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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2021

Gelungener Auftakt!

A Whisper of Stars
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Liv und Finn sind anders. Anders als alle anderen auf der Insel Hawaiki, auf der man an Mythen und Götter glaubt und auf der die Menschen einfach keine Neugier und keine größeren Lebensziele zu haben scheinen. ...

Liv und Finn sind anders. Anders als alle anderen auf der Insel Hawaiki, auf der man an Mythen und Götter glaubt und auf der die Menschen einfach keine Neugier und keine größeren Lebensziele zu haben scheinen. Deswegen wollen die Beiden von dort verschwinden und woanders ein neues Leben beginnen. Doch als ein Fremder auf der Insel auftaucht und komische Dinge mit Liv und Finn passieren, ist es plötzlich kein Wunsch mehr die Insel zu verlassen, sondern die einzige Option…

Da ich den Schreibstil von Tami Fischer sehr gerne mag, war ich sehr gespannt auf ihre Fantasygeschichte. Auch wenn der Schreibstil mich auch hier wieder überzeugen konnte, so habe ich doch eine gewisse Zeit gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Bei Fantasy brauche ich meistens etwas, bis ich mich in die fremde Welt mit ihren Gegebenheiten eingefunden habe und bei Hawaiki hat das einfach etwas länger gedauert. Liv und Finn sind zwar ganz angenehme Charaktere, aber die „Verbundenheit“ zu ihnen habe ich nicht verspürt. Jamie dagegen hat es mir richtig angetan und ich hoffe, dass man im zweiten Teil noch mehr über ihn und die anderen aus seiner Truppe erfährt! Ab der Hälfte hat mich das Buch dann echt noch richtig gefesselt und ich bin begeistert über die Komplexität und die Zusammenhänge in der Geschichte. Auch das Setting der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen und die kurzen Wechsel in der Szene haben für Abwechslung und Spannung gesorgt.
Da ich mich jetzt ja an die Charaktere und die ganze Welt dort eingewöhnt habe, freue ich mich schon sehr auf Teil 2 der Reihe!

Veröffentlicht am 25.04.2021

Berührende New Adult Geschichte!

Fly & Forget
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Drei Jahre ist es her, dass Livs Bruder bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Drei Jahre ist es her, dass Livs bester Freund Noah sie mit ihrer Trauer alleine gelassen und ihr den Rücken gekehrt ...

Drei Jahre ist es her, dass Livs Bruder bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Drei Jahre ist es her, dass Livs bester Freund Noah sie mit ihrer Trauer alleine gelassen und ihr den Rücken gekehrt hat. Drei Jahre, in denen Liv immer mehr und mehr zu einer Hülle ihrer selbst geworden ist. Als sie einen Artikel darüber schreiben soll, wie man einen Fuckboy bekehrt und sie zeitgleich Noah wieder trifft, scheint die Gelegenheit zur Rache perfekt..

Ich habe das Cover gesehen und mich direkt verliebt und da ich den Klappentext ebenfalls sehr ansprechend fand, musste das Buch einfach her und wurde auch innerhalb kürzester Zeit inhaliert. Eine Liebesgeschichte mit traurigem Hintergrund und sehr emotionalen Szenen - bereits die Widmung hat mir schier Tränen in die Augen getrieben. Der Schreibstil des Buches ist außerdem unheimlich flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Ich fand es allerdings etwas schade, dass das meiste (bis auf eine Sache) sehr vorhersehbar war und dich die Geschichte manchmal etwas gezogen hat. Alles in allem trotzdem eine tolle Geschichte über zweite Chancen und Neuanfänge!
4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.04.2021

Spannende Fortsetzung!

Glanz der Dämmerung
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Der erste andere Halbgott ist gefunden. Doch kaum ist ein Problem gelöst, stellt sich das nächste in den Weg. So auch dieses Mal, als Seth plötzlich ausrastet, einen Titanen tötet und damit klar wird, ...

Der erste andere Halbgott ist gefunden. Doch kaum ist ein Problem gelöst, stellt sich das nächste in den Weg. So auch dieses Mal, als Seth plötzlich ausrastet, einen Titanen tötet und damit klar wird, dass er der neue Göttermörder ist. Um die Anderen nicht in Gefahr zu bringen, flieht Seth und hinterlässt Fragen über Fragen. Doch Josie ist fest davon überzeugt, ihn ausfindig zu machen, bis auch sie erneut große Probleme mit den Titanen bekommt. Ist die Liebe der Beiden zueinander stark genug und können sie den Titanen trotzen?

