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DanielaK82

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Veröffentlicht am 02.04.2022

solider Reihenauftakt mit ungewöhnlichen Protagonisten

Schwarzlicht
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In einer Box, eine Art Zauberkiste, wird eine junge Frau tot aufgefunden und gibt der Polizei Rätsel auf. Es sieht nach einem missglückten Zaubertrick aus, denn sie ist von Schwertern durchbohrt. Da bekam ...

In einer Box, eine Art Zauberkiste, wird eine junge Frau tot aufgefunden und gibt der Polizei Rätsel auf. Es sieht nach einem missglückten Zaubertrick aus, denn sie ist von Schwertern durchbohrt. Da bekam ich direkt Gänsehaut. Sowas ist bestimmt schon mal passiert - daher würde ich nie freiwillig in solch eine Kiste steigen. Ob die junge Frau dazu gezwungen wurde?

Weil die Polizei in dem Fall stagniert und keine weiteren sachdienlichen Hinweise findet, wird der Mentalist Vincent um Hilfe gebeten. Er soll die bisher gesammelten Fakten analysieren und ein Muster erkennen. Ich fand ihn als Protagonisten super interessant. Wie kann ein Mentalist Dinge entdecken, die niemand vor ihm entdeckt hat? Wie denkt er, wie handelt er? Da hätte man für meinen Geschmack gerne näher drauf eingehen können. Stattdessen geriet zu oft das Geplänkel zwischen ihm und seiner Kollegin Mina, ihres Zeichens Polizistin, in den Fokus. Es ist absolut in Ordnung, dass in Nebensträngen auf die privaten Umfelder eingegangen wird und auch die eine oder andere Beziehung eine Entwicklung macht, aber hier störte mich das. Auch weil es an Stellen geschah, die eine gewisse Spannung aufbauten. Das fühlte sich an wie hochgeschleudert und fallen gelassen werden.

Der Fall selbst wurde klug ausgetüftelt und ließ genug Raum zum Miträtseln und Mitfiebern. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen und wird in einem gut gelungenen Ende spannend aufgelöst.

Der Schreibstil war ruhig, nicht zu fordernd und flüssig zu lesen. Typisch Läckberg eben. Die Skandinavier haben es einfach drauf, eine gewisse Atmosphäre in ihren Büchern entstehen zu lassen. Zwar war hier - im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin - noch Luft nach oben, was sicherlich daran liegt, dass sie hier nicht allein dran gearbeitet hat. Trotzdem hatte ich beim Lesen den einen oder anderen Atemstillstand.

Den zweiten Teil werde ich definitiv auch lesen.

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Veröffentlicht am 17.04.2021

konnte mich nicht überzeugen

Girl A
0

Girl A erzählt die Geschichte der Alexandra Gracie, die mit ihren Geschwistern eine schreckliche Kindheit erlebte.
Als ihre Mutter im Gefängnis stirbt, übernimmt sie die Nachlassverwaltung.

Aus Sicht ...

Girl A erzählt die Geschichte der Alexandra Gracie, die mit ihren Geschwistern eine schreckliche Kindheit erlebte.
Als ihre Mutter im Gefängnis stirbt, übernimmt sie die Nachlassverwaltung.

Aus Sicht von Alexandra "Lex" lernt man jedes Geschwisterkind pro Kapitel kennen.
Sie erzählt über die mittlerweile erwachsenen Kinder, als auch über Vorkommnisse in ihrer Kindheit.
Jeder hat das "erlebte" anders verarbeitet und es ist interessant, welche Einflüsse dieses auf die Psyche eines jeden hatte.
Allerdings fehlte mir einfach etwas, dass ich nicht recht benennen kann. Der Text berührte mich zu wenig für so eine Geschichte, was wahrscheinlich auf die emotionslose Erzählung von Lex zurückgeht. Der Plot ist sehr spannend und psychologisch ist der Hintergrund sicher auch interessant, aber mir fehlte die "Unterhaltung" und die Emotionen. So konnte mich das Buch leider nicht ganz überzeugen

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Ein Spionage Thriller

Geiger
8

Stellan Bromann ist ein bekannter Fernsehstar in Schweden. Nachdem er ermordet wurde, tauchen Gerüchte über seine Verbindungen zur Stasi auf, die keiner glauben kann, war er doch der Liebling der Nation. ...

