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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2021

Luc Verlain auf der Flucht

Baskische Tragödie
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In seinem nunmehr 4. Fall kommt es für Commissaire Luc Verlain dicke. Stolpert er doch wie „zufällig“ in ein Geschehen, in dem er vom Ermittler zum Mörder gemacht werden soll. Alexander Oetker hat hier ...

In seinem nunmehr 4. Fall kommt es für Commissaire Luc Verlain dicke. Stolpert er doch wie „zufällig“ in ein Geschehen, in dem er vom Ermittler zum Mörder gemacht werden soll. Alexander Oetker hat hier mal eine etwas anders geartete Krimihandlung erdacht, die aber deshalb nicht weniger aufregend in Szene gesetzt ist. Die Handlungsorte sind breit gefächert bis hin ins Baskenland und wurden vom Autor auch wieder wunderbar beschrieben. Sowohl Landschaftsbeschreibungen als auch Kulinarisches haben wieder ihren Platz innerhalb der Handlung gefunden. Der eigentliche Krimi-Plot ist durchdacht und so aufgebaut, dass man lange nicht weiß, wer hier eigentlich an den Fäden zieht und warum. Der Schreib- und Erzählstil ist wie schon in den Vorgängerbänden leicht und gut zu lesen. Die mitwirkenden Charaktere sind gut dargestellt und überzeugen in ihrer Rolle. Durch die Verfolgungsjagd bleibt die Handlung spannend und auch die Auflösung war für mich durchaus überzeugend. Alles in allem wieder ein gelungener, fesselnder Krimi der mich gut unterhalten hat.

Frank Arnold, als Sprecher, hat eine angenehme Stimme und auch die Fremdwörter/Namen kamen ihm leicht über die Lippen. Das HB ist eine gute Alternative zu den anderen Medien.

Veröffentlicht am 04.04.2021

Intensive Geschichte über einen Neuanfang

Das Wörterbuch des Windes
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Im Mittelpunkt steht Swea, die ihre Ehe mit einer Reise nach Island eigentlich noch einmal neu Beleben wollte, jedoch genau das Gegenteil erreicht. Nun steht sie vor den Trümmern ihres Lebens und beginnt ...

Im Mittelpunkt steht Swea, die ihre Ehe mit einer Reise nach Island eigentlich noch einmal neu Beleben wollte, jedoch genau das Gegenteil erreicht. Nun steht sie vor den Trümmern ihres Lebens und beginnt es zu hinterfragen. Bei ihrer Selbstfindung lernt sie Einar Pálsson und Jón Árnarsson kennen. Beide faszinieren sie auf ihre ganz spezielle Weise und Swea merkt, dass sie sich durchaus noch mal auf etwas Neues einlassen könnte. Die Autorin hat einen sehr mitreißenden Schreib- und Erzählstil. Und die Beschreibungen der isländischen Naturgewalten in Beziehung mit Sweas Zweifeln und Hoffnungen ergänzen sich wunderbar. Auch die neben Swea noch auftretenden Charaktere werden ausführlich beschrieben und wirken somit auf den Leser echt und überzeugend. Die ebenfalls in die Geschichte eingewobenen isländischen Mythen haben mir gut gefallen und runden Sweas Geschichte, die sich förmlich mit dem Wind treiben lässt, gut ab.
Fazit: Es ist eine intensive Geschichte über einen Neuanfang der mich gut unterhalten hat. Ich kann dieses HörBuch guten Gewissens weiterempfehlen.

Reinhard Kuhnert und Eva Gosciejewicz, als Sprecher, erwecken das Buch zum Leben und setzten bei mir das Kopfkino in Gang.

Veröffentlicht am 03.04.2021

Guter Abschluss der Trilogie

Zeiten des Sturms (Sheridan-Grant-Serie 3)
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Sheridan hat sich zu einer starken jungen Frau entwickelt und will nun den nächsten entscheidenden Schritt in ihrem Leben wagen, die Hochzeit mit Paul. Um für sich zu erkunden, ob dies alles richtig ist, ...

