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Veröffentlicht am 15.06.2021

Ende oder Neuanfang

Our Second Chance
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„Our Second Chance“ von Penelope Ward gibt der ersten großen Liebe eine zweite Chance, auch wenn die Umstände nicht unbedingt einfacher sind als vor zehn Jahren.
Raven ergattert eine Job als Aushilfe ...

„Our Second Chance“ von Penelope Ward gibt der ersten großen Liebe eine zweite Chance, auch wenn die Umstände nicht unbedingt einfacher sind als vor zehn Jahren.
Raven ergattert eine Job als Aushilfe über den Sommer im Haushalt der wohlhabenden Familie, bei der auch ihre Mutter arbeitet. Als der ältere Sohn in den Ferien aus England zurückkehrt, verlieben sich Gavin und Raven auf den ersten Blick ineinander. Aber nicht nur ihr sozialer Status, sondern auch die zeitliche Begrenzung und die kommende räumliche Trennung machen ihre Beziehung schwierig. Unter dem Druck seiner Familie zerbricht ihre Liebe und lässt beide mit gebrochenen Herzen zurück. Erst zehn Jahre später begegnen sie sich erneut.

Das Buch startet in der Gegenwart mit dem unerwarteten Wiedersehen, was beide total aus der Bahn wirft, und springt dann zehn Jahre zurück. Die Vorgeschichte von Raven und Gavin und die Historie ihrer Liebe nimmt die ganze erste Hälfte der Handlung ein, bevor sich im zweiten Teil entscheiden muss, ob es für beide eine zweite Chance geben kann.
Ich mag den Schreibstil von Penelope Ward, auch wenn ich hier ein wenig ihren großartigen Humor und ein etwas Leichtigkeit vermisst habe.
Raven wird von Gavins Mutter immer wieder auf ihre niedere soziale Stellung hingewiesen, auch wenn Gavin alles tut, um ihr nie dieses Gefühl zu geben. Die pure und irgendwie unschuldige Liebe, die sich zwischen Raven und Gavin rasant entwickelt, hat mich sehr berührt. Man wartet aber die ganze Zeit auf die kommende Katastrophe und die unvermeidliche Trennung, die beide auseinanderreißen wird. Die Gründe sind fast vorhersehbar und ich habe mich an diesem Punkt gefragt, warum Gavin nicht mehr gekämpft oder Ravens Beweggründe hinterfragt hat.
Das emotionale Wiedersehen stürzt beide in ein emotionales Chaos, zumal Gavin verlobt ist und bald heiraten will. Absolut positiv finde ich hier, dass die Autorin keine Klischees bedient und die Verlobte keine unausstehliche Zicke ist. Dadurch erhalten die aufgeworfenen Konflikte noch viel mehr Tiefe und Brisanz und man kann die widerstreitenden Gefühle und Ängste der Charaktere nachvollziehen. Die emotionale und romantische Lovestory nimmt keinen bequemen Weg und stellt ihre Protagonisten vor viele schwierige Entscheidungen.

Mein Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich gebe gerne eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.06.2021

Jeff & Caroline

Trust in Us - Nur du und ich
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„Trust in Us – Nur du und ich“ von Annie Waye ist eine schöne Sports Romance, die sich auch mit einigen ernsten Fragen beschäftigt.
Die Journalismus-Studentin Caroline soll für die Collegezeitung den Footballspieler ...

„Trust in Us – Nur du und ich“ von Annie Waye ist eine schöne Sports Romance, die sich auch mit einigen ernsten Fragen beschäftigt.
Die Journalismus-Studentin Caroline soll für die Collegezeitung den Footballspieler Jeff interviewen. Obwohl er einer der besten Spieler der Mannschaft ist, ist er Caroline vorher nie aufgefallen. Jeff meidet Social Media und sämtliche Partys, so dass sie ihm nie begegnet ist. Entsprechend gering sind ihre Erwartungen, aber Jeff überrascht Caroline mit seiner warmherzigen und zurückhaltenden Art, so dass sie sich sofort zu ihm hingezogen fühlt. Sie verliebt sich Hals über Kopf, aber gräbt trotzdem weiter nach Jeffs Geheimnissen, die nicht nur seine Karriere, sondern auch ihre Liebe zerstören könnten.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut. Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, auch wenn ich mit Caroline nicht von Anfang an warm geworden bin. Sie ist durchaus sympathisch und ich mag ihre selbstbestimmte und toughe Art. Gleichzeitig verursachen einige ihrer unüberlegten Entscheidungen bei mir Bauchschmerzen und ich habe mich gefragt, warum sie die Folgen nicht mal ansatzweise überblickt. Dafür ist ihre Entwicklung gegen Ende der Story überaus gelungen, da sie dann ihre Handlungen endlich reflektiert.
Jeff ist liebenswert, introvertiert und kümmert sich aufopferungsvoll und selbstlos um seine Mutter, was allein schon bewundernswert ist. Im Vergleich zur flippigen und unternehmungslustigen Caroline ist er ein Ruhepol, aber trotzdem stimmt die Chemie zwischen den beiden perfekt. Das Drama ist schon früh absehbar und man wartet nur, dass die Bombe platzt. Dennoch gibt es dabei einige überraschende Twists, mit denen ich so nicht gerechnet hätte und die vor allem bei den Nebenfiguren für Überraschungen sorgen.
Die Autorin stellt in ihrer Geschichte einige ernste und wichtige Themen in den Fokus, die für mich hier authentisch und glaubwürdig umgesetzt wurden. Mir gefällt hier vor allem die realistische Darstellung ohne Schönfärberei. Die Beziehung von Caroline und Jeff ist voller Höhen und Tiefen, aber Funke springt über und man wünscht ihnen ein Happy End.