Stellan Bromann ist ein bekannter Fernsehstar in Schweden. Nachdem er ermordet wurde, tauchen Gerüchte über seine Verbindungen zur Stasi auf, die keiner glauben kann, war er doch der Liebling der Nation. Außerdem kann das nach 30 Jahren wohl kaum der Grund für seine Ermordung sein.
Die Polizistin Sara Nowak, die ihre Kindheit bei Onkel Stellan verbrachte, fühlt sich persönlich involviert und ermittelt in diesem Fall auf eigene Faust. Doch noch ahnt sie nicht, wo sie da hineingerät.

Nach nur wenigen Seiten merkt man, das Politik und Spionage eine große Rolle in diesem Buch spielen.
Doch der Autor spickt sein Werk nicht nur mit jeder Menge Informationen über den kalten Krieg, sondern auch über andere Themen, wie z.B. Prostitution. Diese ist seit über 20 Jahren in Schweden verboten.
Mit diesem Thema beschäftigt sich auch die Hauptprotagonistin Sara beruflich, die bei der Polizei dafür verantwortlich ist, Freier festzunehmen und den Frauen zur Hilfe zu kommen.

Der Klappentext verrät meiner Meinung nach zuviel über diese erste aufregende Szene,so dass der Einstieg in das Buch nicht mehr überraschte und daher für mich eher etwas zäh begann. Die Zusammenhänge erschließen sich vorerst nicht und es dauert etwas, um alle Stränge miteinander zu verbinden. Die Spannung nimmt dann aber etwa zur Hälfte des Buches merklich zu und offenbart Geheimnisse von so einigen Protagonisten, die man vorher nicht im Blick hatte. Dabei überrascht der Autor immer wieder mit Skandalen, interessanten Wendungen und auch dreckiger Politik.
Hier musste ich tatsächlich des Öfteren googeln, weil mir gewisse Zusammenhänge nicht klar waren. Auch verkomplizieren die vielen Protagonisten das Verfolgen der Zusammenhänge. Man muss also schon gut aufpassen und sich ein wenig für Geschichte interessieren, um hier immer folgen zu können und auch nicht das Interesse zu verlieren.
Das Ende ist dann fulminant und verhindert eine Katastrophe.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht, da für mich auch einige Fragen bezüglich der Protagonistin offen blieben, und welches Thema Skördeman für die weiteren Teile wählt. Denn dies war erst der Auftakt einer Trilogie.

Fazit: Absolut interessante Informationen über Schweden und der politischen Einstellung dieses Landes, verpackt in eine aufregende Spionage Angelegenheit, die mich gut unterhalten hat, aber auch recht anspruchsvoll und teilweise schwer zu verfolgen war.
Ich empfehle dieses Buch daher hauptsächlich Lesern, die sich für das Thema Spionage / kalter Krieg oder auch Schwedens Politik interessieren.

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Veröffentlicht am 14.01.2021

nicht überzeugend

Das Baby ist meins
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Mir gefiel bereits das erste Buch der Autorin. Mit ihrem ungewöhnlichen Stil konnte sie mich bereits überzeugen. Und was soll ich sagen. Auch dieser Titel ist anders, als alles andere. Ich bin jedoch total ...

