Profilbild von Alice9

Alice9

Lesejury Star
offline

Alice9 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alice9 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2021

Schönes Setting und schöne Geschichte mit kleineren Schwächen

Firefly Creek
0

Inhalt
Nach langer Zeit befindet sich Ethan Bennett auf dem Weg zu seiner Familie auf die Silverwood Ranch. In der Vergangenheit ist viel passiert, sodass er länger auch keinen Kontakt zu seiner Familie ...

Inhalt
Nach langer Zeit befindet sich Ethan Bennett auf dem Weg zu seiner Familie auf die Silverwood Ranch. In der Vergangenheit ist viel passiert, sodass er länger auch keinen Kontakt zu seiner Familie hatte. Nun möchte er einen Neuanfang warten und freut sich, alle wieder zu sehen. Doch kaum, dass er dort ankommt, wird er alles andere als herzlich empfangen. Allein Liz, die Frau seines verstorbenen Bruders, freut sich, ihn zu sehen. Entgegen seines Verstandes beginnt er langsam, sich zu ihr hingezogen zu fühlen...

Meine Meinung
Das Cover lässt auf eine warme, einfühlsame und gefühlvolle Geschichte mit einem wunderschönen Setting schließen, sodass meine Erwartungen auch in der Hinsicht geschürt wurden. Und was soll ich sagen? Das bekommt man auch bei diesem Buch. Dennoch hatte es kleinere Schwächen, weswegen es mich leider nicht gänzlich überzeugen konnte.

Schon am Anfang wurden einige Aspekte aus der Vergangenheit aufgerollt, sodass nicht nur schon Gefühle geweckt wurden, sondern auch die Neugier geweckt wurde, weil man mehr über die Familie und ihr Leben auf der Farm erfahren wollte.
Im weiteren Verlauf wurden Probleme der Farm thematisiert, aber auch in der Familie, die für Spannung gesorgt haben und mich in gewisser Weise auch an die Geschichte gefesselt haben. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass die Geschichte etwas träge war und nicht richtig in Gang kam. Es fehlte mir so ein bisschen an einer Dynamik zwischen den Protagonisten und an einer durchgehenden Spannung. Es gab, wie schon erwähnt, spannende Aspekte, aber die haben sich nicht durchgezogen, sondern wurden immer wieder für Beschreibungen von Situationen aus der Vergangenheit oder Empfindungen, die ein bisschen zu ausschweifend waren, unterbrochen. Das hat das Ganze für mein Empfinden ein bisschen träge und schleppend erscheinen lassen.
Gegen Ende gab es dann noch eine Wendung, die mir überhaupt nicht gefallen hat und ich irgendwie auch störend für die Geschichte und die Entwicklung der Protagonisten fand. Ich hatte da so einen „War ja klar, dass das auch noch passieren musste“-Moment, der mich wirklich genervt hatte. Dazu kam, dass damit verbunden auch Entscheidungen getroffen wurden, die mich ebenfalls gestört hatten.

Liz fand ich unfassbar sympathisch und liebenswert. Dass sie Entwicklungspotenzial hat, war von Anfang an klar und ich war neugierig darauf, wie es genutzt wird.
Ethan fand ich wirklich toll. Ich fand es gut, wie er probiert sich wieder in die Familie einzufügen und mit seinem Wissen der Farm zu helfen. Das wurde auch wirklich spannend dargestellt und ich fand es interessant und war neugierig, was möglich ist und wie er es schaffen wird.

Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen. Ich konnte den Geschehnissen gut folgen und mich auch gut in die Geschichte einfühlen. Die Gefühle und Emotionen wurden greifbar gemacht, vor allem durch die Momente aus der Vergangenheit rund um Samuels Tod und anderen Dingen, die noch thematisiert werden. Die Atmosphäre fand ich wirklich toll. Sie war warm und sommerlich, sodass sie irgendwie auch ein heimeliges Gefühl in mir wecken konnte. Dennoch hatte sie auch ein bisschen was trauriges, an sich, wenn es auf die Vergangenheit zu sprechen kam. Insgesamt habe ich mich aber sehr wohl in der Geschichte gefühlt.
Auch der Humor kam in der Geschichte nicht zu kurz. Ich mochte es, dass die Jungs es anscheinend Faustdick hinter den Ohren haben und jetzt noch Anspielungen auf die „Bennett“-Gene gemacht werden.

