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Veröffentlicht am 01.08.2021

Wenn nichts so ist wie es scheint ...

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Achtung: Band 2 einer Reihe! In sich abgeschlossen, aber mit Überschneidungen!

Stacey weiß nicht, was mit ihr los ist. Irgendwie fühlt sich alles nur noch falsch an. Sie hat damals ihre Träume aufgegeben, ...

Achtung: Band 2 einer Reihe! In sich abgeschlossen, aber mit Überschneidungen!

Stacey weiß nicht, was mit ihr los ist. Irgendwie fühlt sich alles nur noch falsch an. Sie hat damals ihre Träume aufgegeben, um für ihre Mutter da zu sein und irgendwie hat die den Absprung verpasst. Jetzt hat sie einen Job, der ihr nichts bedeutet, wohnt über der Garage ihrer Eltern, ist Single und der einzige Lichtblick ist das Renaissance Festival, das jeden Sommer stattfindet und selbst das ist nicht mehr dasselbe. Sie beschließt – betrunken – dem Mann zu schreiben, mit dem sie die letzten Sommer über eine Affäre hatte und oh Wunder – er schreibt zurück und auf einmal ganz liebe Dinge und tiefgründige Dinge. Aber die Sache hat einen Haken – Stacey weiß es nur noch nicht.


Stacey tat mir so unbeschreiblich leid. Man stellt sehr schnell fest, dass man sie eigentlich überhaupt nicht kennt, dass die Stacey, die alle anderen sehen – und auch wir in Band 1 – eine Fassade ist. Sie spielt ihre Rolle, die witzige Blonde. Niemand erwartet von ihr etwas anderes. Doch immer öfter stoßen ihr genau diese Dinge auf. Sie wird übersehen, übergangen, zurückgesetzt und niemand merkt es. War es schon immer so? Das alles steigert ihre Unzufriedenheit mit ihrem Leben. Stacey will eine Veränderung, aber sie weiß nicht wie.
Die Email an ihre Ex-Affäre war eine Idee, die betrunken irgendwie Sinn gemacht hat, nüchtern aber nicht mehr. Doch Dex antwortet ihr! Und auf einmal schreibt er ganz andere Dinge, als die, die er ihr sonst gesagt hat. Fällt es ihm vielleicht einfach leichter, sich schriftlich auszudrücken? Kennt Stacey ihn überhaupt, oder macht er es so wie sie und zeigt anderen nur, was sie sehen wollen?

Dieser Band ist komplett aus Stacey Sicht geschrieben, was angesichts der Konstellation auch Sinn macht, sonst würde direkt verraten, was bei der ersten Wendung passiert, obwohl mir das sofort klar war, aber das hat mich nicht groß gestört.


Fazit: In diesem Buch steckt sehr viel Schmerz. Mir taten beide Protagonisten sehr, sehr leid. Sie mussten und müssen viel einstecken und vieles wird von anderen gar nicht als Verletzung wahrgenommen. Sie tun es nicht absichtlich, trotzdem tut es weh – das kenne ich wirklich sehr gut. Besonders wenn es einem sowieso schon nicht so gut geht, kommt vieles noch heftiger bei einem an, als sonst. Abgesehen davon neigen wir dazu anderen unser „Happy-Face“ zu zeigen. Es ist irgendwie zu einer gesellschaftlichen Norm geworden, dass es einem „gut“ geht. Niemand will hören, dass es anders ist und es wird einem suggeriert, dass, wenn es einem nicht gut geht, man versagt hat und sich dafür schämen sollte. Und das ist so falsch!
Diese Message fand ich wirklich gut. Die erste Wendung war total vorhersehbar, aber hat mich nicht gestört, die zweite dagegen hat mich überrascht und ich habe wirklich mit Stacey gefühlt. Allerdings fand ich es etwas schade, wie das letztlich aufgelöst wurde, das hätte ich mir etwas anders gewünscht.

Von mir bekommt das Buch trotzdem 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Ein wirklich schönes Buch - auch wenn man den Protagonisten anfangs gern erwürgen würde

Wo das Herz der Erde schlägt
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Triggerwarnung: Sexuelle Belästigung und versuchte Vergewaltigung!

Als hätte es Emma nicht schon schwer genug, mit einer Kollegin, die sie wie eine Dienstbotin behandelt und bei jeder Gelegenheit fertig ...

Triggerwarnung: Sexuelle Belästigung und versuchte Vergewaltigung!

