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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2021

unter Druck gesetzt

Eskalation
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Dina Martin hat den Abend mit ihrer Freundin verbracht. Es ist später geworden als sie vorhatte, ihre Tochter Lydia ist um diese Zeit schon im Bett. Auf der Autobahnfahrt nach Hause wird sie von einem ...

Dina Martin hat den Abend mit ihrer Freundin verbracht. Es ist später geworden als sie vorhatte, ihre Tochter Lydia ist um diese Zeit schon im Bett. Auf der Autobahnfahrt nach Hause wird sie von einem Unbekannten angerufen und dazu gedrängt immer weiter zu fahren. Er droht, dass er ihrer Tochter etwas antun werde. Dina gehorcht, sie hält sich an seine Anweisungen. Dann sieht sie eine Polizeikontrolle und hofft auf Rettung. Doch es kommt noch schlimmer.
Aus der Sicht vieler Protagonisten wird im zeitlichen Ablauf die Entführung erzählt. Die Verzweiflung Markus, Dinas Mann, der die Polizei davon überzeugen muss nach Dina zu suchen. Die Hilflosigkeit der Polizei, die Presse, die einerseits unbequeme Fragen stellt und andererseits die Ermittlungen behindert. Dinas Sorgen um das Wohlergehen ihrer Tochter und um ihr eigenes Leben. Gibt es bei der Polizei eine undichte Stelle? Der Presse werden Täterinformationen zugespielt, Fotos von den Tatorten und den Opfern gehen an die Öffentlichkeit. Für uns als Leser gibt es verschiedenen Hinweise auf den Täter, wer es wirklich ist wird erst am Ende deutlich.
Der Psychothriller wird sehr spannend erzählt, bis zu dem Punkt, an dem es an die Aufklärung und die Begründung des Täters geht. Diese ist extrem langatmig und ermüdend.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Auswirkung von Kindesmisshandlung

Der Stotterer
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Johannes Hosea Stärkle wächst in einem äußerst gläubigen Haushalt auf, die Bibel, besonders das alte Testament in Auslegung des Pfarrers Bachofen ist Richtschnur für alles. Als Johannes mit dem Stottern ...

Johannes Hosea Stärkle wächst in einem äußerst gläubigen Haushalt auf, die Bibel, besonders das alte Testament in Auslegung des Pfarrers Bachofen ist Richtschnur für alles. Als Johannes mit dem Stottern beginnt gibt es dafür jedesmal Schläge. Mit qualvoller Teufelsaustreibung soll ein Jugendlicher von der Homosexualität geheilt werden. Da das Sprechen für Johannes immer schwieriger wird wird er zum Schreiber. Er verfeinert seine Kunst so sehr, dass er manipulativen Texte verfasst und damit sein Geld verdient, auch auf kriminellem Wege. Der Gefängnispfarrer ermutigt ihn zum Verfassen seiner Lebensgeschichte, die wir nun, unterbrochen von Ereignissen im Gefängnis und seinen Tagebucheintragungen, mitlesen. Doch war ist wahr und was erdichtet? Manche Ereignisse aus seinem Leben erfahren wir in unterschiedlichen Fassungen. Gerade diese Rückblenden und immer neue Sichtweisen, versehen mit einem außergewöhnlich guten Schreibstil, lassen einen selbst nachdenklich werden, wie das Leben hätte verlaufen können.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Auseinandersetzung mit dem Judentum

Viktor
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Die 20-jährige Geertje lebt und studiert im holländischen Nimwegen Jura. In ihrem Elternhaus war Musik ein vorherrschen Thema, besonders die Musik Gustav Mahlers wurde von ihren Großeltern bevorzugt. Schließlich ...

Die 20-jährige Geertje lebt und studiert im holländischen Nimwegen Jura. In ihrem Elternhaus war Musik ein vorherrschen Thema, besonders die Musik Gustav Mahlers wurde von ihren Großeltern bevorzugt. Schließlich stammte auch Mahler aus Wien, auch Mahler war ursprünglich Jude und ist zum Katholizismus konvertiert. Geertjes Großeltern könnten sich auf diese Weise in einem belgischen Kloster verstecken und überlebten so den Holocaust. Was macht dieses Überleben mit den Menschen wenn sie wissen, dass andere Familienmitglieder es nicht geschafft haben? Auf dem Dachboden schlummern alte Unterlagen, mit denen Geertje sich auseinander setzt und mehr über ihre eigene Vergangenheit erfahren möchte. Ein Schritt ist ihr Weg zum Judentum, sie tritt einer Synagoge bei, lernt die Regeln kennen und ändert ihren Namen in Judith. Bei ihren Recherchen ist ihr Großonkel Viktor überall präsent. Als Frauenschwarm, als Spieler und Hallodri von der Familie beschrieben erfährt sich jedoch eine ganz andere Seite von ihm, die schließlich das Überleben der Familie und ihr eigenes Leben direkt betrifft.
Das Thema ist hochinteressant, man erfährt einerseits über die Nöte der Juden während der Nazizeit in Wien, andererseits über die Auseinandersetzung mit dem Judentum an sich. Die Kapitel wechseln dich in den Zeiten ab, sind teilweise sehr kurz und erzählen nur eine kurze Episode um dann wieder Zeit und Ort zu ändern, teilweise gab es auch keinen chronologischen Aufbau. Längere Abschnitte, mit Datumsangaben, hätten geholfen, mehr in das Leben der Menschen hinein zu tauchen, so war es mir zu sprunghaft.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Computer, Fluch und Segen

Keine Panik, ist nur Technik
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Der allgegenwärtige Computer ist für uns Fluch und Segen zugleich. Unser Alltag, unser ganzes Leben wird vom Computer beherrscht, doch beherrschen wir ihn auch? Was weiß ich über den Computer und was weiß ...

Der allgegenwärtige Computer ist für uns Fluch und Segen zugleich. Unser Alltag, unser ganzes Leben wird vom Computer beherrscht, doch beherrschen wir ihn auch? Was weiß ich über den Computer und was weiß der Computer über mich? Viele Begriffe benutzt man täglich ohne genau zu wissen, worum es geht. Was darf man über sich preisgeben und was besser verschweigen? Die Technik schreitet immer schneller voran, künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Arbeiten und verändert unser Berufsleben. Um so wichtiger ist es, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Leicht verständlich wird uns Hilfestellung gegeben.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

überspitzt

Ein Mann der Kunst
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In Vertretung seiner Mutter nimmt der Architekt und Bauleiter Constantin Marx an einer Versammlung des Fördervereins Museum teil. Dort beschließt man den Bau eines Museums ausschließlich mit Werken des ...

In Vertretung seiner Mutter nimmt der Architekt und Bauleiter Constantin Marx an einer Versammlung des Fördervereins Museum teil. Dort beschließt man den Bau eines Museums ausschließlich mit Werken des weltberühmten und hochgehandelten Künstlers KD Pratz. Keiner weiß so genau wer das ist, er lebt zurückgezogen auf einer alten Burg am Rhein und vermeidet jeden Kontakt mit anderen Menschen. Für sein Museum will er eine Ausnahme machen.
Kristof Magnusson beschreibt den Kunstbetrieb überspitzt und übertrieben, doch immer sehr amüsant. Alle Seiten werden beleuchtet, er spielt mit Vorurteilen und Klischees und auch die Baubranche bekommt ihr Fett weg.

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