Profilbild von Filip2806

Filip2806

Lesejury Star
offline

Filip2806 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Filip2806 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2021

Informativ und spannend!

Die Gottes-Formel
0

In seinem neuen Sachbuch „Die Gottes-Formel“ entführt uns Michio Kaku, einer der Väter der Stringtheorie, auf eine Reise nach einer Theorie, welche den Ursprung der Welt, anhand einer großen einheitlichen ...

In seinem neuen Sachbuch „Die Gottes-Formel“ entführt uns Michio Kaku, einer der Väter der Stringtheorie, auf eine Reise nach einer Theorie, welche den Ursprung der Welt, anhand einer großen einheitlichen Theorie von Allem beschreibt und die Entstehung der Welt, Gottes Plan näherzukommen versucht. Dabei begeben wir uns als Leser durch die Historie der Physik und gehen kleinschrittig durch die Entwicklung der Theorien vor. Auf Basis dessen, versucht der Autor die wichtigsten Fragen der Physik des 20. Und 21. Jahrhunderts zu beantworten.

Neben Thrillern lese ich zur Abwechslung sehr gerne Sachbücher, die sich entweder mit der Physik oder der persönlichen Weiterbildung beschäftigen. Nachdem mich vor zwei Jahren Steven Hawkings Buch „Kurze Antworten auf große Fragen“ sehr beeindruckt hat, freute ich mich auf „Die Gottes-Formel“ von Michio Kaku. Den Autor selbst kenne ich aus verschiedenen Sendungen, wodurch ich im Groben wusste, was auf mich zukommen wird.
Auf gut 200 Seiten begeben wir uns mit dem Autor auf eine Reise durch die Zeit. Obwohl für mich vieles bekannt war – wie zum Beispiel die Theorien von Faraday oder Einstein – gelingt es dem Autor gut die grundlegenden Aspekte der jeweiligen Theorien zu erläutern. Dadurch baut man ein gutes Basiswissen auf. Die Kapitel sind im Gesamten gut strukturiert und übersichtlich. Einzelne Zeichnungen ergänzen das Buch gut, um komplexere Theorien besser zu verstehen. Zudem thematisiert der Autor Themen wie zum Beispiel: schwarze Löcher oder die Anzahl der Dimensionen im unserem Universum. Persönlich hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu Lesen und mein Wissen zu diesem Thema aufzufrischen. Dennoch finde ich, dass mir das Ende hinsichtlich des Hauptthema „Die Gottes-Formel“ doch irgendwie zu kurz kam. Hier fände ich es gelungener, wenn der Autor noch detaillierter auf einzelne Aspekte eingegangen wäre.

Fazit: Mit „Die Gottes-Formel“ verfasst Michio Kaku mal wieder ein hochinteressantes Buch, in welchem er sich mit der Physik in Bezug auf die Entstehung der Erde auseinandersetzt. Mir hat das Buch größtenteils gefallen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 03.05.2021

Ein neuer Ansatz

Schwarz. Weiß. Denken!
0

Der Autor Kevin Dutton setzt sich in seinem neuen Buch mit dem Konzept unseres Gehirns auseinander. Er befürwortet die Meinung, dass unser Gehirn darauf programmiert ist, schwarz-weiß zu denken, indem ...

Der Autor Kevin Dutton setzt sich in seinem neuen Buch mit dem Konzept unseres Gehirns auseinander. Er befürwortet die Meinung, dass unser Gehirn darauf programmiert ist, schwarz-weiß zu denken, indem es Sachen immer kategorisiert. Bedingt ist dies alles durch unsere Evolution. Jedoch ist diese These seit Jahren evolutionspsychologisch nicht mehr relevant. In diesem Buch stellt sich der Autor diesem Denken und führt auf über 430 Seiten aus, wie man diese evolutionäre Programmierung überwinden kann. Dazu muss man jedoch unser Da-Sein sowie unsere Anlagen wahrnehmen und sie verstehen. Ziel ist es, bessere Entscheidungen in unserem Leben zu treffen.

