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Veröffentlicht am 23.06.2021

Das Leben ist nur so schön wie man es selber gestaltet

Herzfehler im Gepäck
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„Herzfehler im Gepäck“ ist die Autobiografie von Anke Trebing.
Anke Trebing wurde 1994 mit einem angeborenen Herzfehler geboren. Als ob das nicht ausreichen würde, bekam sie noch eine zweite chronische ...

„Herzfehler im Gepäck“ ist die Autobiografie von Anke Trebing.
Anke Trebing wurde 1994 mit einem angeborenen Herzfehler geboren. Als ob das nicht ausreichen würde, bekam sie noch eine zweite chronische Erkrankung – Lungenhochdruck – dazu.
In ihrer Autobiografie erzählt uns Anke Trebing von zahlreichen Operationen, Krankenhausaufenthalten, Schmerzen und den Erfahrungen mit den Krankheiten. Bei allen schweren Hindernissen, die diese mit sich bringen, legt Anke Trebing jedoch auch ganz viel Wert darauf die positiven Aspekte in ihrem Leben herauszustellen.
„Das Leben ist immer lebenswert!“
Dieses Motto passt wunderbar zu dieser Lektüre.
Das Cover ist sehr passend gestaltet und hat mich sofort angesprochen.
Das Buch ist in viele kleinere Kapitel unterteilt, in denen Anke Trebing von ihren Erfahrung mit viel Selbstironie und Humor erzählt. Es fehlt hierbei aber auch nie an Ernsthaftigkeit.
Man kann sich die einzelnen Situationen aufgrund der bildhaften Sprache sehr gut vorstellen und auch die Gefühlslage kommt dabei gut rüber.
Mich selber hat das Buch sehr berührt und ich finde, es sollte jeder mal gelesen haben – egal, ob er bereits mit dieser Thematik konfrontiert wurde oder nicht.
Wichtige Botschaften wie die Bedeutung von Blutspenden sowie regelmäßiger ärztlicher Kontrollen werden übermittelt und sollten jeden zum Nachdenken und Handeln anregen.
Aber auch der Umstand, dass 1 von 100 Kindern an einem Herzfehler leidet, hat mich überrascht. Dass es dann doch so viele sind, war mir neu.
Was mir ganz besonders gut gefallen hat, ist, dass Anke Trebing an ihrer Erkrankung nicht zerbricht, sondern das Beste aus ihrem Leben macht – natürlich mit mehr Einschränkungen als gesunde Menschen, aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen können ihre Träume verwirklichen.
Schlussfolgernd ist dieses Buch ein wichtiger Bestandteil zu mehr Sensibilisierung in der Gesellschaft, das vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken bringt und dazu seine Vorurteile zu überdenken.
Mich lässt es nach dem Lesen mit einem guten Gefühl zurück und ich hoffe, von dieser Autorin noch weitere Bücher lesen zu können.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Tolle Fortsetzung einer großartigen Familiensaga

Gut Greifenau - Silberstreif
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Im 5. Band der Familiensaga „Gut Greifenau – Silberstreif“ befindet sich der Leser mittedrin in der Hyperinflation und der Zeit der Weimarer Republik.
Menschen werden an den Rand der Existenz gebracht, ...

Im 5. Band der Familiensaga „Gut Greifenau – Silberstreif“ befindet sich der Leser mittedrin in der Hyperinflation und der Zeit der Weimarer Republik.
Menschen werden an den Rand der Existenz gebracht, da das Geld in Deutschland rasend schnell an Wert verliert. Auf Gut Greifenau haben sowohl der Graf und seine Familie als auch die Dienstboten mit den Wirren der damaligen Zeit zu kämpfen.
Doch die Inflation hat auch positive Seiten – Schulden können schneller als gedacht zurückgezahlt werden und das bedrohte Gut ist vorerst gerettet.
Hanna Caspian entführt den Leser ein weiteres Mal in die Welt von Gut Greifenau, seinen Herrschaften und seinen Bediensteten.
Sofort ist man wieder mittendrin in der Geschichte und fiebert mit liebgewonnenen Protagonisten mit.
Schafft Katharina den Spagat zwischen Familie und Studium?
Kann Konstantin sein Gut vor dem Untergang retten?
Auch Nikolaus und Feodora spielen wieder eine Rolle und sammeln beim Leser wie üblich nicht gerade Sympathien.
Ganz besonders interessant fand ich in diesem Teil die Geschichte rund um Alexander – sehr spannend geschrieben und ein passendes Ende mit noch offenem Ausgang.
Auch die Bediensteten auf Gut Greifenau kommen hierbei nicht zu kurz. Zahlreiche Geschichten, Schicksale und und freudige Nachrichten erwarten den Leser. Doch auch hier erwarte ich im 6. Band noch einige Veränderungen…
Hanna Caspian gelingt es wie immer durch ihren flüssigen und spannenden Schreibstil den Leser in ihren Bann zu ziehen. Man fühlt sich, als ob man direkt am Leben der Dienstboten und der Herrschaften teilnehmen würde.
So viele kleine Schauplätze werden gekonnt verwoben und zu einem großen Ganzen versponnen. Es bleibt dabei kein Handlungsstrang offen.
Sehr gut eingebaut finde ich auch die sich langsam ausbreitenden antisemitischen rechtsradikaleren Denkweisen, die anfangs noch belächelt wurden. Ich denke, dass hier im 6. Band sicher noch mehr kommen wird.
Von mir auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung für jeden Liebhaber historischer Romane. Top recherchierte Geschichte verknüpft mit großartigen Emotionen.
Ich warte gespannt auf den 6. und leider letzten Band dieser tollen Familiensaga!

