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Veröffentlicht am 13.05.2021

Gespräche über die alten Zeiten

Die Geschichte von Kat und Easy
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Kat und Easy waren in den 1970er Jahren beste Freundinnen. Sie haben vieles miteinander erlebt. Doch sie verlieben sich in den selben Mann, Fripp, und ein Unfall setzt ihrer Freundschaft ein Ende. Fünfzig ...

Kat und Easy waren in den 1970er Jahren beste Freundinnen. Sie haben vieles miteinander erlebt. Doch sie verlieben sich in den selben Mann, Fripp, und ein Unfall setzt ihrer Freundschaft ein Ende. Fünfzig Jahre später treffen sich beide auf Kreta wieder und verbringen Zeit miteinander. Sie reden über ihre Jugend, arbeiten die Vergangenheit auf, lernen sich neu kennen und decken Lügen auf.

Meinung:
Das Cover ist wunderschön, verträumt und sanft. So ist auch der Inhalt des Romans. Die Geschichte ist ruhig, man träumt beim Lesen auch vor sich hin und die Geschichte wird sanft erzählt.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, als wäre ich bei den Gesprächen zwischen Kat und Easy auf Kreta dabei. Die Gespräche sind sehr authentisch und auch emotional. Ihre Geschichte zeigt, dass es im Leben Höhen und Tiefen gibt. Dass sie sich wieder neu kennenlernen, hat mir auch sehr gut gefallen. Menschen verändern sich, distanzieren sich voneinander und nähern sich auch wieder an. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie zwei alte Freundinnen sich wieder annähern und die Vergangenheit aufarbeiten. Neben dem Strang auf Kreta gibt es den Erzählstrang aus den 1970er Jahren in Laustedt, der mit den Parties, Bands und dem Jugendzentrum etc. sehr nostalgisch und authentisch ist. Man erfährt immer mehr, was damals wirklich passiert ist. Der Erzählstrang in den 1970er Jahren hat mir am besten gefallen. Es war durchaus interessant zu sehen, wie die beiden sich im Laufe der Jahre verändert haben.
Man erfährt das meiste aus der Sicht von Kat, was ich ein wenig schade fand, weil mich auch Easy's Sicht auf die Dinge interessiert hätte. Dennoch fand ich beide Figuren sehr sympathisch. Ich habe mit ihnen gelacht und getrauert. Es geht um eine besondere Freundschaft, die in die Brüche ging und langsam wieder heilt. Dies wurde sehr feinfühlig beschrieben. Am Ende wird das Geheimnis bzw. die Lüge aufgedeckt.


Fazit:

Den Höhen und Tiefen der Freundschaft zwischen Kat und Easy bin ich gerne gefolgt. Der Roman ist emotional und feinfühlig und versetzt einen in die 1970er Jahre, aber auch nach Kreta. Eine unaufgeregte Geschichte, die tiefgründig ist.

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Veröffentlicht am 05.05.2021

Liebe und Humor in Georgien

Laudatio auf eine kaukasische Kuh
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Inhalt:

Olga lebt in Deutschland und wird bald Ärztin. Sie ist die Tochter georgischer Migranten und möchte mit ihrem Kollegen und Partner ihr restliches Leben verbringen. Als sie nach Georgien reist, ...

Inhalt:

Olga lebt in Deutschland und wird bald Ärztin. Sie ist die Tochter georgischer Migranten und möchte mit ihrem Kollegen und Partner ihr restliches Leben verbringen. Als sie nach Georgien reist, um ihre Familie zu besuchen, folgt ihr der Lebenskünstler Jack heimlich bis nach Georgien und schafft es, von Olga und ihrer Familie aufgenommen zu werden. Er liebt alles an Olga, auch die Dinge, über die Olga in Deutschland nur ungern spricht.



Meinung:

Dieses Buch hat Liebe, Humor, Kultur, Herkunft und Familie auf eine wunderbare Weise miteinander verwoben. Ich habe mich in das Land Georgien und in Olgas Familie verliebt. Man lernt sehr viel über Land und Leute, was ich sehr spannend fand.

Olgas Familie besteht aus liebevollen und vielleicht auch ein wenig verrückten Mitgliedern, die ich sehr gerne kennengelernt habe. Olga selbst spricht nicht gerne über ihre georgischen Wurzeln und ihre Herkunft. Sie befindet sich in einer Identitätskrise, in der sie das Leben in Deutschland und das in Georgien nicht gut miteinander vereinbaren kann. Doch Jack bringt alles durcheinander und hat kein Problem mit ihrer Herkunft. Olgas Zukunftspläne werden auf den Kopf gestellt und sie muss sich darüber Gedanken machen, was sie im Leben wirklich will.