Mein Fazit:
Diese Sports- und College-Romance bietet leichte Unterhaltung mit ein paar ernsten Untertönen. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Alte Prophezeiung

The Lost Prophecy – Das Reich der Elemente
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„The Lost Prophecy – Das Reich der Elemente“ von Carina Zacharias vereint die fünf Teile der Reihe in ein einem einzigen großen Band.
Andurion ist unter den Völkern der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer ...

„The Lost Prophecy – Das Reich der Elemente“ von Carina Zacharias vereint die fünf Teile der Reihe in ein einem einzigen großen Band.
Andurion ist unter den Völkern der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft seit mehr als tausend Jahren aufgeteilt und alle leben zwar getrennt voneinander, aber friedlich. Eines Tages erreicht ein Hilferuf des Luftvolks die anderen drei Völker, denn furchtbare Stürme haben das Land verwüstet und eine geheimnisvolle Seuche wütet unter den Bewohnern. Die Botschafter der Elemente finden sich zusammen und wollen herausfinden, ob die Geschehnisse mit der uralten Prophezeiung zu tun haben, laut der ein großes Unheil in vier Wellen über Andurion hereinbrechen wird und nur ein Held, der alle Elemente vereint, das Land noch retten kann.

Das Buch umfasst die fünf Bände der Reihe, die sich um den Kampf um die Rettung Andurions drehen. Jedes Kapitel ist aus der Perspektive einer Hauptfigur geschrieben, von denen es recht viele gibt und die größtenteils unterschiedlichen Elementen angehören. Dadurch ergibt sich zumindest am Anfang ein grober Überblick über die Eigenheiten eines jeden Volkes und dessen Kultur.
Der erste Teil wirkt wie ein Vorlauf, in dem die Figuren vorgestellt werden, erstmals zusammenfinden und die folgenden Ereignisse langsam ins Rollen kommen. Im zweiten Teil nimmt die Handlung etwas mehr Fahrt auf, genau wie im dritten Teil, wo der gefährliche Widersacher mehr in den Fokus rückt. Im vierten Teil folgt ein Zeitsprung von zehn Jahren, der neue Charaktere und eine neue Dynamik in die Geschichte bringt. Im fünften Teil kann man sich auf das lang erwartete Finale freuen, was über die Zukunft Andurions entscheiden wird.
Der Schreibstil von Carina Zacharias liest sich leicht und flüssig und man steigt schnell in ihre Welt der Elemente ein. Die Charaktere sind überwiegend sympathisch, auch wenn mich ihre Entwicklung über die Zeit nicht immer in allen Punkten überzeugen konnte. Die Beziehungen untereinander waren für mich nicht immer nachvollziehbar und manches blieb für mich etwas zu oberflächlich. Das Worldbuilding hat mir aber gefallen.

Mein Fazit:
Im Gesamtüberblick durchläuft diese Fantasystory einige Höhen und Tiefen, aber sie konnte mich letztendlich überzeugen. Von mir gibt es insgesamt vier Sterne und ein gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.06.2021

Kampf der Amazonen

Die Götter müssen sterben
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„Die Götter müssen sterben“ von Nora Bendzko ist eine düstere Fantasy über das geheimnisumwitterte Volk der Amazonen.
Der Krieg um Troja tobt und laut einer Prophezeiung der Göttin Artemis bekommen die ...

„Die Götter müssen sterben“ von Nora Bendzko ist eine düstere Fantasy über das geheimnisumwitterte Volk der Amazonen.
Der Krieg um Troja tobt und laut einer Prophezeiung der Göttin Artemis bekommen die Amazonen ihre Chance auf Rache, wenn sie sich am Kampf beteiligen. Die stärkste von ihnen wird mit den Kräften von Artemis gesegnet werden, aber die Göttin erwählt ausgerechnet Areto, die weder eine geborene Amazone, noch eine Kriegerin ist. Während Areto selbst mit ihrem Schicksal hadert, spaltet sich auch das Lager der Amazonen, denn nicht jede ist über diese Entscheidung glücklich. Doch im Kampf gegen ihre Feinde und die Götter müssen alle an einem Strang ziehen.

