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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2021

Sommerlich, romantisch, unterhaltsam, wunderschön!

Die Spur führt zu dir
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Als ich das erste Mal von „Die Spur führt zu dir“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb, bei dem wunderhübschen Cover war es bei mir Liebe auf ersten Blick ...

Als ich das erste Mal von „Die Spur führt zu dir“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb, bei dem wunderhübschen Cover war es bei mir Liebe auf ersten Blick und da ich die Bücher von der Susanne Fülscher, die sich hinter dem Pseudonym Amy Stern verbirgt, immer wahnsinnig gerne lese, zögerte ich keine Sekunde lang und ließ das Buch nur zu gerne bei mir einziehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man auf einer Zugfahrt gleich zwei Blitzeinschläge erlebt, ist nicht allzu hoch. Ella aber wird genau das während ihre Zugreise von München nach Venedig widerfahren. Blitz Nummer eins stammt von einem Sommergewitter und wird in einen Baum einschlagen. Dieser wiederum wird mit seinem Fall den gesamten Zugverkehr zum Stillstand bringen. Der andere Blitz wird noch vor dem Unfall volle Kanne Ella treffen. Dessen Ursache ist ein super schnuckeliger Typ mit Wuschellocken und herrlich verträumten Augen. Fabio heißt dieser Traumprinz und Ella wird sich Hals über Kopf in ihn verlieben, als er sich im Zug neben sie setzt. Leider wird sie ihn nach ihrer Ankunft aus den Augen verlieren und da sie ihn nicht nach seiner Telefonnummer gefragt hat, wird sie ihre neue große Liebe wohl nie mehr wiedersehen...oder vielleicht doch? Was für ein Glück, dass Ella so eine tolle Cousine wie Matilde hat, die sich bestens in Venedig auskennt und sofort bereit ist, zusammen mit ihr nach Fabio zu suchen. Ella muss ihn unbedingt wiederfinden, Fabio will ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Eine abenteuerliche Schnitzeljagd durch die Gassen Venedigs beginnt. Ob die Suche der beiden Mädchen wohl erfolgreich sein wird?

Sieht das Cover nicht toll aus? Also ich mag diese wunderbare Sommerstimmung und Leichtigkeit, die es versprüht, unglaublich gerne. Das Cover macht einfach total gute Sommerlaune und Lust auf Urlaub in Venedig. Was ich nur etwas schade finde: Das strahlende Paar passt so gar nicht zur Story. Ich gehe mal stark davon aus, dass die Zwei unsere beiden Hauptprotagonisten Ella und Fabio darstellen sollen. Da frage ich mich nun aber, warum man beim Entwerfen des Covers nicht darauf geachtet hat, dass das Pärchen auch wie Ella und Fabio ausschaut, sprich, das man ein Mädel mit Bob und einen Jungen mit braunen Wuschellocken genommen hat. Ich werde deswegen aber keinen Stern abziehen. Ich wollte es nur mal erwähnt haben, dass ich nun, nachdem ich das Buch gelesen habe, nicht mehr ganz so happy mit der äußeren Gestaltung bin.

Mit dem, was zwischen den Buchdeckeln schlummert, schaut das aber zum Glück ganz anders aus. Ich habe hier genau das zu lesen bekommen, was ich mir erhofft habe: Eine unterhaltsame Sommerromanze voller Herz, Feel-Good-Feeling und Venedigzauber. „Die Spur führt zu dir“ erzählt eine zuckersüße Liebesgeschichte, die von Beginn an zum Wohlfühlen einlädt und uns Leserinnen einen wunderschönen buchigen Venedigurlaub mit ganz viel Sonne, gutem Essen und einer aufregenden Schnitzeljagd beschert.

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in die Geschichte. Von dem jugendlichen und bildhaften Schreibstil war ich sofort ganz angetan und unsere Buchheldin Ella war mir auf Anhieb sympathisch. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive und da ihre Gefühlswelt sehr anschaulich und authentisch beschrieben wird, ist es mir jederzeit mühelos geglückt, mich in Ella hineinzuversetzen. Ellas Missmut, weil sie in den Sommerferien eigentlich auch noch ihren Vater in Berlin besuchen wollte, woraus wohl aber wahrscheinlich nichts werden wird; ihre Enttäuschung bezüglich ihres Ex-Freundes Elias, der ihr so plötzlich den Rücken gekehrt hat; ihre große Vorfreude auf ihre Cousine Matilde, die zugleich auch ihre beste Freundin ist; ihr Gefühlschaos hinsichtlich Fabio, in den sie sich auf den ersten Blick hoffnungslos verliebt hat – all dies wird vollkommen glaubhaft dargestellt. Als Leser
in fühlt, freut und fiebert man richtig mit Ella mit und erlebt gemeinsam mit ihr eine höchst turbulente und unvergessliche Zeit in der einzigartigen Stadt Venedig.

