Guter Einstieg und sympathische Protagonisten, sonst jedoch ausbaufähig
Royal WeddingNach der "Boss"-Reihe von April Dawson ist "Royal Wedding" nun der Auftakt zur neuen Reihe der Autorin, und hier kommt auch schon der Klappentext:
>> Ein Prinz zum Verlieben. Eine Prinzessin wider Willen. ...
Nach der "Boss"-Reihe von April Dawson ist "Royal Wedding" nun der Auftakt zur neuen Reihe der Autorin, und hier kommt auch schon der Klappentext:
>> Ein Prinz zum Verlieben. Eine Prinzessin wider Willen. Eine Liebe gegen alle Widerstände.
Jenna hat ein für alle Mal genug von den Lügen der Männer. Trotzdem will sie nicht aufgeben, den Richtigen zu finden. Sie beschließt deshalb, über eine Heiratsannonce einen völlig Fremden zu heiraten. Als sich jedoch herausstellt, dass dieser Philip ein waschechter Prinz ist, steht Jennas Welt Kopf. Kann sie ihm seine Lügen verzeihen und ihm die Chance geben, die Liebe ihres Lebens zu werden? <<
Als ich das Cover von "Royal Wedding" das erste Mal gesehen habe, und dann auch den Klappentext gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme für die neue Reihe der Autorin und konnte es kaum erwarten Band 1 in den Händen zu halten.
Der Einstieg hat mir ehr gut gefallen, die Story wird in etwa abwechselnd kapitelweise von den beiden Protagonisten Jenna und Philip erzählt, und beide waren mir sofort sympathisch. Jenna, die eigentlich eine abenteuerlustige und toughe Frau ist, die jedoch nach einer gescheiterten Beziehung in einer Routine aus Job und Singledasein festsitzt, und Philip, der Playboy und Aufreißer, der eigentlich so viel mehr zu bieten hat und seine weiche Seite hinter einer Fassade verbirgt. Auch die Sache mit der Hochzeitsagentur und dem Kennenlernen der beiden hat mir sehr gut gefallen, also wie gesagt ein sehr gelungener Einstieg.
Doch nun das ABER: leider hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, nicht über den Einstieg hinaus zu kommen. Alles wurde sehr schnell berichtet und ich dachte die ganze Zeit über, dass das schnelle Abhandeln der Geschehnisse nur das Vorgeplänkel zur Hauptstory ist, doch leider blieben sowohl Story als auch Charaktere die ganze Zeit über recht oberflächlich. Es werden immer wieder Charakterzüge und Gefühle wie Gedanken der Protagonisten angekratzt, doch bevor es weiter in die Tiefe gehen kann, wird die Situation schon wieder aufgelöst, und man fliegt in der Story voran. Dadurch kam bei mir leider nicht das Gefühl auf mit den Protagonisten mitzufiebern, weil einfach alles viel zu schnell wieder aufgelöst und abgehandelt wurde.
(Wer ganz große Angst vor SPOILERN hat, sollte vielleicht lieber erst beim Fazit weiter lesen, aber explizit werde ich hier nichts nennen!) Die beiden lernen sich kennen, stehen aufeinander, verlieben sich praktisch in einer Woche total. Jenna erfährt, dass Philip ein Prinz ist, ist ihm böse etc., doch schon am nächsten Tag hat sich die Hälfte wieder geklärt und kurz darauf ist wieder alles gut und sie sind verliebt. Das passiert dann noch ein paar Mal, und man weiß, dass die beiden hin und her gerissen sind, mit sich kämpfen und leiden, doch ich als Leser konnte leider nichts davon mit fühlen. Vielleicht ist das Buch dieses Mal einfach ZU kurz geraten, um so viele Geschehnisse auf eine mitreißende Art und Weise zu transportieren, in meinen Augen hätte das Material, die Idee zur Geschichte, locker für doppelt so viele Seiten oder gar für zwei längere Bücher gereicht.
Es tut mir schrecklich leid, dass zu schreiben, da ich April Dawson als Autorin wirklich sehr mag, und auch fast alle Bücher der Boss-Reihe gelesen und geliebt habe, doch hier fehlt mir einfach das gewisse Etwas und die Tiefe.
FAZIT: Nach einem gelungenen Einstieg in die Geschichte konnte ich trotz sympathischer Charaktere nicht voll in die Geschichte eintauchen. Leider fehlte es mir hier entschieden an Tiefe und Ausbau der Charaktere und Handlungen, sodass ich nicht wirklich mit den Protagonisten mitfiebern konnte.