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Veröffentlicht am 16.08.2021

Konnte mich nicht begeistern

Die Unbeugsamen
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„Die Unbeugsamen“ klang für mich im Vorfeld recht ansprechend. Ich mochte den Klappentext, aber vor allem hat mich das Cover gecatcht. Alles ergab ein stimmiges Gesamtbild und so versuchte ich mich gern ...

„Die Unbeugsamen“ klang für mich im Vorfeld recht ansprechend. Ich mochte den Klappentext, aber vor allem hat mich das Cover gecatcht. Alles ergab ein stimmiges Gesamtbild und so versuchte ich mich gern an diesem Titel, welcher mir allerdings nicht so viele spaßige Lesestunden bereitete, wie ich mir im Vorfeld erhofft hatte. Im Gegenteil, ich wurde leider ziemlich enttäuscht.

Ein Buch kann für mich nur dann ein gutes Buch werden, wenn ich mit den Figuren, insbesondere den Protagonisten, harmoniere. Wenn mir jemand Wichtiges und Präsentes unsympathisch ist, kann der Rest auch noch so gut sein, das Buch bekommt dann in den seltensten Fällen mehr als 3 Sterne.
So auch hier. Katharina, die weibliche Hauptfigur, und ich wurden uns absolut nicht grün. Ich konnte ihre Handlungen nicht nachvollziehen, an einigen Stellen war sie mir viel zu stur und uneinsichtig, an anderen wiederum zu naiv und kopflos. Sie schreit, johlt, kreischt, fiept, quietscht permanent, was mir irgendwann leider nur noch gehörig auf den Keks ging.
Der männliche Protagonist blieb für mich im Gegensatz zu Katharina relativ farblos, aber immerhin hatte ich keine größeren Probleme mit ihm.

Ein weiterer Kritikpunkt war für mich die sprachliche Gestaltung der Geschichte. An vielen Stellen war die Wahl der Schreibenden was bestimmte Worte und Ausdrücke angeht suboptimal. Man wusste zwar meistens, was gemeint war, aber in den Kontext hat es oft nicht zu 100% gepasst und das war schade. Denn das Potenzial für eine fesselnde Geschichte war durchaus da, wurde aber dadurch, dass ich an vielen Stellen über Ausdrücke und Wortwahlen gestolpert bin, eingeschränkt.

Der Grundriss der Handlung gefiel mir, Stadtmädchen verliebt sich in (eigentlich) feindlich gesinnten, geheimnisvollen Unbekannten, sie stammen aus völlig verschiedenen Welten, aber dennoch fühlen sie sich zueinander hingezogen. Die Umsetzung dagegen konnte mich leider aus dem bereits genannten Gründen nicht überzeugen.

Mein Fazit:
Mich konnte das Buch leider nicht begeistern, ich hatte keinen Draht zu den Figuren und auch die sprachliche Umsetzung hat mich eher ins Stolpern gebracht anstatt mir einen durchgängigen Lesefluss zu ermöglichen. Aber ich habe bereits während des Lesens gesehen, dass viele da anderer Meinung sind und die Geschichte wirklich gut finden. Von daher empfehle ich, falls möglich, vor dem Lesen mal reinzuschnuppern und sich ein eigenes Bild vom Schreibstil zu machen.
Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.07.2021

Hatte mir mehr erhofft

Der Zwillingscode
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Vom Zwillingscode hatte ich zuvor noch nichts gehört, das Buch war mir auch in den sozialen Medien nicht begegnet. Als ich dann den Klappentext las, war ich umso gespannter auf die Geschichte und freute ...

Vom Zwillingscode hatte ich zuvor noch nichts gehört, das Buch war mir auch in den sozialen Medien nicht begegnet. Als ich dann den Klappentext las, war ich umso gespannter auf die Geschichte und freute mich sehr, mich in einer gemütlichen Runde dazu austauschen zu können.

Der Einstieg wurde durch den einfachen Schreibstil unkompliziert gestaltet, allerdings mangelte es mir schon bald an Erklärungen zum Gesellschaftssystem der neuen Zukunft, in der die Geschichte spielt. So richtig vorstellen und problemlos ausmalen konnte ich mir das alles nicht, leider zog sich dieser Zustand bis zum Schluss des Buches durch und verstärkte sich am für mich sehr kryptischen Ende sogar noch mal. Es war frustrierend, wie wenig ich mich in die Welt von Vincent reindenken konnte, hatte ich es doch so sehr versucht.

Die Figuren blieben für mich zudem sehr blass. Vincent erzählt leider nicht aus seiner Ich-Perspektive, was die Distanz zu ihm zusätzlich schürt, anscheinend liegt der Fokus des Buches einfach nicht auf der Figurenentwicklung. Ich konnte mich nicht mit ihm identifizieren oder in ihn hineinversetzen, dafür war die Geschichte emotional nicht fesselnd genug.
Langweilig wurde es zwar nicht, die Story schreitet zügig voran und hält auch einige Wendungen für den Leser bereit. Aber so richtig mitfiebern konnte ich leider nicht.

