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Veröffentlicht am 25.05.2021

Schicksalsbegegnung

Bis du mich berührst
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„Bis du mich berührst“ ist der zweite Band der Miami-Nights-Reihe von Marie Force.
Maria Giordino ist Krankenschwester in einer Sozialklinik im Armenviertel von Miami. Doch nicht nur beruflich hilft sie ...

„Bis du mich berührst“ ist der zweite Band der Miami-Nights-Reihe von Marie Force.
Maria Giordino ist Krankenschwester in einer Sozialklinik im Armenviertel von Miami. Doch nicht nur beruflich hilft sie selbstlos Bedürftigen, sondern auch privat. So zögert sie keine Sekunde, als sie mit ihrer Knochenmarkspende das Leben eines kleinen Mädchens retten kann. Die dankbare Email des alleinerziehenden Vaters berührt ihr Herz und sie fiebert jeder Nachricht von ihm entgegen. Als der Austausch nach einem Jahr nicht mehr anonym bleiben muss, lernt sie endlich ihren Emailschreiber näher kennen und verliebt sich im Laufe der vielen ausgetauschten Nachrichten in Austin, der ein bekannter Baseballprofi ist.

Man muss den ersten Band nicht unbedingt kennen, auch wenn Jason und Carmen in der Fortsetzung weiterhin eine Rolle spielen. Maria ist Carmens Cousine und damit ebenfalls keine Unbekannte.
Was als anonymer Austausch begann, entwickelt sich schnell zu einem intensiven und tiefgründigen Seelenstriptease, denn Maria und Austin haben sofort eine enge Vertrautheit entwickelt, ohne sich jemals begegnet zu sein. Die Nachrichten gehen nach kürzester Zeit richtig in die Tiefe, was meiner Meinung nach ein wenig zu schnell war. Beide legen ein rasantes Tempo vor, auch wenn immer mal wieder kurze Bedenken wegen der unterschiedlichen Lebensumstände und der weiten Entfernung aufkommen. Trotzdem beschleunigen Maria und Austin in wenigen Tagen von null auf hundert, was einerseits von der Chemie schon passte, aber andererseits vor allem wegen der forcierten Mutterrolle für mich persönlich nicht immer nachvollziehbar war. Sehr berührend geschildert fand ich hingegen die Sorge, die Austin immer noch um seine kleine Tochter hat und wie fürsorglich er sich um sie kümmert. Das bringt jedes Herz zum Schmelzen.
Für meinen Geschmack hätte es durchaus eine Portion Zuckerguss und Perfektion weniger sein können, denn dadurch hätten die Charaktere etwas authentischer gewirkt. Das tut der Romantik unter Sonne Floridas aber keinen Abbruch und man kann sich Zurücklehnen und Genießen.

Mein Fazit:
Sonniges Setting, viel Romantik und ein paar dosierte Dramen ergeben eine unterhaltsame Mischung, die abwechslungsreiche und leichte Lesestunden garantiert. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.05.2021

Prinzessin und Pirat

Fluch der sieben Seelen
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„Der Fluch der sieben Seelen“ ist der Auftakt der spannenden Fantasy-Dilogie von Adalyn Grace.
Amora Montara wurde als Prinzessin des Inselreiches Visidia ihr ganzes Leben lang darauf vorbereitet, an ...

„Der Fluch der sieben Seelen“ ist der Auftakt der spannenden Fantasy-Dilogie von Adalyn Grace.
Amora Montara wurde als Prinzessin des Inselreiches Visidia ihr ganzes Leben lang darauf vorbereitet, an ihrem achtzehnten Geburtstag das Erbe ihres Vaters anzutreten. Als einzige Thronfolgerin muss sie in einer öffentlichen Zeremonie ihre tödliche Seelenmagie vorführen, die ausschließlich den Mitgliedern ihrer Familie vorbehalten ist. Doch bei der Vorführung verliert Amora die Kontrolle über ihre Kräfte und wird gefangen genommen. Der mysteriöse Pirat Bastian verhilft ihr zur Flucht, unter der Bedingung, dass sie ihn bei seinen eigenen Plänen unterstützt. Amora hat keine andere Wahl und so begibt sie sich mit Bastian auf eine abenteuerliche Reise auf einem magischen Piratenschiff.

