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Veröffentlicht am 04.06.2021

Nannerls große Liebe

Fräulein Mozart und der Klang der Liebe (Ikonen ihrer Zeit 4)
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Salzburg 1766. Maria Anna Mozart genannt Nannerl, hat viele Verehrer. Doch sie hat nur ihre Musik im Sinn. Gemeinsam mit ihrem Bruder Wolfgang spielt sie in ganz Europa an den vornehmsten Höfen. Doch ...

Salzburg 1766. Maria Anna Mozart genannt Nannerl, hat viele Verehrer. Doch sie hat nur ihre Musik im Sinn. Gemeinsam mit ihrem Bruder Wolfgang spielt sie in ganz Europa an den vornehmsten Höfen. Doch dann muss sie die Bühne für ihren Bruder freimachen. Ablenkung hat sie durch eigene Kompositionen und sie geht auf viele Bälle. Eines Abends lernt sie Franz Armand d’Ippold kennen und verliebt sich in ihn. Aber Franz ist keine gute Partie, er hat kein Geld. Und die Familie Mozart ist hochverschuldet und daher kann Nannerl nicht aus Liebe heiraten. Doch sie gibt nicht auf, weder ihre Musik noch ihre große Liebe.

Meine Meinung
Ich kann nicht behaupten, dass ich ein Mozart-Fan bin, dazu kann ich mit klassischer Musik nicht allzuviel anfangen. Doch das Leben der Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart interessierte mich schon und daher habe ich dieses Buch gelesen und es auch nicht bereut. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich auch – dank des unkomplizierten Schreibstils (keine Unklarheiten im Text) gut in die Protagonisten hineinversetzen. Nichts störte daher meinen Lesefluss. Nannerl tat mir leid, als sie hinter ihrem Bruder zurückstecken musste. Denn Leopold Mozart wollte seinen Sohn groß herausbringen. Wer weiß vielleicht hätte Nannerl ihn sogar ausgestochen, hätte sie die gleichen Möglichkeiten wie ihr Bruder gehabt. Aber das war damals für eine Frau eben nicht üblich. Genau wie es nicht erlaubt war, als Lehrer, bzw. Direktor einer Schule, zu heiraten. Nannerl tat mir wirklich sehr leid, aber sie konnte nicht riskieren, dass sie alles verlieren würden. Denn die Schulden, die sich angehäuft hatten, waren immens hoch, weder Wolfgang Amadeus noch seine Frau konnten mit Geld umgehen. Und doch geschah etwas, was Nannerl glücklich machte, Doch was das war, und wie dies passieren konnte, das soll der geneigte Leser selbst lesen. Dies ist eine Romanbiographie. Vieles in diesem Buch ist wirklich passiert, doch manches ist auch fiktiv. Im Nachwort kann man lesen, was Wirklichkeit war, wer wirklich gelebt hat und auch was die Autorin geändert hat, um dem Roman Spannung zu verleihen. Für mich war dieses Buch durchaus spannend, auch wenn es sich zu Anfang etwas zog. Aber auch diese Zeit war wichtig zum Verständnis des restlichen Buches. Es hat mich gefesselt, mir sehr gut gefallen und außerdem auch noch gut unterhalten. Dabei bin ich eigentlich gar nicht der Biographie-Leser. Diese kann ich gerne weiterempfehlen und vergeben die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 03.06.2021

Wie immer: Spannend

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1)
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Es ist das Jahr 1893. Auf dem Wiener Zentralfriedhof gibt es den schrulligen aber gebildeten Kauz Augustin Rothmayer, ein Totengräber der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Als eines Tages ...

Es ist das Jahr 1893. Auf dem Wiener Zentralfriedhof gibt es den schrulligen aber gebildeten Kauz Augustin Rothmayer, ein Totengräber der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Als eines Tages der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt zu ihm kommt wird seine Ruhe jedoch gestört. Leopold braucht einen Todesexperten. Es wurden mehrere Dienstmädchen ermordet, alle gepfählt. Der Totengräber kennt sich mit allen Stadien des Todes, der Verwesung auch und weiß auch, dass Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Läuft in Wien ein Serientäter herum? Die beiden beginnen gemeinsam zu ermitteln und stellen fest, dass sich in der Weltstadt tiefe Abgründe auftun.