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Fantasy-Liebesroman mit viel Spannung

Die Legende von Blue World
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Im Fantasy-Liebesroman „Die Legende von Blue World“ Band 1 reist Riona mit ihrer Mutter für 2 Wochen auf die schöne Insel Maui nach Hawaii, um Urlaub zu machen.
Dort angekommen, verliebt sie sich Hals ...

Im Fantasy-Liebesroman „Die Legende von Blue World“ Band 1 reist Riona mit ihrer Mutter für 2 Wochen auf die schöne Insel Maui nach Hawaii, um Urlaub zu machen.
Dort angekommen, verliebt sie sich Hals über Kopf in den mysteriösen Meeresjäger Argon.
Sie ahnt nicht, dass dieser von seinem Volk beauftragt ist, ein Experiment durchzuführen und dafür eine junge schöne Frau braucht – genau so eine wie Riona.
Die Gefahr für Riona ist greifbar nahe, doch kann die Liebe in diesem Falle alle Hindernisse überwinden und siegen?
Das Cover des Romans fällt mir etwas zu kitschig aus. Im Buchladen hätte es mir keinen zweiten Blick und damit auch keine Kaufentscheidung entlockt, was nach dem Lesen der Lektüre sehr schade gewesen wäre.
Die Charaktere der Hauptpersonen sind gut herausgearbeitet.
Riona ist eine junge, sehr hübsche Frau, die sehr vielen Männern den Kopf verdreht, jedoch nur Augen für Argon hat. Sie scheint abenteuerlustig zu sein, jedoch auch Sinn für das Häusliche zu haben. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist innig und liebenswert.
Argon hingegen wirkt mystisch und unnahbar. Er ist ein talentierter Künstler und möchte unter allen Umständen seinem Volk helfen. Anfangs fand ich ihn eher unsympathisch. Im Laufe der Lektüre öffnet sich dem Leser jedoch auch seine Welt Stück für Stück, sodass man seine Wesenszüge verstehen kann.
Der Autorin gelingt es durch bildhafte Sprache, sowohl den Zauber der Insel als auch die Wunder der fantasievollen Unterwasserwelt einzufangen und den Leser mit in diese fantastische Welt zu nehmen.
Von Anfang an fragt man sich, was es mit diesem Experiment auf sich haben könnte.
Sehr gut fand ich auch die fast nebenbei ablaufenden Handlungsstränge der grausamen und ungeklärten Morde, die sich seit einiger Zeit auf der Insel ereignen und die Ermittlungen der Polizei und letztendlich auch des FBI.
So wird kontinuierlich die Spannung aufrecht gehalten und eine kleine Portion Grusel eingebaut.
Das Ende des Buches ist offen und es bleiben noch einige Geheimnisse, die hoffentlich im 2. Band gelöst werden, sodass man auf die Fortsetzung gespannt ist.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich positiv überrascht, nachdem ich bei Erhalt des Buches und Sicht des Covers keine großen Erwartungen daran hatte.
Es ist eine Lektüre, die es vermag, gleichzeitig Urlaubsfeeling als auch Spannung aufzubauen und dabei die Romantik nicht zu kurz kommen zu lassen.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Ein wunderbar humorvoller Krimi

Wattenmeermord
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Der Polizist Jan Benden und seine Frau Laura, auch ehemalige Kriminalbeamtin, hat es in dem Krimi „Wattenmeermord“ von Katja Lund und Markus Stephan auf die idyllische kleine Nordseeinsel Pellworm verschlagen. ...

Der Polizist Jan Benden und seine Frau Laura, auch ehemalige Kriminalbeamtin, hat es in dem Krimi „Wattenmeermord“ von Katja Lund und Markus Stephan auf die idyllische kleine Nordseeinsel Pellworm verschlagen. Hier ersehnen sie sich ein ruhigeres Leben als das bisherige und vor allem keine schlimmen Verbrechen.
Eines Tages wird jedoch eine Leiche auf dem Deich gefunden und nach kurzer Untersuchung ist klar, dass hier ein Mord geschehen ist.
Jan und seine Frau Laura übernehmen unterstützt vom selbsternannten Assistenten Tamme die Ermittlungen und stoßen dabei auf mehr Verdächtige, als ihnen lieb ist.

Das Cover ist sehr passend zum Inhalt des Buches gewählt. Die düsteren Wolken am Himmel zeigen bereits an, dass hier ein „Unwetter“ heraufzieht. Auch die Schafe auf dem Deich finden sich in der Lektüre mehrmals wieder. Sehr gelungen finde ich die kleine Möwe auf der Schrift, die erst beim näheren Hinsehen ins Auge fällt.
Auch der Einband des Buches ist liebevoll gestaltet – der Leser erhält eine kleine Übersicht über die Insel Pellworm zur näheren Orientierung und auch eine kleine Übersetzung der plattdeutschen Ausdrücke.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Jan und Laura sind einem als Ehepaar sofort sympathisch und auch Tamme in seiner drotteligen Art wächst einem ans Herz.
Ein paar Klischees werden jedoch auch hier erfüllt – wie z.B. beim Kriminalhauptkommissar Immenstedt vom Festland
Beim Lesen kann man zu den Protagonisten gleich eine Verbindung aufbauen.

Die Schreibweise ist locker leicht und trotz des sehr ernsten Themas wunderbar humorvoll. Durch bildhafte Beschreibungen fühlt man sich, als ob man selbst auf der Nordseeinsel zu Gast wäre und den Wind in den Haaren spürt.
Die Kapitel sind den einzelnen Wochentagen zugeordnet und man kann Stück für Stück erleben, wie die Ermittlungen vorankommen. Hier wird deutlich, dass einer der Autoren selber Polizist ist, da die Ermittlungen sehr realitätsnah scheinen.
Was mir besonders gut gefallen hat, sind die plattdeutschen Redensarten und der Einbau von historischen Überlieferungen.

Der Spannungsbogen nimmt zum Schluss richtig Fahrt auf, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will, bis der Täter/die Täterin gefasst ist.
Meiner Meinung nach ist mit diesem Buch ein sehr guter Kriminalroman gelungen, dem es weder an guter Polizeiarbeit noch an Humor fehlt.
Eine klare Leseempfehlung von mir!!!

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Veröffentlicht am 28.03.2021

Lachen ist die beste Medizin

Der Junge muss an die frische Luft
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In dem autobiografischen Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt Hape Kerkeling aus seiner Kindheit im Ruhrpott. Er geht dabei auf lustige Anekdoten, aber auch auf das wohl einschneidendste Kindheitserlebnis ...

In dem autobiografischen Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt Hape Kerkeling aus seiner Kindheit im Ruhrpott. Er geht dabei auf lustige Anekdoten, aber auch auf das wohl einschneidendste Kindheitserlebnis - den Freitod seiner Mutter – ein.

Von Beginn an hatte ich das Gefühl , als würde Hape Kerkeling persönlich mir die Geschichte erzählen. Der Schreibstil ist so gehalten, dass man ihn sofort wieder erkennt – seinen Humor, aber auch seine nachdenkliche Seite.

Der Aufbau des Buches gefällt mir dabei sehr gut – nach einer kurzen Einleitung geht er über in seine Kindheit. Hier erfährt man sehr viel über Hape Kerkeling, was man aus seinen zahlreichen illustren Fernsehauftritten so noch nicht kannte. Seine Familie und vor allem seine detaillierte und charmante Beschreibung seiner Verwandtschaft hat mir beim Lesen immer wieder ein Lächeln entlockt.
Auch die Darstellung seiner jüngsten Kindheit empfand ich als sehr idyllisch. Man saß förmlich mit ihm auf der Ladentheke.

Hape Kerkeling gelingt es jedoch auch, seine schlimmen Erinnerungen mit Charme, Selbstironie und ein klein wenig Humor dem Leser näher zu bringen. Bei der Erzählung seiner schicksalhaften Jahre, die letztlich im Tod seiner Mutter endeten, hatte ich die ganze Zeit einen Kloß im Hals. Jedoch kommt hier auch die Stärke seiner Familie zum Tragen. Wie er auch explizit erwähnt, wäre er heute nicht der, der er ist, wenn er nicht die tolle Unterstützung seiner Großeltern in einer unsagbar schweren Zeit gehabt hätte.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass man auch mal hinter die Fassade des Entertainers schauen konnte. Dass er mittlerweile zurückgezogen vom öffentlichen Trubel lebt, finde ich persönlich sehr schade und als Verlust für die Fernsehkulisse. Wenn man jedoch sein Buch liest, merkt man, dass er viele Figuren und auch seine Fernsehkarriere nur als Kapitel seines Lebens ansieht und man gönnt ihm von Herzen auch das nächste Kapitel aufzuschlagen.

Dieses Buch ist auf keinen Fall vergleichbar mit „Ich bin dann mal weg“, welches ich verschlungen habe, jedoch auf seine ruhigere bewegende Weise gebe ich eine klare Lesempfehlung für alle, die gern mehr über den kleinen Jungen aus dem Ruhrpott erfahren wollen.

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