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Veröffentlicht am 13.07.2021

Tiere verstehen

Evie und die Macht der Tiere
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Evie hat eine besondere Gabe. Sie kann sich auf telepathischem Wege mit Tieren unterhalten … und zwar mit allen Tieren. Doch von dieser Fähigkeit darf niemand etwas wissen. Sollte es bekannt werden, drohen ...

Evie hat eine besondere Gabe. Sie kann sich auf telepathischem Wege mit Tieren unterhalten … und zwar mit allen Tieren. Doch von dieser Fähigkeit darf niemand etwas wissen. Sollte es bekannt werden, drohen große Gefahren. Aber es gibt eine Situation, in der Evie gar nicht anders kann als ihre Fähigkeit einzusetzen … und schwupps ist sie bekannt wie ein bunter Hund und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Matt Haig ist mit „Evie und die Macht der Tiere“ nicht nur eine sehr unterhaltsame und spannende Geschichte gelungen, der Leser erfährt auch viel Wissenswertes über Tiere. Auch Aspekte des Umwelt- und Tierschutzes kommen zur Sprache, was für mich auch in einem Kinder-/Jugendbuch besonders wichtig ist.

Der Schreibstil entspricht größtenteils dem empfohlenen Lesealter von 9 Jahren. An manchen Stellen (als z. B. Dawa erklärt wird) empfand ich ihn nicht passend.

Schön fand ich die aussagekräftigen schwarz-weiß Zeichnungen von Emily Gravett.

Für spannenden und informativen Lesespaß gibt’s von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 12.07.2021

Eine Tüte Buntes

Mordsmäßig Münchnerisch 3
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Das Buch enthält 20 Stadtteilkrimis von ebenso vielen Autoren. Von einem in der jeweiligen Geschichte vorkommenden Gericht/Gebäck gibt’s als Zugabe am Ende immer das entsprechende Rezept.

So unterschiedlich ...

Das Buch enthält 20 Stadtteilkrimis von ebenso vielen Autoren. Von einem in der jeweiligen Geschichte vorkommenden Gericht/Gebäck gibt’s als Zugabe am Ende immer das entsprechende Rezept.

So unterschiedlich wie die Verfasser sind auch die Kurzkrimis. Mal fließt Blut, mal gibt’s eine Moral von der Geschicht und mal weist der Krimi einen (schwarzen) Humor auf. Aber wie das so ist mit einer Tüte Buntem, ist nicht alles nach dem eigenen Geschmack. So war es hier auch bei mir. Es gab so zwei, drei Geschichten, die mir nicht so gut gefallen haben bzw. mit denen ich nichts anfangen konnte.

Dies war mein erster Versuch mit Kurzkrimis und ich habe festgestellt, dass ich insgesamt kein Freund davon bin. Mir fehlte das Miträtseln. Aber mir hat das Konzept und die Diversität der Geschichten gefallen, daher gibt es von mir trotzdem vier Sterne.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Ein Küsten-Wohlfühlkrimi

Wattenmeermord
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Von Mord und Totschlag hatten Jan und Laura die Nase voll, daher nahm er die Stelle als Inselpolizist auf Pellworm an. Wie sich herausstellt, ist aber auch die Insel nicht vor einem Mord gefeit. Und nun ...

Von Mord und Totschlag hatten Jan und Laura die Nase voll, daher nahm er die Stelle als Inselpolizist auf Pellworm an. Wie sich herausstellt, ist aber auch die Insel nicht vor einem Mord gefeit. Und nun erwacht das Ermittlergen bei dem Ehepaar.

Mit Jan und Laura haben Katja Lund und Markus Stephan ein mir sehr sympathisches Ermittlerduo geschaffen. Mir ging das Herz auf bei ihrem liebevollen Umgang miteinander. Aber auch die übrigen Charaktere sind gelungen. In vorhandenen Klischees steckt jeweils auch ein Körnchen Wahrheit, egal ob es um die wortkargen, teilweise naiven, Einheimischen geht oder um den überheblichen Kommissar vom Festland.

Mir gefiel die lockere und humorvolle Schreibweise sehr. Auch wenn ich mir vielleicht ein klitzekleines bisschen mehr Spannung gewünscht hätte, konnte ich prima miträtseln.