Die Beschreibung hält durchaus, was sie verspricht. Man darf sich auf eine actionreiche Fahrt durch farbenfrohe und magische Inselwelten freuen, die voller Geheimnisse und Gefahren stecken.
Die Hauptfigur Amora ist nicht unbedingt ein einfacher Charakter und ich hatte bis auf wenige Momente so meine Probleme ihr. Auf der positiven Seite kann man vermerken, dass sie für die Zukunft ihres Reiches ihr Leben aufs Spiel setzen würde und wirklich mutig ist. Aber anderseits ist sie oft unfassbar arrogant, selbstbezogen und rücksichtslos, so dass sie nicht immer Sympathiepunkte sammeln konnte.
Ihre Begleiter sind da deutlich liebenswerter, angefangen beim charmanten Piraten Bastian, dem treuen und freundlichen Ferrick bis hin zur toughen Meerjungfrau Vataea. Gerade der selbstlose Ferrick tat mir manchmal richtig leid, wenn er mit der schroffen Art von Amora konfrontiert wurde. Dafür darf er ihr in einer meiner Lieblingsszenen mal richtig die Meinung sagen. Im Zusammenspiel mit den anderen Charakteren entwickelt sich auch Amora zum Glück ein wenig weiter, wobei sie gegen Ende meiner Meinung nach wieder in die falsche Richtung driftet. Bastian ist definitiv meine Lieblingsfigur, auch wenn er es nicht schafft, an meinen persönlichen Lieblingspiraten im Fantasygenre heranzukommen.
Die Handlung wird von der Autorin durchaus spannend erzählt und es gibt einige überraschende Twists. Es geht immer wieder ziemlich brutal zur Sache und bei mir kam beim Lesen zumindest keine Langeweile auf. Der Cliffhanger am Schluss des Buches hinterlässt zahlreiche Fragezeichen, so dass auf jeden Fall die Neugier auf den zweiten Band geweckt ist.

Mein Fazit:
Eine Reise in die bunte und gefährliche Inselwelt lohnt sich unbedingt und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.05.2021

Verbotene Liebe

Dear Sister
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„Dear Sister“ von Klara Robert ist der Auftakt zu einer ungewöhnlichen Dilogie, die ein Tabuthema in den Mittelpunkt der Handlung stellt.
Joe und Jenna sind siebzehnjährige Zwillinge, die eine lebenslange ...

„Dear Sister“ von Klara Robert ist der Auftakt zu einer ungewöhnlichen Dilogie, die ein Tabuthema in den Mittelpunkt der Handlung stellt.
Joe und Jenna sind siebzehnjährige Zwillinge, die eine lebenslange enge Vertrautheit verbindet. Sie streiten sich zwar ständig, wie gewöhnliche Geschwister, aber das ständige Bedürfnis, dem anderen nahe zu sein, unterscheidet sie auch von anderen. In letzter Zeit merkt Joe, dass sich seine Gefühle für seine Zwillingsschwester immer mehr verändern. Er sieht sie in manchen Situationen inzwischen mit anderen Augen, die mit brüderlicher Liebe immer weniger zu tun haben. Joe ist überwältigt von den tiefen Emotionen, die offiziell nicht sein dürfen und die sich trotzdem nicht vollständig unterdrücken lassen.