Die Autorin taucht mit ihrer Fantasy tief in die Welt der griechischen Mythologie ein und formt sie sich nach ihrem Bild. Man sollte im besten Fall die grundsätzlichen Zusammenhänge kennen, denn sonst könnte es bei den zahlreichen Charakteren schwierig werden, den Überblick zu behalten.
Der Schreibstil war für mich am Anfang gewöhnungsbedürftig und er erfordert beim Lesen auf jeden Fall eine hohe Konzentration. Nach dem ersten Drittel war ich ehrlicherweise fast soweit aufzugeben, aber das Dranbleiben lohnt sich wirklich. Die Handlung nimmt irgendwann Fahrt auf und je besser man die Protagonisten kennenlernt, desto mehr fiebert man bei ihren Schicksalen mit.
Die Perspektiven wechseln zwischen vielen Figuren, wobei der Fokus auf Areto liegt, deren Hintergrundgeschichte sich der gesamte erste Teil widmet. Sie muss aufgrund ihrer unfreiwillig erhaltenen Gabe die größte Entwicklung im Buch durchmachen und wird dabei von ihrer Gefährtin Clete unterstützt.
Die Autorin legt großen Wert auf Diversität in ihrer Geschichte, was mir richtig gut gefallen hat. Dazu kommen die immer wieder beeindruckenden und bildgewaltigen Beschreibungen der Geschehnisse, die irgendwann die Spannung nicht mehr abreißen lassen.

Mein Fazit:
Das Buch ist kein leichtes Lesehäppchen für zwischendurch, aber wer den Kampf um Troja aus der Sicht der Amazonen kennenlernen will, dem kann ich nur eine klare Leseempfehlung geben!

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Gefährliche Scheinwelt

Like / Hate
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„Like / Hate“ von Ellery Lloyd blickt hinter die Fassade der scheinbar perfekten unperfekten Welt der Instagram-Stars.
Emmy Jackson ist seit der Geburt ihrer Tochter Coco eine „Insta-Mum“, die täglich ...

„Like / Hate“ von Ellery Lloyd blickt hinter die Fassade der scheinbar perfekten unperfekten Welt der Instagram-Stars.
Emmy Jackson ist seit der Geburt ihrer Tochter Coco eine „Insta-Mum“, die täglich eine Million Follower mit ihren Posts erfreut. Sie teilt ihren chaotischen Alltag als leicht überforderte Mutter von inzwischen zwei kleinen Kindern und spricht damit die Herzen ihrer Anhängerinnen an. Nur wenige wissen, dass jeder im Voraus streng geplante Beitrag genau kalkuliert ist, um die meisten Likes zu erzielen, die wiederum Einnahmen garantieren. Aber diese Öffentlichkeit hat auch Schattenseiten, denn eine Person nimmt Emmy und ihre Familie ins Visier, da sie sie allein für ihr Leid verantwortlich macht.

Das Autorenteam nimmt in seinem Psychothriller die schöne Scheinwelt der sozialen Medien und insbesondere Instagram in den Fokus. Der schonungslose Blick hinter die Fassade der knallharten Branche zeigt am Beispiel von Emmy die wahre Welt der Influencer und wirkt damit erschreckend realistisch.
Die Story wird aus drei Perspektiven erzählt. Emmy, ihr Ehemann Dan und die geheimnisvolle Person im Hintergrund schildern ihre ganz persönliche Sicht, wobei man sich der Subjektivität ihrer Wahrnehmungen bewusst wird, sobald der Perspektivwechsel kommt. Es ist schwierig, hier Sympathien zu verteilen, denn fast jede Figur ist so ambivalent und facettenreich, dass man mit vorschnellen Urteilen vorsichtig sein muss.
Emmy macht ihren Job erfolgreich und professionell. Und auch wenn Dan manchmal Einwände vorbringt, profitiert er davon letztendlich genauso viel, denn am Ende zählt wie immer nur das Geld. Die moralischen Fragen, die hier aufgeworfen werden, sind weder im echten Leben noch in diesem Thriller abschließend zu beantworten. Die Autoren werfen einen recht zynischen Blick auf das ganze Szenario, in dem zahlreiche Grenzen immer mehr verschwimmen. Leider führten diese ganzen Schilderungen im Mittelteil des Buches zu einigen Längen, da sich vieles wiederholte. Gegen Ende zieht die Spannung nochmal kräftig an und man muss ich auf einige Überraschungen gefasst machen.

Mein Fazit:
Die bitterböse und schonungslos ehrliche Abrechnung mit der Insta-Welt ist den Autoren gut gelungen und bekommt von mir gern eine Leseempfehlung!

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