Die Geschichte schließt nahtlos an den zweiten Band an und man befindet sich damit sofort mitten im Geschehen. Es passiert so viel gleichzeitig, dass man vor lauter Spannung gar nicht aufhören möchte zu lesen. Josie entwickelt sich mehr und mehr zu einer starken Persönlichkeit und auch Seth macht Fortschritte im Bezug auf seine Gefühle. Ich mag es immer sehr gerne, wenn man bei Charakteren feststellt, dass sie an ihren Herausforderungen wachsen und genau das ist hier der Fall.
Auch der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, da trotz allem immer eine Prise Humor zu erkennen ist.
Am Ende wird man wieder sehr neugierig zurückgelassen und ich freue mich schon auf den finalen vierten Band.

Veröffentlicht am 20.04.2021

Schöne ruhige Geschichte!

Die Telefonzelle am Ende der Welt
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In 2011 hat in Japan ein Tsunami gewütet, der viele Leben genommen hat und auch Yui hat ihre Mutter und ihre kleine Tochter verloren. Während sie anfangs in der Notunterkunft noch hofft, dass die Beiden ...

In 2011 hat in Japan ein Tsunami gewütet, der viele Leben genommen hat und auch Yui hat ihre Mutter und ihre kleine Tochter verloren. Während sie anfangs in der Notunterkunft noch hofft, dass die Beiden lebendig gefunden werden, kommt eines Tages die Nachricht, dass ihre Leichen gefunden werden. Eine Nachricht, die Yui noch Jahre später nicht verkraftet hat, denn wie soll man auch mit einem solch gewaltigen Verlust weiterleben? Als sie eines Tages von einer Telefonzelle erfährt, in der Menschen Nachrichten an ihre geliebten Verstorbenen hinterlassen, bricht sie Hals über Kopf dorthin auf. Doch sie findet dort nicht nur eine Telefonzelle, sondern auch Takeshi, der seine Frau verloren hat und nun mit seiner kleinen Tochter alleine ist, viele neue Bekannte und seit Langem wieder etwas wie Hoffnung…

Eine Geschichte, die gleichzeitig so traurig ist und doch auch so viel Hoffnung spendet… Yui und Takeshi sind Beide sehr zurückhaltende, ruhige und von Trauer gezeichnete Charaktere, die nach ihren Verlusten nur zögerlich dazu bereit sind, sich der Welt und anderen Menschen gegenüber wieder zu öffnen. Wahrscheinlich ist es genau deswegen so schön zu sehen, wie sie langsam aber sicher ein Band miteinander knüpfen und eine Stütze im Leben des Anderen werden.
Zu erwähnen ist unbedingt auch die tolle Aufmachung des Buches, da oftmals nach den Kapitels kleine Auszüge aus einer Playlist, einem früheren Gespräch oder einer Einkaufsliste sind und diese kleinen Details die Geschichte irgendwie noch greifbarer machen.
Die ganze Geschichte ist ruhig und plätschert eher langsam vor sich hin, doch beim Lesen stört diese fehlende Spannung gar nicht. Eine sanfte Geschichte, die mit ihren bildhaften Erzählungen nachdenklich stimmt und uns daran erinnert, dass wir die Hoffnung nie verlieren dürfen.

Veröffentlicht am 11.04.2021

Gefühlvolles Buch!

Die Frauen von Kilcarrion
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Joy, Kate und Sabine - drei Frauen, drei Generationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Kate versucht bei ihrer Tochter Sabine alles besser zu machen, als ihre Mutter bei ihr, entwickeln ...

Joy, Kate und Sabine - drei Frauen, drei Generationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Kate versucht bei ihrer Tochter Sabine alles besser zu machen, als ihre Mutter bei ihr, entwickeln sich die Beiden immer mehr und mehr auseinander. Als Sabine dann zu ihrer Großmutter Joy kommt, nähert sie sich der dickköpfigen alten Frau mehr an, als Kate es je erwartet hätte und sie muss sich eingestehen, dass auch sie nicht alles richtig gemacht hat in ihrem Leben…

Dieses Buch ist nicht schön - ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es beim Lesen manchmal schon fast schmerzhaft ist. Man darf alle drei Frauen begleiten, ihre Sichtweise kennenlernen, in ihren Kopf schauen und versteht ihre Handlungen mal mehr und mal weniger. Tatsächlich gibt es bei der Geschichte auch keine wirkliche Spannung und auch keinen richtigen Höhepunkt - die Geschichte plätschert eher so vor sich hin. Obwohl man das Ende als zufriedenstellend definieren könnte, ist es kein wirkliches Happy End. In der Geschichte wird nichts schön geredet, es wirkt so gnadenlos ehrlich und realistisch. Wer sich jetzt allerdings denkt, dass ich das Buch schlecht fand, der hat sich geirrt: Ich kann es nicht genau ausdrücken, aber dieses Buch hat mich einfach zutiefst berührt und obwohl oder vielleicht sogar genau weil es so schonungslos ehrlich und realistisch geschrieben war, hat es mir unglaublich gut gefallen.