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Veröffentlicht am 28.04.2021

Jede Entscheidung hat Konsequenzen

Die Mitternachtsbibliothek
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Nora Seed wollte sich das Leben nehmen, doch statt zu sterben, landet sie in einer Bibliothek zwischen Leben und Tod. In den Büchern befinden sich alternative Leben für sie, die sie hätte leben können, ...

Nora Seed wollte sich das Leben nehmen, doch statt zu sterben, landet sie in einer Bibliothek zwischen Leben und Tod. In den Büchern befinden sich alternative Leben für sie, die sie hätte leben können, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte.

Da Nora im Laufe ihres Lebens viele verschiedene Interessen und Fähigkeiten hatte, sind ihre Möglichkeiten auch sehr vielfältig, sodass sich die Alternativen oft sehr stark unterscheiden. Das fand ich schon interessant, aber gleichzeitig waren mir das schon fast zu viele Optionen, die immer nur von einer einzigen Entscheidung abhängig waren.

Das Buch ähnelt der Idee von "A Christmas Carol", nur dass hier nicht verschiedene Zeiten, sondern verschiedene Entscheidungen besucht werden. Ich fand die Geschichte süß und mag eigentlich auch die Botschaft, aber ich fand es auch unglaublich vorhersehbar, und das in jeder Hinsicht. Die Mysterien der Bibliothek konnte ich leicht durchschauen und es gab kaum Überraschungen. Auch Noras Gefühle und die Lehren, die sie aus ihren neuen Erfahrungen zieht, kann man schon erahnen.

Die verschiedenen Leben fand ich aber schon spannend und obwohl der Ton durch Noras Suizidversuch und ihren traurigen Blick auf ihr Leben eher ernst ist, fand ich die Geschichte doch eher süß und kurzweilig, weil es eben so vorhersehbar war.

Fazit
"Die Mitternachtsbibliothek" hat mir ganz gut gefallen, denn obwohl ich die Geschichte sehr vorhersehbar fand, habe ich doch gerne die Konsequenzen von Noras Entscheidungen erkundet.

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Emilia setzt sich durch!

Diamond Empire - Forbidden Royals
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Die Geschichte beginnt drei Monate nach dem Ende des Vorgängers und Emilia hat in dieser Zeit nicht viel erlebt. Sie ist nun zwar die Königin, aber nach diesen traumatischen ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Die Geschichte beginnt drei Monate nach dem Ende des Vorgängers und Emilia hat in dieser Zeit nicht viel erlebt. Sie ist nun zwar die Königin, aber nach diesen traumatischen Erlebnissen lebt sie eher zurückgezogen. Laute Geräusche versetzen sie wieder zum Zeitpunkt des Bombenangriffs und eine verängstigte Königin macht ja keinen besonders guten Eindruck.

Das Volk findet die junge Königin aber sympathisch, vor allem, als sie beginnt, die verstaubte Monarchie ins 21. Jahrhundert zu holen. Dem Adel gefällt ihr Regierungsstil nicht unbedingt, aber von den Monarchiegegnern hört man hier eigentlich nichts mehr. Manche Probleme sind einfach vergessen oder doch nicht so schlimm wie man dachte. Stattdessen geht es mehr darum, wie sich Emilia als Königin behauptet und wie sie ihre Trauer bewältigt. Das hat mir zwar gut gefallen, aber ich fand es auch etwas seltsam, wie unspektakulär diese Probleme gelöst wurden.

Carter hat in diesem Buch nicht besonders viele Auftritte, aber Emilia denkt sehr oft an ihn, sodass er mir kaum gefehlt hat. Anscheinend hat die trauernde Königin Emilia nach dem Tod ihres Vaters erstmal ihre Stiefgeschwister aus dem Schloss geschmissen, obwohl sie in Carter verliebt ist und Chloe unglaublich nahesteht. Nun heißt es also, sich wieder mit ihnen zu versöhnen, ohne Carter zu nahe zu kommen, denn eine Beziehung zwischen ihnen ist nach wie vor unmöglich und das zerreißt Emilia regelmäßig das Herz.

Die Zeit vergeht manchmal schon unglaublich schnell und lange Zeit passiert nichts, dann wiederum überstürzen sich die Ereignisse. Letztendlich hat mir das Ende schon gut gefallen, auch wenn es mir etwas zu dramatisch war. Leider fand ich vieles sehr vorhersehbar und die Liebesgeschichte mit Carter konnte mich nicht wirklich überzeugen. Trotzdem kann die Trilogie ganz gut unterhalten, wenn man nicht zu viel erwartet.

Fazit
In "Forbidden Royals - Diamond Empire" hat mir besonders Emilias Entwicklung als Teil der königlichen Familie gefallen und die Trilogie konnte mich auch gut unterhalten. Ich fand aber die Liebesgeschichte etwas flach und auch vieles ziemlich vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Naive Protagonisten, aber eine schöne Atmosphäre

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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Vielleicht hatte ich bei diesem Buch zu hohe Erwartungen, weil andere Leser es mir wärmstens empfohlen haben und es sogar als Highlight bezeichneten - das habe ich leider nicht so empfunden.

Ella fand ...

Vielleicht hatte ich bei diesem Buch zu hohe Erwartungen, weil andere Leser es mir wärmstens empfohlen haben und es sogar als Highlight bezeichneten - das habe ich leider nicht so empfunden.

Ella fand ich meistens viel zu naiv. Sie rettet einen vermeintlichen Surfer vor dem Ertrinken und kümmert sich um ihn. Sie hat zwar viele irre Theorien darüber, was seine Geschichte sein könnte, aber sie tut trotzdem alles, um ihm zu helfen, so seltsam auch alles ist, was sie über ihn erfährt. Natürlich spielt da auch mit, dass sie den jungen Mann auch besonders attraktiv und charmant findet, aber diese Anziehung kam bei mir nicht wirklich an.

Ella selbst hat es mal ganz treffend beschrieben: Aris erklärt Dinge, ohne zu viel zu verraten. Tatsächlich verrät er am Anfang schon eine ganze Menge und zeigt auch durch jede seiner Handlungen, dass ihm das moderne Leben fremd ist. Einiges kann man sich auch schon zusammenreimen, aber Ella ist da nicht so schnell im Kombinieren, weil sie versucht, richtige Erklärungen zu finden, statt an Magie zu denken. Sie findet Aris auf jeden Fall geheimnisvoll und faszinierend, aber eigentlich ist er komplett überfordert von der Situation und weiß auch überhaupt nicht, wie er sich verhalten soll. Dafür, dass er ihr eigentlich nichts verraten darf, verrät er dann doch unglaublich viel und bringt sie dadurch nur in Gefahr.

Man kann wohl schon raushören, dass ich die Protagonisten jetzt nicht so großartig fand, dafür fand ich sie zu naiv und auch etwas zu nervig. Aris hat viele Informationen geliefert, aber gleichzeitig weiß man auch nie genug. Trotzdem fand ich die magische Meereswelt eigentlich schon vielversprechend und hätte gern noch mehr von ihr gesehen. Auch wenn mich die Charaktere und die Handlung nicht immer überzeugen konnten, fand ich die Atmosphäre doch sehr gelungen.

Am Ende gibt es eigentlich keinen Cliffhanger, auch wenn man spürt, dass noch etwas offen ist. Ich hätte es ja auch interessant gefunden, wenn die Geschichte da enden würde, aber dann wäre einiges einfach komplett irrelevant gewesen, daher bin ich froh, dass es noch weitergehen soll. Ich weiß aber nicht, ob ich die Fortsetzungen lesen werde.

Fazit
Mir hat "Meeresglühen" leider nicht so gut gefallen wie erhofft, vielleicht waren auch meine Erwartungen etwas zu hoch. Ich fand die Protagonisten nervig und naiv und auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen, aber die magische Welt und die Atmosphäre fand ich schon gelungen.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Unerwartetes Setting, kleine irrelevante Abenteuer und kaum sympathische Protagonistin

The Second Princess. Vulkanherz
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Die drittgeborene Prinzessin Saphina weiß nicht viel über die Pflichten ihrer Schwestern oder über die Insel, die von ihrer Familie regiert wird. Die älteste Prinzessin Livia soll bald heiraten und wird ...

Die drittgeborene Prinzessin Saphina weiß nicht viel über die Pflichten ihrer Schwestern oder über die Insel, die von ihrer Familie regiert wird. Die älteste Prinzessin Livia soll bald heiraten und wird dann zur neuen Königin gekrönt, Prinzessin Maylin hat als Zweitgeborene eine besondere, geheimnisvolle Aufgabe, von der niemand weiß, und Saphina? Ja, keine Ahnung, was die eigentlich mit ihrem Leben macht, was ihre Hobbies sind oder was für Zukunftspläne hat. Jedenfalls muss sie plötzlich den Platz der zweiten Prinzessin einnehmen und damit ist es vorbei mit ihrer Freiheit und eigenen Entscheidungen. Sie hat viel nachzuholen und erhält Unterstützung vom undurchschaubaren Adelssohn Dante.