Mit dem Setting konnte das Buch ebenfalls auf ganzer Linie bei mir punkten. Leider war ich im Reallife noch nie in Venedig, aber dank der detaillierten und atmosphärischen Beschreibungen der Autorin ist es mir spielend leicht gelungen, mich über das Lesen an diesen Sehnsuchtsort zu träumen und mir alles ganz genau vorzustellen. Venedig wird wirklich fantastisch beschrieben, sag ich euch. Man hat richtiggehend das Gefühl, selbst vor Ort zu sein. Die abenteuerliche Schnitzeljagd, auf die wir uns gemeinsam mit Ella und Matilde begeben werden, wird uns quer durch Venedig führen und eine regelrechte Sightseeingtour mit ganz viel Kopfkino bescheren.
Man bekommt beim Lesen einfach total Bock auf Urlaub in Venedig und, kleine Vorwarnung: Das Buch macht mega Appetit auf italienisches Essen. Ella wird während ihrer Zeit in der Kanalstadt die leckersten Gerichte verzehren und die Autorin versteht sich wahrlich bestens darin, uns diese schmackhaft zu machen. Mein Tipp daher: Lest das Buch vielleicht besser nicht, wenn ihr gerade hungrig seid. ;)

Neben der Kulisse konnte mich die Autorin auch mit den Nebencharakteren vollends überzeugen. Besonders liebgewonnen habe ich Matilde, Ellas äußert romantisch veranlagte und beste Cousine der Welt. Mir hat es richtig das Herz erwärmt zu sehen, was für ein tolles und inniges Verhältnis die beiden haben.
Auch die Szenen mit Fabio und Ella haben mir immerzu ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Liebesgeschichte und gemeinsamen Momente der beiden werden sehr gefühlvoll und zauberhaft schön beschrieben, sodass Romantiker ganz klar völlig auf ihre Kosten kommen werden.

Sehr positiv überrascht hat mich, dass auch so einige wichtige Themen ihren Platz in der Geschichte gefunden haben. Sich für seine Ziele einsetzen und für sie kämpfen, Scheidung der Eltern, Diversität – dies und noch so manches mehr hat die Autorin in die Handlung mit einfließen lassen, was mir wirklich außerordentlich gut gefallen hat. Und da mich auch das Ende vollkommen zufriedenstellen konnte, habe ich das Buch mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen wieder zuklappen können.

Fazit: Eine sommerlich-leichte Liebesgeschichte mit Wohlfühlgarantie und ganz viel Herz, Humor und traumhaftem Venedigflair! Perfekt für den Sommer und ein großes Muss für alle Venedigfans und Romantikliebhaber.
Mir hat Amy Stern alias Susanne Fülscher mit „Die Spur führt zu dir“ wundervolle Lesestunden bereiten können. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich dabei pudelwohl gefühlt. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.04.2021

Einfach nur zauberhaft, ich bin total begeistert!

Disney. Twisted Tales: Elsas Suche (Die Eiskönigin)
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Da mir meine zwei bisherigen Bände der Twisted-Tales-Serie wahnsinnig gut gefallen haben, musste ich natürlich auch „Elsas Suche“ unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf Jen Calonitas Neuinterpretation ...

Da mir meine zwei bisherigen Bände der Twisted-Tales-Serie wahnsinnig gut gefallen haben, musste ich natürlich auch „Elsas Suche“ unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf Jen Calonitas Neuinterpretation von „Die Eiskönigin“ war ich tierisch gespannt!

Als ihre Eltern während einer Reise ums Leben kommen, muss Prinzessin Elsas als einzige Thronerbin von Arendelle viel früher als gedacht in die Rolle der Königin schlüpfen. Der jähe Verlust und zunehmende Druck lassen mit einem Mal merkwürdige Erinnerungen in ihr hochkommen, die sich Elsa nicht erklären kann. Wer ist dieses Mädchen nur, das ihr auf einmal im Kopf herumspukt und das ihr fremd und schmerzhaft vertraut zugleich ist? Und was hat es mit den magischen Kräften auf sich, die Elsa plötzlich in sich entdeckt? Was haben ihre Eltern ihr die ganzen Jahre über nur verheimlicht? Elsa muss unbedingt hinter diese ganzen Geheimnisse kommen. Eine gefährliche Suche beginnt...

Von Jen Calonita hatte ich Ende letzten Jahres ihren anderen Twisted-Tales-Band „Spieglein, Spieglein“ gelesen, mit welchem sie mir ein echtes Highlight geschenkt hat. Von „Elsas Suche“ habe ich mir daher natürlich ziemlich viel erhofft...Vielleicht zu viel?
Nein, zum Glück nicht, überhaupt nicht! Jen Calonita hat mich auch mit ihrer Neuerzählung von Disneys Eiskönigin auf ganzer Linie überzeugen und vollkommen verzaubern können. In meinen Augen ist es ihr hervorragend geglückt, die beliebte Disneygeschichte von „Die Eiskönigin“ mit eigenen fantasievollen Ideen zu versehen, sodass sie uns auch mit diesem Twisted-Tales-Band einen genialen Mix aus Altvertraut und Neu beschert.