Insgesamt eine warme und ruhige Geschichte, die meiner Meinung nach leider ein paar Schwächen hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2021

Nicht das beste Buch der Autorin

Unchained
0

Inhalt
Lily ist eine Dämonenjägerin mit Leib und Seele und gehört auch zu den besten ihrer Art. Doch der gefallene Engel Julian bereitet Lily Probleme, da sie wegen ihm die Regeln der Organisation bricht. ...

Inhalt
Lily ist eine Dämonenjägerin mit Leib und Seele und gehört auch zu den besten ihrer Art. Doch der gefallene Engel Julian bereitet Lily Probleme, da sie wegen ihm die Regeln der Organisation bricht. Julian verfolgt sie und flirtet auch mit ihr. Auch Lily fühlt sich entgegen ihrer Vernunft zu ihm hin gezogen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Lily soll eine Verräterin sein. Kurzerhand steht sie mit Julian alleine da, der ihr helfen will, den wahren Verräter zu finden...

Meine Meinung
Man merkt sofort, dass es sich hierbei um ein älteres Buch der Autorin handelt und, wie stark sie sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat. Daher muss ich leider sagen, dass ich im Vergleich zu ihren anderen Büchern, dieses hier etwas schwächer fand.

Die Handlung fand ich schon gleich am Anfang sehr interessant und spannend. Ich war neugierig darauf, wie sich die Beziehung zwischen Lily und Julian entwickeln wird und auch, wie die Geschichte generell verlaufen wird. Es gibt viele Geheimnisse und Unklarheiten auf deren Aufklärung ich gespannt war und die mich daher auch an das Buch fesseln konnten. Ebenso konnte das Buch mit überraschenden bzw unerwarteten Wendungen bei mir punkten und hat einen Verlauf genommen, den ich so nicht gänzlich erwartet hätte.
Nichtsdestotrotz hatte das Buch leider auch seine Schwächen. Ich fand die Geschichte irgendwie nicht ganz flüssig sondern etwas abgehakt. Spannende und actionreichere Stellen wurden häufig durch eindeutigere Szenen unterbrochen, die auch etwas vulgär waren. Zudem fand ich, ging die Geschichte nicht in die Tiefe sondern blieb eher oberflächlich und erzählte einfach, was passierte.

Gleiches galt leider auch für die Protagonisten. Bis auf Lily blieben die meisten ebenfalls eher oberflächlich und unnahbar. Vor allem Julian, der neben Lily ein Hauptprotagonist war, war für mich nicht greifbar.
Lily hingegen war eine starke Persönlichkeit die hin und her gerissen zwischen den Regeln ihrer Organisation und ihrem Bauchgefühl war. Ich mochte ihre Art und Weise zu denken und zu handeln.
Auch ihre Dynamik und Harmonie zu Julian hat mir gut gefallen, obwohl Julian neben ihr trotzdem nicht wirklich präsent war.

Der Schreibstil war für meinen Geschmack ebenfalls etwas holprig, was eben der Tatsache geschuldet ist, dass ich einfach anderes von der Autorin gewohnt bin. Die Gefühle und Emotionen kamen zwar an manchen Stellen gut rüber, aber auch hier hätte ich mir Präsenz gewünscht, um auch emotional mitgerissen zu werden. Die Atmosphäre hat mir hingegen richtig gut gefallen. Ich mochte das düstere Setting gemischt mit dem Knistern zwischen den Protagonisten.

Insgesamt hat mir die Geschichte des Buches wirklich gut gefallen. Man hat nur in der Umsetzung gemerkt, dass da definitiv noch Luft nach oben ist, was aber vor allem daran lag, dass ich eben die neueren Bücher der Autorin schon kenne und dementsprechend auch hohe Erwartungen hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2021

Ruhige Geschichte, spannende Entwicklung, hatte aber seine Schwächen

A Different Blue
1

Klappentext
Die 19-jährige Blue Echohawk hat nur ein einziges Ziel: herausfinden, wer sie wirklich ist. Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern sind, und fühlt sich nirgends dazugehörig. Auch ...

