Jodi Picoult - Neunzehn Minuten
Neunzehn MinutenPeter wird seit fast 12 Jahren in der Schule gemobbt. Jetzt weiß er sich nicht anders zu wehren, als bewaffnet in die Schule zu gehen und das Feuer zu eröffnen.
Womit er nicht gerechnet hat, dass er den ...
Peter wird seit fast 12 Jahren in der Schule gemobbt. Jetzt weiß er sich nicht anders zu wehren, als bewaffnet in die Schule zu gehen und das Feuer zu eröffnen.
Womit er nicht gerechnet hat, dass er den Amoklauf selbst überlebt. Er wird verhaftet und ihm wird der Prozess gemacht.
Das Buch hat mich echt fertig gemacht. Es wird immer abwechselnd die Zeit ab dem Amoklauf bis ein Jahr danach beschrieben und Peters Werdegang von kurz nach der Geburt bis einen Monat vor dem Amoklauf. Und aus meiner Sicht war das perfekt. Immer wenn man Peter richtig "gehasst" hat, kam ein Rückblick und ich hätte am liebsten mit ihm geweint. Und immer wenn man gerade so richtig Mitleid mit Peter hatte, ging es wieder in die Gegenwart und man wurde mit seinen Taten konfrontiert.
Dieses Buch zeigt wunderbar auf das Peter nicht nur Täter, sondern auch Opfer ist und die Toten und Verwundeten (nicht alle) nicht nur Opfer sondern auch Täter sind.
Schlussendlich hatte ich wenig Mitleid mit den Mobbern. Dieses Buch zeigt das man nicht Jahre lang verbal und körperlich auf jemanden einprügeln kann und sich dann anschließend wundert, das sich derjenige wehrt (auch wenn die Art wie sich Peter wehrt vollkommen falsch ist und auch er mit den Konsequenzen leben muss).
Erschreckend fand ich auch, dass im Nachhinein keiner bzw. so gut wie niemand mitbekommen haben will, dass Peter Tag ein Tag aus als Zielscheibe herhalten musste.
Wie gesagt, mich hat das Buch echt aufgewühlt, denn es hat etwas geschafft, womit ich im Leben nicht gerechnet hätte, nämlich das ich die Beweggründe hinter so einer Tat nachvollziehen (NICHT GUTHEISSEN) kann.