Würde nicht so viele Thriller und Kriminalromane lesen, würde ich in meiner Freizeit viel mehr Sachbücher lesen, um sich einfach in verschiedenen Bereichen weiterzuentwickeln. Somit bin ich auf dieses interessante Sachbuch gekommen und dachte, dass es bestimmt interessant ist, herauszufinden, wie unser Gehirn auf eine binäre Art und Weise funktioniert. Und das Buch ist auf jeden Fall sehr interessant.
Anhand zahlreicher Alltags- sowie Praxisgeschichten gelingt es dem Autor ein recht theoretisches Thema lebendig darzustellen. Außerdem werden extrem theoretische Themen teilweise mit anschaulichen Karikaturen untermauert. In einer Zeit, in der man viel Stress hat und teilweise das eigene Denken nicht hinterfragt, kommt es in unserem Leben zu schwierigen Entscheidungen. Dutton gelingt es diese Barriere zu zerbrechen und anhand informativer Beispiele etwas dem Leser auf den Weg mitzugeben. Ihm gelang es zudem an manchen Stellen mir die Augen zu öffnen. Ich habe auf jeden Fall viel Neues erfahren, und wurde selbst zur persönlichen Reflexion motiviert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor mit seinem Werk ein interessantes Buch schreibt, indem er sich mit dem binären Denken eines Menschen auseinandersetzt. Ihm gelingt es wirklich gut neue Theorien einzuleiten und den Leser zur persönlichen Reflexion zu animieren! Für Freunde von psychologischen Sachbüchern ein Must-Read!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 02.05.2021

Humorvoll, liebenswert und spannend

Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)
0

Wer dachte, dass in einer friedlichen Seniorenresidenz, ein Ermittlungsteam aus vier Senioren gebildet wird? Als Joyce in der Residenz Cooper Chase eintrifft, lernt sie eine ehemalige Geheimagentin namens ...

Wer dachte, dass in einer friedlichen Seniorenresidenz, ein Ermittlungsteam aus vier Senioren gebildet wird? Als Joyce in der Residenz Cooper Chase eintrifft, lernt sie eine ehemalige Geheimagentin namens Elizabeth, einen ehemaligen Gewerkschaftsführer namens Ron und einen ehemaligen Psychiater namens Ibrahim kennen. Schnell schließt sich Joyce deren Club an, welcher sich einmal die Woche trifft, um nicht gelöste Ermittlungsfälle - sogenannte Cold Case - zu lösen. Dann passiert ein Mord vor der eigenen Haustür und der Club ist motiviert. Zusammen mit der lokalen Polizeidienststelle und den dazugehörigen Ermittlern beginnen sie in diesem Fall zu Ermitteln.

Auf diesen "Cozy Crime" habe ich schon lange gewartet, da das Buch in Großbritannien sehr gehypt wird. In das Buch bin ich mit einzelnen Schwierigkeiten eingestiegen. Obwohl ich die Erzählperspektive aus Joyce Sicht gut fand, fand ich den restlichen Schreibstil recht trocken und würde ehrlichweise mit diesem bis zum Ende des Buches nicht warm. Zudem gab es Szenen, in denen der Autor zu Beginn des Buches recht abrupt gesprungen ist.

Doch dann nach ungefähr 100 Seiten war ich in der Geschichte drin. Ich konnte mich sehr schnell mit den vier Charakteren aus dem Buchclub anfreunden. Jeder der Figuren ist mit viel Liebe zum Detail entworfen worden. Außerdem kann man Joyce, Liz, Ron und Ibrahim nur lieben. Ihre humorvolle, typisch britische und sarkastische Art werden hervorragend dargestellt. Deswegen musste ich des öfteren in diesem Buch auch über einzelne Aussagen der Figuren lachen. Hinsichtlich der Spannung kann ich sagen, dass die Spannungskurve exponentiell steigt. Zu Beginn zieht sich eher die Handlung und es ist wenig spannend. Aber je mehr man im Buch voranschreitet, desto spannender wird es. Besonders zum Schluss steigt die Spannung auf ihren höchsten Punkt, bedingt durch zahlreiche unerwartende Wendungen, die man als Leser in keiner Weise erwartet hätte. Nun bin ich gespannt, wie es mit dem Donnerstagsmordclub weitergehen wird. Ich fände es toll, wenn der zweite Band aus einer der Perspektiven der anderen Mitglieder geschildert wird. Das wäre bestimmt spannend und man könnte die anderen Figuren noch besser kennenlernen.

Fazit: Obwohl ich den Anfang des Buches nicht so mochte, fand ich den restlichen Teil des Buches einfach grandios. Natürlich bietet dieses Buch nicht so viel Spannung, wie man es von einem Thriller kennt. Der Kriminalroman zeichnet sich eher durch viel Humor, liebenswerte Charaktere und einen spannenden Fall aus. Ich freue mich schon auf Band 2!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2021

Ein Lebensweg voller Höhen und Tiefen

Die Beichte einer Nacht
0

Heleen befindet sich in einer Nervenanstalt. Eines Abends entscheidet sich die Frau dazu einer Schwester ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Beginnend mit ihrem Aufwachsen in einer streng gläubichen Familie, ...

