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Veröffentlicht am 02.05.2021

Starker Anfang, zur Mitte hin noch gut, dann aber bestenfalls nur noch Mittelmaß

Fly & Forget
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Dieses Buch und damit auch die Soho-Love-Reihe hat mich schon bei der Vorstellung interessiert. Daher ist es trotz Pech bei der Leserunde dennoch in mein Regal gewandert.

Den Anfang fand ich recht gut, ...

Dieses Buch und damit auch die Soho-Love-Reihe hat mich schon bei der Vorstellung interessiert. Daher ist es trotz Pech bei der Leserunde dennoch in mein Regal gewandert.

Den Anfang fand ich recht gut, auch wenn ich Liv nicht uneingeschränkt Sympathie entgegen bringen könnte. Die Nebencharaktere fand ich allerdings ziemlich grandios. Durch den Perspektivwechsel konnte man auch Noah gut kennenlernen und merkte schnell, dass er gar nicht dieses Piiiieeep ist, als er versucht vorzugeben.

So ging ungefähr die Hälfte des Buches mit allerlei Emotionen vorbei und es hat mir sehr gut gefallen. Dann flaute es aber mehr und mehr ab. Die Handlung, die durchaus spannend sein könnte, hat mich nicht wirklich überzeugt und die Sache im Loophole fand ich in der Art und Weise nicht gut. Manchmal wirkte es schwer gezwungen, war im Kontrast zum recht leichten und gut zu lesenden Schreibstil stand.

Auch die Thematik mit dem Artikel, der natürlich sehr Klischee-RomCom-artig ist (was kein Minuspunkt sein muss), war für mich nicht so der Bringer. Der Showdown dahingehend wurde auf den letzten knapp 50 Seiten abgehandelt.

Alles in allem trotz schönen Schreibstil und tollen Nebencharakteren nicht wirklich überzeugend.

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Schöne Aufmachung, gute Idee - mäßige Umsetzung

Jenseits des Abgrunds
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Dieses Buch sticht direkt ins Auge. Ein wunderschönes Cover, wie ich finde.

Ich habe nun ein paar Bücher gelesen, die sich mit dem Sinn des Lebens, mit dazugehörigen Weisheiten befassen oder zumindest ...

Dieses Buch sticht direkt ins Auge. Ein wunderschönes Cover, wie ich finde.

Ich habe nun ein paar Bücher gelesen, die sich mit dem Sinn des Lebens, mit dazugehörigen Weisheiten befassen oder zumindest eine andere Sichtweise auf das Leben versprechen. Dieses hier war leider das Schwächste darunter.

Die Hauptfigur, Toni, fand ich größtenteils unsympathisch und nicht nachvollziehbar. Kosei-san war da schon völlig anders. Auch die meisten Charaktere, die sonst noch so auftauchen gefielen mir nicht sonderlich.

Mich hat sehr gestört, dass man stellenweise richtig mitbekommen hat, dass hier zwei Autoren am Werk waren. Ich hätte mir gewünscht, dass das homogener gelöst worden wäre. Dennoch waren die Schreibstile gut zu lesen, haben nur leider keine wirkliche Begeisterung bei mir ausgelöst.

Die Aussage des Buches kam bei mir an, nur die Umsetzung hat mir nicht ganz gefallen. Schlecht ist es dabei keinesfalls, aber in meinen Augen auch nicht grandios. Die Aufmachung, auch mit den Kapitelüberschriften dagegen ist wirklich sehr, sehr schön!

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Nette und kurzweilige Geschichte mit einigen Schwächen

Free my heart
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Alles in allem ist es eine nette Liebesgeschichte, die sich größtenteils gut lesen lässt. Gerade die charakterliche Entwicklung von Kai war gut.

Hier und da war mal ein Wort zu viel, was den Lesefluss ...

Alles in allem ist es eine nette Liebesgeschichte, die sich größtenteils gut lesen lässt. Gerade die charakterliche Entwicklung von Kai war gut.

Hier und da war mal ein Wort zu viel, was den Lesefluss aber nicht großartig stört. 

Auch wenn ich weiß, dass eine solche Geschichte nicht mit Realismus begegnet werden sollte, konnte ich dennoch einige Entscheidungen der Protagonisten nicht nachvollziehen oder musste über die heftige Naivität eher die Stirn runzeln.

Der Showdown wechselte dann zwischen ziemlich heftig und weichgespült, was mich auch nicht so ganz überzeugt hat. Auch einige Fragen werden im Epilog aufgeworfen und nicht geklärt, was aber für die potentielle Zukunft recht wichtig wäre (möchte jetzt nicht spoilern).