Auch wenn ich die Geschichte nicht langweilig fand, fand ich sie auch nicht sonderlich spannend. Es gab schon ein paar Lücken und man erlebt viele kleine Abenteuer, die dann viel zu schnell abgeschlossen sind, sodass sie auch weniger relevant scheinen. Die Fantasywelt hätte schon mehr Potenzial gehabt, aber leider konnte ich bei Saphinas Abenteuer nicht wirklich mitfiebern, weil ich die Protagonistin auch nie wirklich sympathisch fand.

Ein Problem war das Setting. Ich kannte schon die Leseprobe und wusste, dass es in der echten Welt spielt, weil St. Lucien eine Karibikinsel ist, aber es wurde erst später klar, dass es auch in der Gegenwart spielt. Da wir hier ein Königshaus haben und es am Anfang um Kleider, Bälle und Adlige geht, kamen Erwähnungen von Ed Sheeran und Fernsehteams dann sehr unerwartet. Ich weiß nicht, ob es hier die Kombination dieser verschiedenen Dinge war, denn eigentlich habe ich ja auch schon einige Bücher mit modernen Monarchien gelesen, aber hier konnte es mich einfach nicht überzeugen. Dazu hat man auch kaum gespürt, dass man in der Gegenwart ist, weil auch das Benehmen, die Sprache und der größte Teil der Handlung besser in ein anderes Jahrhundert passen könnten, daher schienen die kleinen modernen Details einfach unpassend.

Auch bei dem Ort war ich etwas enttäuscht, denn sie Geschichte spielt zwar auf einer Karibikinsel, aber man fühlt kaum etwas vom Klima oder von der Kultur. Ich denke, auch Cover und Klappentext ließen mich hier eine andere Geschichte und eine andere Atmosphäre erwarten, jedenfalls konnte ich mich hier nie so richtig wohlfühlen.

Fazit:
Trotz einiger Kritik lässt sich "The Second Princess - Vulkanherz" gut lesen und ist auch unterhaltsam. Wirklich überzeugen konnte es mich aber leider nicht, da ich die Protagonistin nicht wirklich mochte und das Setting sich einfach seltsam angefühlt hat. Sehr schade!

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Veröffentlicht am 17.03.2021

Schöne und berührende Geschichte, aber leider ziemlich vorhersehbar

Mit dir bin ich unendlich
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Olivias Eltern entsprechen dem Klischee der unglücklichen Reichen, die so besessen davon sind, was andere über sie denken, dass sie ihre Familie vernachlässigen. Sie mögen Geld und Einfluss und natürlich ...

Olivias Eltern entsprechen dem Klischee der unglücklichen Reichen, die so besessen davon sind, was andere über sie denken, dass sie ihre Familie vernachlässigen. Sie mögen Geld und Einfluss und natürlich wird Tochter Olivia auch keine Wahl gelassen, was ihr Leben betrifft. Für die junge Frau ist es schwierig, den Erwartungen ihrer Eltern zu entsprechen und an ihrer neuen High School hat sie Angst davor, von ihren Mitschülern in eine Schublade gesteckt zu werden. Doch Nathan greift tief in den Pool aus Vorurteilen und kann die Politikertochter erstmal gar nicht ausstehen.

Olivias Versagensängste und die unfreundliche Art ihrer Mitschüler führen dazu, dass die schüchterne Olivia kaum ein Wort herausbekommt, was die Situation eigentlich nie besser macht. Sie interessiert sich für Kunst, statt für Naturwissenschaften wie ihr Vater es von ihr erwartet. Sie hat keine Freunde und ihr fällt es auch unglaublich schwer, neue Freundschaften zu schließen, deswegen fühlt sie sich auch besonders einsam.

Eigentlich ist Nathan ein ganz netter Kerl, aber schon nach ihrer missglückten ersten Begegnung steckt er Olivia in eine Schublade und da kommt sie auch nicht so einfach wieder raus. Ihr Schweigen deutet er als Arroganz, als sei niemand eine Antwort wert. Die beiden haben da definitiv ein Kommunikationsproblem!

Die Handlung konzentriert sich auf die Entwicklung der Charaktere, Nathan soll seine Vorurteile überwinden, Olivia soll mutiger werden und natürlich sollen sie sich dabei näher kommen. Auch wenn ich das durchaus gelungen fand und mir die Protagonisten und ihre Liebesgeschichte gut gefallen haben, war die Handlung einfach nicht besonders spannend und wirklich sehr vorhersehbar. Daher war das Buch nicht mehr als eine nette und schöne Geschichte über zwei Jugendliche, die lernen, über ihren Schatten zu springen.

Fazit
Insgesamt hat mir "Mit dir bin ich unendlich" schon ganz gut gefallen, ich mochte die Protagonisten, ihre Entwicklung und auch ihre Beziehung, doch das Buch war dann leider voller vorhersehbarer Klischees und ohne Überraschungen, sodass ich es einfach nicht spannend fand.

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