Meine Meinung
Ich mag die Romane von Oliver Pötsch sehr gerne, auch wenn es mir nicht möglich ist, alles von ihm zu lesen. Doch was ich bisher von ihm gelesen habe, hat mich jedes Mal begeistert. So auch dieses Buch. Ich war schnell in dieser Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Es geht in diesem Buch auch um Antisemitismus, ein Thema, das wieder sehr aktuell ist. Doch in der Hauptsache geht es um die Morde an den gepfählten Frauen. Leopold von Hertzfeld ist von Graz nach Wien gekommen, doch hier ist man noch nicht so modern wie in seinem Heimatort. Das bekommt er zu spüren. Auch von seiner Abstammung hält sein direkter Vorgesetzter nichts. Doch dazu hier nicht noch mehr, der Leser soll das Buch ja selbst lesen. Es ist, wie ich es bei Oliver Pötzsch gewohnt bin, wieder sehr spannend geschrieben. Und der Autor schafft es auch die Spannung bis zum Buchende zu halten. Es gibt da auch noch ein Mädchen, das Schlimmes erlebt hat und Julia die Telefonistin aus der Polizeidirektion. Und natürlich den Totengräber Augustin Rothmayer, der Leopold auch bei seinen Ermittlungen hilft. Am Ende gibt es ein Nachwort, wo der Autor darauf eingeht, was historisch bewiesen ist, und was Fiktion. Ein solches Nachwort (oder manchmal auch ein Glossar) finde ich gerade bei historischen Romanen sehr wichtig, auch wenn es nicht immer eines gibt. . Dieses Buch hat mich gefesselt mir sehr gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe die volle Bewertungszahl

Veröffentlicht am 29.05.2021

Spannendes Kinderbuch

Die Chroniken von Mistle End 2: Die Jagd beginnt
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Dies ist die spannende Fortsetzung von ‚Der Greif erwacht‘. Viele magische Geschöpfe, Heimat für dieselben und viele andere übernatürliche Wesen. Ein Buch wurde gestohlen: Das Buch der verschollenen Pfade. ...

Dies ist die spannende Fortsetzung von ‚Der Greif erwacht‘. Viele magische Geschöpfe, Heimat für dieselben und viele andere übernatürliche Wesen. Ein Buch wurde gestohlen: Das Buch der verschollenen Pfade. Das ist sehr gefährlich für Mistle End. Cedrik und seine Freunde Emily und Elliot reisen heimlich nach London um das Buch zurückzuholen. Dabei geraten sie in das Visier der Vampire. Dann sind da auch noch Crutch, der dunkle Druide und die Dornhexen. Auf der Tower Bridge kommt es zu einem Kampf. Ist Cedric stark genug um zu bestehen? Ein phantastisches Kinderbuch über einen jungen Druiden und magische Kräfte.

Meine Meinung
Dies ist der zweite Band der Chroniken von Mistle End. Wie im ersten Band war ich auch hier wieder schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Und wie der erste Band ließ sich auch dieses Buch - denk des unkomplizierten Schreibstils des Autoren (keine Unklarheiten im Text) – ohne Unterbrechung im Lesefluss lesen. Ich litt mit Cedrik, der immer noch in Crutch etwas Gute sehen wollte und auch überzeugt war, dass dies noch da war. Ich konnte verstehen, dass die drei Freunde das Buch wieder beschaffen wollten und daher nach London reisten. Das muss es auch, schließlich ist es ja ein Kinderbuch. Ich wurde auch von diesem zweiten Band nicht enttäuscht. Dann gibt es da noch die Vampire in London, einesteils positiv, andernteils negativ zu sehen. Außerdem lauerten in London sehr viele Gefahren, die die drei Freunde bestehen mussten. Aber darüber muss der geneigte Leser selbst lesen. Das Buch war auf jeden Fall spannend vom Anfang bis zum Ende. Es hat mir gut gefallen, mir großen Spaß gemacht, es zu lesen und mich gut unterhalten. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung. Von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 17.05.2021

Was ist damals wirklich geschehen?

Das Mädchen im Nordwind
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Deutschland 193. Luise ist die Tochter eines jüdischen Kaufmanns. Mit ihrer Familie lebt sie in Lüneburg. Eines Tages lernt sie den Isländer Jónas kennen. Sie verlieben sich, nichts kann sie trennen. ...

Deutschland 193. Luise ist die Tochter eines jüdischen Kaufmanns. Mit ihrer Familie lebt sie in Lüneburg. Eines Tages lernt sie den Isländer Jónas kennen. Sie verlieben sich, nichts kann sie trennen. Doch es wird für die Juden in Deutschland immer ungemütlicher. Luise ahnt, dass sie ihre Heimat verlassen muss und dann ist sie auch noch schwanger. Sie flieht mit Jónas nach Island. Ohne ihre Eltern. Doch sie gibt die Hoffnung, dass sie sie retten kann, bevor es zu spät ist, nicht auf.
Island im Jahr 2019. Sofie Berger nimmt sich eine Auszeit in Island. Sie ist gelernte Tischlerin und hat dort einen Auftrag angenommen. Beim Restaurieren fallen ihr Aufzeichnungen in die Hände, die von Luise stammen. Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und liest diese, nimmt teil an der dramatischen Geschichte und ihren Auswirkungen auf die folgenden Generationen. Als sie Björgvin kennenlernt, will sie versuchen zur Versöhnung beizutragen.