Heleen befindet sich in einer Nervenanstalt. Eines Abends entscheidet sich die Frau dazu einer Schwester ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Beginnend mit ihrem Aufwachsen in einer streng gläubichen Familie, über ihren gesellschaftlichen Aufstieg bis zur ihrer großen Liebe namens Hannes und der jüngeren Schwester Lientje – dies sind alle Themen, die sie auf ihrem Lebensweg durchgemacht hat. Mit ungeahnten Konsequenzen jedoch, denn ihrer eigenen Eifersucht kann sie sich nicht entziehen.
Gerne lese ich zur Abwechslung neben meinen ganzen Thrillern und Kriminalromanen, Bücher, welche sich mit tiefgründigen Themen auseinandersetzen. Dabei stieß ich auf „Die Beichte einer Nacht“. In diesem Buch lernen wir Heleen kennen, die zurzeit in einer Nervenanstalt einsitzt. Durchgehend erzählt die Protagonistin dieses Buches ihre Lebensgeschichte. Dabei greift die Autorin bei der Erzählung auf einen kontinuierlichen Monolog zurück. Anhand diesen lernt man Heleen von jeder Seite kennen. Man erfährt ihren kompletten Werdegang. Man ist geschockt, fiebert mit und teils emotional gerührt. In diesem Fall bedient sich die Autorin einer mächtigen Sprache, wodurch man die Message hinter dem Buch, als Leser noch stärker wahrnimmt. Obwohl man Heleen im Buch so nahe ist, ist man gleichzeitig sehr distanziert zu ihr. Diese paradoxe Situation ist einzigartig und habe ich bisher in keinem Buch wahrgenommen. Dennoch zog sich die Geschichte zum Ende des Buches hin, wodurch ich mich am Ende bisschen langweilte, weil ich mir noch einen Höhepunkt erwartet habe.
Zusammengefasst kann man sagen, dass die Autorin mit ihrem Roman „Die Beichte einer Nacht“ ein sehr interessantes Buch entwirft, in welchem die Geschichte einer Frau ausführlich thematisiert wird. Es wird emotional, leicht spannend und tiefgründig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2021

Privatleben und Ermittlungsarbeit

Oxen. Lupus
0

Niels Oxen ist immer noch psychisch labil und kämpft mit seinen Dämonen. Doch dann soll er für seinen Geheimdienstchef einen vermissten Mann aufspüren. Dabei muss er sich in einen Wald begeben, da die ...

Niels Oxen ist immer noch psychisch labil und kämpft mit seinen Dämonen. Doch dann soll er für seinen Geheimdienstchef einen vermissten Mann aufspüren. Dabei muss er sich in einen Wald begeben, da die Spuren ihn dahinführen. Vor Ort trifft er auf Wölfe und weitere Spuren. Es erscheint als ob das Verschwinden des Mannes mit einer Entführung aus dem 20. Jahrhundert zusammenhängt. Bei dieser Entführung verlor Oxens Partnerin Franck ihr rechtes Bein. Oxen und Franck beginnen an zu Ermitteln. Aber das ruft dunkle Mächte auf den Plan.
Obwohl ich die Vorgänger nicht gelesen habe, bin ich total einfach in den Thriller eingestiegen. Besonders durch Oxens sympathische Art und einen flüssigen Schreibstil des Aurors, war ich direkt in der Handlung drin. Je weiter ich gelesen habe, desto mehr merkte ich, dass das Buch eher einem Kriminalroman als einem Thriller ähnelt. Dies fand ich nicht schlimm, da die Ermittlungsarbeit von Oxen und Franck total interessant zu verfolgen ist. Neben der Ermittlungsarbeit wird zudem die Psyche des Protagonisten beleuchtet. Diese war tiefgründig ausgearbeitet worden und ergänzte die Handlung perfekt. Auch die Situationen, in denen der Protagonist sich versucht seinem Sohn zu nähern, bereicherten das Buch sehr. Dadurch liegt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privatleben und Arbeitsleben vor.
Obwohl die Spannung zum Ende – kurz vor dem Finale – abflacht, liegt ein ganz gutes Finale in diesem Buch vor, welches eine plausible Auflösung beinhaltet. Sonst kann man sagen, dass es dem Autor wirklich gelingt, kleinste Details in das Buch einzubringen, welche sich im Allgemeinen zu einem grandiosen Mosaikbild immer mehr zusammensetzen!
Fazit: Mit „Lupus“ entwirft der Autor eher einen größtenteils spannenden Kriminalroman als einen Thriller. Besonders die gute Mischung aus Ermittlerarbeit und Privatleben sind in diesem Buch positiv hervorzuheben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere