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Veröffentlicht am 20.05.2021

Familie Backes ermittelt wieder

Nur Helga schwamm schneller
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Nur Helga schwamm schneller von Dany R.Wood Band 4 der Reihe Familie Jupp Backes ermittelt. Alleine der Titel sowie das Cover sorgen hier bereits für einen Schmunzelfaktor. In Hirschweiler im beschaulichen ...

Nur Helga schwamm schneller von Dany R.Wood Band 4 der Reihe Familie Jupp Backes ermittelt. Alleine der Titel sowie das Cover sorgen hier bereits für einen Schmunzelfaktor. In Hirschweiler im beschaulichen Sachsenländle geht wieder das Chaos um. Ausgerechnet Omas Käthe Schwimmfreundin wird tot im Pool aufgefunden und das, nachdem sie auf ihrer Geburtstagsfeier verkündet hat das Familienimperium zu verkaufen. Oma Käthe driftet in ihrer Trauer total ab und sorgt für manchen Aufruhr.

Wer die vorangegangenen Dorfkrimis bereits gelesen hat, der weiß, was ihn hier erwartet. Die schräge, junggebliebene Oma Käthe, der nicht auf den Mund gefallene Dorfpolizist Jupp und seine Ehefrau sorgen stets für gute Laune mit ihren Sprüchen und Handlungen. Nicht zu vergessen ist Hasenkasten Doris.

Der Schreibstil von Dany R.Wood ist angenehm und liest sich flott. Die Handlung ist nachvollziehbar und an möglichen Tätern fehlt es ebenfalls nicht. Ich habe auf jeden Fall bis zum Schluss rumgerätselt wer die Schwimmfreundin ermordet hat. Gut gemacht wie immer mit viel Witz und Humor, bei dem aber weder die Saarländische Mundart noch die Spannung zu kurz kommt.

Ein für mich sehr unterhaltsamer Dorfkrimi für ein paar amüsante und spannende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Ein wahres Highlight

Elbstürme
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Elbstürme, die Fortsetzung der hanseatischen Familiensaga von Miriam Georg konnte mich wie ihr Vorgänger wieder total begeistern. Hamburg als Schauplatz ist für mich sowieso unschlagbar. Miriam Georg hat ...

Elbstürme, die Fortsetzung der hanseatischen Familiensaga von Miriam Georg konnte mich wie ihr Vorgänger wieder total begeistern. Hamburg als Schauplatz ist für mich sowieso unschlagbar. Miriam Georg hat sich wieder viel Mühe mit ihren Recherchearbeiten gemacht und hat mich dadurch mit ihrem 653 Seiten starken Familienroman total in ihren Bann gezogen. Dieses Mal finde ich mich 1890 in Liverpool wieder, wohin Lily, nachdem sie der Hamburger Gesellschaft den Rücken kehren musste, mit ihrer kleinen Familie gegangen ist. Ihr Herz gehört nach wie vor Hamburg und ihrer Liebe Jo. Endlich, nach drei Jahren bietet sich die Gelegenheit wieder nach Hause zurückzukehren. Dort ist so einiges nicht mehr so wie es vorher war. Die Karsten Reederei droht in andere Hände abzugleiten, in den Gängevierteln brodelt es und ob es ein Wiedersehen mit ihren Freundinnen und Jo gibt ist noch fraglich.

Der Titel Elbstürme ist gut gewählt und passt hervorragend zur Geschichte. Meine Gefühle fahren hier Achterbahn. So viele Dinge, die in früheren Zeiten normal waren, lassen einen die Emotionen hochkochen. Es ist berührend, emotional, kämpferisch und packend, man nimmt an politischen Diskussionen teil, erfährt vieles zur Politik und Wirtschaft des frühen 19. Jahrhunderts, lernt das Elend der Gängeviertel und den Hafen als Umschlagsplatz kennen. Selten bleiben hier Momente zum Durchatmen. Man fühlt sich eher wie ein Beobachter, an dem ein Zeitgeschehen vorbei läuft.

Für mich ist das Buch wieder ein wahres Highlight.

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Veröffentlicht am 15.05.2021

Wunderbares Inselabenteuer

Das Geheimnis des Strandpiraten
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Dieses Mal haben wir uns mit Lotte, ihrer Mutter und ihrem Bruder Sebastian auf die nordfriesische Insel Amrun begeben um ein tolles Inselabenteuer zu erleben. Lottes Familie verlässt Bayern nach einem ...

Dieses Mal haben wir uns mit Lotte, ihrer Mutter und ihrem Bruder Sebastian auf die nordfriesische Insel Amrun begeben um ein tolles Inselabenteuer zu erleben. Lottes Familie verlässt Bayern nach einem Schicksalsschlag, ihre Mutter möchte auf ihrer Heimatinsel einen Neustart wagen. Lotte ist davon überhaupt nicht begeistert, denn sie muss ihre beste Freundin Mona zurücklassen. Zum Glück entdeckt sie aber auf der Insel ziemlich schnell neue Freunde und dann gibt es auch noch das Geheimnis eines Goldschatzes zu klären.

Da wir alle Insel - bzw.Pferdefans sind hat uns bereits das tolle Cover angesprochen. Auch die Charaktere lernt man sofort nach Aufschlagen des Buches bildhaft kennen. Super ist, dass auch ein Hund dabei ist. Ja, und schon befindet man sich mit Lotte und ihren Gedanken auf der Überfahrt nach Amrun wieder. Das Abenteuer beginnt, aber nicht nur in Schriftform. Die zahlreichen bunten Illustrationen sind Zeichnungen von Wencke Waidhas - Stubbe. Sie sind detailgetreu, natürlich und sehr lebhaft. Wir haben uns dadurch noch mehr mit der Geschichte verbunden gefühlt.