Klara Robert greift mit ihrer Geschichte ein sehr kontroverses Thema auf, was in einer konventionellen Lovestory in dieser Form wahrscheinlich nicht zu finden ist. Dieser Balanceakt ist wirklich schwierig und ich bewundere die Autorin, dass sie sich tatsächlich an diese Herausforderung herangewagt hat.
Die Handlung wird von einem neutralen Erzähler in der dritten Person erzählt, woran ich mich erst ein paar Kapitel lang gewöhnen musste. Danach ist es aber absolut kein Problem mehr.
Joe steht, wie der Titel schon vermuten lässt, im Fokus des ersten Bandes. Da verwundert es nicht, dass ich mich ihm viel mehr verbunden gefühlt habe, als Jenna. Seine gesellschaftlich und moralisch nicht erlaubten Gefühle kommen nicht über Nacht, sondern entwickeln sich ganz langsam und unerwartet, was ich persönlich als sehr gut beschrieben empfand. Seine innere Zerrissenheit und die Kämpfe, die er mit sich ausfechten muss, wirken authentisch und nachvollziehbar.
Jennas Emotionen gehen momentan noch nicht in die Tiefe und bleiben zunächst oberflächlich. Hier hoffe ich auf den zweiten Teil, der ihre Beweggründe wohl deutlicher und verständlicher machen wird. Bisher bleibt sie ein widersprüchlicher und nicht immer sympathischer Charakter, auf dessen Entwicklung ich aber gespannt bin.
Die Autorin tastet sich eher langsam an die sich wandelnde Geschwisterbeziehung heran, was ich persönlich gut fand. Grenzen werden hier maximal zart ausgelotet und ich bin neugierig, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Nicht nur der fiese Cliffhanger sorgt für einige offene Fragen, die die Fortsetzung hoffentlich beantwortet.

Mein Fazit:
Das sensible und nicht einfache Thema wurde meiner Meinung nach bisher gut umgesetzt, auch wenn nur der zweite Band das Gesamtbild komplett vervollständigen kann. Von mir gibt es erstmal gern eine Leseempfehlung und sehr gute 4 von 5 Sternen mit Tendenz nach oben.

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Veröffentlicht am 13.05.2021

Ein großer Traum

Der Geschmack von Karamell und Liebe
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„Der Geschmack von Karamell und Liebe“ von Colleen Coleman erzählt vom größten Traum der Protagonistin, der sich endlich erfüllen könnte.
Die 29-jähre Köchin Katie musste im letzten Jahr die Pleite ihres ...

„Der Geschmack von Karamell und Liebe“ von Colleen Coleman erzählt vom größten Traum der Protagonistin, der sich endlich erfüllen könnte.
Die 29-jähre Köchin Katie musste im letzten Jahr die Pleite ihres ersten eigenen Restaurants verschmerzen und hält sich nun mit einem Job als Küchenhilfe in einem Seniorenheim über Wasser. Über eine Zeitungsanzeige erfährt sie, dass ein weltbekannter Sternekoch, der gleichzeitig ihr größtes Vorbild ist, einen Chefkoch für sein neu eröffnetes Restaurant sucht. Katie nutzt ihre Chance und schafft es tatsächlich unter die letzten Bewerber. Aber unter ihnen ist auch Ben, der einst ihre große Liebe war und der ihr Herz immer noch durcheinander bringt.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und mit ihrem leichten und humorvollen Schreibstil kann sie definitiv punkten.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Katie, die nach einem aussichtsreichen Start, ihre Karriereträume zunächst begraben musste. Obwohl sie erneut fast bei Null anfangen muss, lässt sie sich dank der moralischen Unterstützung ihrer Freunde nicht unterkriegen, richtet ihr Krönchen und macht einfach weiter. Der Kochwettbewerb eröffnet ihr die Möglichkeit, ihren großen Traum, für den sie viel geopfert hat, doch noch wahr werden zu lassen.
Katies Entwicklung und der Weg zu ihrem Lebensziel stehen eindeutig im Fokus der Handlung. Mir persönlich gefällt sehr, dass sie sich selbst immer treu bleibt und auch im schlimmsten Konkurrenzkampf ihre inneren Werte nicht vergisst. Das macht sie zu einer absolut liebenswerten Persönlichkeit. Die Lovestory mit Ben verläuft eher im Hintergrund. Wobei die Bezeichnung Lovestory für das unerwartete Wiedersehen und die gemeinsamen Momente im Wettbewerb vielleicht etwas zu hoch gegriffen erscheint. Es ist spürbar, dass auf beiden Seiten wohl noch alte Gefühle vorhanden sind, aber echte Funken fliegen nur in der Küche.
Colleen Coleman fängt den Kampf der Egos und die spezielle Atmosphäre in den Profiküchen realistisch und glaubhaft ein und verbindet sie mit den Themen Freundschaft, Liebe und Hoffnung.

