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Veröffentlicht am 09.07.2021

Wettlauf gegen die Zeit

Mohnblumentod
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„Mohnblumentod“ ist ein Schwedenkrimi von Autorin Lina Bengtsdotter und der vierte Teil der Reihe um Kommissarin Charlie Lager. Die Bücher sind in sich abgeschlossene Fälle, sodass sie auch unabhängig ...

„Mohnblumentod“ ist ein Schwedenkrimi von Autorin Lina Bengtsdotter und der vierte Teil der Reihe um Kommissarin Charlie Lager. Die Bücher sind in sich abgeschlossene Fälle, sodass sie auch unabhängig voneinander gelesen werden können, auch wenn es, um die Beziehungen und Dynamiken der Personen untereinander zu verstehen, einfacher ist die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Aber prinzipiell ist das kein Muss und es stört den Lesefluss nur ganz minimal, wenn man es nicht getan hat.

Zum Inhalt: Die Entführung eines 9-Monate alten Babys führt Charlie nach Karlstad, in die Nähe ihrer Heimat. Das Baby ist am helllichten tag von der Veranda des Hauses eines erfolgreichen Unternehmers und Milliardärs und seiner Ehefrau verschwunden, die das Kind auf der Veranda hatte schlafen lassen. Für die Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit- es fehlen jegliche Hinweise und schnell haben die Ermittler das Gefühl, dass das Ehepaar ihnen nicht alles erzählt hat.

Das Buch ist in drei parallelen Handlungssträngen geschrieben, von denen einer durch kursive Schrift und kurze Passagen heraussticht und aus der Sicht des Entführers geschrieben zu sein scheint. Diese kurzen Episoden sind geschickt eingestreut und tragen zur Spannung bei. Ein weiterer Handlungsstrang spielt in einer Art psychiatrischen Einrichtung für Mädchen und wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen, sodass lange nicht ganz klar ist, in welchem Bezug er zur Haupthandlung steht. Erst ganz zum Ende hin werden alle drei Stränge zusammengefügt, was super gemacht ist.

Der Schreibstil ist flüssig und es liegt die ganze Zeit über eine gewisse Spannung im Raum. Die Ermittlungen kommen nur schleppend voran, aber trotzdem passiert dauerhaft etwas, was die bisherigen Ergebnisse in frage stellt und gemeinsam mit den Ermittlern tappt man bezüglich der Klärung des falls lange im Dunkeln.

Charlie Lager ist eine unnahbare, aber überaus begabte Kommissarin, die zweifelsfrei gut in ihrem Job ist, aber im Privatleben zu kämpfen hat. Das macht sie für den Leser greifbar und menschlich und ich fand sie trotz ihrer Art und ihrer Selbstzweifel sehr sympathisch. Die Einblicke in ihr Privatleben stören den Handlungsfluss nicht, sondern tragen gut dazu bei, ihre Entscheidungennachvollziehen zu können.

Besonders den Handlungsstrang in dem Mädchenheim fand ich ungemein spannend, hauptsächlich weil man sich sowas einfach gar nicht vorstellen kann- diese grauenvollen, einsamen Orte, an denen die abgeschoben werden, die die Gesellschaft nicht anders aufzufangen weiß. Als die Mädchen dort ihre Geschichten erzählen, hatte ich richtig Gänsehaut.
Besonders gut gefallen hat mir die verstrickte Handlung und die vielen Geheimnisse, die im laufe der Ermittlungen ans Tageslicht kommen. Immer wieder wird dem Leser ein Verdächtiger auf dem Silbertablett präsentiert, nur um anschließend jeglichen Verdacht zu widerlegen.

Das Buch raubt einem jetzt nicht den Atem, aber es ist durchweg spannend geschrieben. Es gibt, wie bei einer echten Ermittlung, viele Spuren, die ins Nichts führen und es werden viele Geheimnisse und Abgründe offenbart. Die Auflösung war schockierend und fantastisch umgesetzt. Ich habe das Buch wirklich genossen, habe mit rätseln können und war überrascht, wie am Ende alles zusammenhing.

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Veröffentlicht am 25.06.2021

Zwischen Realität und Fiktion liegen ganze Welten

Eine Geschichte, die uns verbindet
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Eine Geschichte, die uns verbindet" ist der neuste Roman von Erfolgsautor Guillaume Musso. Für mich ist es das erste Buch des Autos gewesen, wobei mich besonders der Klappentext neugierig gemacht hatte. ...

Eine Geschichte, die uns verbindet" ist der neuste Roman von Erfolgsautor Guillaume Musso. Für mich ist es das erste Buch des Autos gewesen, wobei mich besonders der Klappentext neugierig gemacht hatte. Das Cover finde ich tatsächlich eher unspektakulär und hätte im Buchladen wahrscheinlich eher nicht danach gegriffen, weil es nicht genug heraussticht. Es ist aber durchaus passend zur Handlung des Buches. Und von der bin ich tatsächlich begeistert, denn dieses Buch ist so ganz anders, als alles was ich bisher gelesen habe. Ein Pageturner der besonderen Art, der mich unglaublich gefesselt hat.

Zum Inhalt: Flora ist eine gefeierte Autorin in New York, die im Leben alles erreicht zu haben scheint. Bis eines Tages ihre Tochter Carrie in der verschlossenen Wohnung beim Versteckspielen verschwindet. Der Verdacht liegt schnell bei Flora selbst, da es keine Beweise für die Beteiligung dritter beim Verschwinden des Kindes gibt. Von der Polizei und ihren Freunden allein gelassen, beginnt Flora selbst zu ermitteln, was vorgefallen ist. Gleichzeitig steht der Autor Romain Ozorski in Paris vor dem persönlichen Abgrund. Und irgendwie scheinen die Schicksale dieser beiden Personen verwoben zu sein. Können sie sich gegenseitig retten oder werden sie beide vor dem Abgrund stehen und springen?

Dieses Buch ist die Geschichte eines Autors, eine Geschichte vom Schreiben, eine Geschichte von der Eigenwilligkeit der Protagonisten und eine Geschichte darüber, dass der Grad zwischen Fiktion und Realität sehr schmal ist. Die beiden Handlungsstränge, die abwechselnd in Paris und New York spielen, fand ich sehr spannend. Zunächst noch klar getrennt voneinander beginnen sie, sich immer mehr anzunähern, sich umeinander zu winden und miteinander zu verschwimmen. Und plötzlich werden aus zwei Geschichten eine gemeinsame.

Der Schreibstil war angenehm flüssig, detailliert genug, um sich in der Geschichte zu verlieren und ausgesprochen packend für einen Roman. Die Geschichte hat mich praktisch gefangen genommen und bis zum Schluss nicht losgelassen. Zwischendurch habe ich immer wieder gezweifelt, gerätselt und gebangt, was echt ist und was Fiktion. Die Charaktere fand ich total interessant, auch wenn für mich kein richtiger Sympathieträger dabei war. Finde ich aber auch nicht notwendig, wenn die Story selbst im Fokus steht und nicht die einzelnen Personen. Das hat Musso hier wirklich gut umgesetzt.

Ein kleines Manko war für mich, dass die "Sprünge" zwischen den Handlungssträngen manchmal sehr abrupt waren, sodass ich kurz den Faden verloren hatte, warum sich bestimmte Situationen ergaben. Aber irgendwie passte das auch wieder zur Konstruktion und Atmosphäre der Geschichte, sodass ich es nicht als übermäßig schlimm empfunden habe.
Die Auflösung des Romans fand ich total spannend, sie war für mich nachvollziehbar und schlüssig geschildert. Ich hatte am Ende tatsächlich das Gefühl, dass die meisten meiner Fragen beantwortet worden waren.

Dieses Buch hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und wird bei mir noch lange nachklingen. Vielleicht werde ich mal noch nach den anderen Büchern des Autors schauen.

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Veröffentlicht am 16.06.2021

wenn Alltagsgadgets zum Albtraum werden

Die Karte
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Andreas Winkelmann hat mit "Die Karte" den vierten Fall für seinen Ermittler Jens Kerner geschaffen. Und wieder verwandelt er unseren eintönigen Alltag in ein Horrorszenario, denn ein perfider Mörder trackt ...

