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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die schwarzen Wasser der Seine

Die schwarzen Wasser der Seine
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In diesem Buch befinden sich die drei Erzählungen „Salut et liberté“, „Die Nacht der Babaren“ und „Fünf Francs das Stück“. In allen drei Fällen hat Kommissar Adamsberg die Hauptrolle. Mehr kann auch schon ...

In diesem Buch befinden sich die drei Erzählungen „Salut et liberté“, „Die Nacht der Babaren“ und „Fünf Francs das Stück“. In allen drei Fällen hat Kommissar Adamsberg die Hauptrolle. Mehr kann auch schon nicht mehr zu den Geschichten gesagt werden, da mit jeder näheren Beschreibung Spoiler-Gefahr besteht.

Leider habe ich zu keiner dieser drei Geschichten einen Zugang gefunden. Kommissar Adamsberg löst kleine „Fällchen“, die eher ruhig daherkommen. Da die Geschichten relativ kurz sind, eignet sich das Buch, um während eines kurzen Fluges oder einer Zugfahrt gelesen zu werden.

Vielleicht sind Kurzgeschichten auch einfach nicht mein Ding, und andere Leute sind von den Geschichten begeistert – es ist daher wohl reine Geschmackssache.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Naja...

Die schöne Diva von Saint-Jacques
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Ein Baum, der plötzlich in ihrem Garten steht, macht der Sängerin Sophia Angst. Wo kommt er her? Niemand will ihn gepflanzt haben. Dann verschwindet Sophia spurlos. Ihre Nachbarn beginnen auf eigene Faust ...

Ein Baum, der plötzlich in ihrem Garten steht, macht der Sängerin Sophia Angst. Wo kommt er her? Niemand will ihn gepflanzt haben. Dann verschwindet Sophia spurlos. Ihre Nachbarn beginnen auf eigene Faust nachzuforschen, wo sie geblieben ist. Da die drei Nachbarn die Vornamen Marc, Mathias und Lucien tragen, bekommen sie den Spitznamen „Die drei Evangelisten“ verpasst. Sie stoßen auf einen alten Hass, und es folgen weitere Morde.

Der Roman plätschert ohne große Höhen oder Tiefen vor sich her. Auch kommt keine richtige Spannung auf. Mehr kann dazu schon fast nicht geschrieben werden, denn das Buch hat nicht überzeugt. Die Geschichte an sich hatte ihren Reiz und hätte sich zu einem spannenden Roman entwickeln können. Vielleicht finden andere Leser einen besseren Zugang zu dem Buch und haben ihren Spaß am Roman.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider nicht überzeugt...

Haus des Sturms
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Madeline Moretti verliert ihre große Liebe bei einem Unfall. Von ihrer Großmutter bekommt sie eine Reise in die Toscana geschenkt. Dort kann sie ihre Trauer langsam überwinden. Madeline ist beruflich zudem ...

Madeline Moretti verliert ihre große Liebe bei einem Unfall. Von ihrer Großmutter bekommt sie eine Reise in die Toscana geschenkt. Dort kann sie ihre Trauer langsam überwinden. Madeline ist beruflich zudem stark eingebunden und muss ihren Urlaub abbrechen. Denn die Anwaltskanzlei, für die sie arbeitet, vertritt Klienten, die durch ihre Arbeit erkrankt sind. Die Firma streitet alles ab und es gilt, Beweise beizubringen und mit Zeugen zu reden.

Mia lebt im 14. Jahrhundert in der Toscana. Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie nicht mehr gesprochen. Ihre Tante hat sie bei sich aufgenommen, und gemeinsam kümmern sie sich um Pilger, die auf dem Pilgerweg wandern und bei ihnen einkehren. Als ein Paar bei ihnen auftaucht, schafft die Frau es, Mia wieder zum Reden zu bringen. Sie werden auch zu guten Freunden. Dann kommt der schwarze Tod nach Italien.

Statt einer Geschichte um ein Haus und ein damit verbundenes Familiengeheimnis erwarten den Leser zwei Geschichten. Madeline, welche versucht, Trauer und Beruf zu meistern, und Mia, welche ihre Sprache wiederfindet und dadurch ihre Vergangenheit überwinden kann.

