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Veröffentlicht am 16.09.2021

Das lahme Leben des Albert Entwistle

Das geheime Leben des Albert Entwistle
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Klappentext:
Albert Entwistle vermeidet so viel Kontakt wie möglich mit den Bewohnern der Kleinstadt Toddington, was als Postbote des Orts umsichtige Planung erfordert. Doch als er pensioniert wird und ...

Klappentext:
Albert Entwistle vermeidet so viel Kontakt wie möglich mit den Bewohnern der Kleinstadt Toddington, was als Postbote des Orts umsichtige Planung erfordert. Doch als er pensioniert wird und auch noch seine Katze stirbt, nimmt er seinen Mut zusammen und beschließt den Menschen nicht länger aus dem Weg zu gehen. Stück für Stück schließt er unerwartete Freundschaften und begibt sich mit deren Hilfe auf die mühsame Suche nach seiner Jugendliebe George. Ein zartes und einfühlsames Hörbuch über den Mut, sich der Welt zu öffnen.

Autor:
Matt Cain wurde in Bury bei Manchester geboren. Er verbrachte zehn Jahre damit, Kunst- und Unterhaltungsprogramme fürs englische Fernsehen zu produzieren, bevor er 2010 vor die Kamera trat und Kulturredakteur wurde. Das geheime Leben des Albert Entwistle ist sein dritter Roman, mit dem er die Leser/innen begeistert.

Übersetzerin:
Marie Rahn, 1965 in Mülheim an der Ruhr geboren, studierte und lehrte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Sie übersetzt seit vielen Jahren Belletristik aus dem Englischen, Französischen und Italienischen. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Mülheim an der Ruhr.

Sprecher:
Hans Jürgen Stockerl, geboren 1958, studierte an der Neuen Münchner Schauspielschule. Er ist auf verschiedenen Theaterbühnen und in Film und Fernsehen zu sehen. Als Hörbuchsprecher kennt ihn das Publikum aus zahlreichen Radiohörspielen oder durch seine Interpretation von Romanen, Spannungstiteln und Klassikern von Friedrich Ani über Nicola Förg bis hin zu Clemens Brentano.


Bewertung:
Das Cover und der Titel sind wunderbar. Hat mich sofort angezogen. Auch den Klappentext fand ich ansprechend. Beim Hören ist mir allerdings aufgefallen, dass dieser sehr einseitig erstellt wurde. Er schließt die ebenfalls wichtige Protagonistin Nicole aus. Ihr Dasein war daher sehr überraschend für mich. Da ich nach 3 Stunden und 32 Minuten abgebrochen habe, habe ich auch die Verbindung zu Albert nicht kennengelernt. Bis zu meinem Abbruch waren die Leben der beiden völlig voneinander getrennt und die Erzählung in zwei Handlungsstränge geteilt.

Dass der Anfang nicht sofort mitreißt wusste ich bereits durch die Leseprobe auf Vorablesen. Leider passiert in den 3 1/2 Stunden so gut wie gar nichts und alles zieht sich.

Die Nicole hat eine Tochter und findet einmal Platz und dann hört man nichts mehr von ihr. Es dauert, bis sie wieder zu Wort kommt. Irgendwie sehr merkwürdig, ich frage mich auch, wie sie zu der Geschichte von Albert passt.

Auch merkwürdig ist, dass Albert sich bei der Chefin als krank ausgibt ohne eine Krankmeldung und nimmt sich bis zum nächsten Jahr frei. Und alles ist in Butter - wie der Spruch so schön zu England passt.

Die Kulisse kommt nicht viel rüber, die Atmosphäre ist eher gedrückt. So richtig mitgehen konnte ich bei den Charakteren nicht.

Der Sprecher ist gut, aber nicht hervorragend. Mal spricht er bei der Katze von Albert von sie, dann von er.


Fazit:

Ich bin froh, dass ich mir das Buch nicht bei Vorablesen geholt, sondern auf das Hörbuch bei Bookbeat gewartet habe. So hatte ich keinen Stress, mir die Geschichte antun zu müssen.

Ein so tolle Idee so lahm umgesetzt. Sehr enttäuschend! Und mit 24,95 € unverschämt teuer!



Gehört am 3. September 2021

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2021

An Andrzej Sapkowski a day keeps the logic away!

Der letzte Wunsch
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Klappentext:
Der Hexer Geralt von Riva verdient sein Geld mit Kämpfen gegen Ungeheuer aller Art. Über einen Mangel an Aufträgen kann er sich nicht beklagen, denn es gibt genügend Leute, die dringend Hilfe ...

Klappentext:
Der Hexer Geralt von Riva verdient sein Geld mit Kämpfen gegen Ungeheuer aller Art. Über einen Mangel an Aufträgen kann er sich nicht beklagen, denn es gibt genügend Leute, die dringend Hilfe gegen Vampire, Drachen und andere dämonische Wesen brauchen. Als Geralt eines Tages einen Luftgeist befreit, schlägt ihn dieser mit der verhängnisvollen und quälenden Liebe zu der schönen Zauberin Yennefer. Und dann wird Geralts bester Freund schwer verletzt und braucht seine Hilfe ...


Autor:
1948 geboren, lebt der Literaturkritiker Andrzej Sapkowski in Łódź. Seine Reihe rund um den Hexer Geralt erreichte international Millionen Auflagen. Sie wurde mit dem Literaturpreis der wichtigsten Wochenzeitung in Polen geehrt. Auch seine darauffolgende Trilogie, in deren Mittelpunkt der Medicus Reinmar von Bielau steht, war höchst erfolgreich. 2008 wurde Andrzej Sapkowski mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Łódź ausgezeichnet.


Übersetzer:
Erik Simon (geboren 1950 in Dresden) ist ein deutscher Science-Fiction-Schriftsteller und -Herausgeber. Durch seine Tätigkeit als Lektor, Herausgeber, Übersetzer und Science-Fiction-Theoretiker hatte er einen herausragenden Einfluss auf die Entwicklung der Science Fiction in der DDR.


Bewertung:
Das Cover passt zur der ganzen Reihe, sowohl zu der Vorgeschichte als auch der Hauptgeschichte. Aber auch zu der Geschichte an sich. Ob der Titel passend ist, kann ich nicht beurteilen, da ich nach 152 Seiten abgebrochen habe.

Ich war nicht scharf darauf, diese Serie zu lesen. Die verfilmte Serie ist mir schon zu sexistisch und heroisch. Aber dieser Mainstream hat mich neugierig gemacht, weil ich viel Kritik über die Filmserie gelesen habe und vorbereitet war auf anders aussehende Figuren und andere Ereignisse, die nicht vorkommen. Was soll ich schreiben ... die Wahrheit, die reine Wahrheit, so wahr mir der Büchergott helfe ...

Dies ist Band 1 von Band 3 der Vorgeschichte.

Der Autor mischt Vergangenheits- und Gegenwartsform in einem Satz.

Historische Erzählung, die abgehackt ist. Manche Dialoge und Monologe sind anstrengend zu lesen und ich habe nicht alles verstanden. Gehobene Gossensprache sozusagen.

Vieles ist unlogisch aufgrund der wirren Ereignissprünge: In einem Kapitel verwandelt sich die Prinzessin zurück, im nächsten redet er von Yennifer, die bis dahin nicht einmal existiert. Und ich liege da und lese das dreimal, weil ich nur HÄ??? im Kopf habe. In einem anderen Kapitel wird er der Schlächter von Blaviken genannt, noch bevor das in Blaviken sich ereignet. Und wieder HÄ? Ich habe sechs Kapitel gebraucht, trotz Inhaltsverzeichnis, um zu kapieren, dass nur jedes 2. Kapitel zusammenhängt. Die Kapitel dazwischen sind unabhängige Ereignisse. Es ist wie die Serie wirr und chaotisch erzählt. Ich frage mich, was das soll!! Das ergibt Null Sinn! Man kennt das höchstens bei Thriller, die rückwirkend erzählt werden, worauf am Ende eine Erkenntnis oder Pointe wartet - aber hier gibt es das gar nicht. Ich habe das Buch zwar nicht beendet, kenne aber die Serie zur Vorgeschichte. Diese chaotische Erzählsetzung ist unnötig verwirrend und nervig. Ich habe ab 152 Seiten aufgegeben, da es gar keinen Sinn macht, dieses Chaos zu lesen.

Geralt ist hier nicht mürrisch und unnahbar wie in der Serie, im Gegenteil. Er ist hier offen und zuvorkommend. Aber der Autor bekommt keine Gefühle transportiert. Weder unschöne noch schöne Gefühle. Es lässt mich alles kalt. Durch diese Erzählart kommen weder Charaktere noch Gefühle noch Gedanken noch Atmosphäre irgendwie positiv rüber.

Und noch etwas: Eine Vorgeschichte sollte auch eine Geschichte VOR DER GESCHICHTE sein! Es ergibt auch hier wieder Null Sinn, dass sich diese Vorgeschichte nicht ohne Kenntnisse der Hauptgeschichte lesen lässt!