Mein Fazit:
Die leichte Story ist unterhaltsam und sorgt für kurzweilige Lesestunden. Von mir gibt es dafür gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.05.2021

Wendepunkte

Wild wie der Wind
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„Wild wie der Wind“ ist der Abschlussband der Northern Love Trilogie von Julie Birkland.
Nach Krister und Espen folgt nun die Geschichte ihrer Schwester Alva, die als Kinderärztin in der gemeinsamen Familienpraxis ...

„Wild wie der Wind“ ist der Abschlussband der Northern Love Trilogie von Julie Birkland.
Nach Krister und Espen folgt nun die Geschichte ihrer Schwester Alva, die als Kinderärztin in der gemeinsamen Familienpraxis in Lillehamn arbeitet. Alva kümmert sich hauptsächlich um die Probleme anderer und vernachlässigt dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Als ihr 30. Geburtstag kurz bevor steht, kommt sie ins Grübeln, was sie selbst vom Leben erwartet. Ablenkung bietet ihr der geheimnisvolle Jo, der seit einigen Wochen regelmäßig ihre Vorstellung in der örtlichen Robbenstation besucht. Jo ist ein ehemaliger Handballstar, der seine Karriere plötzlich beendete und nun inkognito abseits der Medien zur Ruhe kommen möchte.

Die wahnsinnig liebenswerte Alva hatte ich schon seit dem ersten Teil ins Herz geschlossen. Sie stellt das Wohlbefinden aller anderen Menschen weit über ihr eigenes und übertreibt es fast mit ihrem Helfersyndrom. Nun erfährt man auch, woher ihr Drang kommt, es immer allen recht machen zu wollen und niemanden mit ihren eigenen Problemen zu belästigen. Die glücklichen Paare in ihrem Umfeld zeigen ihr deutlich, was sie in ihrem Leben schmerzlich vermisst.
Joakim hat sich von allen zurückgezogen und ist quasi freiwillig ins „Exil“ nach Lillehamn gegangen. Die vermeintliche Robbentrainerin Alva fasziniert ihn und nach mehreren Zufallsbegegnungen nähern sich die beiden ganz langsam an. Dabei ahnt Alva zunächst nichts von seinem Promistatus und Jo genießt das Zusammensein abseits der Öffentlichkeit.
Beide Protagonisten haben sicher ihr Päckchen zu tragen, aber im Vergleich zu den Vorgängerbänden sind die Probleme wesentlich leichter und weniger tragisch. Julie Birkland erzählt die eher ruhige Liebesgeschichte der auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Charaktere ohne riesige Dramen, aber trotzdem gefühlvoll. Das idyllische Setting bildet erneut den perfekten Hintergrund und auch die Familie von Alva spielt wieder eine große Rolle. Mein heimlicher Liebling ist Dalmatinerdame Wilma, die einen wesentlichen Anteil am letztendlichen Happy End von Jo und Alva trägt.

Mein Fazit:
Das Finale der Trilogie ist mit der Gefühlsachterbahn der Vorgänger nicht unbedingt zu vergleichen, aber die Geschichte von Alva und Jo bildet trotzdem einen wunderschönen und runden Abschluss der Northern Love Reihe!

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