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Veröffentlicht am 12.05.2021

Die Erlöserin

Todeskalt
1

Die Psychologin Cora erhält von ihrer Freundin Melanie einen Notruf mit einem Hilferuf. Sie ist in einem Dorf im Taunus und fühlt sich verfolgt. Cora bricht sofort auf, doch trifft sie ihre Freundin nicht ...

Die Psychologin Cora erhält von ihrer Freundin Melanie einen Notruf mit einem Hilferuf. Sie ist in einem Dorf im Taunus und fühlt sich verfolgt. Cora bricht sofort auf, doch trifft sie ihre Freundin nicht mehr an. Dafür findet sie in einer Burgruine eine Tote. Der Tod sieht wie ein Selbstmord aus. Das sieht auch der zuständige Beamte, der von den Ermittlungen des LKA nicht glücklich ist. Cora und ihr Kollege Berger sind nicht gerne gesehen im Taunus, doch es gibt Anzeichen das es nicht nur ein Tote gibt, sondern das auch andere ungeklärte Todesfälle im Zusammenhang zu sehen sind. Das wiederum bringt das LKA in die Ermittlungen. Doch Cora´s Kollege Berger hat eigene Probleme mit einem alten Fall in den er selber psychisch verwickelt ist und er immer wieder Hinweise auf den damaligen Täter, der seine Freundin ermordet hat, bekommt. Doch auch Cora rutscht immer tiefer in den Fall, der auf eine alte mystische Figur, die Erlöserin, hinweist. Doch auch der Kollege Darlinger ist nicht untätig. Er ist auf einschlägigen Internetseiten unterwegs und sucht dort nach Spuren der Erlöserin. Ob das Ermittlerteam der Erlöserin auf die Spur kommen kann?
Das ist ein sehr interessanter Psychothriller, der hier vorliegt. Die Atmosphäre, die hier in dem Taunusort herrscht, ist schon sehr aufregend. Keine wirkliche Dorfidylle, eher eine bedrohliche Situation, mit dem ermittelnden Polizeibeamten vor Ort und der kontrollierenden Gruppe von Dorfschützern. Das in dieser Situation eine Profilerin vom LKA, Cora, natürlich überhaupt nicht ernst genommen wurde. Cora ist eine sehr toughe Psychologin, die viel auf eigene Faust ermittelt. Doch sie ist den mysteriösen Geschehnissen im Dorf auf der Spur, doch sie stößt auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung. Vor allem wird die Ermittlung durch die Einwohner behindert und vor allem durch eine mysteriöse dunkel gekleidete Person, die sie beobachtet und verfolgt. Es ist die Geschichte der Erlöserin. Der zweite LKA Ermittler ist Kommissar Berger, der nach dem Tod seiner Freundin, den er nicht verhindern konnte, noch in psychiatrischer Behandlung und somit in den Kreis der Erlöserin. Die beiden Ermittler sind bekannt für ihre Eigeninitiative, außerdem stehen sie sich sehr nah. Die Erzählweise in diesem Thriller ist sehr fesselnd, was durch die Kürze der Abschnitte noch unterstützt wird. Der Spannungsaufbau ist bis zum Schluss sehr gut gelungen und somit bleibt der Thriller bis dahin undurchsichtig.
„Todeskalt“ von Nikolas Stoltz ist ein sehr spannender Thriller, der mir super gut gefallen hat und den ich beim Lesen kaum aus der Hand legen konnte. Ich finde ihn sehr empfehlenswert.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 08.05.2021

Keltische Ritualmorde

Siehst du, wie sie sterben? (Thriller)
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Eine mysteriöse Mordserie an Prostituierten treibt die Polizei von Velden sehr stark um. Sie finden keine Spuren und überhaupt keine Hinweise auf den Täter. Da es sich um eine Serie handelt wird die bekannte ...

