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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2021

Mörderisches Karma

Tod in Zeeland
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Yoga und Krimi? In einem? Passt das wirklich zusammen? Ja, und sogar richtig gut! Wie, das zeigt Autorin Carla Capellmann in ihrem Debütroman „Tod in Zeeland“. Da haben so einige mieses Karma oder sogar ...

Yoga und Krimi? In einem? Passt das wirklich zusammen? Ja, und sogar richtig gut! Wie, das zeigt Autorin Carla Capellmann in ihrem Debütroman „Tod in Zeeland“. Da haben so einige mieses Karma oder sogar mörderisches Karma? Und dabei sollten in der Yogaburg durch ausgeglichene Menschen sein, die mit sich und der Welt im Einklang leben. Dass das nicht so ist, merkt Freddie leider ganz schnell, als sie schon gleich zu Beginn des Seminars quasi im wahrsten Sinne des Wortes über eine Tote fällt. Ihr Freund, der die Tote kannte, und auch sie selbst geraten in den Fokus der Ermittlungen. Nun ist guter Rat teuer… Freddie stürzt sich in die Ermittlungen und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise nach Zeeland. Die gekonnten Schilderungen der Landschaft, der Leute, der Bräuche und des Essens sorgen für viel Lokalkolorit, ohne ins Kitschige abzudriften. Es ist wie ein kleiner Urlaub, wenn man mit Freddie und ihrem fiets am Meer entlang radelt oder leckere Poffertjes genießt.
Gleichzeitig ist es wirklich spannend und bis zuletzt unklar, wer der Mörder ist, warum ein Schuhdieb umgeht und ob künftig Yogis oder Pferde die Burg bewohnen werden. Ich bin ein geübter Krimileser, kam aber erst am Ende des Buches auf die Spur des Mörders. So sorgt die Autorin nicht nur für reichlich Spannung, sondern auch für eine gelungene Überraschung. Und ein kleiner Cliffhänger macht noch mehr Lust auf den zweiten Teil, als man eh schon hat. Wer so ein Debüt schreiben kann, von dem kommt in Zukunft hoffentlich noch viel mehr! Und vielleicht erfahren wir dann auch mehr vom hoofdinspecteur, der so gut riecht und warme, schiefergraue Augen hat…

Veröffentlicht am 15.04.2021

Gelungene Bewährungsprobe

Bewährungsprobe. Lorenz Lovis ermittelt
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Nachdem ich vor einiger Zeit mit "Feuertaufe" den ersten Krimi um Lorenz Lovis von Heidi Troi voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es mit ihm, dem Ratgeber-Huhn Alma ...

Nachdem ich vor einiger Zeit mit "Feuertaufe" den ersten Krimi um Lorenz Lovis von Heidi Troi voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es mit ihm, dem Ratgeber-Huhn Alma und den anderen sympathischen Hofbewohnern weitergeht! Vor auch Angelika hat es mir angetan.

Nun also "Bewährungsprobe"... Diese hat nicht nur Lorenz Lovis perfekt bestanden, sondern auch die Autorin Heidi Troi. Das Buch ist eines dieser Bücher, die man einerseits am liebsten in einem Rutsch lesen würde, weil es einem so gut gefällt und andererseits möchte man es genau aus diesem Grund auch nur ganz langsam lesen... dass es nicht aufhört und man sich von der Geschichte und den Protagonisten wieder trennen muss.

Schon nach den ersten Sätzen war es wie ein Heimkommen, ein Wiederankommen auf dem Messer Hof. Man kann die Landluft riechen, hört die Kühe muhen und die Grillen zirpen. Heidi Troi nimmt die Leser nicht nur mit auf eine spannende Krimireise, sondern entführt auch szenisch ins wunderschöne Südtirol. Gerade in Zeiten, in denen man nicht riesen kann oder darf, sind solche Romane Gold wert. Das Flair ist wunderbar und man fühlt sich trotz der Todesfälle und der vergifteten Pferde richtig wohl. Einfach wunderbar!

Man kann das Buch sicherlich auch gut lesen, ohne den Vorgänger zu kennen, ich würde aber empfehlen, zuerst auch "Feuertaufe" zu lesen. Und nun warte ich sehnsüchtig auf Band 3!

Veröffentlicht am 10.04.2021

Unvergessliche Geschichte

Das Herz der Zeit: Die unsichtbare Stadt
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es mir eine Freundin empfohlen hat, die einen sehr ähnlichen Büchergeschmack hat wie ich. Wenn sie etwas mag, gefällt es mir meistens auch. Allerdings lese ich ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil es mir eine Freundin empfohlen hat, die einen sehr ähnlichen Büchergeschmack hat wie ich. Wenn sie etwas mag, gefällt es mir meistens auch. Allerdings lese ich eher Krimis und Thriller - umso neugieriger war ich. Und nun bin ich begeistert und möchte diese Reihe unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, was noch alles passiert und wie es mit den beiden Hauptfiguren weitergeht.

