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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2021

hinterlässt ein schönes Gefühl

Long Distance Playlist
1

Bei diesem Buch handelt es sich um eine friends-to-lovers-Geschichte, welche aber erstmal damit beginnt, dass Isolde von ihrem Freund sitzen gelassen wird. Zur gleichen Zeit beginnt sie wieder mit Taylor, ...

Bei diesem Buch handelt es sich um eine friends-to-lovers-Geschichte, welche aber erstmal damit beginnt, dass Isolde von ihrem Freund sitzen gelassen wird. Zur gleichen Zeit beginnt sie wieder mit Taylor, ihrem alten Freund seit Kindertagen, zu schreiben. Jedoch merken beide mit der Zeit, dass sich zwischen ihnen weitaus mehr anbahnt als freundschaftliche Gefühle. Das einzige Problem: Die Entfernung zwischen ihnen…

Zum Cover:
Mir gefällt dieses richtig gut! Es ist ziemlich süß mit den Chatnachrichten und dem Orange und passt meiner Meinung nach auch perfekt zum Inhalt des Buches.

Meine Meinung:
Da ich ab und zu Jugendbücher total gerne lese und dieses mich einfach total angesprochen hat, habe ich mich super auf den Inhalt gefreut. Dieser konnte mich auch auf jeden Fall von sich überzeugen!
Das Buch hat auf den ersten Blick vielleicht relativ viele Seiten, wobei das beim Lesen wirklich nicht spürbar ist, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das liegt auch daran, dass ein großer Teil der Handlung – besonders im ersten Teil – aus Textnachrichten, Chats und E-Mail Verläufen besteht. Mir hat dieser lockere Schreibstil super gut gefallen und er hat auch richtig gut zur Geschichte gepasst. Ich habe dadurch die jeweiligen Abschnitte wirklich schnell gelesen.

Die tiefe Freundschaft zwischen Taylor und Isolde war einfach so schön und hat auf mich definitiv authentisch gewirkt. Ich habe diese Verbundenheit zwischen ihnen gespürt, egal in welcher Situation und wie weit sie voneinander entfernt waren, da Isolde in Australien lebt und Taylor in Neuseeland.
Das Buch wird über einen ziemlich langen Zeitraum erzählt, weswegen es auch einige Zeitsprünge gibt. Diese brachten die Handlung zwar in Gang und führten dazu, dass das Buch spannend blieb, aber teilweise war ich etwas überrumpelt, wenn eine Szene sehr abrupt endete, wobei ich eigentlich noch gerne mehr gelesen hätte. Das war etwas enttäuschend.

Trotzdem hatte das Buch definitiv sehr viel Authentizität in sich, da alles etwas langsamer angegangen wurde, ohne dass Spannung verloren ging. Ich hatte hier das Gefühl, dass das Buch nicht diesem typischen klischeehaften roten Faden folgte, sondern sein ganz eigenes, persönliches Tempo hatte.
Leider gab es hier wieder den Fall, dass die Protagonisten nicht miteinander reden und dadurch auch Missverständnisse entstanden, verstärkt dadurch, dass die beiden sich hauptsächlich Nachrichten schickten. Darüber sind Emotionen zwar auch oftmals ersichtlich, können aber auch viel schneller falsch gedeutet werden. Hier habe ich manchmal gemerkt, dass dies schnell zum Verhängnis werden kann.

Isolde und Taylor habe ich definitiv in mein Herz geschlossen, es sind einfach wundervolle Charaktere. Beide mit Problemen und Zweifeln, die ich definitiv nachvollziehen konnte. Ich mochte auch, wie mit der Amputation von Taylors Bein umgegangen wurde, und dass hier nicht der Prozess der psychischen Heilung im Mittelpunkt stand, sondern auch, wie er zurück zu seiner alten Leidenschaft findet. Genauso wie bei Isolde, ihre Entwicklung, die das Ballett angeht, fand ich wirklich gut dargestellt. Ballett war etwas, was ich früher auch tanzen wollte und ich empfinde bis heute für diesen Sport eine große Faszination.
Zwar gab es die ein oder andere Stelle, die etwas widersprüchlich war, auch Isoldes Handlungen, jedoch konnte ich darüber hinwegschauen. Beispielsweise reagierte sie einmal sehr impulsiv, obwohl schon sehr lange klar war, wie diese Sache ausgehen wird und sie sonst in vielen Dingen sehr reif gehandelt hat.

Fazit:
Super unvorhersehbar war das Buch auch nicht, aber dafür sehr angenehm und auch das Ende hat in mir ein gutes Gefühl ausgelöst. Es ist zwar mehr oder weniger offen, aber genau das mag ich daran: Es ist nicht alles klar was noch kommen wird, aber diese Zuversicht und dass vieles seinen Platz gefunden hat ist ein guter Gedanke, eben wie das wahre Leben.