Andreas Winkelmann hat mit "Die Karte" den vierten Fall für seinen Ermittler Jens Kerner geschaffen. Und wieder verwandelt er unseren eintönigen Alltag in ein Horrorszenario, denn ein perfider Mörder trackt seine Opfer durch ihre Laufstrecken, die sie in den sozialen Medien teilen. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und so kann man dieses Buch lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.

Zum Inhalt: Es gehört inzwischen zu unserem Alltag, alles was wir tun über soziale Netzwerke mit Fremden zu teilen, uns auszutauschen und bewundern zu lassen. Was aber, wenn sich in der Anonymität des Internets jemand versteckt, der uns Böses will? Ein Mörder nutzt die Technologie einer Laufapp um seine Opfer zu markieren und diese zu finden. Können Kerner und seine Partnerin Becca ihn aufhalten?

Das Cover gefällt mir wieder richtig gut und spiegelt gut den Inhalt wieder. Es passt auch gut zu den anderen Covern der Kerner-Reihe, was mir irgendwie wichtig ist. Der Klappentext hat diesmal nicht allzu viel verraten, sodass ich sehr neugierig auf dieses Buch war.

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, sodass wir abwechselnd den Mörder, die Ermittler und ein unbekanntes Mädchen begleiten. Diese Perspektivenwechsel gefallen mir sehr gut, da sie dem Leser tiefere Einblicke in die Handlung und die Gedanken der Protagonisten gewähren. Bei diesem Buch hat es lange gedauert, bis die Motive des Täters offengelegt wurden. Und mit lange meine ich, bis zu den letzten 10 Seiten. Und auch danach, war das ganze für mich nicht so recht schlüssig. Die Auflösung des Falls war für mich diesmal nicht befriedigend.

Ansonsten war der Schreibstil wieder gewohnt flüssig und angepasst an die aktuelle Perspektive. Das Buch hat sich wirklich fantastisch lesen lassen, wenn auch der Spannungsbogen für mich nicht so aufgeprägt wie erwartet war. Ich hatte also diesmal kein Problem damit, das Buch auch mal aus der Hand zu legen. Was mir gut gefallen hat, war die soziale Entwicklung Kerners, der in diesem Buch wirklich wieder viel durchgemacht hat. Die "private" Nebenhandlung war gut ausgearbeitet.

Ich würde das Buch dennoch für Winkelmann-Fans und Leute empfehlen, die sich langsam an das Thriller-Genre rantasten wollen. Und alle, die das Thema "Gefahr im Alltag" reizt.

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Veröffentlicht am 14.06.2021

Gemeinsam gegen den Klimawandel

Wie wir die Klimakatastrophe verhindern
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"Wie wir die Klimakatastrophe verhindern" ist ein von Bill Gates verfasstes Sachbuch zum Thema Klimawandel.
Wenn man an Bill Gates denkt, fällt einem natürlich sofort zuerst Microsoft ein. Aber Bill und ...

"Wie wir die Klimakatastrophe verhindern" ist ein von Bill Gates verfasstes Sachbuch zum Thema Klimawandel.
Wenn man an Bill Gates denkt, fällt einem natürlich sofort zuerst Microsoft ein. Aber Bill und Melinda Gates engagieren sich seit Jahren auch über diverse Stiftungen und Investitionen für verschiedene soziale und ökologische Projekte und seit über einem Jahrzehnt auch mit dem Klimawandel.
In diesem Buch greift Bill Gates wichtige Fragen und Fakten, aber auch Probleme und Lösungsansätze zum Thema Klimawandel auf und beschäftigt sich damit, wie Industrie, Regierungen und Privatpersonen gemeinsam erfolgreiche Lösungen zur CO2-Reduktion finden können. Ein großes Thema ist dabei natürlich das Thema "Innovationen" und Gates schildert einige der Projekte, mit denen er sich selbst beschäftigt.

Ich habe vorab viele negative Rezensionen in diversen Onlineshops gesehen, diese finde ich alle nicht gerechtfertigt und vermutlich beruhen sie auf Vorurteilen und Abneigungen, die gewisse Personen gegen Gates pflegen. Natürlich ist er kein Klimaforscher, aber es wird schnell klar, dass er sich eingehend mit dem Thema beschäftigt hat und fundierte Aussagen dazu treffen kann.