Anders als in der Originalerzählung wissen die Geschwister Elsa und Anna in Jen Calonitas Version nichts voneinander und Elsa hat zudem vergessen, was für unglaubliche magische Kräfte in ihr schlummern. Während sie bei den Eltern im Schloss aufgewachsen ist, wurde Anna als kleines Kind von dem Ehepaar Tomally und Johan adoptiert, die in dem Bergdorf Harmon eine Bäckerei betreiben.

Die Geschichte wird abwechselnd von Elsa und Anna geschildert, jeweils in der dritten Person, und auch aus der Perspektive von Kristoff bekommen wir ein paar sehr wenige Kapitel zu lesen. Mir hat die gewählte Erzählform total gut gefallen und auch zum Schreibstil kann ich mich nur positiv äußern. Er enthält dieses besondere märchenhafte Disneyflair, das wir alle so lieben und liest sich super angenehm und locker-leicht. Da zudem die Kapitel schön kurz sind und die ständigen Sichtwechsel für ein sehr abwechslungsreiches und mitreißendes Leseerlebnis sorgen, fliegt man beim Lesen nur so durch die Seiten und fühlt sich dabei einfach nur pudelwohl. Für alle Eiskönigin-Fans kommt von Beginn an so ein richtig schönes Nach-Hause-kommen-Feeling auf, da alles so herrlich vertraut ist. Die Story weicht insgesamt zwar schon sehr vom Film ab, sie enthält aber auch so einige Parallelen zur Disneyfassung, was mir echt gut gefiel.

Auch mit den Charakteren konnte das Buch komplett bei mir punkten. Wir haben das große Vergnügen, auf lauter bekannte Gesichter treffen zu dürfen und obwohl der Plot so anders ist, haben die Figuren in keinster Weise ihren einzigartigen Charme aus dem Original verloren. Jen Calonita hat da in meinen Augen einen wirklich tollen Job gemacht und die Figuren wunderbar getroffen. Vor allem mit ihrer Darstellungsweise von Olaf konnte sie mich begeistern. Jaaa, natürlich ist auch Olaf mit von der Partie. Über ihn habe ich mich ganz besonders gefreut und ich gehe fest davon aus, dass es vielen anderen genauso ergehen wird. Ich meine, Olaf! Diesen einmaligen sprechenden Schneemann muss man einfach lieben. Er ist so zuckersüß und zauberhaft und liefert uns mit seiner lustigen Art auch in der Eiskönigin-Adaption von Jen Calonita jede Menge Gründe zum Schmunzeln.

Neben den vergnüglichen Szenen kommt natürlich auch die Spannung nicht zu kurz. Ich habe die Handlung als ungemein aufregend und fesselnd empfunden und jeder kreativen Änderung und überraschenden Wendung ganz gebannt entgegen gefiebert. Langeweile kam für mich beim Lesen definitiv nicht auf und da natürlich auch die warmherzigen und emotionalen Momente nicht fehlen, war mein Lesevergnügen einfach nur perfekt.

Fazit: Packend, originell, herzerwärmend. Eine wundervolle Neuerzählung des Disneyfilms „Die Eiskönigin“ voller Spannung, Spaß und märchenhaftem Disneyzauber!
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und was soll ich sagen, eindeutig zurecht! Mir hat Jen Calonita mit „Elsas Suche“ großartige Lesestunden bereiten können.
Die amerikanische Autorin hat den klassischen Plot des Disneyfilms „Die Eiskönigin“ mit lauter richtig coolen Änderungen und Twists versehen, sodass sie Jung und Alt eine rundum gelungene Mischung aus Altbekannt und Neu beschert. Die Geschichte lädt von den ersten Zeilen an zum Wohlfühlen und Mitfiebern ein, sie zaubert einem immerzu ein breites Lächeln ins Gesicht und lässt die Herzen aller Disney- und Frozen-Fans höherschlagen. Ich hatte unheimlich viel Freude beim Lesen und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Was für ein grandioses Buch!

Der Ruf des Schamanen
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Von Davide Morosinotto hatte ich vor einigen Jahren „Die Mississippi-Bande“ gelesen, ein wundervolles Buch! Der zweite Teil („Verloren in Eis und Schnee“) seiner losen Fluss-Trilogie durfte kurz nach dessen ...

Von Davide Morosinotto hatte ich vor einigen Jahren „Die Mississippi-Bande“ gelesen, ein wundervolles Buch! Der zweite Teil („Verloren in Eis und Schnee“) seiner losen Fluss-Trilogie durfte kurz nach dessen Erscheinen bei mir einziehen, steht aber, Schande über mich, bis heute ungelesen in meinem Regal. Als ich nun hörte, dass Anfang diesen Jahres der Abschlussband von Morosinottos dreibändiger Reihe herauskommen wird, stand für mich sofort fest, dass ich ihn unbedingt lesen muss. So kam es also, dass „Der Ruf des Schamanen“ mein zweites Werk von Davide Morosinotto werden sollte.