Mein Fazit:
Das Buch hat mich leider nicht begeistern können. Die Figuren blieben platt und farblos, dadurch konnte mich auch die spannenden Handlung nicht aus den Socken hauen.
Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.06.2021

Vorhersehbar

Denn die Lüge bist du
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Denn die Lüge bist du, ein Titel, der im Grunde genommen schon alles über die Geschichte sagt. Gepaart mit dem Klappentext kennt man quasi die ganze Storyline und kann sich auch schon das Ende ausmalen, ...

Denn die Lüge bist du, ein Titel, der im Grunde genommen schon alles über die Geschichte sagt. Gepaart mit dem Klappentext kennt man quasi die ganze Storyline und kann sich auch schon das Ende ausmalen, wenn man ein wenig nachdenkt. Man muss nicht mal groß grübeln, nicht um Ecken denken, man weiß es einfach, Punkt. Und genau das ist es, was mich so sehr an dem Buch geärgert hat. Man erfährt so früh so viel, kann quasi in den ersten paar Kapiteln schon alle wichtigen Schlüsse ziehen und es warten auch keine großen geschichtlichen Überraschungen mehr. Das war nicht nur enorm schade, sondern regelrecht frustrierend, hatte ich mich doch auf eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen zum Mitfiebern gefreut.

Natürlich war es hier und da schon ein wenig nervenaufreibend und ich hatte auch meine Momente, in denen ich mit Chloe und Cash zusammen gebangt und gehofft habe. Doch man wusste eigentlich die ganze Zeit, wo man am Ende landet, was einem den Weg dahin ziemlich ernüchtert hat.
Bei Cash fand ich neben seinem Namen unheimlich witzig, dass er im Klappentext als „gefährlich, aber attraktiv“ beschrieben wurde, als sei gutes Aussehen der Schlüssel zu allem. Mal ehrlich, gefährlich finde ich für einen rebellischen, einzelgängerischen Jugendlichen arg dramatisch wenn nicht unsinnig übertrieben ausgedrückt.

Cash und Chloe lassen sich beim Lesen primär daran unterscheiden, dass sie aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, bei ihm aber aus der Draufsicht auf ihn geschrieben wird. Das fand ich stellenweise sehr viel verwirrender, als wenn man einfach alles aus der Ich-Perspektive geschrieben und dann Namen drüber gesetzt hätte, wie man es in vielen Geschichten sieht.
Sowohl mit Cash als auch mit Chloe hatte ich ab und an meine Probleme, ich bin nicht wirklich mit ihnen warm geworden, wenngleich mit Chloe noch ein Stück besser als mit Cash, was wohl an der Perspektive lag. Dennoch hat mir ein Stück zur Sympathie gefehlt, ein Stück mehr Nähe zu den Figuren.

Mein Fazit:
Wenig überraschend und zu viel Distanz zu den Figuren, das beides hat mir die Geschichte etwas vermiest. Im Grunde genommen keine schlechte, wenn auch nicht neue Idee, die mich aber nicht so begeistern konnte wie erhofft.
2,5 bzw. gerundet 3 von 5 Sternen gibt es von mir.

Veröffentlicht am 18.05.2021

Nicht ganz mein Fall

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt
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Liebesromane gehen bei mir anscheinend nur in Phasen. Wenn ich in der Stimmung bin, kann ich am laufenden Band welche konsumieren, und habe kürzlich spontan zu „Irgendwo ist immer irgendwer verliebt“ gegriffen. ...

Liebesromane gehen bei mir anscheinend nur in Phasen. Wenn ich in der Stimmung bin, kann ich am laufenden Band welche konsumieren, und habe kürzlich spontan zu „Irgendwo ist immer irgendwer verliebt“ gegriffen. Ich habe mich auf eine emotionale, schöne Reise gefreut, durch verschiedene Länder, verschiedene Kulturen, verschiedene Liebeleien und vor allem Chelseas Gedanken- und Gefühlswelt.

Allerdings weiß ich nicht, ob ich nicht doch für einige Zeit erst einmal Liebesromangesättigt bin, ob ich nicht in der richtigen Stimmung war oder ob mir dieses Buch auch in einer Hype-Phase nicht gefallen hätte, jedenfalls war ich nach wenigen Kapiteln schon recht ernüchtert. Der Funke ist nicht übergesprungen, ich konnte mich nur schwer auf Chelsea einlassen und in sie hineinversetzen schon gar nicht. Das war sehr schade, denn im Grunde war sie mir sympathisch, nur ihre Handlungen nachvollziehen konnte ich nicht immer.

Im Grunde genommen erwarte ich bei einer seichten Liebesgeschichte keine berauschenden Plot Twists oder großen Überraschungen, bei diesem Buch allerdings plätscherte alles derart vorhersehbar dahin, dass ich mich häufig langweilte. Es war keine üble Geschichte, allerdings auch nicht extrem fesselnd, Mittelmaß würde ich sagen. Irgendwie schade, denn ich hatte mir ein Stück weit mehr erhofft.