Meine Meinung
Es ist das zweite Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe und es hat mich, genau wie das erste, nicht enttäuscht. Durch den unkomplizierten Schreibstil der Autorin n wurde auch der Lesefluss nicht durch Unklarheiten im Text unterbrochen. Es ließ sich leicht und flüssig lesen. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Auf der einen Seite konnte ich Luises Vater verstehen, der sein Kaufhaus nicht im Stich lassen, also nicht emigrieren wollte. Aber ich konnte seine Frau auch verstehen, die ihn dazu bewegen wollte. Sie war auf jeden Fall schlauer als er, denn sie hatte Hitlers Buch gelesen, das anscheinend niemand ernst zu nehmen schien. Luise musste auswandern, denn sie musste auch auf ihr ungeborenes Kind Rücksicht nehmen.
In der Gegenwart kommt ja Sofie Berger nach Island und lernt einen jungen Mann kennen. Und obwohl sie sich nicht verlieben wollte, passiert es doch. Dann findet sie auch noch ein Notizbuch mit Luises Notizen über ihr Leben. Doch Hannes, ihr Sohn, will nichts davon wissen, denn sie hat etwas getan, was er ihr nicht verzeihen kann. Ich habe mich gefragt, ob es wirklich so war, wie Hannes wusste. Und ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen. Es war spannend vom Anfang bis zum Ende, hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter. Von mir die volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 23.04.2021

Ein toller vierter Band

Die Fotografin - Die Stunde der Sehnsucht
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Im Münsingen Anfang des Jahres 1914 sind Anton und Mimi inzwischen Geschäftspartner geworden. Sie haben Erfolg auf der Schwäbischen Alb. Auch Mimis Freunde Bernadette, Corinne und Alexander sind voller ...

Im Münsingen Anfang des Jahres 1914 sind Anton und Mimi inzwischen Geschäftspartner geworden. Sie haben Erfolg auf der Schwäbischen Alb. Auch Mimis Freunde Bernadette, Corinne und Alexander sind voller Tatendrang. Doch es verschärft sich das politische Klima, es ist nichts mehr wie es einmal war. Die Männer müssen an die Front ziehen und die Frauen müssen das tun, was bisher die Männer getan haben. Das gibt einen starken Zusammenhalt im Dorf und nicht nur Mimi erkenne was im Leben zählt und für wen ihr Herz schlägt.

Meine Meinung
Dies ist der vierte Band der Fotografin-Saga von Petra Durst-Benning. Er lag schon einige Zeit auf meinem SUB und jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden, ihn zu lesen, noch rechtzeitig bevor der nächste Band, Band fünf, erscheinen wird. Auf diesen bin ich schon sehr gespannt, denn dieses vorliegende Buch hat mich wieder nicht enttäuscht. Durch den gleichbleibend unkomplizierten Schreistil der Autorin wurde ich im Lesefluss nicht durch Unklarheiten im Text unterbrochen. Ich konnte das Buch in einem Rutsch lesen. Na ja, schlafen musste ich zwischendurch auch noch. In der Geschichte war ich wieder schnell drinnen und konnte mich auch wieder gut in die Protagonisten hineinversetzen. Hier natürlich in der Hauptsache in Mimi Reventlow, die, bedingt durch den Ersten Weltkrieg, die Druckerei selbst führen musste. Und dann auch noch ohne ihre bewährten Drucker, denn jeder wehrfähige Mann musste ja in den Krieg ziehen. Wie sie es geschafft hat, die Druckerei über den Krieg zu bringen, das erzählt dieses Buch. Aber auch wie es die anderen Frauen des Dorfes geschafft haben, ohne ihre Männer zurecht zu kommen…..Was blieb ihnen auch während des Krieges anderes übrig? Petra Durst-Benning hat dies in diesem Buch sehr anschaulich beschrieben und auch über die Männer berichtet, die in diesem Krieg vieles aushalten mussten, oder dabei starben. Das Buch war wieder spannend und blieb es von Anfang bis zum Ende. Wie gesagt, habe ich es in einem Rutsch gelesen. Es hat mich gefesselt und mich gut unterhalten. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter und vergebe die volle Bewertungszahl.