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Veröffentlicht am 17.04.2021

Verbindung von Thriller mit Podcast

Der Countdown-Killer - Nur du kannst ihn finden
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"Der Countdown-Killer" von Amy Suiter Clarke ist ein Thriller in einer etwas ungewöhnlichen Form. Große Teile der Story erfahren wir hier live über den gesprochenen Podcast von True-Crime-Podcasterin Elle ...

"Der Countdown-Killer" von Amy Suiter Clarke ist ein Thriller in einer etwas ungewöhnlichen Form. Große Teile der Story erfahren wir hier live über den gesprochenen Podcast von True-Crime-Podcasterin Elle Castillo. Sie möchte Gerechtigkeit für die Opfer und nimmt sich daher immer mal wieder ungelöste Fälle vor, denen sie nachgeht und darüber berichtet.
Ihre neueste Serie handelt vom Countdown-Killer, kurz von ihr C.K. genannt. Dieser Killer entführt immer drei Mädchen im Abstand von drei Tagen, wobei die Opfer jeweils ein Jahr jünger als das vorige sind. Nach sieben Tagen werden die Mädchen daann tot aufgefunden. Seine Mordserie bricht ab, als eines der Mädchen entkommen kann.
In Elles Umfeld verschwindet jetzt ein Mädchen und sie hat sofort C.K. in Verdacht. Sie beginnt zu recherchieren und auch darüber zu berichten.
Durch den Wechsel von den aktuellen Geschehnissen und dem Podcast, indem auch über die älteren Fälle berichtet wird, geht die Handlung hier rasant vorwärts. Man begleitet Elle, aber auch den Killer selber, was für zusätzliche Spannung sorgt.
Mir hat sehr gefallen, dass man die Ermittlungsergebnisse sozusagen mitverfolgte und dadurch selber ständig auf der Suche nach dem Täter war. Dabei wurde man auch sehr gut in die Irre geführt und der Schluß hielt noch so einige überraschende Wendungen bereit.
Das Konzept in diesem Thriller hat mir, nach kurzer Einlesezeit, sehr gut gefallen, weil es abwechslungsreich und spannend war. Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 15.04.2021

Zeitreise nach Berlin

Teufelsberg (Wolf Heller ermittelt 2)
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"Teufelsberg" ist ein Kriminalroman, der gleich drei Autoren hat. Die Herren Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm haben hier einen grundsoliden und spannenden Roman geschrieben.
Es beginnt ...

"Teufelsberg" ist ein Kriminalroman, der gleich drei Autoren hat. Die Herren Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm haben hier einen grundsoliden und spannenden Roman geschrieben.
Es beginnt mit einem Mord im Berlin Ende der sechziger Jahre. Brisant wird der Fall durch die Tatsache, dass das Opfer die Frau eines jüdischen Richters war. Die Ermittlungen führen in politische Richtungen, aber auch andere Motive werden nicht ganz ausgeschlossen.
Komissar Heller dürfen wir hier begleiten durch eine sehr spannende Zeit und Stadt. Heller ist sehr menschlich dargestellt, mit Fehlern und Gefühlen, ein sehr sympathischer Ermittler. Das Berlin der 68ér mit der Kommune 1, der Zeitgeist, die Aufbruchstimmung,der kalte Krieg sind hier fast greifbar beschrieben.
Diese gut recherchierten Hintergrundinformationen mit den vielen Verknüpfungen zu wahren Ereignissen und Personen hat mir am Buch am besten gefallen. Es war Zeitreise und Gedächtnisauffrischung in einem und ich konnte für mich noch viel neues mitnehmen. All das hätte ich in einem Krimi gar nicht erwartet.
Im Mittelpunkt stand natürlich der Kriminalfall, der sich sehr schnell in etwas viel größeres ausweitete und am Ende erfuhr man dann auch noch, wie der Roman zu seinem Titel kam.
Mir war nicht bewußt, dass es der zweite Teil um den Ermittler und das Team war und es hat beim lesen auch nicht gestört, den ersten Teil werde ich nachholen. Dieser Krimi ist sehr interessant für Leser, die gute Recherche mögen und gerne in historische Fakten abtauchen. Sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 11.04.2021

Das Glück zu leben

Das geschenkte Leben
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Holger Töllner schreibt in dem Buch "Das geschenkte Leben" eine Geschichte über einen sehr schweren Abschnitt seines eigenen Lebens, eine Geschichte über seine Krebserkrankung. Die Offenheit, mit der der ...