Mein Fazit:
Für mich kein besonderes Buch, nichts was ich noch mal lesen würde. Rückblickend betrachtet hätte ich die Zeit lieber in was anderes investiert, aber geht auch schlimmer. 2,5 und gerundet dann 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.05.2021

Erwartungen leicht verfehlt

Alles, was passieren wird
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Von „Alles was passieren wird“ bin ich ehrlich gesagt leider recht enttäuscht. Ich hatte mir eine emotionale, süße aber auch tiefgründige Geschichte erhofft über ein Mädchen, das sich selbst und den Spaß ...

Von „Alles was passieren wird“ bin ich ehrlich gesagt leider recht enttäuscht. Ich hatte mir eine emotionale, süße aber auch tiefgründige Geschichte erhofft über ein Mädchen, das sich selbst und den Spaß am Leben verloren hat und sich langsam mithilfe tierischer Unterstützung wieder aufrappelt. Ein wenig wie Ostwind, ein schwieriges Pferd trifft ein schwieriges Kind, nur mit größerer Tragödie im Hintergrund. So richtig mitnehmen konnte mich das Schicksal von Iris/Betty (was ich übrigens mehr als verwirrend fand) und Belle allerdings nicht und das bedaure ich, denn ich hatte mir viel davon versprochen.

Anfangs hatte ich noch einen starken Draht zu Iris. Sie hat so etwas trauriges an sich, dass man ihrer Vergangenheit sofort auf den Grund gehen möchte, sie trösten und aufbauen will, ihr helfen möchte. Und da ist diese innere Wut auf alles und jeden, die wie ich finde authentisch dargestellt und erläutert wurde. Sie war nicht wie die anderen Hauptfiguren aus vielen Büchern, mit denen man sofort lachen und mitfiebern kann, sondern sie hatte diesen düsteren Schleier an sich, bei dem man gern versucht hätte, ihn ihr abzunehmen. Oft wirkte sie überfordert, was sich auch im Erzählstil niederschlug und bei mir leider gelegentlich zu Verwirrung führte.

Die Erzählung machte auf mich an vielen Stellen leider einen sehr chaotischen Eindruck. Das Beschriebene konnte ich mir häufig wenn dann überhaupt nur mit viel Mühe im Detail vorstellen, Iris springt viel zwischen Erinnerungen aus der Vergangenheit und Gegenwart hin und her, lange Passagen aus Gedankenspielen und Überlegungen unterbrechen Dialoge, sodass ich teils gar nicht mehr wusste, dass sie gerade in einem Gespräch war. Ich verlor häufig den Faden, Iris Erzählweise hatte was konfuses, wie schon gesagt überfordertes. Das hat sich auf mich und den Lesefluss nicht sonderlich positiv ausgewirkt und mich häufig rausgebracht.

Das grobe Geschehen insgesamt war zwar ganz gut zu verfolgen, im wesentlichen wusste ich immer irgendwie, was gerade Sache ist. Aber auch hier hatte ich trotzdem das Gefühl, es würde ständig versucht, mich gedanklich abzuhängen Ich habe mich häufig gefragt „Hä? Was ist denn da jetzt gerade passiert? Was sollte das? Wozu dient das? Warum ist das so?“ und habe es dann schlussendlich immer als gegeben hingenommen.

Iris' Probleme wurden oft thematisiert, sie denkt auch viel über sich, ihre Familie und ihre Gefühle nach. Dennoch habe ich den Eindruck, dass das Problem im Kern nicht gepackt wurde. Ein großer Teil des Ganzen geht auch von Iris' Vater aus und der ist nach der ersten Hälfte des Buches kaum noch erwähnt worden. Das fand ich sehr schade und ehrlich gesagt auch nicht gut gelöst. Ich möchte der Stute Belle ihre therapierende Wirkung nicht absprechen und sie ist Iris offensichtlich eine enorme Stütze. Aber sie hat nun mal auch noch Angehörige, selbst wenn es sich für sie nicht mehr so oft anfühlt, und die gehören zum Aufarbeitungsprozess in meinen Augen dazu.

Mein Fazit:
Ich hatte große Hoffnungen in die Geschichte, die allerdings nicht erfüllt werden konnten. Je weiter das Buch fortschritt, desto mehr verlor es mich, so sehr ich mich auch dagegen gewehrt habe. Insgesamt ein Leseerlebnis, welches ich zwar schnell abschließen konnte, denn insbesondere die erste Hälfte war wirklich gut, an dem ich aber auch Kritik zu üben habe. Offensichtlich.

Über meine abschließende Sterne-Vergabe habe ich lange gezögert, würde der Geschichte aber 2,5 und damit gerundet noch 3 Sterne einräumen. Das Buch hat den Vorteil, dass auf wenig Seiten relativ viel passiert und es dadurch nicht langweilig wird, das hat es ein wenig gerettet.