Peru, 1986: Die 13-jährige Laila ist die Tochter eines finnischen Diplomaten und leidet an einer schlimmen unheilbaren Krankheit. Da diese sehr rasch voranschreitet, wird Laila von ihren Eltern in eine neurologische Klinik gebracht. Hier lernt das Mädchen den seltsamen Jungen El Rato kennen, der kein Patient ist, sondern schon sein ganzes Leben lang in dem Krankenhaus lebt. Als Laila in einem alten Tagebuch von einer geheimnisvollen Blume mit erstaunlichen Heilkräften erfährt, erwacht neue Hoffnung in ihr. Sie muss diese Blume unbedingt finden! Gemeinsam mit El Rato begibt sie sich auf eine abenteuerliche und gefahrvolle Reise durch den dichten peruanischen Urwald.

Vorweg, ehe ich berichte, wie mir das Buch gefallen hat, kurze Info an alle, die noch nichts von Davide Morosinotto gelesen haben und sich, da ich oben von einer Trilogie sprach, nun vielleicht fragen, ob man bei den Büchern eine bestimmte Reihenfolge beachten muss: Nein, muss man nicht. „Die Mississippi-Bande“, „Verloren in Eis und Schnee“ und „Der Ruf des Schamanen“ erzählen vollkommen eigenständige Geschichten und bilden somit keine Serie, bei der die Bände inhaltlich zusammenhängen. Ich wusste bis vor kurzem sogar gar nicht, dass die historischen Abenteuerromane von Davide Morosinotto als eine Trilogie bezeichnet werden. Erst dank der Danksagung des Autors in „Der Ruf des Schamanen“ ist mir bewusst geworden, dass es sich bei den drei Bänden um eine Reihe handelt.

So viel dazu. Kommen wir nun zu meiner Meinung über das Buch.
Da ich von meinen ersten Werk des Autors so begeistert war, der Klappentext von „Der Ruf des Schamanen“ so gut klang und ich bisher nur Positives über das Buch gehört hatte, habe ich mir von dem Titel natürlich enorm viel erhofft. Vielleicht zu viel? Nein, zum Glück nicht! Ganz im Gegenteil sogar, meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.
Mich hat Davide Morosinotto mit seinem neuen Jugendroman so richtig aus den Socken hauen können. Ich habe die gut 430 Seiten förmlich verschlungen und am Ende habe das Buch mit einem ganz verzückten Wow wieder zuklappen können.

Ich hatte einen wunderbaren Einstieg in die Geschichte. Von dem Schreibstil des Autors war sofort wieder ganz angetan. Er ist flüssig, leicht und beeindruckend bildhaft. Für mich hat er sich ganz hervorragend lesen lassen.
Mit der Erzählweise konnte das Buch ebenfalls auf ganzer Linie bei mir punkten. Die Geschichte wird im Wechsel von mehreren Personen geschildert, stets in der Ich-Form, wobei unsere zwei Hauptprotagonisten Laila und El Rato eindeutig die größten Erzählanteile haben.
Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch, wie die Sichtwechsel gekennzeichnet wurden: Jeder Kapitelanfang wird von einer kunstvollen Tierfigur-Vignette geziert, die uns darüber informiert, wer nun an der Reihe ist mit dem Erzählen. Laila beispielsweise wurde eine Fledermaus zugeordnet und El Rato eine Libelle. Was genau es mit diesen Tieren auf sich hat, erfahren wir allerdings erst später im Buch.

Bezüglich der Charaktere kann ich mich ebenfalls nur hellauf begeistert äußern. Da hätten wir zu einem Laila und El Rato, die ich beide wahnsinnig liebgewonnen habe. Laila ist ein superliebes und kluges Mädchen, in der eine bemerkenswerte Kraft und Willensstärke schlummert. El Rato hat auf mich zunächst einen etwas eigentümlichen Eindruck gemacht, aber es wird sich noch sehr schnell zeigen, dass auch in ihm ein herzensguter und cleverer Kerl schlummert, auf den man immer zählen und sich verlassen kann.
Gemeinsam mit den beiden Kindern begibt man sich als Leserin auf eine magische und abenteuerliche Reise durch den südamerikanischen Regenwald, bei der sie vielen ganz unterschiedlichen Personen begegnen werden, die ebenfalls allesamt mit viel Liebe und Feingefühl vom Autor ausgearbeitet wurden und einem noch lange sehr gut im Gedächtnis bleiben werden.