Sheridan hat sich zu einer starken jungen Frau entwickelt und will nun den nächsten entscheidenden Schritt in ihrem Leben wagen, die Hochzeit mit Paul. Um für sich zu erkunden, ob dies alles richtig ist, kehrt sie noch einmal nach Hause zurück. Auch der dritte Teil ist wieder ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Geschichte Sheridans zog mich einfach in ihren Bann. Das war aber auch dem eingängig leichten Schreibstil geschuldet. Ich möchte aber anmerken, dass man die Vorgängerbände „Sommer der Wahrheit" und „Straße nach nirgendwo“ kennen sollte. Die Autorin fasst zwar einiges aus den beiden Büchern hier noch mal kurz zusammen und leitet den Leser so auf das jetzige Geschehen hin, aber ich finde, es ist besser, die zwei Bücher gelesen zu haben. Die Hauptprotagonisten sind wieder gut charakterisiert und machen die Handlung lebendig. Auch wenn mich die beiden anderen Bände etwas mehr fesseln konnten, ist dies ein doch gelungenes Buch. Noch offene Sachverhalte wurden er-/geklärt und bringen die Trilogie so zu einem guten Abschluss.

Marie Bierstedt, als Sprecherin, liefert hier eine gute Leseleistung ab. Ihre angenehme Stimme passt gut und lässt einen am HB verweilen.

Veröffentlicht am 03.04.2021

Gelungener Serienauftakt

Das Lichtenstein: Modehaus der Träume
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Mit Hedi, die ihre Anstellung als Ladenmädchen im Berliner Modehaus „Lichtenstein“ 1913 beginnt, betritt man auch selbst zum ersten Mal das Kaufhaus. Vor dem Auge des Lesers entsteht ein Mikrokosmos, in ...

Mit Hedi, die ihre Anstellung als Ladenmädchen im Berliner Modehaus „Lichtenstein“ 1913 beginnt, betritt man auch selbst zum ersten Mal das Kaufhaus. Vor dem Auge des Lesers entsteht ein Mikrokosmos, in dem man so einiges über die Strukturen und Arbeitsabläufe in einem großen Warenhauses erfährt. Im Mittelpunkt stehen aber die Träume und Hoffnungen der Mitglieder der Unternehmensfamilie, der Mitarbeiter und Kunden, die sie mit diesem Warenhaus verbinden. Die Autorin verknüpft in dieser Geschichte die reale politische, soziale und wirtschaftliche Lage des Landes/Berlins zu jener Zeit mit dem fiktiven Leben ihrer Figuren und zeigt auf, wie sich Berlin allmählich zu einer modernen Modemetropole entwickelte. Hat man den Roman erst einmal begonnen, ist er auch in Null Komma Nichts zu Ende gehört.

Sandra Voss leiht der Geschichte ihre Stimme und nimmt den Hörer in eine längst vergessene Zeit mit. Mir hat die HB-Adaption gut gefallen und ich empfehle sie auch gern weiter.

Veröffentlicht am 03.04.2021

Fesselnde und überzeugende Trilogie

Die Hulda-Trilogie. Dunkel - Insel - Nebel
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Der Autor erzählt die Geschichte der Kommissarin Hulda Hermannsdottir faktisch rückwärts. Ich muss sagen es ist ein genialer Einfall. Alles beginnt damit, dass Hulda in Pension geschickt werden soll. Sie ...

Der Autor erzählt die Geschichte der Kommissarin Hulda Hermannsdottir faktisch rückwärts. Ich muss sagen es ist ein genialer Einfall. Alles beginnt damit, dass Hulda in Pension geschickt werden soll. Sie erbittet sich noch einen letzten Fall und damit lernen wir Hulda kennen. Wie üblich in skandinavischen Krimis geht die Handlung langsam aber stetig voran ohne zu viel Action und übertriebene Brutalität. Im Verlauf erfährt man mehr über Huldas Motivation diesen letzten Fall noch „schnell“ aufzuklären, obwohl sie sich überhaupt nicht mit ihrer neuen Lebenssituation nach dem Fall anfreunden kann und will. Was anfänglich etwas behäbig anmutet nimmt dann doch Fahrt auf und durch stetig neue Wendungen kommt auch Spannung auf. Hulda entwickelt sich im Verlauf zu einem interessanten, komplexen und tiefgründigen Charakter. Ihre Lebensgeschichte überzeugt in Bezug auf ihre Handlungen.

Wer also die Print-Version noch nicht kennt, sollte es ruhig einmal mit der HB-Alternative versuchen, zumal Katja Bürkle eine gute Leseleistung abliefert.