Authentizität bezieht dieser Krimi nicht nur aufgrund der Beschreibung von Land und Leuten und den eingefügten Dialogen auf Plattdeutsch, sondern auch aufgrund der realistisch dargestellten Ermittlungsarbeit. Man merkt, dass einer der Autoren selbst Polizist ist und seit einigen Jahren auf Pellworm lebt.

Wattenmeermord kommt ohne großes Blutvergießen aus, ist auch kein hochbrisanter Krimi (Spannung ist aber vorhanden), aber trotzdem sehr unterhaltsam. Ich würde nun am liebsten meinen Koffer packen und nach Pellworm reisen.

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Veröffentlicht am 24.05.2021

Provencefeeling pur

Lavendel-Fluch
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Mich hat schon das schöne Cover angefixt und ich hatte sofort Lavendelfelder vor Augen und den Duft in der Nase. Und während des gesamten Krimis ist die Liebe der Autorin zur Provence spürbar. Die Beschreibung ...

Mich hat schon das schöne Cover angefixt und ich hatte sofort Lavendelfelder vor Augen und den Duft in der Nase. Und während des gesamten Krimis ist die Liebe der Autorin zur Provence spürbar. Die Beschreibung der Landschaft, der malerischen Dörfer und der kleinen Restaurants haben mir für eine kleine Weile eine Auszeit in der Provence beschert.

Lilou macht als Élève commissaire ein Praktikum in dem kleinen Örtchen in der Provence. Ihr neuster Fall ist ein unbekannter Toter in den Weinbergen. Die Ermittlungen kommen erst so richtig in Gang als dessen Identität dank einer guten Idee Lilous gelüftet werden kann.

Zusätzlich kümmert sich Lilou noch um den geheimnisvollen Fund eines Dokuments, den ihre Freundin in einem alten Schreibtisch gemacht hat.

Lilou ist eine äußerst sympathische Ermittlerin, die Carine Bernard sehr liebevoll gezeichnet hat. Sie denkt noch nicht in festgefahrenen Bahnen und geht auch mal ihren eigenen Weg, was mir gut gefällt. Und ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch mehr von ihr lesen könnte.

Auch wenn ich recht früh, die Richtung des Kriminalfalls geahnt habe, hat mich das Buch gut unterhalten und ich habe mich sehr wohl in der Provence gefühlt. Gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 15.05.2021

Ein guter Einblick in das damalige Leben der Walfänger und Inselbewohner

Die Walfängerin von Borkum
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Mitte des 17. Jahrhunderts führten die Menschen auf der Nordseeinsel Borkum ein karges Leben. Die meisten Familien waren zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes darauf angewiesen, dass die Männer eine ...

Mitte des 17. Jahrhunderts führten die Menschen auf der Nordseeinsel Borkum ein karges Leben. Die meisten Familien waren zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes darauf angewiesen, dass die Männer eine Heuer auf einem Walfänger bekamen.

Mit den Protagonisten habe ich mich teilweise etwas schwergetan. Meiner Meinung nach, waren nicht alle stringent ausgearbeitet. Gerade Fenja als eine der Hauptcharaktere machte es mir schwer, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Sie macht zwar im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch, aber einige ihrer Entscheidungen fand ich schlichtweg unrealistisch.

Mich hat ganz besonders das erste Drittel des Romans in den Bann gezogen, aber auch wenn die Geschichte dann etwas abflachte, fühlte ich mich noch gut unterhalten. Auch den Einblick in das Leben an Bord eines Walfängers fand ich sehr interessant. Kaum zu glauben, mit welch dürftiger Ausrüstung sich die mutigen Männer auf Walfang begeben haben.

Um den Leser zu fesseln nutzt Claudia Schirdewan die ganze Bandbreite der Emotionen. Wir haben es mit Liebe, Sehnsucht, Trauer, Neid und Hass zu tun. Diese Gefühle kann sie sehr gut transportieren.

Auch wenn ich nicht alles realistisch fand und ich eine etwas andere Geschichte erwartet hatte (wer das Buch liest, weiß vielleicht was ich damit meine), hat mir das Buch insgesamt doch so gut gefallen, dass ich vier Sterne dafür vergebe.

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