Was das Setting angeht, könnte ich euch endlos etwas vorschwärmen. Davide Morosinotto nimmt uns dieses Mal in den wilden und gefährlichen Urwald Perus mit – eine ungeheuer faszinierende Kulisse, von der ich gar nicht genug bekommen konnte. Der Autor beschreibt alle Schauplätze unglaublich bildlich und stimmungsvoll, sodass man durchweg das reinste Kopfkino hat und in den Genuss einer herrlich abenteuerlichen Atmosphäre kommt. Zudem gibt er höchst interessante Einblicke in das Leben der Amazonas-Bewohner. Ich finde, man spürt beim Lesen sehr, dass Davide Morosinotto für seine Recherchen selbst vor Ort war und daher wirklich weiß, wovon er schreibt. Auch was die Epoche angeht, hat er sehr genau nachgeforscht. Die Geschichte spielt 1986, was man unter anderem an der politischen Lage merkt oder daran, dass Laila einen Walkman besitzt (hach ja, der gute alte Walkman).

Hinsichtlich der Handlung habe ich euch ja bereits erzählt, dass sie mich in eine wahre Buchverschlingerin verwandelt hat. Die Geschichte wird ungemein packend und spannend erzählt, sodass sie einen von Anfang bis Ende mitreißt und an die Seiten fesselt. Gleichzeitig berührt einen die Erzählung aber auch sehr und stimmt nachdenklich. Ich habe zutiefst mit Laila mitgelitten und war beim Lesen richtig entsetzt zu erfahren, was das Voranschreiten ihrer unheilbaren Krankheit für Auswirkungen auf sie haben wird. Da es dem Autor aber ausgezeichnet gelungen ist, diese schwere Thematik auf eine sehr einfühlsame und behutsame Weise zu behandeln, wird die Handlung an keiner Stelle zu heftig und bedrückend. Für Jugendliche ab 12 Jahren ist das Buch auf jeden Fall geeignet.
Neben Lailas Krankheit sind noch andere wichtige Themen und Werte Teil der Handlung wie Freundschaft, Zusammenhalt, Vertrauen, Hoffnung, Mut und Liebe. Was die im Klappentext erwähnte Liebesgeschichte angeht, werden Romantiker nur vermutlich ein wenig enttäuscht werden. Diese spielt nur eine sehr kleine Rolle in der Erzählung, was mir persönlich richtig gut gefallen hat, da ich es als absolut passend und stimmig für die Handlung empfunden habe.

Wovon ich einfach nur mega begeistert bin, ist außergewöhnliche typografische Innengestaltung. Das Buch ist echt brillant aufgemacht. Es gibt hin und wieder dunkle Seiten, die für eine ganz eigene Stimmung sorgen; zahlreiche Spielereien mit dem Schriftbild geben die Gefühle der Figuren und die aktuellen Situationen in der Erzählung perfekt wieder; es gibt Karten, Pläne, Illustrationen...wirklich klasse, sag ich euch. Das Leseerlebnis wird durch diese kreative Aufmachung wahrhaft zu etwas ganz besonderem.

Das Ende konnte mich ebenfalls vollkommen zufriedenstellen. Es ist herzzerreißend und wunderschön zugleich und spannt zudem einen rundum gelungenen und höchst einfallsreichen Bogen zum Anfang. Also ich bin richtig fasziniert davon, wie der Autor alles verwoben und aufeinander abgestimmt hat. Das Ende ist wirklich genial!

Fazit: Fesselnd, berührend, tiefgründig und zeitlos. Ein großartiger historischer Abenteuerschmöker!
Davide Morosinotto hat mit „Der Ruf des Schamanen“ einen weiteren fantastischen Jugendroman aufs Papier gezaubert, mit welchem er mir ein absolutes Highlight bescheren konnte. „Der Ruf des Schamanen“ erzählt eine einzigartige Abenteuergeschichte mit Tiefgang, die voller Überraschungen, Emotionen, Spannung und Magie steckt, grandios aufgemacht ist, lauter tolle und mutmachende Botschaften vermittelt und uns Leser
innen auf eine unvergessliche Reise durch den peruanischen Dschungel mitnimmt. Ich kann nur sagen: Unbedingt lesen! Von mir gibt es eine große Leseempfehlung und sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 25.04.2021

Turbulent,warmherzig, witzig und charmant!

Chilly Wuff (1). Die Welt liegt mir zu Pfoten
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Da mich meine bisherigen Werke aus der Feder von Sabine Zett hellauf begeistern konnten, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich von ihrem neuen Kinderbuch „Chilly Wuff“ hörte. Das Cover, muss ich ...

Da mich meine bisherigen Werke aus der Feder von Sabine Zett hellauf begeistern konnten, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich von ihrem neuen Kinderbuch „Chilly Wuff“ hörte. Das Cover, muss ich gestehen, ist irgendwie nicht so ganz mein Fall, trotz des knuffigen kleinen Hundes. Der Klappentext aber hatte ich mich einfach sofort und da ich zudem eine große Liebhaberin von Comicromanen bin, zögerte ich gar nicht lange und ließ das Buch nur zu gerne bei mir einziehen.