Klappentext
Die 19-jährige Blue Echohawk hat nur ein einziges Ziel: herausfinden, wer sie wirklich ist. Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern sind, und fühlt sich nirgends dazugehörig. Auch unter ihren Kommilitonen ist sie eine Außenseiterin. Sie kleidet sich anders als die anderen, sie schminkt sich auffällig und umgibt sich mit den falschen Menschen. Blue spürt, wie ihr Leben ihr jeden Tag ein bisschen mehr zu entgleiten droht. Doch dann trifft sie auf Darcy Wilson, der - als Erster und Einziger - an sie glaubt und ihr zeigt, warum es sich lohnt, ein guter Mensch zu sein und für das Leben zu kämpfen. Blue entwickelt Gefühle für Darcy, obwohl sie weiß, dass eine Liebe zwischen ihnen unmöglich ist. Denn Darcy ist ihr Lehrer ...

Meine Meinung
Nachdem mich der Klappentext und die Leseprobe komplett angesprochen hatten, kam ich nicht umhin, das Buch zu lesen. Leider muss ich sagen, dass es mich nicht gänzlich überzeugen konnte. Es hatte seine Schwächen und war auch anders als erwartet.

Die Handlung war sehr ruhig gehalten, hatte aber dennoch spannende Aspekte, die mich fesseln konnten. Die Geschichte war unaufgeregt und konnte durch ihre authentische Entwicklung und ihrem Tempo überzeugen. Es wurde hier nichts überstürzt, sondern es wurde sich so viel Zeit genommen, wie es gebraucht wurde. Leider führt das aber auch dazu, dass es zwischendurch zu Längen kam und, dass häufiger Zeitsprünge gemacht wurden, die ein bisschen den Lesefluss gestört hatten.
Zudem wurden die Geschichtsstunden von Wilson manchmal sehr ausführlich dargestellt, sodass es auch vor allem an diesen Stellen zu Längen kam.
Außerdem hatte ich anhand des Klappentext und der Leseprobe gedacht, dass der Fokus der Geschichte woanders liegen würde. Wie sich die Geschichte aber letztlich entwickelt hat, damit hätte ich so nicht gerechnet. Einerseits hat mir das wirklich gut gefallen, da die Geschichte so etwas Besonderes war und einfach unerwartet. Aber andererseits hatte ich natürlich auf eine ganz andere Geschichte gehofft.
Obwohl das hier ein paar Kritikpunkte meinerseits sind, hat mir die Geschichte im großen und ganzen aber trotzdem gut gefallen. Ich mochte die Thematik und auch die Probleme, die hier behandelt wurden, sehr gerne und fand sie auch sehr spannend und interessant. Das Buch konnte mich auch fesseln, sodass ich auf das Ende und die große Auflösung hingefiebert habe.

Die Protagonisten konnten mich ebenfalls überzeugen. Blue fand ich einfach nur fantastisch. Sie ist keine „Standard-Protagonistin“, sondern überzeugt durch ihre Eigenart und ihre Individualität. Ich mochte aber auch, dass sie Entwicklungspotenzial hatte und war gespannt, wie sie sich die Geschichte über weiter entwickeln wird.
Wilson fand ich ebenfalls großartig. Er hatte zwar so ein paar Momente, wo ich richtig wütend auf ihn war, aber gerade das, machte ihn auch menschlich und authentisch.
Generell wirkten die Figuren hier sehr nahbar, individuell und lebendig.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich einfach und flüssig lesen, sodass ich gut voran gekommen bin. Ich mochte, dass die Kapitelanfänge immer ein Blauton waren und so noch einmal eine Verbindung zu dem Titel und Blue hergestellt haben. Die Atmosphäre war, wie schon angedeutet ruhig und unaufgeregt. Ich konnte mich gut fallen lassen und mit Blue mitfiebern.
Auch die Gefühle und Emotionen kamen gut rüber, sodass ich mich in Blue einfühlen konnte und auch emotional mitgerissen wurde.