Obwohl ich Jacks Auftreten sehr merkwürdig finde und ihn auf diese Weise nicht bei mir zu Hause einfach aufgenommen hätte, sorgt er für Humor und Chaos. Generell ist die Geschichte reich an Humor, die mit einer leichten Lovestory sehr unterhaltsam ist.

Das Buch hat es geschafft, Olgas Gedanken über Identität und Herkunft auf eine leichte und erfrischende Weise zu verpacken. Endlich mal ein Buch, dass unterhält und zum Lachen bringt, aber trotzdem wichtige Themen behandelt! Mir war Olga sehr sympathisch und konnte mit ihr mitfühlen und ihre Sorgen nachvollziehen.



Fazit:

Die Geschichte ist erfrischend und humorvoll. Georgien ist ein wunderbarer Schauplatz, der mir sehr gut gefallen hat. Man fühlt mit Olga mit und ich hatte große Freude daran, sie und ihre Familie kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Intensiv und Aktuell!

Drei Kameradinnen
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Hani, Kasih und Saya sind seit ihrer Jugend eng befreundet. Damals haben sie alles gemeinsam erlebt und sich in einer manchmal fremden Welt nicht ganz allein gefühlt. Jahre später treffen sich die Freundinnen ...

Hani, Kasih und Saya sind seit ihrer Jugend eng befreundet. Damals haben sie alles gemeinsam erlebt und sich in einer manchmal fremden Welt nicht ganz allein gefühlt. Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder und es hat sich an dem Fremdsein nichts geändert. Im Gegenteil, sie merken umso intensiver, wie präsent und allgegenwärtig Alltagsrassismus, Diskriminierung und Vorurteile sind.

Als es zu einem Prozess gegen eine rechtsterroristische Gruppe kommt, die muslimische Menschen getötet hat, kommt Hoffnung auf. Die Hoffnung, dass sich mit diesem öffentlichen Urteil etwas ändert, nachdem in den Medien oft nur Muslime beschuldigt werden.

Die Freundinnen sprechen gemeinsam über den von ihnen und von anderen erlebten Rassismus. Die Gespräche sind leicht und dennoch tiefgründig. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die drei Freundinnen unterschiedlich mit ihrem Migrationshintergrund umgehen. Die eine passt sich an, die andere ist extrem wütend auf Rassismus und Diskriminierung in der heutigen Gesellschaft. Die dritte, Kasih, ist die Erzählerin. Aus ihrer Perspektive erfahren wir alles. Es ist interessant zu lesen, wie sie aufgewachsen sind und womit sie konfrontiert werden.

Ich hatte das Gefühl, dass Kasih aber selbst oft mit Vorurteilen um sich wirft und eine Wut auf alle Deutschen hat. Auf der anderen Seite zeigt dies auch, was Rassismus bei Menschen mit Migrationshintergrund im Extremfall bewirken kann. Saya ist wütend und rebellisch, Hani passt sich an.

Spannend ist, dass die Autorin bewusst nichts über die Herkunft der Freundinnen sagt und dies auch sehr gut begründet. Wir wissen auch nicht, wo der Roman spielt. Das soll dazu dienen, die Taten und Erlebnisse nicht in eine Schublade zu packen und sie nur einem Ort zuzuordnen, da solche Fälle überall vorkommen und nicht ortsgebunden sind. So soll es auch mit der Herkunft der Freundinnen sein.

Das Cover ist sehr schön und passt zum Inhalt. Dieser ist brandaktuell, gefährlich, ein harter Stoff und stellenweise auch überspitzt. Teilweise fand ich es doch ein wenig zu überspitzt dargestellt. Die ganze Welt und alle Menschen scheinen böse und rassistisch zu sein. Das hat mich bedrückt. Aber vielleicht ist genau das notwendig, um Veränderungen zu erreichen.

Fazit:
Der Roman ist spannend und greift wichtige sowie brandaktuelle Themen auf. Die drei Freundinnen tragen verschiedene Blickwinkel und Varianten des Umganges mit Migrationshintergrund heran. Die überspitzte Erzählweise war an einigen Stellen zu viel, an anderen aber genau richtig!

