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Veröffentlicht am 20.05.2021

Ein Triebtäter geht um

Verlorene Engel
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Dresden, Herbst 1956 - ein neuer Fall für Max Heller. Ein Triebtäter geht um und die Frauen der Stadt trauen sich im Dunkeln nicht mehr aus dem Haus. Keine der vergewaltigten Frauen kann den Täter gut ...

Dresden, Herbst 1956 - ein neuer Fall für Max Heller. Ein Triebtäter geht um und die Frauen der Stadt trauen sich im Dunkeln nicht mehr aus dem Haus. Keine der vergewaltigten Frauen kann den Täter gut beschreiben. Und nun gibt es eine Tote. Max Heller und Werner Oldenbusch, mittlerweile ein eingeschworenes Team, ermitteln wieder gemeinsam. Max Heller, gewohnt unkonventionell, weiterhin kein Parteimitglied, dennoch wurde er nun für eine Beförderung vorgeschlagen. Steckt sein Sohn Klaus dahinter? Protegiert er ihn, auch wenn er sonst nicht viel Übereinstimmung zu seinem Vater hat? Klaus ist überzeugtes Parteimitglied und arbeitet für den SED Staat. Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf, die Freundin des Opfers verschwindet nach dem Gespräch mit der Polizei. Weiß sie mehr? Ermittelt wird in unterschiedliche Richtungen, der Leser wird so einige Male in die Irre geführt. Spannend geht es auch privat weiter. Dieses Mal steht Adoptivtochter Annie im Mittelpunkt, die mit ihren mittlerweile elf Jahren kein kleines Kind mehr ist. Auch den 6. Fall der Reihe habe ich geradezu verschlungen. Frank Goldammer bietet eine perfekte Mischung zwischen Elementen aus dem Privatleben und der Ermittlung. Hier kommt keine Langeweile auf. Dieses Mal stehen die politischen Ereignisse nicht so sehr im Vordergrund, dafür geht es mehr um das Privatleben in der DDR und der zunehmenden Entzweiung und Auseinanderentwicklung von DDR und BRD. Für mich eine sehr gute Reihe, die man sicherlich auch ohne Kenntnisse der Vorgänger lesen kann, jedoch ist das Lesevergnügen größer, wenn man mit dem ersten Band beginnt.

Veröffentlicht am 17.05.2021

Mirellas neues Abenteuer

Mirella Manusch – Achtung, hier kommt Frau Eule!
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Da ich den ersten Band so toll fand, war ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Auch diese Geschichte um Mirella, das Vampirmädchen konnte mich begeistern. Es sind immer noch Sommerferien. Mirella ...

Da ich den ersten Band so toll fand, war ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Auch diese Geschichte um Mirella, das Vampirmädchen konnte mich begeistern. Es sind immer noch Sommerferien. Mirella kann sich mittlerweile schnell in eine Fledermaus verwandeln und übt mit Manolo noch ein paar Flugkünste, doch dann werden sie von einem Bussard verfolgt. Doch weil Mirella ja zum Glück nachts mit Tieren allen Tieren (ok, nicht mit Insekten und so Winzlingen) sprechen kann und Manolo ein geschicktes Manöver startet, können sie entkommen und dem jungen Bussard sogar helfen. Manolo findet es immer noch nicht gut, dass Klara, Mirellas beste Freundin, Bescheid weiß und er möchte am liebsten, dass sie alles wieder vergisst. Mirella und Klara erleben wieder ein tolles Abenteuer und dabei werden auch wieder einige Tiere gerettet. Ein wunderbares Buch, das ich auch als Erwachsene gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 29.04.2021

Eine Heldin

Jeder Tag ist eine Schlacht, mein Herz
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Dieses Buch hat mich bis in mein Innerstes ganz tief berührt. Protagonistin Zelda ist ganz besonders. Sie lebt zusammen mit ihrem großen Bruder, der es mit dem Gesetz nicht immer so genau nimmt und so ...