Insgesamt ein ruhiges und schönes Buch, dass ich gerne gelesen habe und mich trotz ein paar Schwächen auch fesseln konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.04.2021

berührende und dramatische Geschichte, die mich aber nicht überzeugen konnte

Midnight Blue
1

Die Rezension enthält einen Spoiler der unten gekennzeichnet ist

Inhalt
Indigo befindet sich in einer finanziellen Notlage, als sie einen richtig gut bezahlten Job angeboten bekommt. Ihre Aufgabe soll ...

Die Rezension enthält einen Spoiler der unten gekennzeichnet ist

Inhalt
Indigo befindet sich in einer finanziellen Notlage, als sie einen richtig gut bezahlten Job angeboten bekommt. Ihre Aufgabe soll es sein, als Babysitterin für den den Rockstar Alex Winslow während seiner Tournee zu arbeiten. Obwohl sie nicht weiß, ob sie dem gewachsen ist, nimmt sie den Job aus der Not heraus an. Alex ist überhaupt nicht begeistert davon und versucht mit allen Mitteln, sie zum Aufgeben zu bewegen – bis er erkennt, was sie ihm geben kann...

Meine Meinung
Bislang hatte ich von der Autorin noch nichts gelesen und dachte, ich probiere es mal mit diesem Einzelband. Leider muss ich aber sagen, dass er mich nicht so ganz überzeugen konnte und für mich persönlich, seine Schwächen hatte.

Die Handlung begann sehr interessant und konnte mich auch recht schnell fesseln. Es war spannend zu sehen, wie Indie in die ganze Rockstar-Welt eintaucht und mit den ganzen Hürden und Steinen, die ihr in den Weg gelegt werden, klarzukommen versucht. Doch leider hat es sich zwischendurch etwas gezogen und ich hatte das Gefühl, dass sich Dinge wiederholen oder nicht viel passierte.
Die Themen, die hier behandelt werden, waren sehr ernst und sie kamen auch gut zur Geltung und wurden gut rübergebracht. Dennoch fand ich, dass sie etwas zu präsent waren und kein Raum dafür gelassen hatten, dass Spannung aufkam. Bis auf ein Geheimnis, was erst ziemlich am Ende gelüftet wurde, lagen eigentlich alle Karten schon auf dem Tisch, sodass so ein bisschen die Spannung fehlte.

Achtung Spoiler
Zudem gab es eine Sache in dem Buch, auf die man die ganze Zeit hingefiebert hatte, dass sie passiert, aber letztlich blieb dieser spannende Moment aus, weil die Person, auf die sich das bezog, dann doch ganz anders reagiert und gehandelt hatte.
Natürlich war ich neugierig darauf, wie es ausgehen wird, aber irgendwie war das auch ein bisschen vorhersehbar.
Spoiler Ende

Indie mochte ich anfangs sehr gerne. Sie war eine spannende und interessante Hauptfigur, die keine Angst hat, ihre Meinung zu sagen. Ich fand sie sehr sympathisch, doch dann hat sie sich teilweise anders verhalten, als ich gedacht hatte bzw, wie ich sie eingeschätzt hätte. Irgendwie passte das nicht so ganz zu dem Bild, was ich von ihr hatte.
Alex mochte ich leider das ganze Buch überhaupt nicht und er konnte, trotz dem Entwicklungspotenzial, was seiner Figur inne wohnte und ich spannend fand, mich nicht von sich überzeugen.
Beide Protagonisten haben eine schlimme Vergangenheit und Gegenwart, was sie auch so ein bisschen mit einander verbindet. Sie haben auch beide Entwicklungspotenzial, aber irgendwie fand ich das alles nicht so ganz nachvollziehbar, wie es letztlich aufbereitet wurde.

Der Schreibstil war einfach und flüssig gehalten, sodass ich gut und schnell voran gekommen war. Die Atmosphäre war ebenfalls präsent und kam gut rüber. Sie hatte aber irgendwie etwas düsteres, was aber eher in die unangenehme Richtung ging aufgrund der Thematik rund um Alex. Die Gefühle und Emotionen kamen gut rüber, sodass mich die Geschichte auch berühren und emotional abholen konnte.

