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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2021

Wenn Aktionen Wellen schlagen

Grüne Tiger
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„Unsere Idee war die Saat. Aus der Saat ist inzwischen ein kleiner Baum geworden. Wir müssen für sein Gedeihen sorgen.“ – Leyla
Leyla, Hector, Piet und Ean setzen sich das Ziel, diese Welt ein kleines ...

„Unsere Idee war die Saat. Aus der Saat ist inzwischen ein kleiner Baum geworden. Wir müssen für sein Gedeihen sorgen.“ – Leyla
Leyla, Hector, Piet und Ean setzen sich das Ziel, diese Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Dass das aber nicht immer das einzige Motiv ist, zeigt sich schnell. Denn obwohl alle vier zusammen arbeiten, hat jeder auch seine eigenen Interessen und Charakterzüge. Grundsätzlich sind die Figuren gut ausgearbeitet, allerdings bleiben sie etwas starr. Ich hätte mir etwas mehr Entwicklung gewünscht.

Die Handlung ist total interessant, da sie spannend ist, aber natürlich auch einfach brandaktuell. Obwohl ich durchgehend gefesselt war, gab es einige Szenen, die mir etwas zu überspitzt sind oder nicht komplett durchdacht wirken.

Auch der lockere Schreibstil (mit Jugendsprache, die mal nicht komplett drüber wirkt) hat dazu beigetragen, dass ich das Buch mal eben inhaliert habe. Allerdings nicht, ohne mich selbst zu hinterfragen. Im Ganzen ist die Aufmachung des Buches sehr ansprechend gestaltet.

Fazit

Ein unterhaltsamer Thriller, der ein wichtiges und aktuelles Thema sehr ansprechend umgesetzt hat und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 26.08.2021

Willkommen beim Welten-Hopping

Cryptos
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Dieses Buch durfte ich in einem Buddyread mit zwei ganz lieben Mädels lesen und die Geschichte ist auch wie gemacht dafür. Zum Einen unterhält das Buch seine LeserInnen ziemlich gut. Zum Anderen gibt es ...

Dieses Buch durfte ich in einem Buddyread mit zwei ganz lieben Mädels lesen und die Geschichte ist auch wie gemacht dafür. Zum Einen unterhält das Buch seine LeserInnen ziemlich gut. Zum Anderen gibt es immer wieder neue Rätsel und Geheimnisse, die es zu lösen und aufzudecken gilt. Und als Gruppe lassen sich doch viel besser Theorien aufstellen!

Das Worldbuilding (oder fast schon besser gesagt "Worldbuildings"?) ist sehr gelungen. Jana springt auf ihrer Reise durch sehr viele Welten, die alle ihren ganz eigenen Stil haben. Ich hatte anfangs befürchtet, dass diese Welten vielleicht zu kurz kommen, aber es tritt beinahe schon das Gegenteil ein. Denn durch die vielen Wechsel des Ortes rannte mir die Geschichte manchmal etwas davon. Auch das Ende wirkt etwas fix erzählt.

Darunter leiden leider auch die Figuren. Denn bei den meisten Charakteren würden mir kaum mehr als zwei oder drei Worte einfallen, um diese zu beschreiben. Ich würde nicht behaupten, dass diese blass wirken, aber sie sind mir nicht komplex genug und zu gradlinig. Oft scheint es wirklich nur gut und böse zu geben und wenig dazwischen. Auch die Beziehungen der Personen entwickeln sich für meinen Geschmack zu schnell.

Fazit 

Cryptos hat mich wunderbar unterhalten und hat ganz besondere Szenerien, die dieses Buch einzigartig machen. Trotzdem fehlt mir leider eine Charakterentwicklung und ab und an ist Jana mir sogar zu viel hin und her gesprungen.




Klitzekleiner Spoiler :)

Es gibt auch eine Liebesgeschichte in Cryptos, die meiner Meinung nach absolut überflüssig ist und gleichzeitig zu kurz kommt. Das Buch wäre wunderbar ohne ausgekommen.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Der Lotus muss Blühen ...

Der Lotuskrieg 1
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„Sieh dich um. Kein Tier mehr am Leben, die Flüsse schwarz, das Land überwuchert und erstickt. Der Himmel rot wie Blut. Und wofür?“

Die Regel besagt: Ein Jay Kristoff muss gelesen werden, selbst wenn ...

„Sieh dich um. Kein Tier mehr am Leben, die Flüsse schwarz, das Land überwuchert und erstickt. Der Himmel rot wie Blut. Und wofür?“

Die Regel besagt: Ein Jay Kristoff muss gelesen werden, selbst wenn dich der Klappentext dich gar nicht so packt. Jedenfalls war das bei mir der Fall, denn ich war mir so unsicher, ob ich mit dem Japan-Steampunk-Thema etwas anfangen kann. Gut, dass ich’s probiert habe!

Zu Beginn fiel es mir aber zugegebener Maßen wirklich schwer reinzukommen. Es gibt viele japanische Begriffe, die zwar im Glossar erklärt stehen, aber das störte natürlich meinen Lesefluss. Mit der Zeit wurde das aber angenehmer und ich war vollends in der Geschichte versunken. Am Anfang fehlte mir auch der typische Jay Kristoff, aber Entwarnung gegen Mitte des Buches: Es wird unanständig geflucht!

Was der Autor einfach kann ist die Charakterentwicklung. So war mir Yukiko anfangs gar nicht sympathisch, aber mit ihrer Entwicklung wuchs auch meine Sympathie. Gerade die Beziehung zwischen ihr und dem Donnertiger ist so interessant und toll gestaltet!

Aber auch das Worldbuilding begeistert. So lassen sich einige Parallelen zu unserer Welt ziehen und ich liebe es ja, wenn so ein Buch zum Nachdenken anregt und wachrüttelt. Außerdem ist die ganze Welt so spannend und neu gestaltet, dass es sehr erfrischend ist.

Fazit

Ich freue mich wirklich sehr auf den zweiten Band und habe das Buch sehr sehr gern gelesen. Kleinen Abzug gibt es für die anfänglichen Schwierigkeiten und weil mir noch eine Kleinigkeit gefehlt hat. So ist die Geschichte zwar total spannend, aber mir noch nicht überraschend genug.

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Veröffentlicht am 14.05.2021

Das etwas andere New Adult Buch

Can it be Love
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„Auf einmal kommt es mir vor, als lebten wir in einem Drehbuch, und das Schicksal ist der Autor. Ich bin mit sicher, dass absolut niemand mit dieser Wende gerechnet hat.“

Allies Traum ist wahr geworden: ...

„Auf einmal kommt es mir vor, als lebten wir in einem Drehbuch, und das Schicksal ist der Autor. Ich bin mit sicher, dass absolut niemand mit dieser Wende gerechnet hat.“

Allies Traum ist wahr geworden: Sie darf in Oxville Kunst studieren! Doch ein Geheimnis trübt ihre Stimmung, denn vielleicht hat Allie dieses Stipendium gar nicht verdient? Dann lernt sie Can kennen – verdammt attraktiv und verdammt gefährlich und verdammt attraktiv! Und alles scheint sich zu ändern…

Wer diese Zusammenfassung liest und jetzt denkt: „Hä, das hab ich schon tausendmal gelesen?“… der hat irgendwie Recht. Denn dieses Buch von Rahel und Geri ist eine Persiflage auf das New Adult Genre.

Deshalb ist es in diesem Fall also sogar gut, dass dem Leser hier ein Klischee nach dem Anderen begegnet. Da hätten wir also Bad-Boy-Can mit der düsteren Seite, graues-Mäusschen/Nerd-Allie, Surferboy-Will und Elite-Uni-Oxville sowie Klischee-Football-Team-Oxville-Cows. Aber auch der Spannungsbogen folgt dem NA-Schema und einzelne typische Sätze kommen ebenfalls vor. Da hätten wir zum Beispiel, das Luft anhalten, dass die Protagonistin nicht bemerkt, das auf der Lippe rum kauen oder das typische „Du bist so schön feucht/eng“ in den pikanten Szenen.