Die 5-jährige Hündin Chilly Wuff ist ein mittelgroßer und absolut reinrassiger Mischling und liebt ihr Familienrudel, bestehend aus Groß-Frauchen (ziemlich alt), Groß-Herrchen (alt), Lavinia (12), Jasper (10) und Kilian (2), über alles. Dass in ihrem Familienhund ein echter Star schlummert, weiß Chillys Menschenfamilie schon lange. Als Lavinia kurzerhand beschließt, ein Video von ihrer Hündin zu posten, um aller Welt endlich zu zeigen, was für coole Tricks diese auf Lager hat, wird Chilly über Nacht berühmt. Chilly gefällt das ziemlich gut. Nun ist aber ihr besonderes Hundetalent gefragt, denn neben ihrem aufregenden Leben als Internetstar hat die Hündin noch eine weitere wichtige Mission zu erfüllen: Sich um die Probleme von Lavinia und Jasper kümmern. Für ihre Follower da sein und gleichzeitig Lavinia und Jasper wieder glücklich machen – für Internetstar und weltbeste Rudeltrösterin Chilly Wuff gar kein Problem.

Als ich mit dem Lesen, war ich mir bereits nach wenigen Zeilen sehr sicher, dass ich eine sehr vergnügliche und wundervolle Lesezeit mit dem Buch verbringen werde. Schon die ersten Seiten, auf denen sich Hündin Chilly vorstellt, haben mir ein breites Schmunzeln entlockt und dieses sollte dann auch kaum mehr aus meinem Gesicht weichen. Mischlingshündin Chilly, aus deren Sicht wir den größten Teil der Handlung erfahren, besitzt eine herrlich humorvolle Art zu erzählen, von der ich wirklich sofort ganz angetan war. Und Chilly selbst hat mein Herz natürlich ebenfalls im Sturm erobert.

Lustig, verfressen, liebenswert, verfressen, clever, verfressen, hilfsbereit, (habe ich schon verfressen erwähnt?) und einfach einzigartig – das ist Chilly Wuff. Man kann gar nicht anders als diese Hundedame mit diesem coolen, chilligen Namen sofort ins Herz zu schließen. Und ihre zuckersüße und amüsante Art und Weise zu erzählen muss man ebenfalls einfach lieben.
Sabine Zett ist es in meinen Augen prima gelungen aus der Perspektive einer Hündin in der Ich-Form zu schreiben. Ich finde, man merkt sehr, dass die Autorin selbst stolze Hundemama ist und daher weiß, wie diese Vierbeiner in etwa so ticken.

Neben Chilly konnte mich Sabine Zett auch mit den weiteren Charakteren überzeugen. Mit Chillys Chaosrudel, bestehend aus Mama, Papa, Lavinia (12), Jasper (10) und Killian (2), hat die Autorin eine überaus sympathische und authentische Menschenfamilie erschaffen, in der man sich als Leser*in einfach sofort pudelwohl fühlt.

Ausgesprochen gut gefallen hat mir auch, dass es hin und wieder Passagen gibt, die wir aus dem Blickwinkel von Lavinia und Jasper in Form von Tagebucheinträgen erfahren. Mit den Perspektivwechseln konnte das Buch auf ganzer Linie bei mir punkten. Sie gestalten das Leseerlebnis so schön abwechslungsreich und machen es nur noch mitreißender.

Mit dem Stichwort abwechslungsreich leite ich dann auch mal zu der Innengestaltung über. Diese kann sich wahrlich sehen lassen. Wie es sich für einen guten Comicroman gehört, wird die Geschichte wird von zahlreichen Illustrationen begleitet und enthält viele verschiedene Schriftarten sowie lauter Schriftspielereien. Mir haben die schwarz-weiß Bilder im Comic-Stil von Barbara Fisinger und Miriam Wasmus richtig gut gefallen. Sie sind witzig, total cute und harmonieren stets perfekt zum Geschehen im Text.
Für Lesemuffel ist „Chilly Wuff“ definitiv die ideale Lektüre. Auf den Seiten befindet sich stets nicht allzu viel Text, die Schrift ist angenehm groß und dank der kreativen Aufmachung macht es einfach nur tierisch viel Spaß dieses Buch durchzuschmökern.

Es ist aber natürlich nicht nur dem originellen Comicroman-Design zu verdanken, welche für eine spaßige und packende Lesezeit sorgt – auch die Handlung trägt selbstverständlich dazu bei. Die Geschichte kann mit lauter unterhaltsamen Szenen aufwarten, ist zugleich aber auch ziemlich spannend. Ihr könnt mir glauben, Langeweile kommt hier beim Lesen garantiert nicht auf.