Eine mysteriöse Mordserie an Prostituierten treibt die Polizei von Velden sehr stark um. Sie finden keine Spuren und überhaupt keine Hinweise auf den Täter. Da es sich um eine Serie handelt wird die bekannte Psychologin Frieda Rubens an den Ermittlungen beteiligt. Der ermittelnde Kommissar Marc Wittmann ist davon nicht begeistert, da er lange Zeit eine Beziehung mit Frieda hatte und er von der Einbeziehung der Psychologin nichts hielt. Doch sein Vorgesetzter besteht darauf und so macht sich Frieda an die Arbeit. Nach Durchsicht aller Unterlagen stellt sie fest das die Serie nach einem keltischen Ritus durchgeführt wurde und es noch neue Taten zu erwarten sind, da es sich um hohe Festlichkeiten im keltischen Zyklus handelt. Doch sie können die nächsten Morde nicht verhindern, aber das Muster wird immer deutlicher, doch dann geschieht eine neue Tat, die nicht an einer Prostituierten ausgeführt wurden. Sie war Tochter eines berühmten Psychologen, der auch Friedas Bücher immer wieder kommentiert hat. Doch trotz allem tappen die Ermittler völlig im Dunkeln. Allerdings kommt Frieda dem Täter näher, da sie in ihren Büchern Hinweise auf die Taten findet und sie langsam, aber sicher die Methodik versteht. Außerdem passen anonyme Anrufe so langsam in das Bild, das sich Frieda macht. Steht sie auch auf der Liste des Mörders?
Das Thriller Thema ist nicht neu, aber die Systematik ist sehr interessant, keltische Rituale, die einen Mörder inspirieren. Interessant ist die Ermittlung, die die Psychologin Frieda Rubens durchführt. Sehr akribisch ordnet sie die einzelnen Tatorte in einer Karte an, doch leider durchschaut der Mörder den Fortgang der Ermittlungen. Er spielt ein Spiel nicht nur mit den Ermittlern, sondern auch mit Frieda. Er ist immer einen Schritt den Ermittlern voraus. Der Autor Gunnar Schwarz zeichnet hier ein sehr komplexes Gemälde von keltischen Mythen. Die Taten werden sehr brutal ausgeführt und hier auch beschrieben, um die Mythen zu unterstreichen. Die Psychologin Frieda wird hier sehr eindringlich dargestellt und auch ihre Schwächen und Vorlieben. Die Zerrissenheit, die im Laufe der Ermittlungen immer deutlicher wird, macht die Psychologin besser begreifbarer und das nicht nur für ihre Freundin Marie, sondern auch für das Team der Kripo. Kommissar Marc Wittmann ist ein sehr engagierter Polizist, des allerdings auch sehr unbeherrscht ist und nichts von Psychologie in der Polizeiarbeit hält. Erschwerend kommt bei der Arbeit der beiden noch hinzu, dass sie mal ein Paar waren. Hier sind Schwierigkeiten vorprogrammiert, die allerdings die Ermittlungen nicht behindern, eher beflügeln. Spannend und mysteriös zugleich sind Einschübe in kursiv Schrift, die scheinbar vom Mörder stammen, in dem die Person die Taten beschreibt und die an die keltische Göttin Sulis gerichtet ist, wer immer das auch sein mag.
Ein außergewöhnlich spannender und mysteriöser Thriller liegt hier vor. „Siehst du, wie sie sterben“ von Gunnar Schwarz ist bis zum Schluss spannend und mit einigen besonderen Momenten versehen. Freunde dieses Genres werden ihn lieben.

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Veröffentlicht am 27.04.2021

Der Sumpf von Detroit

Der gekaufte Tod
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Als August Snow nach Mexicantown, Detroit, zurückkehrt sind nicht alle begeistert. Er hat eine Menge Polizisten sind gegen ihn, da er 12 Millionen von der Stadt Detroit eingeklagt hat und dabei viele Polizisten ...