Das Buch hat es nicht geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Es war an einigen Stellen langatmig, allerdings wurde die Landschaft der Toscana schön beschrieben. Auch die Trauer von Madeline kam gut rüber, fast alle anderen Personen und Situationen waren trotz der vielen Seiten blass dargestellt – eine Ausnahme waren die beiden erkrankten Klientinnen und ihr jeweiliges Schicksal. Diese schaffen es, den Leser bei dem Buch zu halten. Allerdings wäre eine Komprimierung der Geschichte auf weniger Seiten und eine bessere Darstellung mancher Figur sinnvoll gewesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gottlos

Gottlos
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Hier stolpern Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin, und Polizeichef Jeffrey Tolliver im wahrsten Sinne des Wortes über ihren neuen Fall. Ein Rohr ragt im Wald aus dem Boden. Wie sich herausstellt, ...

Hier stolpern Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin, und Polizeichef Jeffrey Tolliver im wahrsten Sinne des Wortes über ihren neuen Fall. Ein Rohr ragt im Wald aus dem Boden. Wie sich herausstellt, ist hier ein Mädchen lebendig begraben worden und qualvoll gestorben.

Das Mädchen stammt aus einer Familie, die sehr gläubig ist und den Glauben nach ihrer Sichtweise ausleben. Wollte das Mädchen die Familie verlassen und wurde bestraft? Die Familie gerät in den Fokus der Ermittlungen. Doch rechtfertigt die Tatsache, dass die Familie und die Mitarbeiter ihrer Farm eine sektenartige Lebensweise haben, einen Generalverdacht? Es ist nicht klar, ob das Motiv religiöser Natur ist. Tolliver, Lena und Sara geben alles, um den Fall zu klären.

Immer weiter gerät der Leser in den Sog der Geschehnisse. Die Liebesgeschichte von Tolliver und Linton geht weiter. Detective Lena Adams Leben ist immer noch aus der Bahn geraten, dazu hat sie jetzt noch einen gewalttätigen Lebenspartner. Werden die Ereignisse, die im Laufe der Fallermittlung eintreten, Lena den Mut geben, ihr Leben wieder zu ordnen?

Leider schaffte das Buch es nicht, mich vollkommen einzufangen. Karen Slaughter beschreibt die Figuren und Geschehnisse gut. Aber das war es dann auch schon. Dieses Buch ist, wie jedes andere auch, Geschmackssache, und daher kann ich nur für mich sprechen. Mich hat es nicht „gepackt“ – ohne, dass ich genau sagen kann, warum. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen.

Veröffentlicht am 16.05.2021

Armageddon Rock

Armageddon Rock
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Rückentext: „In jener apokalyptischen Nacht des Jahres 1971 starb eine Band, eine Legende, eine ganze Generation. Sechzigtausend Zuschauer haben es live miterlebt. Der Sänger der Nazgûl bricht, von der ...

Rückentext: „In jener apokalyptischen Nacht des Jahres 1971 starb eine Band, eine Legende, eine ganze Generation. Sechzigtausend Zuschauer haben es live miterlebt. Der Sänger der Nazgûl bricht, von der Kugel eines Scharfschützen getroffen, auf offener Bühne tot zusammen. Der Sommer der Liebe ist vorbei. Zehn Jahre später geschieht das Unglaubliche: Die Nazgûl sind zurück! Ein neuer Messias hat sie wiederaufleben lassen – doch ihre Musik hat sich in ein rasendes Requiem verwandelt und kündigt von Wahnsinn und Tod…“

Dies ist mal wieder eine Geschichte, bei der ich mich frage, ob der Verfasser dieses Rückentextes das Buch überhaupt gelesen hat. Was sich nach einem spannenden Krimi oder Thriller mit Grusel- und Rockfaktor anhört, hat mich auf ganzer Linie enttäuscht.

ACHTUNG – AB HIER SIND SPOILER ENTHALTEN

Es ist ein Journalist, welcher sich auf eine Reise in die Vergangenheit begibt. Seine angeblichen Recherchen führen ihn zu seinen Freunden aus längst vergangenen Zeiten. Diese Begegnungen machen einen Großteil des Romans aus und zieht diesen dadurch gefühlt in die Länge, immer größer wurde der „Langeweile-Faktor“. Da ich jedoch wissen wollte, was die Musik der Band mit Wahnsinn und Tod zu tun haben sollte, habe ich weitergelesen.

Die Charaktere waren oberflächlich dargestellt. Ich konnte zu keiner der Figuren auch nur ansatzweise eine emotionale Bindung aufbauen. Am besten ist die Beschreibung der Musik und die damit verbundene Stimmung. Spannung kam für mich nie auf. Es gibt keine Wendungen, die diesen Namen auch verdienen würden. Für mich ist „Armageddon Rock“ ein absoluter Flop, falsche Erwartungen aufgrund des Rückentextes sorgten für eine große Enttäuschung.