Toll fand ich auch, dass die Erzählung einen nicht nur bestens unterhält, sondern auch aktuelle Themen vermittelt wie die Vor- und Nachteile von Social Media. Das Internet kann verdammt gefährlich sein, daher sollten Eltern unbedingt auf den Internetkonsum ihrer Kinder achten. Die Regel der Eltern, dass Lavinia und Jasper nur dann einen YouTube- und Instagram-Account für Chilly einrichten dürfen, wenn sie keine Bilder oder Videos von sich selbst dort posten, fand ich daher sehr richtig und wichtig.

Da die Erzählung in sich abgeschlossen ist, könnte „Die Welt liegt mir zu Pfoten“ für sich allein stehen. Ich hoffe aber sehr, dass es sich hier um einen Reihenauftakt handelt und noch so einige weitere Bände folgen werden. Potenzial dafür wäre auf jeden Fall vorhanden.

Fazit: Ein wunderbares Lesevergnügen mit Gute-Laune-Garantie!
Autorin Sabine Zett ist gemeinsam mit den Illustratorinnen Barbara Fisinger und Miriam Wasmus ein zauberhafter Comicroman ab 9 Jahren geglückt, der voller hundestarker und turbulenter Momente steckt, genial aufgemacht ist und mit ganz viel Herz, Witz und Charme erzählt wird. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und kann jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen, die zuckersüße Mischlingshündin Chilly Wuff und ihr Familienrudel kennenzulernen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 23.04.2021

Spannend, lustig, warmherzig, zauberhaft schön!

Familie Flickenteppich 3. Wir machen Ferien
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Da mir die ersten beiden Bänden der Familie Flickenteppich-Serie so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Band unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf meine Rückkehr in die Nummer ...

Da mir die ersten beiden Bänden der Familie Flickenteppich-Serie so gut gefallen haben, musste ich natürlich auch den dritten Band unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf meine Rückkehr in die Nummer 11 habe ich mich tierisch gefreut!

Die Mutter von Emma, Ben und Jojo ist aus Australien zurückgekommen und wird mit ihrer Rückkehr für ordentlich Aufregung und Wirbel in der Nummer 11 sorgen. Emma freut sich riesig darüber, dass ihre Mama endlich wieder da ist und möchte so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen. Für das Meerschweinchen-Schulprojekt und ihre beste Freundin Aylin hat sie daher kaum Zeit. Wie schön wäre es doch, wenn Mama Rebecca für immer bleiben würde. Ben scheint Emmas großen Wunsch jedoch nicht zu teilen – er macht irgendwie gar nicht den Eindruck, als würde er sich über Mamas Besuch freuen. Als Rebacca ihren Kindern eröffnet, dass sie gemeinsam mit ihnen eine Campingtour an die Nordsee machen möchte, zeigt sich aber auch Emmas großer Bruder begeistert. Da Freddy und seine Großeltern in ihrem coolen Campingwagen ebenfalls an die Nordsee fahren, kann Ben mit seinem Kumpel hoffentlich ganz viel Zeit verbringen. Es soll dann aber anders kommen als geplant. Als Emma entdeckt, dass ihre Mutter ein Geheimnis hat, ist es schlagartig vorbei mit dem schönen Urlaub. Was sollen die Kinder jetzt nur machen?

Obwohl es bei mir nun schon wieder ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Teil gelesen habe und als absolute Vielleserin gerne mal bei Charakterennamen schwächle, habe ich völlig mühelos in die Hausnummer 11 zurückgefunden. Da wir es in dieser Reihe insgesamt mit recht vielen Figuren zu tun bekommen, würde ich es nur nach wie vor gar nicht schlecht finden, wenn es vorne in den Büchern ein Personenregister geben würde. Vor allem für Neueinsteiger wäre das natürlich eine feine Sache. Ich rate allerdings eh sehr, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten, da die Bücher aufeinander aufbauen. Man kann dem Geschehen in den Fortsetzungen meinem Empfinden nach zwar auch ohne Vorwissen gut folgen, aber es empfiehlt es sich auf jeden Fall, von Band 1 an aufwärts zu lesen.

Für mich, als Nicht-Neuling, hieß es auch dieses Mal auf lauter altbekannte und liebgewonnene Gesichter zu treffen. Unsere Hauptprotagonistin Emma, ihre Geschwister Ben und Jojo, ihr Papa Olli, die weiteren Bewohner aus der Nummer 11 – alle sind wieder mit von der Partie, was mich unheimlich gefreut hat. Mit der bunten Truppe aus der Hausnummer 11 hat die Stefanie Taschinski ganz wundervolle und einzigartige Charaktere erschaffen, die man als Leserinnen einfach sofort gernhaben muss...na ja, okay, bis auf die Erbsenzähler vielleicht, auch bekannt als das Ehepaar Neumann. Es muss allerdings dazu gesagt sein, dass die Neumanns inzwischen schon um einiges netter geworden sind und viel weniger erbsenzählerisch drauf sind als es im Serienstart der Fall war.
Wer in diesem Band ebenfalls mit an Bord ist und sogar eine sehr große Rolle in der Geschichte spielen wird, ist die Mutter von Emma, Ben und Jojo. Die Eltern der drei Geschwister sind getrennt und da sich Mama Rebecca bis vor kurzem noch in Australien aufgehalten hat, begegnen wir ihr erst in diesem Teil so richtig. In den Vorgängern durften wir sie aber bereits dank ein paar Videocalls ein wenig kennenlernen und ich muss gestehen, dass sie in diesen nicht den sympathischsten Eindruck auf mich gemacht hat. Auch in diesem Band bin ich leider nicht komplett mit ihr warmgeworden, was aber in keinster Weise mein Lesevergnügen beeinträchtigt hat.