Insgesamt eine Geschichte mit einer ernsten Thematik, die mich zwar emotional abholen konnte, aber ihre Schwächen hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2021

kurzweilig aber es fehlte an Tiefe

Love Show
0

Inhalt
Ray ist 17 Jahre alt und lebt auf einer Insel. Was sie nicht weiß, ist, dass ihr ganzes Leben eine Reality-TV-Show ist und sie der Star davon. All ihre Mitmenschen sind Schauspieler und agieren ...

Inhalt
Ray ist 17 Jahre alt und lebt auf einer Insel. Was sie nicht weiß, ist, dass ihr ganzes Leben eine Reality-TV-Show ist und sie der Star davon. All ihre Mitmenschen sind Schauspieler und agieren so, wie es der Macher der Show möchte. Als Ray sich nicht wie geplant verhält, wird ein weiterer Schauspieler eingeschleust, in den sie sich verlieben soll...

Meine Meinung
Als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich sofort an den Film „Truman-Show“ denken, weswegen ich sofort neugierig auf das Buch war. Letztlich muss ich aber leider sagen, dass das Buch mich nicht komplett überzeugen konnte.

Zunächst einmal kurz zum Cover: Das gefällt mir richtig gut und ich finde es auch passend für die Geschichte und das Setting in diesem Buch. Es spiegelt die dort herrschenden Glaubenssätze irgendwie wieder und wirkt auch sehr naturverbunden.

Die Handlung beginnt schon sehr interessant und hat mich neugierig gemacht. Zunächst einmal hat es gar nicht den Anschein, als würde etwas in Rays Leben nicht stimmen, doch dann wechselte die Perspektive hinter die Kulissen und ich bekam auch häppchenweie mit, was dort vor sich ging. Das machte die Geschichte nicht nur spannend und interessant, sondern auch abwechslungsreich.
Es passieren noch ein paar Dinge, die ein bisschen Tempo in die Geschichte brachten und mich auch fesseln konnten, aber näher möchte ich da nicht drauf eingehen, da es für meine Begriffe spoilern würde.

Ray hat mir als Hauptprotagonistin gut gefallen. Ich fand sie sehr sympathisch und fand ihre Art auch wirklich toll. Sie ist sehr naturverbunden und generell sehr mit ihrer Insel und den Menschen, die dort leben. Das fand ich wirklich schön zu sehen. Ich konnte mich auch gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern.
Alle anderen Protagonisten blieben für mich leider etwas oberflächlich und blass. Man hat nur das nötigste über sie erfahren und konnte sich ansonsten kein gutes Bild von ihnen machen. Einerseits fand ich das vor allem bei Noah und Liam sehr schade, aber andererseits fand ich das bei den übrigen Protagonisten eigentlich recht passend, da diese schließlich nur Schauspieler sind.

Die Geschichte ist sehr kurzweilig, einfach und flüssig geschrieben, sodass ich schnell voran gekommen bin. Die Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Das ganze Setting mit der Insel, wirkte sehr idyllisch und heimelig, sodass ich mich direkt wohlgefühlt hatte. Der Kontrast zu hinter den Kulissen ist dadurch noch deutlicher geworden, was sich auch in der Atmosphäre widergespiegelt hatte, die dort eher düster wirkte.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es mir ein bisschen an der Tiefgründigkeit der Geschichte gemangelt hatte. Es ist alles eher oberflächlich geblieben und die Gefühle und Emotionen kamen bei mir nicht an. Im Vordergrund stehen hier die Dialoge und ein paar Beschreibungen der Insel, es wird aber nur sehr wenig auf Gefühle und Emotionen eingegangen. Dadurch mangelte es für meinen Geschmack ein bisschen an der Tiefe und mich konnte die Geschichte leider nicht berühren.

Insgesamt fand ich die Geschichte sehr gut und spannend. Ich habe sie sehr gerne gelesen und sie eignet sich perfekt für Zwischendurch. Leider konnte sie mich aber von der gefühlvollen Seite her nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere