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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2021

Vielschichtiger, äußerst spannender Thriller

Blütengrab
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1993 wird in einem Waldstück bei Wussnitz in Ostdeutschland ein totes Mädchen gefunden auf einem Bett aus Blüten. Kommissarin Ulrike Bandow übernimmt den Fall mit ihrem neuen westdeutschen Kollegen Ingo ...

1993 wird in einem Waldstück bei Wussnitz in Ostdeutschland ein totes Mädchen gefunden auf einem Bett aus Blüten. Kommissarin Ulrike Bandow übernimmt den Fall mit ihrem neuen westdeutschen Kollegen Ingo Larssen. Es zeigt sich, dass die Wurzeln des Falls tief in die deutsch-deutsche Vergangenheit reichen…

Eine spannende Zusammenarbeit ist dies mit diesen beiden Ermittlern, wobei der Beginn ja erst mal völlig daneben ist. Es ist ein vertrackter Fall mit vielen Ebenen, den die beiden hier lösen müssen. Beide Kommissare bringen ihre eigene Vergangenheit mit, müssen also auch mit ihren privaten Dämonen kämpfen, und das teilweise ziemlich heftig. Dabei sind die handelnden Figuren gut angelegt. Der Fall erscheint äußerst realistisch in die deutsch-deutsche Geschichte eingebettet. Rätsel gibt es dabei einige zu knacken, sie sind raffiniert in die Erzählung eingebaut.

So entsteht ein äußerst spannender Thriller, den ich sehr gerne weiter empfehle und für den ich alle 5 möglichen Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 19.05.2021

Eine tragische Geschichte zum Burnout

Die Stille vor Lilou
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Der Lehrer Jules muss seinen Beruf unterbrechen wegen Burnout. Selbst das Glück mit seiner Frau Mallin und seiner kleinen Tochter Lilou kann er nicht mehr genießen, seine Wahrnehmung ist getrübt, er ist ...

Der Lehrer Jules muss seinen Beruf unterbrechen wegen Burnout. Selbst das Glück mit seiner Frau Mallin und seiner kleinen Tochter Lilou kann er nicht mehr genießen, seine Wahrnehmung ist getrübt, er ist psychisch instabil. Als sein Rektor ihm einen Kurzbesuch abstattet, begegnet er ihm mit Misstrauen.

Die Autorin Astrid Korten erzählt die Geschichte aus der Sicht des Lehrers. Und so verwirrt sich der Leser so sehr in Jules‘ Erleben, dass nicht mehr unterschieden werden kann zwischen Realität und Wahn. Düster ist die Atmosphäre des Buches, man liest es nicht einfach mal so nebenher. Burnout kann viele Gesichter haben, Jules hat es bös erwischt. Die Symptome, die er zeigt, werden realistisch und hautnah geschildert - das ergibt ein tiefes Wechselbad der Gefühle, geprägt von düsteren Ahnungen: ein wichtiges Buch zum Thema Burnout, einfühlsam und äußerst realitätsnah geschrieben. Astrid Korten kenne ich bisher von ihren Thrillern, doch auch mit diesem Buch hat sie mich voll überzeugen können.

Dieses sehr emotionale Buch voller Tragik empfehle ich unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2021

Faszinierende Familiengeschichte

Die Erfindung der Sprache
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Adam wird kurzfristig nach Hause gerufen, auf die Insel Platteoog, denn seine Mutter ist ins Krankenhaus gekommen. Oda hat einen Hinweis gefunden auf Adams Vater Hubert. Dieser war kurz vor Adams 13. Geburtstag ...

Adam wird kurzfristig nach Hause gerufen, auf die Insel Platteoog, denn seine Mutter ist ins Krankenhaus gekommen. Oda hat einen Hinweis gefunden auf Adams Vater Hubert. Dieser war kurz vor Adams 13. Geburtstag spurlos verschwunden. Nun begibt Adam sich auf eine abenteuerliche Reise auf der Suche nach Hubert.

Es ist eine spannende Familienkonstellation, von der Anja Baumheier erzählt, und zwar in einem so bildhaften Schreibstil, dass man sich sehr schnell zu Gast wähnt in dieser ganz besonderen Familie, die die tschechische Großmutter Leska und ihr norddeutscher Mann gegründet haben. Vor allem aber fasziniert das Spiel mit der Sprache, das die Autorin bestens beherrscht. Die Geschichte lässt sich Zeit, um alle Gegebenheiten darzustellen, und doch ist sie zu keinem einzigen Zeitpunkt langweilig: Zu sehr faszinieren die einzelnen Figuren des Buches wie auch der Sprachstil selbst.

Mich konnte dieses Buch sehr gut unterhalten, so dass ich es sehr gerne weiter empfehle und alle 5 möglichen Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 14.05.2021

Ein äußerst kniffliger Fall

Die Frau vom Strand
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Rebecca trifft am Strand Julia kennen, zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft. Bis Julia plötzlich verschwindet und Rebecca sie trotz ausgiebiger Suche nicht mehr findet. Rebecca ist glücklich ...

Rebecca trifft am Strand Julia kennen, zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft. Bis Julia plötzlich verschwindet und Rebecca sie trotz ausgiebiger Suche nicht mehr findet. Rebecca ist glücklich verheiratet mit Lucy, seit 5 Monaten haben sie eine kleine Tochter. Doch Julia bringt ihr Glück ins Wanken. Doch wer ist diese Strandbekanntschaft eigentlich?

Dieser Thriller erzählt die Geschichte aus mehreren Perspektiven, das macht die Lektüre sehr spannend. Fragen werden überraschend beantwortet, nur um noch mehr Fragen aufzuwerfen. Was anfangs so einfach erschien, scheint mehr und mehr Geheimnisse zu verbergen. Das trifft sich gut für die Kommissarin Edda, die die Fälle umso mehr liebt, je kniffliger sie werden. Im Mittelpunkt steht weniger das Blutvergießen, vielmehr die psychologische Komponente und die Suche danach, wie die Puzzlestücke dieses Falles zusammenpassen könnten. So entsteht schnell ein Spannungsbogen, der den Leser unbedingt mitraten lässt.

Mich konnte das Buch gut unterhalten, so dass ich es sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe sehr gerne alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 11.05.2021

Originelles Ermittlerpaar

Lockvogel
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Toni ist Schauspielschülerin am Wiener Konservatorium. Doch gerade hat sie andere Probleme: Ihr Freund ist verschwunden und hat ihre gesamten Ersparnisse mitgenommen. Sie sucht den Detektiv Edgar Behm ...

Toni ist Schauspielschülerin am Wiener Konservatorium. Doch gerade hat sie andere Probleme: Ihr Freund ist verschwunden und hat ihre gesamten Ersparnisse mitgenommen. Sie sucht den Detektiv Edgar Behm auf, mit der Bitte, ihren Freund (und das Geld) wieder zu finden. Auch Sybille Steiner nimmt den Detektiv unter Vertrag, er soll herausfinden, ob ihr Mann, der berühmte Regisseur Alexander Steiner ihr untreu ist. Und weil Toni den Detektiv nicht bezahlen kann, bietet sie sich als Aushilfe bei Behm an, als Ausgleich für seine Ermittlungen. Als noch ein Mord dazu kommt, für den die Polizei sich auf einen falschen Täter stürzt, wird Toni undercover zum Lockvogel.

Auch wenn die Geschichte sich Zeit lässt, um die verschiedenen Figuren zu entfalten – sie sind allesamt Originale mit Ecken und Kanten -, so schafft die Autorin Theresa Prammer es doch sehr schnell, den Leser in die Erzählung zu verwickeln. Mehrere Handlungsstränge bilden den spannenden Grundstock für eine Geschichte, die mit überraschenden Wendungen aufwartet, bis hin zu einer wirklich unerwarteten Auflösung. Und das, obwohl ich schon das Ende zu ahnen glaubte… Es macht Spaß, den Geschehnissen zu folgen und sich immer wieder Gedanken zu machen, was hier wie zusammenhängt.

Ich kann das Buch unbedingt weiter empfehlen, es hat mich gut unterhalten können, und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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