Hauptprotagonistin erzählt. Sie sowie zwei der drei verbündeten Jugendlichen (Abena und Ehsan) werden zum Teil sehr ausführlich in ihrer Geschichte und ihrer Gefühlswelt wiedergegeben, so das die Leser wirklich leicht in deren Emotionen eintauchen können. Lediglich der Waise Lee wird so gar nicht richtig in die Handlung eingeführt. Er kommt auch erst im letzten Drittel der Handlung hinzu. Irgendwie erschien es mir, dass der Autor ihn lediglich eingeführt hat, um die ursprünglich angekündigte Gruppierung von 4 Personen voll zu bekommen. Oder aber seine Geschichte ist dem Lektorat vielleicht zum Opfer gefallen, da das Buch sonst zu umfangreich geworden wäre?
Bisweilen kam es mir jedenfalls so vor. Denn während die ersten zwei Drittel der Geschichte sich sehr langsam von der Storyline entwickeln und die Charakterdarstellung der Jugendlichen sehr im Vordergrund steht, bleibt die actionreiche Handlung auf das letzte Drittel beschränkt und eilt damit von Ereignis zu Ereignis. Vielleicht haben sich dadurch aber auch einige kleinere Logiklücken gerade zum Ende hin in die Geschichte eingeschlichen, denn die gab es definitiv.

Trotz der für mich offensichtlichen Schwächen zum Ende der Geschichte bleibt „Shadow King“ von Michael Ford ein lesenswertes Buch aus dem Bereich der Jugendfantasy. Gerade jungen Lesern mit Interesse an eher keltisch mystisch wirkenden Geschichten wird das Buch sicherlich gefallen.

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Veröffentlicht am 01.05.2021

Unser erster Anlauf mit dem Autor

Die Farm der fantastischen Tiere, Band 1: Voll angekokelt!
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Der Ansatz der Geschichte klingt vertraut. Ein Geschwisterpaar wird in den Ferien aufs Land zu einer Tante geschickt. Und natürlich gehen die Kinder davon aus, dass es super langweilig wird.
Doch wie es ...

Der Ansatz der Geschichte klingt vertraut. Ein Geschwisterpaar wird in den Ferien aufs Land zu einer Tante geschickt. Und natürlich gehen die Kinder davon aus, dass es super langweilig wird.
Doch wie es aussieht ist Tante Ally keine einfache Landpomeranze. Auf der Farm ist es irgendwie eigenartig und geheimnisvoll. Und als die beiden Kinder dann endlich das Geheimnis um ihre Tante lüften, werden die Ferien viel spannender als erwartet.

Das Buch ist mit über 200 Seiten für achtjährige Kinder vielleicht eine kleine Herausforderung die nicht immer gemeistert werden kann. Klar, die Kapitel sind gut gegliedert, nicht zu umfangreich und in ansprechender Schriftgröße gesetzt. Doch bei der Handlung bin ich mir nicht so sicher, ob diese Altersgruppe lange genug Begeisterung und Geduld aufbringen kann, bis die Handlung an Fahrt aufgenommen hat. Mein Sohn hätte das Buch allein auf jeden Fall nicht bis zu Hälfte gelesen. Aber in etwa ab da fand er das Abenteuer dann doch wieder spannend und auch richtig unterhaltsam.

Was ich wirklich gerne mochte waren die kleinen, kurzen Bezüge auf die Gryphony- und Twins-Reihe des Autors, denn ich habe jeweils die ersten Bände dieser Reihen noch im Regal stehen. Ich mag solche Querbezüge sehr, da sie die Handlungsumwelt doch stark erweitern.

Zusammen betrachtet hat uns der erste Band insgesamt jedoch ganz gut gefallen, so dass wir das zweite Buch jetzt auch hier bei uns liegen haben, um zu sehen, ob die Handlung uns diesmal schneller in den Bann ziehen kann. Dann hat die gesamte Reihe das Potential festen Einzug in unser Haus zu halten.

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Veröffentlicht am 04.04.2021

Anders als erwartet, aber nicht schlecht

Falcon Peak – Wächter der Lüfte (Falcon Peak 1)
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Wie es der Covertext ankündigt, geht es um Kendrick, einen Jungen, der mit seinem Vater in die Heimat zurückkehrt und dort auf ein Internat geht, dem sein Vater auch noch vorsteht. Dass sich die Schule ...