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Die Zwickmühle einer Schriftstellerin

Writers & Lovers
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Die Schriftstellerin Casey hat es gerade nicht einfach. Ihre Mutter ist kürzlich verstorben und ihre Trennung von Luke setzt ihr auch noch zu. Doch daran darf sie nicht denken, wenn sie endlich ihren Roman ...

Die Schriftstellerin Casey hat es gerade nicht einfach. Ihre Mutter ist kürzlich verstorben und ihre Trennung von Luke setzt ihr auch noch zu. Doch daran darf sie nicht denken, wenn sie endlich ihren Roman fertig schreiben will, mit dem es gerade auch wirklich nicht gut läuft. Nach Boston gezogen, arbeitet sie als Kellnerin, um ihre Schulden aus dem Studium abzubezahlen. Sie gerät an verschiedene Männer, die in ihrem Umgang mit Frauen unmöglich sind. Bis da zwei Männer sind, zwischen denen sie sich entscheiden muss. Das Schreiben jedoch bleibt ihr treu und ist ein wahrer Rückzugsort.

Meinung:

Die Sprache ist leicht und humorvoll, auch wenn ernstere Themen angesprochen werden. Gerade der Umgang der Männer mit Frauen ist ein zentrales Thema. Mir gefällt, dass Feminismus im Buch eine Rolle spielt und man Caseys Entwicklung zu einer unabhängigen Person mitverfolgen kann. Ihre Zweifel und Sorgen werden den LeserInnen deutlich gemacht und man lernt den Alltag von SchriftstellerInnen kennen. Das, was Casey erlebt hat, macht es nicht einfacher, sich auf ihren Roman zu konzentrieren. Aber sie entdeckt sozusagen ihre Liebe zum Schreiben wieder, da es ein Rückzugsort für sie darstellt.

Stellenweise hat mir aber die Spannung gefehlt. Vielleicht war der Roman aber auch einfach nicht mein Fall. Es geht vor allem darum, wie schwer das Leben als Schriftstellerin sein kann, vor allem, wenn es auch persönlich nicht rund läuft.

Dabei haben mir ihre Geschichten mit den Männern nicht ganz so gefallen und mit ist die Protagonistin nicht sehr sympathisch gewesen.

Interessant ist auch, dass die Geschichte sehr persönlich ist, da die Autorin ihre eigene Geschichte hier verarbeitet. Sie selbst hatte als junge Autorin zunächst keinen einfachen Weg.



Fazit:

Mir gefällt es, dass diese Geschichte persönlich und aus dem echten Leben gegriffen ist. Themen wie Feminismus und Unabhängigkeit sind toll behandelt worden. Teilweise war mir die Geschichte doch ein wenig langweilig und kitschig, was aber auch daran liegen kann, dass der Roman und die Story nicht ganz mein Fall waren.

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Dramatische Familiengeschichte!

Das letzte Licht des Tages
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Frankreich 1940.
Als Ines entdeckt, dass ihr Mann Waffen Flüchtlinge und Waffern für die Resistance versteckt ist sie schockiert und weiß nicht, was sie tun soll. Letztendlich entscheidet sie sich dafür, ...

Frankreich 1940.
Als Ines entdeckt, dass ihr Mann Waffen Flüchtlinge und Waffern für die Resistance versteckt ist sie schockiert und weiß nicht, was sie tun soll. Letztendlich entscheidet sie sich dafür, sich der Resistance anzuschließen.
Doch es kommt dazu, dass sie eine schwere Entscheidung treffen muss.

Auf der zweiten Erzählebene begleiten wir die junge Amerikanerin Liv und ihre Großmutter Edith, die nach Frankreich reisen. Dabei versprüht das Weingut Chauveau eine ganz besondere Anziehung auf Liv und Edith. Was steckt dahinter. Liv recherchiert mit Hilfe des Anwalts Julien Cohn über das Weingut, sodass Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden werden.

Mir persönlich hat die Geschichte in der Vergangenheit viel mehr gefallen, weil sie spannend und fesselnd war. Die Ängste während des zweiten Weltkrieges der verschiedenen Personen auf dem Weingut, auch von den Nebenfiguren Theo und Celine, wurden sehr eindrücklich beschrieben. Man konnte mit ihnen fühlen. Die Entscheidungen, die getroffen wurden, konnte ich teilweise überhaupt nicht nachvollziehen.

Die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge fand ich gut gelungen und spannend gemacht.

Das Buch hat mir weitestgehend gefallen, auch wenn ich mit einigen Sachen nicht wirklich einverstanden war.

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