Die verwendeten Klischees werden am Ende sogar noch erklärt, was ich sehr interessant finde. Denn nicht falsch verstehen: Ich liebe einige Klischees (Hat die Geschichte einen Surferboy, dann hat sie mich!) aber trotzdem bin ich bei NA einfach so kritisch, da vieles eben Schema F folgt. Einige dieser Klischees sind auch gar nicht so unbedenklich. Denn dass sich alle Problem – puff – in Luft auflösen, sobald der Prinz in dem Cabrio (hat halt mehr PS als der weiße Schimmel) vorbei düst, vermittelt ein wie ich finde falsches Bild. Auch ich habe einige Bücher hier im Regal, die ich liebe und bei denen ich gleichzeitig Probleme erkenne: Ja, das geht 🙂

Aber zurück zu Cibl und #Canallie: Obwohl ich so oft lachen musste, lässt sich die Geschichte beinahe wie eine normale NA Geschichte lesen… aber eben nur beinahe. Auf positive Weise erinnerten mich manche Szenen an Scary Movie… Es ist quasi Scary Movie in der Buch-NA-Edition. Potztausend, das ist genau mein Humor!

Fazit

Ich habe mich herrlich amüsiert und das Buch hat genau meinen Humor getroffen. Außerdem macht es einfach Spaß auf Klischee-Ostereier-Suche zu gehen 😀 Ich empfehle cibl jedem, der gerade mit New Adult auf Kriegsfuß steht, aber auch allen, die NA lieben und trotzdem darüber lachen können!

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Veröffentlicht am 27.03.2021

In einem Hotel voller Geheimnisse

Die letzte Aufführung
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„Adalinde wusste, dass der Zeitpunkt gekommen war. Ein Geheimnis hatte einen furchtbaren Weg eingeschlagen. Ein Geheimnis hatte etwas schlimmes angerichtet.“


Eigentlich lese ich kaum Krimis… ok, seien ...

„Adalinde wusste, dass der Zeitpunkt gekommen war. Ein Geheimnis hatte einen furchtbaren Weg eingeschlagen. Ein Geheimnis hatte etwas schlimmes angerichtet.“


Eigentlich lese ich kaum Krimis… ok, seien wir ehrlich: Ich lese nie Krimis. Aber genau deshalb war es für mich sehr spannend, mal aus meiner Komfort-Zone auszubrechen. Denn das sorgt manchmal für große Überraschungen.

Zugegeben: Ich habe ein wenig gebraucht, um ich einzufinden. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, bei Gesprächen aber manchmal etwas zu steif. Obwohl die Geschichte in 2019 spielt, wirkt es atmosphärisch irgendwie…älter? Oder klassischer? Ich habe nur einen Agatha Christie Roman gelesen, aber damit lässt sich das für mich gut vergleichen. Ich mag das!

Während des Buches begleitet man jede der Personen, die alle so ihre Macken und Geheimnisse haben, auch wenn Adalinde die Heldin des Werkes ist . Dass dadurch nicht nur der Mord im Vordergrund steht, macht es sehr interessant, denn es gibt genug Geheimnisse, die es zu lüften gilt. Viele Punkte in der großen Geschichte um Adalinde liegen noch immer im Nebel, da hätte ich mir schon in diesem ersten Band etwas mehr Aufklärung gewünscht, damit die Verbindung zu aber auch zwischen den Figuren noch mehr hergestellt werden kann. Die Auflösung ist nicht an den Haaren herbeigezogen, was ich gut finde. So lag ich mit einigen Vermutungen richtig, mit anderen völlig falsch.

Fazit

Ein schöner Krimi mit einer sympathischen und neugierigen Protagonistin, die ihrer Schnüffelnase vertrauen kann.

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