Wie es der Covertext ankündigt, geht es um Kendrick, einen Jungen, der mit seinem Vater in die Heimat zurückkehrt und dort auf ein Internat geht, dem sein Vater auch noch vorsteht. Dass sich die Schule nach Schulschluss als Bildungseinrichtung mit einem reinen Mädcheninternat entpuppt fällt dem Helden des Buches eigentlich nicht auf – dem Leser aber schon.
Und sehr schnell überschlagen sich die Ereignisse für Kendrick – wiederkehrende Albträume, seltsame Mitschülerinnen und Lehrerinnen, die bisweilen schlagartig verschwinden, der Wind, den er anfängt zu verstehen und schlussendlich die Entdeckung ein Aves zu sein.

Dass Menschen sich in Tiergestalten wandeln können, hier sind es Greifvögel, ist erst einmal nichts Neues. Für mich ganz unerwartet war die Einbettung eines Jungen in eine bis dahin rein weibliche Gesellschaft, denn alle Aves sind Mädchen und Frauen. Kendrick selbst fällt das gar nicht auf, bis eine seiner Mitstreiterinnen es ihm direkt auf den Kopf zu sagt. Das fand ich schon ein wenig irritierend, denn der Junge wirkt weder unintelligent, noch fantasielos.
Ansonsten ist es der Auftakt zu einer kleineren Jugendfantasygeschichte in dem es um geheimnisvolle Hintergründe aus längst vergessenen Zeiten und natürlich ersten Lebenserfahrungen Heranwachsender geht. Gerade was letzteres betrifft, spricht die Handlung eher Mädchen als Jungen an.
Aber das Buch ist nicht schlecht und da es überwiegend in die Einführung die Gesamthandlung geht, sind am Ende des Buches viele Handlungsstränge erst angefangen, so dass es sich lohnt auf den Folgeband zu warten.

Womit ich so meine Problemchen hatte, und das hat mir generell ein wenig den Lesespaß genommen, war die Darstellung von Kendricks Vater. Ganz speziell war es die Darstellung des Verhältnisses zu Kendrick. Als Vater macht er sich Sorgen um seinen Sohn, der bisweilen seine Konflikte auch mal mit der Faust austrägt. Anscheinend ist Kendrick da in der Vergangenheit auf den Schulen, die er zuvor besucht hatte hin und wieder aufgefallen. Gleich von Beginn an droht er seinem Sohn damit ihn auf ein strenges Internat zu schicken, wenn er hier wieder auffällt.
Doch Kendrick wird von einem der wenigen Mitschüler, die die Schule besuchen beständig provoziert und als es kommt wie es kommen muss und unser junger Held seinem Peiniger eine auf die Nase gibt gibt es sowohl von Lehrerinnen als auch vom eigenen Vater nur Vorwürfe, dass Gewalt keine Lösung ist. Ist es sicher auch nicht, aber gerade sein Vater tadelt und verwarnt immer nur, ohne zuzuhören oder aber seinem Sohn eine Alternative für einen anderen Umgang mit der Situation zu bieten. Ich konnte Kendrick hingegen voll und ganz verstehen.
Der Sinn dieses Handlungsstranges hat sich mir in diesem Buch überhaupt nicht erschlossen und die Figur von Kendricks Vater nur unsympathisch erscheinen lassen.

Als Auftakt finde ich das Buch nicht schlecht. Doch für den nächsten Band besteht aus meiner Sicht schon noch Potential nach oben. Mädchen wird die Geschichte wahrscheinlich sehr gut gefallen. Bei Jungen geht da die Meinung aus meinem Erfahrungsumkreis deutlich auseinander.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Zwölfen sind schon cooler als Elfen

Lilly und die Zwölfen, 1, Elfen verboten
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Die Geschichte ist recht schön, denn das Mädchen Lilly, die sich wegen ihrer zu „runden Form“ beständig Hänseleien durch die Enkelin des Nachbarn ausgesetzt sieht und der es schon schwer fällt sich immer ...