Gut finde ich, dass Gates über den "Tellerrand USA" blickt und aufzeigt, was andere Länder machen und was man sich dabei ggf. auch abgucken kann. Alle von ihm aufgegriffenen "Perspektiven" werden mit Vor- und Nachteilen, sowie möglichen Hindernissen erläutert, sodass man einen guten Überblick über den aktuellen Stand und mögliche, erfolgsversprechende Optionen bekommt. Er teilt seine Kapitel sinnvoll in verschiedene Themenbereiche (z.B. Strom, Landwirtschaft, Verkehr etc.) ein.

Auch für mich als Nicht-Klimaexperte waren die Inhalte sehr verständlich und interessant aufgearbeitet, Es ist natürlich keine Anleitung für den allgemeinen Hausgebrauch, davon gibt es mittlerweile ja auch genug, sondern ein umfassendes Bild, wie Regierungen, Firmen und Privatpersonen gemeinsam einem zufriedenstellenden Ziel entgegensteuern können.
Ein kleines Manko waren für mich beim Hören die nicht vorhandenen Graphiken, die zur Veranschaulichung regelmäßig erwähnt werden. Aber da deren Inhalt bereits auch erklärt wurde, fällt dies nicht zu sehr ins Gewicht. Ich glaube trotzdem, dass ich dieses Hörbuch vermutlich erneut hören muss, um alle Inhalte korrekt zu erfassen, denn mit über 9 Stunden, bekommt man schon eine echte Fülle an Informationen geboten.

Für mich ist dies ein wirklich lesenswertes Buch, da es viele Fakten, zusammenhänge und Ausblicke erläutert.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Wohlfühlroman

Sommer im kleinen Glückscafé
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"Sommer im kleinen Glückscafé" ist Teil einer Romanreihe von Autorin Susanne Hanika. Die Story ist im Roman aber abgeschlossen, sodass man die einzelnen Bände alleinstehend lesen kann, ohne das Gefühl ...

"Sommer im kleinen Glückscafé" ist Teil einer Romanreihe von Autorin Susanne Hanika. Die Story ist im Roman aber abgeschlossen, sodass man die einzelnen Bände alleinstehend lesen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass einem wichtige Informationen fehlen.

Zum Inhalt: nachdem es Miriam nach einer Jugend im beschaulichen Örtchen Lerchenbach zunächst für ihr Studium und eine Ausbildung in die Großstadt verschlagen hat, kehrt sie in ihre Heimat zurück um sich dort den Traum von einem eigenen Cupcake-Laden zu erfüllen. Die alteingesessenen Lerchenbacher sind dieser Idee gegenüber allerdings weniger aufgeschlossen, sodass sich Miriam schnell auf ein anderes, traditionelleres Konzept verlegt. Allerdings hat sie auch neben dem Café alle Hände voll zu tun, da ein Welpe vor ihrer Tür ausgesetzt wurde und dann auch noch ihre Jugendliebe Leon zurückkehrt.

Dieses Buch ist die perfekte Sommerlektüre- ein Buch bei dem praktisch vorher schon weiß, wie es ausgehen wird und dass man deswegen ganz entspannt genießen kann. Das Buch ist herrlich leicht und witzig geschrieben und die Charaktere sind sehr sympathisch, wenn teils auch sehr schrullig. Aber das macht die Handlung und das Buch so liebenswert.

An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin dem Leser mehr Freiheiten für eigene Theorien/Fantasien lässt, die Handlung war wirklich sehr vorhersehbar und die paar "Geheimnisse" sehr offensichtlich.

Trotzdem haben mich die bunt gemischten Charaktere und der Kleinstadt-Charme voll überzeugen können. Man hatte beim Lesen fast das Gefühl, selbst Teil von Miriams Freundes- und Familienkreis zu sein. Also wirklich richtig heimelig und einladend.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die etwas leichtes für zwischendurch oder eine lockere Urlaubslektüre suchen. Man muss beim Lesen nicht groß darüber nachdenken und wird einfach nett unterhalten. Ein Buch mit Happy End Garantie!

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