Ich finde es schwierig, über dieses Buch zu schreiben, ohne etwas zu verraten, weil es so speziell ist. Die unsichtbare Stadt ist ein wunderbarer Auftakt einer Jugendreihe, die man auch als erwachsener Leser nicht verpassen sollte. Diese fantastische Reise ist etwas ganz besonderes. Auch wenn die Protagonisten Jugendliche sind, hat man sich schnell eingefunden und fiebert mit. Ich war so gefangen im Buch, das ich es quasi in einem durchgelesen habe. Gut, dass ich frei hatte, sonst wäre es schwierig geworden. Kaum hatte ich das Buch zugeklappt, hätte ich am liebsten direkt den zweiten Teil verschlungen.

Ein absolutes Muss für alle, die gerne in andere Welten abtauchen und glauben, dass es vielleicht doch mehr gibt, als wir auf den ersten Blick sehen.

Veröffentlicht am 10.04.2021

Paradiesisch schön

Wildes Paradies
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Ich mag die Natur und ich mag wilde Gärten, für mich darf die Natur sich selbst entfalten - das gefällt mir und macht mich glücklich. Umso neugieriger war ich auf dieses Buch, weil die Autorin genau dieses ...

Ich mag die Natur und ich mag wilde Gärten, für mich darf die Natur sich selbst entfalten - das gefällt mir und macht mich glücklich. Umso neugieriger war ich auf dieses Buch, weil die Autorin genau dieses Ansatz verfolgt. Sie verspricht, dass man reich belohnt wird, wenn man der Natur freien Lauf lässt. Und genauso ist es. Alleine schon die Optik wilder Natur ist einfach herrlich und wenn man den Pflanzen die Chance gibt, sich frei zu entfalten, lassen sie das Leben erblühen. Neue Tierarten können sich ansiedeln und vermehren und die Früchte wachsen herrlich.
Ich mochte den entspannten Ton und die lässige Art der Autorin, die sich aber auch nie scheut, Probleme anzusprechen und klar zu thematisieren. Sie erzählt ehrlich und authentisch, und das hat mir sehr gefallen.
Ein wunderbares Buch einer tollen, engagierten und sehr mutigen Frau, das mich beeindruckt hat und viele Ideen und Denkanstöße gibt. Ich freue mich darauf, immer wieder darin zu blättern und noch mehr Wildes zu entdecken.

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Veröffentlicht am 02.04.2021

Bitterer Tod unter den Sternen

Finstere Havel
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Seitdem ich das Vorgängerbuch durch einen Zufall in die Hände bekam und voller Begeisterung gelesen habe, bin ich Fan dieser Reihe. Sicherlich hilft es, wenn man die Reihe schon komplett kennt, aber auch ...

Seitdem ich das Vorgängerbuch durch einen Zufall in die Hände bekam und voller Begeisterung gelesen habe, bin ich Fan dieser Reihe. Sicherlich hilft es, wenn man die Reihe schon komplett kennt, aber auch als Quereinsteiger macht das Buch großen Lesespaß. Die Figuren sind richtige Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen. Man fiebert richtig mit und ist voll im Geschehen. Die wunderbare Natur, die der Autor ganz herrlich und authentisch beschreibt, macht nicht nur Lust darauf, das Buch zu lesen, sondern auch, nach Brandenburg und an die Havel zu Reisen. Liest man Sätze wie "Die nächtliche Stille hatte sie stets umarmt wie ein liebevoller Freund", kann man nicht anders, als auch dort sein und das erleben zu wollen.

Abgesehen von der Atmosphäre und den manchmal schon poetischen Zeilen, ist der Krimi auch wieder richtig spannend. Es ist nicht blutig oder brutal, sondern aus dem Leben gegriffen. Die eigentliche Hauptfigur ist eine tragische Figur, die man zu gerne getröstet und in den Arm genommen hätte. Nachzuvollziehen, warum sie sterben musste, fand ich sehr spannend und berührend.

Gut gefallen hat mir auch, dass man die Ermittlungen mitverfolgen kann und zugleich auch die Eigenheiten der Polizisten und ihr Privatleben eine Rolle spielen. Das macht das Ganze so authentisch und lesenswert. Gut zu wissen, dass der nächste Band schon geplant ist! Ich freue mich auf das Wiedersehen!