Der Schreibstil von Ruth Tüscher ist angenehm und kindgerecht. Es sind 148 Seiten, lebhaft, modern und mit viel Enthusiasmus gefüllt. Die Kapitel sind unterschiedlich lang und man kann das Buch in mehreren Etappen lesen.

Gut gefallen haben uns auch die Werte, die hier fast nebenbei vermittelt werden. Es handelt vom Loslassen, von Freundschaften, Familie, Gefahren und Neuanfängen.

Unsere Altersempfehlung beginnt hier im Grundschulalter, es eignet sich zum gemeinsamen Lesen ebenso wie zum Selberlesen.

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Veröffentlicht am 11.05.2021

Sehr informativ

Zeitreise mit den Nepomuks
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Das Buch von Heidi Troi hat uns aufgrund der Geschichte Südtirols gereizt. Eine Gegend, die ganz schön weit von uns entfernt liegt und bisher noch völlig unbekannt war. Natürlich hat uns aber auch die ...

Das Buch von Heidi Troi hat uns aufgrund der Geschichte Südtirols gereizt. Eine Gegend, die ganz schön weit von uns entfernt liegt und bisher noch völlig unbekannt war. Natürlich hat uns aber auch die Thematik interessiert. Räter waren uns bis jetzt ebenfalls unbekannt. Als wir das Buch dann aufgeschlagen haben und die ganzen Nepomuks kennenlernen durften, waren wir sofort im Geschehen drin.

Opa Nepomuk hat aus der Räterzeit eine kleine Pferdestatue mitgenommen.Die sollen seine Enkel nun zurückbringen. Der Opa erklärt wie er in die Vergangenheit zu den Rätern gereist ist, zunächst zweifelnd einigen sich die vier Kinder dann aber der Sache auf den Grund zu gehen und landen tatsächlich in einer fremden Welt.Schnell stellt sich heraus, das dass nicht so ungefährlich ist wie gedacht und ein packendes Abenteuer beginnt.

Die Charaktere der Kinder sind so gestaltet, dass sich jedes Kind schnell seinen Favoriten ausgesucht hat. Der Schreibstil von Heidi Troi ist kindgerecht und die Geschichte spannend, interessant und einprägsam geschrieben. Dabei hilft es auch das jedes Kapitel einen Untertitel mit Informationen zum folgenden Inhalt bietet. Da gibt es immer direkt schon Gesprächsstoff. Hier lernt man zusätzlich zum Abenteuer schon fast wie nebenbei Dinge aus Südtirols Geschichte. Eva Gasser hat sich dazu die passenden schwarz weiss Illustrationen ausgedacht. Zum Ende gibt es noch Wissenswertes für alle Interessierten zu den Rätern.

Die Altersempfehlung liegt hier bei ab 8 Jahren, aber auch als Erwachsener kann man so auf spielerische Art und Weise noch Dinge kennenlernen. Wieder ein Buch, dass unser Bücherregal bereichert und Anregungen für einen eventuellen Ferienaufenthalt für die ganze Familie bietet.

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Veröffentlicht am 08.05.2021

Sei du selbst!

Hilfe, ich habe meiner superschlauen Schwester das Gehirn geklaut!
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Zunächst einmal hat uns hier bereits das Cover motiviert zu lesen. Wir hatten vor einiger Zeit ein Buch von Jo Simmons aus dem Schneider Verlag mit einem ähnlich schrägen bunten Cover und das hat uns gut ...

Zunächst einmal hat uns hier bereits das Cover motiviert zu lesen. Wir hatten vor einiger Zeit ein Buch von Jo Simmons aus dem Schneider Verlag mit einem ähnlich schrägen bunten Cover und das hat uns gut unterhalten. Dieses hier "Hilfe, ich habe meiner superschlauen Schwester das Gehirn geklaut" versprach schon von der Aufmachung her eine gute Unterhaltung. Da sind wir dann auch nicht enttäuscht wurden.

Keith ist kein Genie, aber seine Schwester Minerva ist superschlau.Er macht nur Experimente, seine Schwester aber gewinnt Preisgeld und Pokale, worauf seine Eltern stolz sind und sie fördern. Er wird leider kaum beachtet, ist ja auch kein Wunderkind. Einmal will er doch so sein wie seine Schwester und kommt auf die Idee ihr das Gehirn zu klauen. Keith lässt sich da so einiges einfallen und merkt am Ende - Genie sein kann ganz schön anstrengend sein.

Jo Simmons hat einen kindgerechten humorvollen Schreibstil. Die passenden schrägen Illustrationen dazu liefert Nathan Reed. In 29 Kapiteln verteilt auf 223 Seiten vermittelt Jo Simmons durch Keith jedem "Sei einfach du selbst, versuche nicht jemand anders zu sein". Uns hat das sehr gut gefallen, vor allem weil es bestimmt viele Kinder gibt, die sich zu Hause durch ihre Geschwister bzw.Eltern auf irgendeine Art benachteiligt fühlen. Hier werden auf lustige Art und Weise wichtige Botschaften versendet. Die Leseempfehlung bezieht sich hier auf ab 9 Jahren und ist für Mädchen sowie Jungs ein geeignetes Buch.

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