Trotzdem mochte ich dieses Buch wirklich sehr, allen, die gerne Jugendbücher lesen, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Es ist eine total süße Geschichte mit einigen kleinen Schwächen, die ich aber trotzdem positiv in Erinnerung behalten werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 26.04.2021

unterhaltsame Lektüre

Die Hochhausspringerin
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In dem Buch 'Die Hochhausspringerin' von Julia von Lucadou geht es genau um das Thema der Beobachtung und den Kameras im Alltag. Ich fände dieses Leben absolut grauenvoll, selbst wenn es dann sozusagen ...

In dem Buch 'Die Hochhausspringerin' von Julia von Lucadou geht es genau um das Thema der Beobachtung und den Kameras im Alltag. Ich fände dieses Leben absolut grauenvoll, selbst wenn es dann sozusagen 'normal' wäre. Einfach die Vorstellung, dass eine vollkommen fremde Person einen beobachten kann, mich am Ende verstörend gut kennt, ohne mich jemals persönlich getroffen zu haben.
Es hat mich von der Thematik her sehr stark an '1984' von George Orwell erinnert. Manche von euch wissen vielleicht, dass mir dieses Buch schon sehr gut gefallen hat, aber auch dieses war richtig gut umgesetzt!

Meiner Meinung nach hatte es alles, was eine gute Dystopie haben sollte. Eine Welt, die unserer nicht ganz unähnlich ist und bekannte Strukturen erkennen lässt, aber auch genauso viele befremdliche neue Aspekte beinhaltet. Und das alles umgesetzt mit Spannung, einem packenden Schreibstil und einem fast schon offenem Ende.

Im Endeffekt ist im ganzen Buch gar nicht mal so viel passiert, aber es war so gut geschrieben, dass ich gar nicht aufhören wollte. Die Sätze waren sogar ziemlich einfach und kurz, trotzdem hat das gerade so gut zur Geschichte gepasst.

Für mich ist es jetzt kein Highlight geworden, da ich mir besonders vom Ende ein wenig mehr erwartet habe.

Ich kann das für das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen, besonders wenn ihr generell ein Fan von Dystopien oder sogar Orwells 1984 seid.

4/5⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2021

unterhaltsame Lektüre

Die Hochhausspringerin
0

In dem Buch 'Die Hochhausspringerin' von Julia von Lucadou geht es genau um das Thema der Beobachtung und den Kameras im Alltag. Ich fände dieses Leben absolut grauenvoll, selbst wenn es dann sozusagen ...

In dem Buch 'Die Hochhausspringerin' von Julia von Lucadou geht es genau um das Thema der Beobachtung und den Kameras im Alltag. Ich fände dieses Leben absolut grauenvoll, selbst wenn es dann sozusagen 'normal' wäre. Einfach die Vorstellung, dass eine vollkommen fremde Person einen beobachten kann, mich am Ende verstörend gut kennt, ohne mich jemals persönlich getroffen zu haben.
Es hat mich von der Thematik her sehr stark an '1984' von George Orwell erinnert. Manche von euch wissen vielleicht, dass mir dieses Buch schon sehr gut gefallen hat, aber auch dieses war richtig gut umgesetzt!

Meiner Meinung nach hatte es alles, was eine gute Dystopie haben sollte. Eine Welt, die unserer nicht ganz unähnlich ist und bekannte Strukturen erkennen lässt, aber auch genauso viele befremdliche neue Aspekte beinhaltet. Und das alles umgesetzt mit Spannung, einem packenden Schreibstil und einem fast schon offenem Ende.

Im Endeffekt ist im ganzen Buch gar nicht mal so viel passiert, aber es war so gut geschrieben, dass ich gar nicht aufhören wollte. Die Sätze waren sogar ziemlich einfach und kurz, trotzdem hat das gerade so gut zur Geschichte gepasst.

Für mich ist es jetzt kein Highlight geworden, da ich mir besonders vom Ende ein wenig mehr erwartet habe.

Ich kann das für das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen, besonders wenn ihr generell ein Fan von Dystopien oder sogar Orwells 1984 seid.

4/5⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Absolute Wohlfühlatmosphäre

Walk through HOPE
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'Walk through Hope' ist der zweite Band der 'faith.hope.love. - Reihe' und wie man auch schon am Titel hört, geht es in den Büchern auch um den Glauben. Dieser steht zwar nicht hauptsächlich im Vordergrund, ...

'Walk through Hope' ist der zweite Band der 'faith.hope.love. - Reihe' und wie man auch schon am Titel hört, geht es in den Büchern auch um den Glauben. Dieser steht zwar nicht hauptsächlich im Vordergrund, findet aber immer mal wieder durch Auftritte in die Geschichte hinein. Ich fand diese Stellen ziemlich schön, ich finde generell, dass das Thema in New Adult Romanen viel zu selten thematisiert wird.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich den ersten Band noch gar nicht gelesen habe, aber das werde ich definitiv noch nachholen! . Zum Glück habe ich ihn noch zu Hause und man kann alle Bände unabhängig voneinander lesen.