Als August Snow nach Mexicantown, Detroit, zurückkehrt sind nicht alle begeistert. Er hat eine Menge Polizisten sind gegen ihn, da er 12 Millionen von der Stadt Detroit eingeklagt hat und dabei viele Polizisten und wichtige Menschen ins Gefängnis gekommen sind. August hat das Haus seiner Eltern und noch ein paar mehr in derselben Straße gekauft und sie auch gleich renoviert. Er wird von der Millionärin Eleanor Pages angerufen und zu einem Gespräch geladen. Eleanor will ihn beauftragen sie und ihr Unternehmen zu schützen. Einer der Bodygards in ihrem Haus ist sein Freund Tomas. Aber beide können nicht verhindern, dass Eleanor umgebracht wird. Alles sieht nach einem Selbstmord aus und die Polizei stellt auch die Ermittlungen aus diesem Grund ein. Doch August hat so seine Verbindungen und er zweifelt an dieser Information. Außerdem will er den Tod aufklären, da er ihn schon nicht verhindern konnte. Doch es sieht so aus, als wenn er in ein Wespennest sticht, da auch das FBI an ihm Interesse bezeugt. Also macht er sich auf den Weg, um in dem Unternehmen vorzufühlen. Doch irgendwie hat er das Gefühl nicht ernst genommen zu werden. Auch bleibt er weiterhin im Focus der Polizei und des FBI. Doch das Interesse des FBI wird immer intensiver und August arbeitet eng mit ihnen zusammen. Doch ob das reicht die Mörder von Eleanor aufzuscheuchen, bleibt abzuwarten.
Ein äußerst actionreicher Thriller liegt hier vor und die Spannungslage ist sehr intensiv, genauso wie die zunehmende Brutalität in diesem Roman. Doch das passt sehr gut in dieses Genre und ich muss sagen, dass ich die Story sehr intensiv verfolgt habe und das Buch kaum aus der Hand legen konnte, um den Anschluss nicht zu verpassen. Die Figuren in diesem Thriller sind sehr deutlich und genau beschrieben. Ganz deutlich wird hier in gut und böse unterschieden und die Verluste auf der Seite der Bösen sind immens. Der Gute, August Snow, ist auf jeden Fall nicht ein unbefleckter Gute, sondern man möchte sich, doch auf seien Seite schlagen, weil er mit seinem Geld die Armen und Schwachen unterstützt. Er hält eine ganze Menge von Freundschaften und sein Ehrenkodex ist sehr prägnant, ganz wie er es als Marine gelernt hat. Deshalb kann er es auch nicht stehen lassen, dass eine Frau, die ihn um Hilfe gebeten hat, ermordet wurde. Die Gegensätze, die hier aufgemacht werden, sind sehr deutlich dargestellt. Die Reichen, die über Leichen gehen und auch unter dem Einfluss von fremden Geldgebern stehen, die sie jederzeit gegen andere austauschen können. Auf jeden Fall ist der Spannungsbogen bis zum Ende sehr schön ausgebaut und hält auch einige interessante Wendungen bereit.
Alles in allem finde ich den hier vorliegenden Thriller total unterhaltsam und sehr spannend und er ist sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 25.04.2021

Kelten in Niederbayern

Flowerpower und Druidentrank
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Auf einer keltischen Führung stolpert Karin mal wieder über eine Leiche, diesmal skelettiert. Aber Karin will sich eigentlich heraushalten, doch das ist für die neugierige Karin sehr schwierig. In dem ...

Auf einer keltischen Führung stolpert Karin mal wieder über eine Leiche, diesmal skelettiert. Aber Karin will sich eigentlich heraushalten, doch das ist für die neugierige Karin sehr schwierig. In dem Wald taucht auch noch Apollonia auf eine von drei keltischen Göttinnen, der Runa, Karins Hund nachläuft. Da ist dann noch das Hotel in dem Karin arbeitet. Drei Generationen arbeiten hier und Birgit, die jüngste der drei Göttinnen ist schwer in Kilian, den Juniorchef verliebt. Auf einem keltischen Fest kommt es zu Reibereien zwischen dem jungen Finn, der Birgit ebenfalls liebt und Kilian. Während des Festes gibt es noch Stress mit dem Antiquitäten Händler Kastner, der hinter den keltischen Ausstellungsstücken von Apollonia her ist. Bei einem Fest im Hotel wird der Seniorchef tot aufgefunden und es wird klar, dass es unterschiedliche Auffassungen in der Führung des Hotels gab. Doch der junge Finn wird verdächtigt ihn umgebracht zu haben. Dieser versteckt sich mit Susa, Karins Tochter, im Wald. Das treibt diese natürlich um und sie ermittelt wieder auf eigene Faust. Doch es gibt noch einen weiteren Toten und der Täter lebt noch weiter im Dunkeln, allerdings ist die Frage wie lange noch?
Eine total schräge, aber gute Story. Kelten in Niederbayern und dann noch drei Göttinnen, das hat was. Karin ist in ihrem Element, aber eigentlich wollte sie gar nicht ermitteln. Karin ist herrlich naiv, aber auch sehr erfolgreich. Diesmal ist Susa in den Fall verwickelt, das treibt natürlich auch Karin um, die in ihrem Mutterinstinkt wieder einsteigt. Max ist ebenfalls mittendrin, aber da er noch im Rollstuhl sitzt, kann er noch nicht so helfen wie nötig. Sehr schön ist das die beiden schon ein sehr gutes Team bilden und nicht nur bei den Ermittlungen. Interessant ist auch die Darstellung der drei Göttinnen mit ihren Besonderheiten. Apollonia die Obergöttin, die eine sehr undurchsichtige Rolle spielt und irgendwie auch stark verwoben in alten Fällen. Ein sehr interessantes Ränkespiel ist hier entstanden. Wer ist mit wem liiert, wer mit wem verwandt. Und wer hat wen ermordet. Die Verschleierung der Taten durch das keltische Ritual ist eine super aufgezogene Geschichte. Sehr schön verschachtelt, so dass die Spannung bis zum Ende erhalten bleibt. Die sehr gute Recherche unterstützt die Authentizität der Story, obwohl das Gesamtpaket der keltischen Geschichte sehr ungewöhnlich erscheint. Die Sides Story mit Runa ist auch sehr schön eingeflochten!
Alles in allem habe ich mich sehr gut unterhalten und auch wieder ein paar neue Aspekte über die Region kennengelernt. Der Schreibstil ist sehr interessant und macht das Lesen sehr einfach Ich habe den Krimi sehr flüssig gelesen und kann ihn nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Bluthochzeit

