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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2017

Ein Leben ohne Haare

Nichts wünsche ich mir mehr
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Katha ist erst sechzehn Jahre, als sie die Diagnose „Alopezie“ erhält. Es ist fürchterlich für sie und natürlich ist sie niedergeschlagen. Außerdem schwärmt sie für Jasper, der an ihrer Schule ist, und ...

Katha ist erst sechzehn Jahre, als sie die Diagnose „Alopezie“ erhält. Es ist fürchterlich für sie und natürlich ist sie niedergeschlagen. Außerdem schwärmt sie für Jasper, der an ihrer Schule ist, und bei dem sie sich kaum Hoffnungen macht. Dann zerstört die Diagnose auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung.
Obwohl die Geschichte tiefgründig ist, liest sich das Buch sehr angenehm und Kathas Geschichte ist sehr einfühlsam erzählt. Dabei geht es nicht nur tieftraurig zu.
Wen würde eine solche Diagnose nicht niederschmettern. Besonders schlimm aber ist es für ein Mädchen in dem Alter, dass sich ja erst selbst noch finden muss. Wir können miterleben, wie Katha versucht, ihr Problem zu vertuschen und wie sie mit der Zeit immer besser damit fertig wird und die Sache sehr offensiv angeht. Dabei hat sie die Unterstützung von Familie und Freunden und ganz besonders Jasper hilft ihr mit Mitgefühl und ungewöhnlichen Aktionen. Aber natürlich gibt es auch die anderen, die über sie herziehen.
Alle Charaktere sind sehr gut und authentisch ausgearbeitet. Aber besonders gut hat mir Jasper gefallen, der den richtigen Weg findet, um Katha aufzubauen
Dieses Buch hat mich wirklich angesprochen. Es ist eine Mutmach-Geschichte verpackt in eine Liebesgeschichte, die sehr gut über die Krankheit „Alopezie“ informiert.
Ein lesenswertes Buch!

Veröffentlicht am 24.03.2017

Kochen ganz anders

High Carb Vegan
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Was macht man, wenn ein Familienmitglied plötzlich auf vegane Ernährung besteht? Dann ergeben sich ziemliche Probleme. Seit Jahren hat sich das Kochen für Vegetarier und Fleischesser eingespielt, weil ...

Was macht man, wenn ein Familienmitglied plötzlich auf vegane Ernährung besteht? Dann ergeben sich ziemliche Probleme. Seit Jahren hat sich das Kochen für Vegetarier und Fleischesser eingespielt, weil der Fleischkonsum insgesamt schon sehr eingeschränkt wurde. Aber vegane Ernährung? Es war schwierig und wird es bestimmt auch noch eine Weile bleiben, auch wenn dieses Buch eine Reihe von Rezepten bietet, die auch Nichtveganern schmecken.
Das Buch hat ein gutes, nicht zu großes Format. Am Anfang wurden Grundlagen vermittelt, die man sicherlich mehrmals lesen musste.
Dann gab es die Rezepte mit schönen passenden Bildern. Es ist nicht ganz leicht (jedenfalls bei uns), alle Zutaten zu bekommen – selbst nach Besuch von mehreren Geschäften. Außerdem ist es nicht ganz billig, eine Grundausstattung zu beschaffen.
Mich hat etwas gestört, dass die Mengenangaben manches Mal nicht eindeutig sind. Die Rezepte, die ich ausprobiert habe, sind einfach und ohne zu großen Zeitaufwand nach zu kochen und schmecken nicht nur Veganern. Außerdem gibt es auch immer wieder Tipps dazu. Interessant ist es auch, ohne jegliches Fett zu kochen.
Ein Buch, das ich bestimmt nutzen werde.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Der Mordfall Franziska Spiegel
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Im August 1944 wird die Jüdin Franziska Spiegel ermordet. Es sind Zeiten, in denen keiner ein Interesse hat, die Mord an einer Jüdin zu klären.
Vier Jahre tritt Gernot Zöllner wieder seinen Dienst an ...