Dieses Buch hat mich bis in mein Innerstes ganz tief berührt. Protagonistin Zelda ist ganz besonders. Sie lebt zusammen mit ihrem großen Bruder, der es mit dem Gesetz nicht immer so genau nimmt und so in doch recht große Schwierigkeiten gerät, aber für seine Schwester Zelda macht er alles. So hat er zum Beispiel für ihren Geburtstag einen "echten Wikinger" engagiert - auch wenn die Rüstung nicht echt ist, aber dafür macht er Luftballontiere. Zelda möchte gerne ihre eigenes Geld verdienen, selbständiger werden und sie möchte mit ihrem Freund Sex haben. Und darüber redet sich mit einer großen Offenheit. Zelda ist unglaublich mutig, sie wächst über sich hinaus und sie ist so empathisch und hat ein großes Herz. Doch auch bei ihr läuft nicht alles gut. Und zum Glück ist da noch die Ex-Freundin ihres Bruders, die ihr hilft. Die neuen "Freunde" ihres Bruders entwickeln sich bald zu einem Problem. Zelda muss man einfach lieb gewinnen und es ist wunderbar, dass dieser Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Für mich auf jeden Fall ein Highlight.

Veröffentlicht am 19.04.2021

Seniorenermittlerteam

Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)
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Auf dieses Buch war ich seit der Ankündigung sehr gespannt. Und ich habe mit der Lektüre - einmal begonnen - kaum aufhören können. Eine äußerst luxuriöse Seniorenresidenz und so einige der Bewohner sind ...

Auf dieses Buch war ich seit der Ankündigung sehr gespannt. Und ich habe mit der Lektüre - einmal begonnen - kaum aufhören können. Eine äußerst luxuriöse Seniorenresidenz und so einige der Bewohner sind noch sehr fidel und brauchen Beschäftigung. Elizabeth kennt viele Menschen und gefühlt noch mehr sind ihr immer noch Gefallen schuldig. Im so genannten "Donnerstagsmordclub" - nur am Donnerstag war das Puzzlezimmer frei, in dem sie sich für ihre Besprechungen treffen - machen sie sich daran, ungeklärte Mordfälle zu lösen, die Elizabeth' Freundin Penny gesammelt hat. Leider ist Penny nicht mehr in der Lage, aktiv mitzuarbeiten. Und darum wird Joyce, eine ehemalige Krankenschwester, rekrutiert. Noch mit von der Partie sind der ehemalige Gewerkschaftsführer Ron und Psychiater Ibrahim, auch er liest immer noch gerne seine alten Akten durch. Doch dann wird es ernst, denn es geschieht ein echter Mord und die vier ermitteln und erschleichen sich mit Elizabeth Hilfe Zugang zum Team der Mordermittlung. Und es bleibt nicht bei dem einen Toten. Die Fährten führen weit in die Vergangenheit und es wird so manch ein Geheimnis aufgedeckt. Eine tolle Geschichte mit wunderbaren Personen, alles mit einem Lächeln hinzunehmen, aber doch tiefgründiger als es zuerst erscheint. Ich hoffe, es wird bald weitere Fälle geben. Zum Abschluss noch ein passendes Zitat von Joyce von Seite 282: "So wunderbar das alles ist, der Donnerstagsmordclub, unsere ganzen Abenteuer, die Freiheit des Alters und was wir uns noch gern so einreden: Ein Mensch ist gestorben [...], darum war es nur angebracht, ein wenig in uns zu gehen."

Veröffentlicht am 29.03.2021

Korny Koala

Mit Korny durchs Jahr
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Dieses Buch bietet eine Sammlung von acht Alltagsgeschichten für Kindern im Kita-Alter. Korny und seine Eltern sind Koalas, sein Freund Eugen ist ein Elefant, dann gibt es noch ein Schwein, einen Hasen ...

Dieses Buch bietet eine Sammlung von acht Alltagsgeschichten für Kindern im Kita-Alter. Korny und seine Eltern sind Koalas, sein Freund Eugen ist ein Elefant, dann gibt es noch ein Schwein, einen Hasen und viele andere Tiere. Korny lebt mit seinem Papa und seiner Mama zusammen. In der ersten Geschichten gehen Mama und Korny einkaufen, der Papa kocht abends. Es gibt dann noch einen Ausflug an den See im Sommer, wo sie auch Freunde treffen und ins Wasser gehen. Dann eine (halbe) Übernachtung im Zelt, im Winter eine Schlittenfahrt, bei der Korny gemeinsam mit seinen Freunden tatsächlich die Kraft aufbringt, den Papa auf dem Schlitten zu ziehen. Ein Highlight ist sicherlich der Besuch der Feuerwehr in der Kita. Alles sehr alltagsnahe Geschichten, wunderschön illustriert und mit tollen Geschichten, keine zu langen Texte und bei den Bildern bieten sich sehr viele Redeanlässe. Die Zeichnungen haben es uns besonders angetan. Ein Buch, das sicherlich noch ganz oft gelesen wird.