Höllenkind
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Die Braut stirbt blutüberströmt auf dem Weg zum Altar unter den Augen von Kardinal Julio. Es ist die Familie Visconti, die hier im Mittelpunkt steht. In Berlin wird gerade Clara Vidalis wegen ihres Einflusses ...

Die Braut stirbt blutüberströmt auf dem Weg zum Altar unter den Augen von Kardinal Julio. Es ist die Familie Visconti, die hier im Mittelpunkt steht. In Berlin wird gerade Clara Vidalis wegen ihres Einflusses im Fall eines Serienmörders beurlaubt. Das bringt sie dazu mit ihrer Freundin Sophie in Florenz Urlaub zu machen. Dort werden sie von einem Mittelsmann des Vatikans nach Rom gebracht, da Kardinal Julio von ihren Qualitäten gehört hat. In Rumänien wird ein Mädchen beschrieben, dass in ein Abhängigkeitsverhältnis rutscht und gequält wird. Clara setzt im Vatikan, gegen den Willen der Familie eine Obduktion der Toten in Berlin durch. Hier bestätigt sich, dass sie durch ein Nervengift ermordet wurde. Die Familie Visconti hat nicht nur den Tod der Stieftochter zu beklagen, sondern auch die Entführung der leiblichen Tochter. Langsam wird klar, dass im familiären Umfeld jemand die Fäden zieht. Dann wird auch noch der Kopf des Bräutigams gefunden und stellt das ermittelnde Team vor weiter Rätsel.
Ein überaus spannender und sehr authentisch geschriebener Thriller, den ich hier gelesen habe. Das Buch ist mit sehr brutalen Details gespickt, die diesem Thriller eine besondere Note geben, aber auch, meine Meinung nach, für die Schreibweise von Veit Etzold typisch ist. Das tatwerkzeug der Morde ist auch sehr einzigartig, eine Warfarin. Sich dieses auszudenken beweist die wissenschaftliche Arbeit des Autors. Die Hauptfigur, Clara Vidalis, wird vom LKA beurlaubt und während ihres Urlaubs wird sie in diesen mysteriösen Fall hineingezogen. Diese Ermittlung wird durch den Vatikan gefördert und es betrifft eine sehr berühmte und reiche Familie. Unterstützung bekommt Clara durch ihren Mann, bezeichnenderweise Dr. Death genannt, und den italienischen Commissario Adami. Dieses Team bewegt sich auf einem schmalen Grat, da die Familie Visconti sehr einflussreich ist. Die Beschreibung der Familie Visconti ist sehr eindeutig, reich und katholisch, aber durch die Entführung ihrer Tochter betroffen. Keiner weiß, wo sie abgeblieben ist. Parallel zu der Story in Rom und Florenz, gibt es noch eine, die von einem Mädchen in einem Bordell in Rumänien handelt. Diese Story ist sehr gut in den Gesamtzusammenhang eingebettet und gibt immer mehr Einblicke in die gesamte Geschichte des Thrillers. Diese Story ist sehr gut aufgebaut und gefällt mir sehr gut. Spannend und überraschend bis zum Schluss, fesselnd von Anfang bis Ende. Der Schreibstil ist flüssig und spannend, so dass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen.
„Höllenkind“ von Veit Etzold ist ein ungemein spannender Thriller, mit einem sehr bildlichen und deutlichen Schreibstil, der allerdings auch ein tolles Kopfkino auslöst. Ich würde ja fast sagen, dass sich Veit Etzold auf den Spuren von Dan Brown bewegt, gerade weil er es in dem Thriller öfter erwähnt, aber er ist auch so einfach nur sehr lesenswert. Ein echter Veit Etzold!

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