Mir gefiel bereits das erste Buch der Autorin. Mit ihrem ungewöhnlichen Stil konnte sie mich bereits überzeugen. Und was soll ich sagen. Auch dieser Titel ist anders, als alles andere. Ich bin jedoch total hin - und hergerissen, ob ich das gut finde oder nicht. Die Geschichte ist mit nur 128 Seiten sehr kurz und ich wartete verzweifelt auf eine Überraschung. Es geht letztlich um einen Mann, der endlich erwachsen wird und Verantwortung übernimmt. Ich hätte mir jedoch eine ausführlichere Story gewünscht.
Mir persönlich fehlte einfach was. Hier war irgendwie mehr drin.
Trotzdem eine kurzweilige Unterhaltung. Etwas Spannung hat meiner Meinung nach auch gefehlt.

Fazit: Eine unterhaltsame Kurzgeschichte für Zwischendurch - mehr aber leider nicht.

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Veröffentlicht am 11.12.2020

nicht überzeugend

Die gefährliche Mrs. Miller
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Zu Beginn lernen wir Phoebe und Wyatt kennen, deren Ehe am Ende angelangt zu sein scheint. Während er allerdings noch versucht, eine Lösung zu finden, um ihre Liebe zu retten, scheint Phoebe mit dem Thema ...

Zu Beginn lernen wir Phoebe und Wyatt kennen, deren Ehe am Ende angelangt zu sein scheint. Während er allerdings noch versucht, eine Lösung zu finden, um ihre Liebe zu retten, scheint Phoebe mit dem Thema durch zu sein. Gut für sie beide, dass sie keine Kinder haben, denkt sie sich.

Zitat Pos. 336: "Sie steht nicht auf und geht ins Haus, um dem Krach zu entkommen. Das Wissen, dass sie ihm jederzeit, wenn sie möchte, entfliehen kann, ist bereits befreiend genug. Im Gegensatz zu der Person, die sich da drüben um die kleinen steuerlich absetzbaren Wesen kümmern muss, kann sie machen, was sie will."

Und diese kleine Textpassage sagt auch schon einiges über Phoebes Charakter aus. Sie wirkt kühl, distanziert, sarkastisch. Wenn man allerdings zwischen den Zeilen liest, merkt man früher oder später, dass jemand nicht grundlos so wird, sondern dass Dinge in der Vergangenheit geschehen sind, die maßgeblich dazu beitrugen. Manchmal empfand ich Phoebe gegenüber sogar Mitleid. Meistens jedoch verdrehte ich wegen ihr die Augen.

Da sie unsere Hauptprotagonistin ist, wird primär aus ihrer Sicht erzählt. Hier hätte die Autorin meiner Meinung nach ruhig weniger ins Detail gehen brauchen, denn oft verliert sie sich in Erklärungen und Ausschweifungen, die dann etliche Passagen zäh wie Kaugummi machen. Da muss man sich dann ordentlich durchquälen und selbst bei Laune halten. Schafft man das, wird man mit einer Wendung belohnt, die ich so nicht kommen sah. Die zwar für mich etwas drüber war, nicht ganz ausgereift vielleicht, jedoch für den ein oder anderen Leser sicher einen Adrenalinkick bereithält. Genau dieser Twist wird nämlich von englischsprachigen Rezensenten bis in den Himmel gelobt. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wie gesagt, mir war das hin und wieder zu unrealistisch. Insbesondere im zweiten Akt, als die zweite Mrs Miller ins Spiel kommt. Hier überschlagen sich die Ereignisse, die meiner Meinung nach im wirklichen Leben so nicht passieren würden. Einzig das Geplänkel zwischen den Charakteren, ihr düsteres Ping-Pong-Spielen, das gegenseitige Beschatten fand ich wirklich spannend und aufregend.

Der Schreibstil ist zeitgemäß und angenehm. Keine unnötigen Floskeln oder holprige Formulierungen. Lediglich die erwähnten Ausschweifungen minderten den Lesefluss.

Fazit: Eine gute Grundidee, aus der man noch mehr hätte rausholen können. Dennoch schlage ich vor, dass man sich selbst ein Bild davon macht, denn wie gesagt gibt es zahlreiche sehr positive Stimmen zu diesem Buch ... und nur weil mir die Story nicht so gefiel, heißt das ja nicht, dass das auch für euch Leser dort draußen gilt.

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