Neben den lebensnahen Charakteren konnte mich Stefanie Taschinski auch mit ihrem Schreibstil und der Erzählweise hellauf begeistern. Wir erfahren die gesamte Handlung abermals aus der Sicht der 8-jährigen Emma in der Ich-Form und der Autorin ist es in meinen Augen wieder hervorragend gelungen, aus dem Blickwinkel eines jungen Mädchens zu schreiben. Mit ganz viel Einfühlsamkeit und Authentizität stellt sie Emmas Gefühls- und Gedankenwelt dar, sodass man sich spielend leicht in die 8-jährige hineinversetzen kann. Emmas Begeisterung darüber, dass ihre Mama endlich wieder da ist; ihr sehnlicher Wunsch, dass ihre Mutter für immer bleibt; ihre großes Lampenfieber vor ihrem Schulvortrag; ihre Bedrücktheit, als ihre beste Freundin Aylin wütend auf sie ist; ihr Bestürzung, als sie Rebeccas Geheimnis entdeckt – ich habe Emmas Fühlen und Denken jederzeit vollkommen nachvollziehen können.

Wie die zwei Vorgänger, so beschert uns auch Band 3 eine Geschichte, in der nicht alles eitel Sonnenschein ist. Schwierige Themen wie Trennung der Eltern und Enttäuschung werden angesprochen und auf eine sehr sensible und kindgerechte Weise behandelt. Die Erzählung enthält eine fabelhafte Balance zwischen Ernst und Humor und vermittelt neben den bereits genannten Dingen noch viele weitere wichtige Themen und Werte wie Familie, Freundschaft, Diversität und Zusammenhalt. Klasse verpackt in einem aufregenden, unterhaltsamen und liebenswerten Alltags-Ferien-Abenteuer hat all das seinen Platz in der Geschichte gefunden. Für mich war auch dieser Band so ein richtiges Wohlfühlbuch, das mich mit seinem herrlich modernen Bullerbü-Feeling, der kindlichen Erzählperspektive und den supersüßen Illustrationen von Anfang bis Ende verzaubern konnte.

Illustriert wurde auch dieses Familie Flickenteppich-Erlebnis von Anne-Kathrin Behl. Ich bin von ihren vielen farbigen, liebevollen Illustrationen erneut richtig begeistert. Sie strahlen, wie das farbenfrohe Cover, so etwas wunderbar Fröhliches aus und passen einfach nur perfekt zur Geschichte. Sehr cool fand ich auch, dass es eine tolle und ganz einfache Anleitung fürs Meerschweinchen zeichnen gibt. An dieser werden Kinder (und Meerschweinchenfans) garantiert ganz viel Freude haben. :)

Empfohlen wird die Reihe ab 8 Jahren und dem schließe ich mich an. Wer schon ein geübterer Leser
in ist, sollte bei der Familie Flickenteppich-Serie keine Probleme mit dem Selberlesen haben.
Fürs Vorlesen würde ich persönlich sie sogar schon ab etwa 6 Jahren empfehlen. Als Vorlesebücher bieten sich alle drei Bände meiner Ansicht nach prima an.

Das Ende ist ein bisschen traurig und herzerwärmend schön zugleich und kann ganz am Schluss mit einer großen Überraschung aufwarten. Da bin ich nun sehr gespannt, wie es wohl im September in Band 4 weitergehen wird. Auf den nächsten Teil freue ich mich dieses Mal ganz besonders, da es sich bei diesem um einen Weihnachtsband handelt. Weihnachten mit Familie Flickenteppich – das wird ganz bestimmt großartig werden!

Fazit: Stefanie Taschinski hat mit „Familie Flickenteppich – Wir machen Ferien“ einen weiteren, rundum gelungenen Folgeband aufs Papier gebracht, mit welchem sie Jung und Alt ein wunderschönes (Vor-)Lesevergnügen beschert. Auch die dritte Familie Flickenteppich-Erzählung ist spannend, lustig, turbulent und warmherzig und ganz hinreißend von der Anne-Kathrin Behl illustriert. Ich habe mich von Beginn an pudelwohl zwischen den Buchdeckeln gefühlt und eine zauberhafte Zeit mit Emma, Ben, Jojo und Co. verbracht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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