Der Einstieg ist mir ein bisschen schwergefallen, ich musste mich erstmal an die Art des Erzählens gewöhnen. Der Schreibstil ist richtig schön, es liest sich sehr flüssig und ich glaube, ich habe noch nie so ein atmosphärisches Buch gelesen! Diese Stimmung und auch die Gefühle von Milan und Lia waren greifbar und super gut eingefangen. Ich habe das Lesen unfassbar genossen, weil diese ganze Atmosphäre einfach so gut rüberkam, ohne überzogen zu wirken.

Ich fand es auch richtig niedlich, dass Hunde eine so große Rolle im Buch spielten, aber auch die Ponys. Also ich habe mit diesen Tieren nicht so viel Erfahrung, aber falls ihr z.B. ein Hundeliebhaber seid, ist dieses Buch für euch. Definitiv!

Es gab einige Kleinigkeiten, die mich ein wenig gestört haben, sich aber nicht wirklich negativ auf meine Bewertung auswirken. Beispielsweise waren durch die Zeitsprünge Situationen teilweise sehr schnell vorbei, die ich noch gerne länger miterlebt hätte.

Lia als Charakter war mir sehr sympathisch!
Sie ist so stark und lässt sich nicht schnell entmutigen, außerdem bekommt sie extrem viele Dinge selber auf die Reihe. Ich fand, dass sie ein richtig interessanter Charakter war. Allerdings war sie mir dann manchmal doch ZU perfekt. Irgendwie hat sie es geschafft, alle Menschen zusammen zu bringen, sie war sozusagen der 'Kleber' und ist dabei nicht gescheitert, eigentlich nie. Das schien mir nach ein paar Situationen etwas unrealistisch.

Milan war aber auch ein sehr toller Charakter, ich fand ihn und Lia wirklich gut ausgearbeitet. Er war tiefgründig und hatte so viele Facetten, ich habe ihn definitiv, genau wie Lia in mein Herz geschlossen. ❤️ Zwischen ihnen hat es einfach gepasst und das war mehr als deutlich spürbar.

Das Buch spielt an der Ostsee und ich mochte das Setting sehr, ich habe förmlich gespürt, wie ich an den beschriebenen Orten war. Dabei muss aber auch gesagt werden, dass dies hier mehr ist als nur eine Liebesgeschichte.
Es ist so viel mehr, spannend und ich würde sogar behaupten, dass einige wenige Elemente enthalten sind, die an einen Thriller erinnern. Das Buch ist mal etwas anderes als eine 08/15 Geschichte, und dabei so gut!

f a z i t
Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten die mich gestört haben war dieses Buch wirklich schön. Stimmungsvoll, facettenreich und mehr als einzigartig, mit einer so besonderen Atmosphäre!
4/5⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2021

Starke Worte!

Genug
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In letzter Zeit lese ich besonders gerne Bücher mit sehr schwereren und ernsten Themen. Dieses Buch behandelt das Thema Magersucht und den Weg einer jungen Frau daraus.
Den Schreibstil der Autorin fand ...

In letzter Zeit lese ich besonders gerne Bücher mit sehr schwereren und ernsten Themen. Dieses Buch behandelt das Thema Magersucht und den Weg einer jungen Frau daraus.
Den Schreibstil der Autorin fand ich wirklich großartig, er hat definitiv etwas Poetisches und ist unglaublich tiefgründig. Ich war so fasziniert, was man als Leser alles zwischen den Zeilen lesen kann. Schonungslos ehrlich beschreibt die Autorin mit starken Worten das Leben der Protagonistin, ihre Schwierigkeiten, Ängste und Zweifel. Dabei wird durch Auszüge von Arztberichten der Krankenakte das Geschriebene noch unterstrichen. Besonders im Vordergrund stehen hier auch die Enttäuschungen und Beziehungen zu Familienmitglieder. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen.
Auch kleine Momente der Vergangenheit stehen stark im Fokus und dem Leser wird indirekt nähergebracht, wie es erst dazu gekommen ist, dass die Protagonistin immer weniger wurde. Ich fand es total heftig, diese Entwicklung mitzuerleben. Als Leser ist man wirklich direkt dabei. Das Buch ist sehr kurzweilig, da die Absätze eher klein sind und dadurch der Schriftanteil nicht so groß ist. Dafür war das Leseerlebnis aber umso intensiver!
Ich hätte mir gewünscht, dass der Leser vor allem am Ende noch etwas mehr über das Leben der Protagonistin erfahren hätte, das Ende war ziemlich abrupt.
Ein unglaublich lebensnahes und authentisches Buch einer Protagonistin, die eine Krankheit besiegt. Es ist definitiv lesenswert, wenn es auch für mich kein Highlight geworden ist.

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