Als hätte es Emma nicht schon schwer genug, mit einer Kollegin, die sie wie eine Dienstbotin behandelt und bei jeder Gelegenheit fertig macht und einem Kollegen, der sie begrabscht und wie Dreck behandelt, nein, auf dem Trip für eine Reportage, auf die sich Emma schon so sehr gefreut hat, trifft sie auf Ethan Blackbird, einen Ranger der scheinbar der allergrößte A… der Welt ist und wer begleitet die Gruppe auf dem Weg durch den Nationalpark? Richtig. A…-Ethan Blackbird. Könnte es noch schlimmer kommen? Ja, leider kann es das.


Emma hat es echt nicht leicht. Sie träumt davon Reporterin zu werden, aber dieser Traum scheint unerreichbar. Ihre Kollegin gibt ihr keine Chance, im Gegenteil, anstatt sie wie eine Aufnahmeleiterin zu behandeln, was Emma ja auch ist, sieht sie in ihr eine dämliche Assistentin. Schlimmer noch, sie nutzt jede Chance, um Emma lächerlich zu machen und zu verletzen. Dann wäre da auch noch Kai, der Kameramann. Auch er behandelt Emma wie Dreck, aber seine Blicke machen ihr noch viel größere Angst, als sein verletzender Ton und seine gemeinen Worte. Schon einmal hat er Emma gegen ihren Willen begrabscht, was wenn er diesen Trip nutzt, um es wieder zu tun?
Ethan ist Anfangs auch nicht besser. Ständig urteilt er über Emma, ohne sie überhaupt zu kennen. Er hat scheinbar jede Menge Vorurteile gegenüber Touristen und trägt viel Wut in sich. All das lässt er auf Emma herabregnen, doch entgegen ihres sonstigen Verhaltens, schafft sie es, sich gegen ihn zu behaupten. Sie lässt sich nicht fertig machen, egal wie sehr er sie manchmal einschüchtert und egal, wie sehr sein widersprüchliches Verhalten Emma zunehmend verwirrt.

Ethan hat eine ganze Menge durchgemacht. Er trägt eine schwere Last mit sich herum und hält alles und jeden auf Abstand, bis auf seine geliebten Wildtiere. Emma bringt ihn total aus dem Konzept. Er will nicht von ihr fasziniert sein, aber sie hat ihn verhext, er kann nicht aufhören an sie zu denken.

In dem Buch geht es um einige Themen, die wirklich nicht ohne sind. Unter anderem sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und versuchte Vergewaltigung. Allerdings wird dabei manchmal auch zu dick aufgetragen und nicht nur bei diesen Themen, was ich persönlich etwas schade fand. Dadurch „passiert“ mehr, aber ich finde das hätte die Handlung nicht nötig gehabt, es wäre auch eine Nummer weniger spannend genug gewesen.

Was ich wirklich toll fand war, die Beschreibung der Natur, des Nationalparks und auch der Kultur von Ethans Stamm. Wir hier wissen kaum etwas über Indianer, ihre Mythen und Legenden und ihren bis heute andauernden Kampf.


Fazit: Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Emma war mir sehr sympathisch und Ethan wurde es auch, obwohl ich ihn anfangs wirklich gern mehr als einmal gern irgendwo runtergeworfen hätte – er kann echt ein A… sein! Aber es steckt so viel mehr in ihm und wenn er es einen endlich sehen lässt, kann man sich ihm nicht entziehen.

Stellenweise wurde etwas zu dick aufgetragen, das fand ich schade, die Handlung hätte das nicht nötig gehabt. Dafür muss ich leider einen halben Stern abziehen, weil es dem Buch an Glaubwürdigkeit nimmt. Ansonsten fand ich es aber wirklich richtig schön. Von mir bekommt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.05.2021

Wieder mal richtig schön und überraschende Protagonisten

Gilde der Jäger - Engelssonne
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Achtung: Band 13 einer Reihe!

Der Kolibri ist erwacht. Viel zu lange war sie gebrochen und gefangen in den Scherben ihres Verstandes, nachdem ihr Ex-Mann und Vater ihres Sohnes ihren Geist gebrochen hat. ...

Achtung: Band 13 einer Reihe!

Der Kolibri ist erwacht. Viel zu lange war sie gebrochen und gefangen in den Scherben ihres Verstandes, nachdem ihr Ex-Mann und Vater ihres Sohnes ihren Geist gebrochen hat. Sharine hat mehr leid und Verlust erlebt, als alle anderen Unsterblichen und das vor allem auch in jungen Jahren. Doch es war die Grausamkeit ihres Ex-Mannes, die sie zerstört hat. Nun ist sie nicht mehr der Kolibri, zart und zerbrechlich, sondern Sharine, eine Künstlerin und Kriegerin zu gleichen Teilen.
Titus, der Erzengel von Südafrika hat alle Hände voll zu tun die Seuche der Wiedergeborenen auszurotten. Doch es scheint ein Kampf gegen Windmühlen zu sein. Es nimmt einfach kein Ende. Durch seine barsche Art vertreibt er zudem ausgeliehene Krieger, sodass ihm der Kader schließlich den Kolibri als Helferin schickt, den einen Engel, den die gesamte Engelheit zutiefst verehrt. Doch was soll er mit einer Künstlerin mitten im Krieg?


Ich habe ja die letzten beiden Bände der Reihe ausgelassen und bin ehrlich gesagt froh darüber. Mir haben die Schilderungen anderer gereicht, um für mich zu erkennen, dass sie mir nicht gefallen hätten. Doch bei diesem Band konnte ich einfach nicht widerstehen! Ich mochte Titus schon immer sehr, aber den Kolibri fand ich von Anfang an überaus faszinierend.
Man lernte sie als gebrochene Frau kennen, die in einer ganz anderen Welt lebt, die aber dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – von der gesamten Engelheit verehrt wird. Eine unglaubliche Leistung, sind sie sich doch sonst in beinahe gar nichts einig.

Doch Sharine ist nicht mehr der Kolibri. Sie ist so stark geworden! Endlich scheint sie zu sich selbst zu finden, zu der Frau, die sie immer hatte sein sollen, es aber nie werden konnte, weil die vielen seelischen Verletzungen, die sie erlitten hatten, es ihr unmöglich machten. Sharine hat als junger Engel ihren Gefährten verloren und kurz darauf ihre Eltern. Beides kommt für gewöhnlich einfach nicht vor. Damals sagte man ihr nach, den Tod zu bringen, was sie zutiefst verletzt hat und dann geriet sie an einen grausamen Mann.
Sharine ist eine Uralte, das war einem früher nie klar. Erst in diesem Band wird einem das bewusst und einerseits versetzt sie einen in Erstaunen, andererseits tut sie einem unglaublich leid. Sie musste so viel leiden.
Sie hat sich selbst aus ihrem Gefängnis befreit, doch auch ihr Ex ist aus seinem Schlaf erwacht und man muss sich fragen, was das nun für sie bedeutet.

Titus ist der Krieger unter den Erzengeln. Er lebt für den Kampf. Aber der Krieg gegen die Wiedergeborenen bringt auch ihn an seine Grenzen. Es ist wirklich toll ihn jetzt als „Mensch“ kennenzulernen. Er ist ganz anders, als man gedacht hätte.
Er weiß nicht was er von Sharine halten soll. Natürlich bewundert er den Kolibri wie alle anderen auch, aber ihr Verhalten passt nicht zu den bekannten Schilderungen über sie. Diese Frau ist nicht sanft und zerbrochen, sie ist stark und schlagfertig, mächtig und verdammt schön. Aber Titus weiß, dass er sich die gesamte Engelheit zum Feind machen würde, wenn er versuchte sich dem Kolibri auf diese Art zu nähern. Dennoch, sie fasziniert ihn und macht ihn gleichzeitig wütend und bezaubert ihn.


Fazit: Ich mochte das Buch wirklich sehr gern. Ich fand Titus und Sharine total sympathisch und habe mich so gefreut die beiden endlich näher kennenzulernen. Beide wachsen in diesem Buch über sich hinaus und das ist einfach nur toll.
Allerdings hat sich das Buch manchmal etwas gezogen, was ich schade fand. Es sind seitenlange Beschreibungen von Kämpfen, die sich manchmal zu lang aneinanderreihen. Dadurch wirken sie mehr wie Seitenfüller, als wichtige Elemente der Handlung.
Abgesehen davon mochte ich das Buch aber wirklich sehr.

Von mir bekommt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.05.2021

Ich fand es wirklich schön

A Song For You
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Ember traut keinen Männern mehr, schon gar nicht Männern, die sie attraktiv findet. Ihr Ex-Mann ist der beste Beweis dafür, dass ihr Männergeschmack mehr als beschissen ist. Immerhin hat sie ihn am Tag ...

Ember traut keinen Männern mehr, schon gar nicht Männern, die sie attraktiv findet. Ihr Ex-Mann ist der beste Beweis dafür, dass ihr Männergeschmack mehr als beschissen ist. Immerhin hat sie ihn am Tag der Beerdigung ihres Vaters mir einer anderen in ihrem Bett erwischt und das nach allem, was er ihr sonst schon alles angetan hat. Nein, keine Männer mehr. Doch dann stellt sich heraus, dass die Mieterin ihrer Pensionszimmer keine Frau, sondern eine Rockband ist. Und ausgerechnet der skandalumwitterte Frontmann bringt ihren Körper zum Summen. Aber Ember hat den Hass ihres Ex-Mannes unterschätzt.


Ember tat mir einfach nur furchtbar leid. Je mehr man über ihre Ehe erfährt, desto schlimmer wird es. Ihr Ex-Mann ist so ein A…, dass ich am liebsten zur Mistgabel gegriffen und ihm die Hölle heiß gemacht hätte! Er ist so böse, so … mir fehlen da echt die Worte. Ember versucht all das vor ihrer süßen kleinen Tochter geheim zu halten. Sie soll nicht wissen, was für ein Mensch ihr Vater ist und was für eine Art Ehe ihre Eltern geführt haben.

Ash ist am Ende. Er befindet sich an seinem persönlichen Tiefpunkt und wurde mit der gesamten Band ins Exil geschickt. Dort soll er wieder zu sich und seiner Musik finden, doch er fühlt sich einfach nur leer. Bis er Ember begegnet. Ein Blick auf sie und er fühlt zum ersten Mal seit langem wieder etwas. Eigentlich sollte es ihn einschüchtern, dass sie ein Kind hat, aber das Gegenteil ist der Fall. Die Kleine schleicht sich, wie ihre Mutter, in Rekordzeit in sein Herz. Aber kann er ihnen wirklich geben, was sie brauchen? Er weiß doch nun wirklich nicht, wie man ein Vater ist oder ein Partner.

In diesem Buch steckt viel mehr, als man es auf den ersten Blick erwarten würde. Es geht nicht um einen reichen Rockstar, der eine arme Frau von den Socken haut und mit ihr in den Sonnenuntergang reitet, nachdem sein Geld alle Probleme auf magische Art und Weise verschwinden lässt.
Es geht um zwei Menschen, die viel zu oft viel zu sehr verletzt worden sind. Ember durfte sich von ihrem Ex ständig abwertende, verletzende Dinge über sich anhören und weiß, dass sie in ihrer Jugend sehr naiv und dumm war. Sie hat Angst noch einmal verletzt zu werden, aber auch davor, das Leben ihrer Tochter zu versauen, wenn sie sich auf den nächsten Versager einlässt. Ihre Probleme sind echt. Vor allem die mit ihrem Ex-Mann bilden sehr reale Probleme ab, nicht nur in den USA. Zu oft geraten Frauen in die gleiche Situation wie Ember und drohen alles zu verlieren, weil sie dem falschen Menschen vertraut haben.
Bei Ash geht es nicht nur um einen Rockstar mit Schreibblockade, sondern um einen Mann, den ein Ereignis über die Klippe springen ließ. Er hat einfach komplett die Orientierung verloren und schwimmt verzweifelt paddelnd im stürmischen Meer, bis ihm jemand einen Rettungsring in Aussicht stellt.


Fazit: Klar, das Buch nimmt ab und an ein Klischee mit, aber ich fand es insgesamt wirklich sehr gut. Es ist charmant, süß, heiß, aber auch ernst. Es geht um echte Probleme, mit denen sich viel zu viele Menschen herumschlagen müssen. Es geht aber auch um Probleme, in die zu viele junge Frauen geraten, weil sie den falschen Menschen vertrauen und zu lange brauchen, um dessen wahres Gesicht zu erkennen.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, es sei eine typische Rockstar-Romance, doch in diesem Buch steckt viel mehr. Ich fand es wirklich richtig schön und gut und mochte die Protagonisten sehr gern. Ich war voll bei ihnen.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

So schön - aber IHN hätte ich manchmal echt gern erwürgt!

Back To Us
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Fleur und Aaron haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Sie weiß, dass sie für immer beste Freunde sein werden, aber er blockt sie lange Zeit ab, bis sie ihm das Leben rettet, ab da ist sie sein ...

Fleur und Aaron haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Sie weiß, dass sie für immer beste Freunde sein werden, aber er blockt sie lange Zeit ab, bis sie ihm das Leben rettet, ab da ist sie sein Schutzengel.
16 Jahre später treffen sie durch Zufall wieder aufeinander, Fleur zieht es den Boden unter den Füßen weg, aber Aaron scheint sie nicht zu erkennen. Wie kann das sein? Sie würde ihn immer und überall erkennen! Hat er sie in den 16 Jahren, die sie getrennt waren, vergessen? Oder hasst er sie für das, was damals geschah, als sie 8 Jahre alt waren? Für das, was sie auseinandergebracht hat?


Dieses Buch ist gleichermaßen süß wie tragisch. Zwei Menschen, die schon immer für einander bestimmt gewesen zu sein scheinen wurden durch ein grauenvolles Ereignis getrennt – eine Tragödie. Wer weiß, was anderenfalls aus ihnen geworden wäre?
Jetzt treffen sie als Fremde aufeinander, beide vom Leben gezeichnet und auf ihre jeweilige Art kaputt.

Wenn man die Nachrichten liest, die die beiden einander als Kinder geschrieben hat, schmilzt man schon dahin. Sie sind so süß und man muss sie einfach lieb haben. Vor allem Fleur, die Aaron in „Lilas“ umgetauft hat, französisch für Flieder, mit ihrem Standard-Spruch: „Ich liebe dich mit all meinen Tentakeln“ – eine Anspielung auf ihren Lieblings-Disney-Film Pocahontas und vielleicht auch ein bisschen auf ihre Locken.

Dann lernt man sie als Erwachsene kennen und sofort bricht einem das Herz. Wo ist das furchtlose, mutige, quirlige Mädchen geblieben? Fleur heute hat diverse Ängste und fühlt sich vor allem eins: unzureichend. Sie findet, sie ist eine Enttäuschung für alle. Sie wird vom Hochstaplersyndrom verfolgt – einem alten Bekannten von mir. Auch ich plage mich beinahe täglich damit herum und kann aus Erfahrung sagen: diese Stimme, die dir ständig sagt, du seist nicht gut genug, und bald wird das auch dein Umfeld erkennen, ist echt eine B*tch!
Fleur hat es aber noch nicht geschafft, diese Stimme zu vertreiben, im Gegenteil. Mit jedem Atemzug wartet sie darauf als „Hochstaplerin“ entlarvt zu werden, darauf, dass ihre Väter erkennen, dass sie eine Versagerin ist und sie nicht mehr lieben, darauf, dass sie in ihrem neuen Job in Aarons Firma gefeuert wird, weil sie nicht gut genug ist, nicht talentiert genug, nicht klug genug. Wie sie immer sagt: sie ist nichts Besonderes, sie ist Durchschnitt, eher noch unterdurchschnittlich. Und jeden Tag lebt sie mit diesen toxischen Gedanken in ihrem Kopf.

Aaron ist eine Maschine. Er arbeitet, er isst, er arbeitet und schläft und dann wieder von vorne. Als sein Chef eine Comic-Zeichnerin namens Lilas einstellt, ist er absolut dagegen. Irgendetwas an ihr irritiert ihn. Vielleicht ist sie eine Spionin? Er setzt jedenfalls alles daran sie rauszuekeln. Sicher ist sicher.
Doch Aaron hat auch eine andere Seite. Er kann ein mega A… sein, keine Frage, aber er kann auch so süß und verletzlich und einfach „awwww“ sein. Er glaubt langsam verrückt zu werden und Albträume suchen ihn heim, ebenso, wie Erinnerungen an Fleur, seinen Schutzengel. Er will sie unbedingt finden, unbedingt! Vielleicht schafft sie es erneut ihn zu retten?


Fazit: Das Buch ist an ein K-Drama angelehnt und das ist es wirklich: dramatisch. Mir war es ehrlich gesagt schon etwas zu viel. Aaron habe ich als erwachsenen mehr als ein Mal richtig gehasst, aber so wirklich richtig! Er ist so gemein zu Lilas und nach der Wendung hätte ich ihn an liebsten erwürgt. Ein bisschen ist das bei ihm wie mit Jekyll und Hyde – lieber, süßer Aaron und A…-Aaron. Wie gesagt, mir ist das immer wieder zu extrem dramatisch. Aber das Buch kann auch unbeschreiblich berührend sein. Ich wollte die beiden so oft in den Arm nehmen, Fleur ins Gewissen reden, ihr Mut zusprechen und Aaron abwechselnd trösten und erwürgen.
Wenn man erfährt, was damals geschehen ist – ich hatte es bereits geahnt – ist das so schrecklich und tragisch und man kann einfach nur weinen, weil es diese beiden Menschen so verletzt und traumatisiert hat.

Wäre das Buch ein bisschen weniger dramatisch gewesen und Aaron nicht ganz so ein extremer A… manchmal, dann hätte es volle 5 Sterne von mir bekommen, so reicht es nur zu 4,5 und das auch nur, weil es mich stellenweise so unglaublich berührt hat.

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