Die Geschichte ist recht schön, denn das Mädchen Lilly, die sich wegen ihrer zu „runden Form“ beständig Hänseleien durch die Enkelin des Nachbarn ausgesetzt sieht und der es schon schwer fällt sich immer an die strickten Gesundheitsregeln ihrer Mutter zu halten begegnet den Zwölfen, den pummeligen Verwandten der Elfen. Und im Gegensatz zu diesen sind sie eben nicht ernst und elegant, sondern lustig, munter und absolut lebensfroh. Und mit ihnen kehrt wieder Leben und Frohsinn in Lillys Leben.

Sibylle Wenzel hat sich in diesem Buch auf sehr humorvolle Weise des Themas Selbstwertgefühl und Mobbing angenommen. Das Thema wurde auch noch in eine nette Rettungsgeschichte für die „Glückseiche“, das Lokal von Lillys Großvater verpackt. Damit hat das Buch eine grundsätzlich schöne Handlung und eine aussagekräftige Message.
Der erste Band von „Lilly und die Zwölfen“ wird wahrscheinlich aber nur Kinder mit einem guten Durchhaltevermögen wirklich fesseln können. Mit 176 Seiten ist es für Zweitklässler doch schon etwas umfangreicher. Und es dauert wirklich recht lange, bis die Handlung an Fahrt aufnimmt. Da helfen auch die witzigen Illustrationen von Anna-Lena Kühler nicht immer drüber hinweg.
Aber wenn die jungen Leser durchhalten erwartet sie eine zunehmend interessanter werdende, schwungvolle Geschichte, denn die Zwölfen sind schon ein sehr unterhaltsames Völkchen.

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Veröffentlicht am 28.02.2021

Es hat ein wenig gedauert, bis ich mit dem Buch warm wurde

Wings of Fire 1
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Die Reihe Wings of Fire wurde zum Teil bereits vom Löwe Verlag herausgebracht. Die jetzige Taschenbuchausgabe ist jedoch umfangreicher, mit 15 Bänden angekündigt und entführt die jungen Leser in die Welt ...

Die Reihe Wings of Fire wurde zum Teil bereits vom Löwe Verlag herausgebracht. Die jetzige Taschenbuchausgabe ist jedoch umfangreicher, mit 15 Bänden angekündigt und entführt die jungen Leser in die Welt von Pyrrhia. Diese Welt gehört den Drachen und wird von Drachengesellschaften beherrscht. Die sieben dort lebenden Drachenarten werden zu Beginn des Buches grafisch gut dargestellt und ihre Haupteigenschaften den Lesern aufgezeigt. Das war bisweilen beim Lesen des Buches auch hilfreich.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert und ich muss zugeben, dass ich mich mit dem ersten Teil nicht wirklich anfreunden konnte. Die Beschreibung der jungen Drachlinge der Prophezeihung während ihres Lebens in der Isolation war mir einfach zu langatmig, der Schreibstil ermüdend. Und so fragte ich mich bisweilen, was das für die Geschichte bringen sollte.
Jetzt, im Nachgang muss ich eingestehen, dass dieser Teil durchaus seine Berechtigung hat, denn der erste Band bringt dem Leser die Charaktereigenschaften der 5 Drachen näher, vor allem die des Erdflüglers Clay.
Mit dem zweiten Teil kam dann die Handlung selber richtig in Gang und das Lesen begann damit auch mir, als älterem Leser schon Spaß zu machen. Ich frage mich nur bisweilen, ob die Zielgruppe des Kinderbuches bis dahin überhaupt durchhält? Ich weiß nicht so recht.

Eine Grundintention der Geschichte, der Gedanke, dass die 5 Drachlinge aufgrund ihrer gemeinsamen Kindheit im Gegensatz zu ihren Artgenossen die immer innerhalb der eigenen Art aufwachsen in der Lage sein könnten miteinander, statt gegeneinander zu leben hat viel Potential für die gesamte Reihe.

Ich werde auf jeden Fall noch den zweiten Band lesen um zu sehen, ob die Geschichte sich tiefer entwickelt.

Generell denke ich, dass eingefleischte Drachenliebhaber jeden Alters die Reihe gerne lesen werden, denn die 5 Drachen der Prophezeiung sind schon sehr liebenswerte Persönlichkeiten.

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