Im August 1944 wird die Jüdin Franziska Spiegel ermordet. Es sind Zeiten, in denen keiner ein Interesse hat, die Mord an einer Jüdin zu klären.
Vier Jahre tritt Gernot Zöllner wieder seinen Dienst an und bekommt den Fall Spiegel auf den Tisch. Er will die Täter ausfindig machen und kniet sich mächtig in die Sache hinein. Aber es gestaltet sich schwierig, denn bei seinen Befragungen trifft er auf altes Nazis, die nicht daran denken, den Mund aufzumachen. Während des Krieges stramm linientreu, geben sie sich jetzt als Opfer. Mit diesen Einstellungen kommt Zöllner gar nicht zurecht, denn seine jüdische Frau ist vor vielen Jahren mit ihren Eltern nach England geflohen. Als er den Tätern näher kommt, geschieht ein Mord.
Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Der Schreibstil ist nüchtern und distanziert, was sehr gut zu diesem Fall passt. Die Ermittlungen sind sehr spannend. Es ist bedrückend, wie sich die alten Seilschaften wieder in ihren Positionen breit machen, immer nach dem Motto „wie sollen wir sonst wieder alles ans Laufen kriegen“. Zöllner will den Fall klären, wahrscheinlich weil er auch persönlich betroffen ist. Aber ich denke, dass er schon immer ein guter Ermittler war, dem die Gerechtigkeit sehr wichtig ist. Alle Personen wurden gut und authentisch beschrieben.
Am Ende zweifelt man daran, dass es wirklich gerecht zugeht.
Ein empfehlenswertes Buch.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Ein bizarres Puzzle

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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Gerade erst hat Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt der Wolf, nach vier Jahren seinen Dienst wieder angetreten, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Fundort einer Leiche ist eigentlich ...

Gerade erst hat Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt der Wolf, nach vier Jahren seinen Dienst wieder angetreten, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Fundort einer Leiche ist eigentlich falsch, denn die Ermittler stellen schnell fest, dass es bei der an der Decke hängenden Leiche eigentlich um Teile von sechs Toten handelt, die zusammengenäht wurden. Wolf erkennt, dass einer Finger dieser Figur auf seine Wohnung gegenüber zeigt. Bei der Journalistin Andrea und Ex-Frau von Wolf geht eine Liste ein, auf der die Namen und Todesdaten der nächsten sechs Opfer stehen. Der letzte Name auf der Liste ist der von Wolf.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Dem Autor ist hier ein sehr spannender Thriller gelungen, da aber auch sehr brutal und damit nichts für schwache Nerven ist. Da lockern wenigstens die Dialoge unter den Kollegen die ganze Sache ein wenig auf.
William Oliver Layton-Fawkes ist ein Mensch, der Schwierigkeiten an sich zieht. Privat hat er Probleme und auch vom Dienst kann er nicht abschalten. Daher ist er ausgerastet und hat einen Angeklagten vor Gericht, der freigesprochen wurde, fürchterlich zusammengeschlagen. Das brachte ihm einen Aufenthalt in der Psychiatrie ein. Doch nun ist er wieder im Dienst und hat es gleich mit diesem grausamen Fall zu tun. Mir ist der Wolf als Ermittler sympathisch. Aber auch die Kollegen gefallen mir gut.
Der Täter ist skrupellos und grausam und der Polizei immer einen Schritt voraus.
Über das Ende kann man geteilter Meinung sein, aber insgesamt war der Thriller sehr spannend.

Veröffentlicht am 21.03.2017

unrealistisch und unterhaltend

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte
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Der indische Fakir mit dem Namen Ayarajmushee Dikku Pradash macht sich auf den langen Flug von Indien nach Paris, um ein Nagelbett Modell „Likstupisksta“ zu kaufen. Am nächsten Tag will er samt Bett zurückfliegen. ...

Der indische Fakir mit dem Namen Ayarajmushee Dikku Pradash macht sich auf den langen Flug von Indien nach Paris, um ein Nagelbett Modell „Likstupisksta“ zu kaufen. Am nächsten Tag will er samt Bett zurückfliegen. Da er aber kein Geld zur Verfügung hat, muss er bei Ikea übernachten und damit gehen seine Probleme los. Er geht unfreiwillig auf eine Reise durch halb Europa und Libyen. Dabei begegnet er anderen Menschen, die auf ihn großen Eindruck machen. In die Französin Marie, die er bei Ikea trifft, verliebt er sich. Als er mit dem afrikanischen Flüchtling Soomar spricht – sehen können sie sich leider nicht -, merkt er, dass andere Menschen es noch schwerer haben als . Die bekannte Schauspielerin Sophie Morceaux, die ihn in ihrem Koffer findet, hilft ihm uneigennützig. Diese Begegnungen machen ihn nachdenklich. Im Verlauf der Geschichte begreift er, dass es schön ist, anderen Menschen zu helfen.
Die Story ist total unrealistisch, lebt von Klischees und gerade deshalb, kann man immer wieder herzhaft lachen. Alle Figuren sind total überzeichnet und ihre Namen vollkommen verrückt. Aber auch Nachdenkliches zum Thema „Abschiebung von Flüchtlinge“ wird in diesem Buch – wenn auch nur oberflächlich - behandelt.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und ist unterhaltend.