Alles in allem muss man sagen, dass das Buch für 3 Sterne eigentlich ein bisschen zu gut ist. Allerdings habe ich viele Bücher mit 4 Sternen bewerten, weil sie mich nicht restlos überzeugt haben und diese waren noch ein gutes Stück besser. 3 1/2 Sterne wären hier gerecht gewesen. 

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Hilfreich, gut geschrieben und erklärt - aber nicht ganz konsequent in der Aussage

Bodies. Im Kampf mit dem Körper
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Ich habe ein bisschen mit der Bewertung gehadert. Sollte ich 3 oder 4 Sterne vergeben? Am Ende habe ich mich für die 3 Sterne entschieden, obwohl ich den Großteil dieses Buchs als empfehlenswert erachte. ...

Ich habe ein bisschen mit der Bewertung gehadert. Sollte ich 3 oder 4 Sterne vergeben? Am Ende habe ich mich für die 3 Sterne entschieden, obwohl ich den Großteil dieses Buchs als empfehlenswert erachte. Leider ist das Buch in seiner Aussage in meinen Augen nicht ganz konsequent und konsistent. Dazu später mehr.

Ich habe mich ebenfalls lange Zeit nicht gut in meinem Körper gefühlt und somit waren einige Passagen Balsam für die Seele. Auch schafft es die Autorin und Übersetzerin, das Buch trotz des ernsten und eher trockenen Themas interessant zu gestalten. Die Beispiele halfen ebenfalls sehr dabei, die Thematik greifbarer zu machen.

Die Aussagen von Susie Orbach waren jetzt größtenteils keine Überraschung oder Augenöffner, dennoch ein sehr fundiertes Erklären, wie viele Dinge zusammenhängen (können).

Stellenweise war mir das Anprangern mancher Dinge aber zu plump und pauschal. Als jemand, der eine Brustverkleinerung hinter sich hat, die lt. Krankenkasse medizinisch nicht notwendig war (ehemals H-Cup, 1,5 kg Gewebe entfernt) habe also offiziell auch ich eine Schönheitsoperation hinter mir. Mein Rücken dankt sie mir seit Jahren sehr. Natürlich sind manche Bereiche zu heftig propagiert, bei manchen ist es aber gut, dass es sie gibt.

Im Vorwort wird erwähnt, dass Susie Orbach eine der wenigen der Generation der Psychoanalytiker*innen sei, die auch Transfrauen als Frauen betrachten. Tut mir leid, das hervorzuheben ist eher ein Armutszeugnis, denn das sollte doch selbstverständlich sein. Gerade in dem Beruf. Darin in Widerspruch finde ich ihre Ablehnung von Androgynie. Sie spricht von Diversität und stellt gleichzeitig androgynes Aussehen in wenigen Sätzen und fast schon nebensächlich an den Pranger. Das passt für mich absolut nicht zusammen.

Leider fand ich generell die letzten beiden Kapitel, auf die ich mit am meisten gespannt war, am Schwächsten in ihrer Aussage. Einiges wird verallgemeinert und manchmal hatte ich den Eindruck als wolle sie sagen, dass jeder, der was anderes im Bett möchte als Blümchensex, irgendein Trauma oder Unsicherheit verstecken bzw. verdrängen möchte...

Dennoch war es in großen Teilen eine gelungene Lektüre.

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Veröffentlicht am 12.04.2021

Eine stille Geschichte über einen wankelmütigen Mönch

Aus der Mitte des Sees
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Wir begleiten Mönch Lukas durch rund 14 Tage seines Lebens, lesen von seinem inneren Konflikt, von seinem Gedanken. Er nimmt uns mit uns Leben in einem Kloster. Klingt ja erst mal interessant.

Im ersten ...

Wir begleiten Mönch Lukas durch rund 14 Tage seines Lebens, lesen von seinem inneren Konflikt, von seinem Gedanken. Er nimmt uns mit uns Leben in einem Kloster. Klingt ja erst mal interessant.

Im ersten Abschnitt hatte ich damit zu kämpfen, dass Bruder Lukas sehr selbstmitleidig und eifersüchtig daher kam. Das wurde im Laufe der Geschichte etwas besser, aber alles in allem wirkte er weiterhin, als würde er sich lieber die Rosinen rauspicken, als schwierigeren Weg zu gehen. Also im allgemeinen ein recht wankelmütiger Charakter.

Der Schreibstil ist gut und gerade die letzten beiden Abschnitte lassen sich sehr flüssig lesen. Ein Buch, das man durchaus lesen kann. Man verpasst aber auch nicht viel, wenn man es nicht tut.

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