Holger Töllner schreibt in dem Buch "Das geschenkte Leben" eine Geschichte über einen sehr schweren Abschnitt seines eigenen Lebens, eine Geschichte über seine Krebserkrankung. Die Offenheit, mit der der Autor damit umgeht, finde ich wahnsinnig gut und wichtig, da viele Betroffene immer noch darüber schweigen. Am Beginn des Buches steht reine Lebensfreude, was mir gefällt, da ich damit einen Ausblick auf das Ende des Buches bekomme.
Mit der Diagnose Darmkrebs beginnt hier die Erzählung und auch sämtliche Stadien der Reaktion darauf. Vom Krankenhaus und den Untersuchungen bis hin zur Information von Angehörigen und Arbeitgeber, der Autor nimmt uns mit. Er lässt uns teilhaben an seinen Gedanken und Gefühlen.
Sehr anschaulich werden die folgenden Behandlungen und Krankenhausaufenthalte, Bekanntschaften von Mitpatienten, einfühlsame und auch rabiate Ärzte und auch Pflegepersonal beschrieben.
Mir persönlich hat der Einblick in das Auf und Ab der Gefühle des Autors am meisten gegeben, es war sehr gut nachzuvollziehen. Das Buch ist für das schwere Thema erstaunlich locker und leicht und auch immer mit einer guten Prise Humor und einem Augenzwinkern geschrieben. Ein sehr ehrliches Buch, dass ich jedem empfehlen kann, der nicht nur einen rein medizinischen Bericht lesen will.

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Veröffentlicht am 11.04.2021

Versuchen und es schaffen!

Der Junge, der den Wind einfing
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"Der Junge, der den Wind einfing" von William Kamkwamba und Coautor Bryan Mealer ist eine autobiografische Geschichte. William erzählt hier die Geschichte seiner Kindheit und Jugend in Wimbe, einem kleinen ...

"Der Junge, der den Wind einfing" von William Kamkwamba und Coautor Bryan Mealer ist eine autobiografische Geschichte. William erzählt hier die Geschichte seiner Kindheit und Jugend in Wimbe, einem kleinen Ort in Malawi. Gleichzeitig ist es eine Geschichte über das Leben in Afrika.
William wächst in einem sehr kleinen Ort auf, im Kreise seiner Familie und einiger guten Freunde. Das Leben ist arm, die Arbeit als Farmer hart, auch die Kinder müssen einen großen Anteil an der Arbeit leisten.
Diese sehr authentischen und bildhaften Beschreibungen der Wohnungen, der Schule, vom Einkaufsmarkt und auch von Familienbeziehungen haben mich sehr beeindruckt. Es geht um den Alltag, den täglichen Kampf um die Mahlzeit auf den Tisch, um Erkrankungen, aber auch um Sagen, Politik und Korruption.
Die Beschreibungen hier sind so eindringlich, dass ich so einiges über Afrika gelernt habe, kleine Dinge, die so sonst nicht angesprochen werden.
William ist ein sehr intelligenter Junge und hungert regelrecht nach Bildung, aber für die Schulbildung reicht das Geld nicht lange, weil es eine Hungersnot gibt. William leiht sich Bücher aus und lernt alleine weiter, er ist auch wissenschaftlich interessiert und beginnt zu experimentieren. Über den Einfallsreichtum bei der Materialbeschaffung musste ich so manches Mal schmunzeln. Erzählt wird hier in einfachen, verständlichen Worten, als säße man mit William unter dem Eukalyptusbaum und er würde seine Geschichte erzählen.
Viele der technischen Einzelheiten beim Bau einer Windmühle zur Stromerzeugung werden genau beschrieben und erklärt, so wie William die Technik für sich erlernte. Gut gefallen haben mir auch die Zeichnungen und Fotos, die das geschriebene Wort zusätzlich bereichern. Ein sehr empfehlenswertes Buch, dass Probleme wieder in eine ganz andere Relation setzt.

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Wer ist der Ripper?

Jack the Ripper - Symphonie des Grauens
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"Jack the Ripper-Symphonie des Grauens" von Elizabeth Bellamy ist ein Thriller mit einer Prise Romantik. Wir werden hier ins London des 19. Jahrhunderts versetzt und bekommen hautnah mit, wie der Ripper ...

"Jack the Ripper-Symphonie des Grauens" von Elizabeth Bellamy ist ein Thriller mit einer Prise Romantik. Wir werden hier ins London des 19. Jahrhunderts versetzt und bekommen hautnah mit, wie der Ripper die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt.
Im Buch gibt es mehrere Erzählstränge, so sehen wir durch die Augen des Killers, ohne seine Identität zu kennen oder gehen mit Inspektor John Harris von Scotland Yard zusammen mit seinem Vorgesetzten Inspector Abberline auf die Verbrecherjagd. Sehr schön und spannend ist auch die Handlung rund um die Hutverkäuferin Elizabeth Montgomery, die in die Geschehnisse verstrickt wird und sich auch in den Inspektor verliebt.
Was mir hier sehr gut gefallen hat, waren die anschaulichen Schilderungen der Verhältnisse im London jener Tage. Man konnte den Dreck fast riechen und die Menschen hungern sehen. Auch sehr gut gelungen diese Interpretation der Geschehnisse um den Ripper, eine spannende Sichtweise.
Mir persönlich hat am Ende etwas Aufklärung gefehlt und es war mir etwas zuviel der Liebesgeschichte. Ich denke aber, dass andere Leser grade davon begeistert sein werden. Ein solides Buch mit einer klaren Leseempfehlung von mir.

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