Fazit:
Was hat der Autor mit dieser Geschichtssetzung bezweckt??

Für alle zu empfehlen, die gerne verwirrt sind und keinen Sinn brauchen.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2021

Eben nicht nur das Mädchen ... und auch sonst misslungen umgesetzt!

Das Mädchen
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Inhaltserzählung:
Ich war einmal ein Mädchen, aber ich bin es nicht mehr. Ich rieche, bin voller getrocknetem, verkrustetem Blut und mein Kleid ist zerfetzt. Mein Inneres ein Morast.

Ich sterbe nicht ...

Inhaltserzählung:
Ich war einmal ein Mädchen, aber ich bin es nicht mehr. Ich rieche, bin voller getrocknetem, verkrustetem Blut und mein Kleid ist zerfetzt. Mein Inneres ein Morast.

Ich sterbe nicht und doch sterbe ich. Eine Metzelei wird an mir verübt. Andere kamen, allein oder zu zweit unter wildem Gelächter. Rissen, fraßen, ergossen sich in mich. Schon bald waren sie alle zu einem Wesen verschmolzen. Keine Männer mit menschlichen Zügen. Ich war bei Sinnen und dann wieder nicht. Aber ich war nicht tot. Dafür sorgten sie. Mit brutalen Schlägen holten sie mich immer wieder ins Leben zurück, um ihre Lust anzustacheln.

(Track 1 und 7)


Autorin:
Edna O’Brien, geb. 1930 in Tuamgraney/Westirland, gilt als bedeutendste Schriftstellerin ihres Landes. Bereits ihr Debüt Die Fünfzehnjährigen (The Country Girls), das in Irland verboten wurde, machte sie international bekannt. Seither hat sie mehr als zwanzig Romane und Erzählbände verfasst. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter die American National Arts Gold Medal, der Frank O'Connor Prize, 2018 der PEN / Nabokov Award for Achievement in International Literature und 2019 der renommierte David Cohen lifetime achievement award.

Übersetzerin:
Kathrin Razum, 1964 geboren, studierte Anglistik und Geschichte in Heidelberg und Baton Rouge, USA. Sie arbeitet seit Mitte der neunziger Jahre als freie Übersetzerin und Lektorin. Unter anderem hat sie T. C. Boyle, Susan Sontag, V. S. Naipaul und Edwidge Danticat ins Deutsche übertragen.

Sprecherin:
Hannah Baus wurde in Würzburg geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie 2013 ihr Schauspielstudium an der ADK Bayern. Zeitgleich legte sie den Grundstein für ihre Karriere als Sprecherin und war in ersten Werbespots im Radio zu hören. Mit Vorliebe liest die junge Wahlberlinerin Hörbücher ein z.B. für "Hörbuch Hamburg" und "Saga Egmont und Steinbach sprechende Bücher". Auch im Bereich Synchron und Hörspiel durfte sie bereits Erfahrung sammeln (u.a. "Waringham Saga" bei Audible und "Atlanta Medical").


Bewertung:
Das Cover und der Titel sind schlicht und nichts aussagend. Aber das gefällt mir hier sehr. Beides wecken die Neugier auf mehr.

Das Thema sexuelle Gewalt und Massenvergewaltigungen in Kriegsgebieten ist mir schon lange bekannt und darüber gibt es zahlreiche Dokumentationen und Berichte. Selbst die UN-Soldaten sind schon in den Fokus der Massenvergewaltigungen ihrer eigentlichen Schützlinge gekommen. Männer sind eben Männer. Das Thema macht vor niemanden Halt. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe benutzt, täglich in vielen Dörfern der Welt. Es ist auch als solche endlich in die UN-Berichterstattungen in den Fokus gekommen. Neben den gängigen Vergewaltigungen, die es weltweit gibt, gibt es in Kriegsgebieten sogar spezielle Truppen, die nur für diese Art Verbrechen ausschwärmen und über die Mädchen und Frauen herfallen. damit signalisieren sie den Männern, sie können ihre Kinder und Frauen nicht schützen.

Ebenfalls wird es als Waffe gegen religiöse Minderheiten eingesetzt. Dazu gibt es auch Dokumentationen. Die Mädchen und Frauen werden vergewaltigt und so vertrieben in andere Dörfer und Länder. Die Dorfbewohner dort wollen sie nicht haben und stoßen sie aus. Sie leben als Ausgestoßene für sich. Viele mit Kindern, die aus den Vergewaltigungen hervorgehen. Nicht nur, dass diese Kinder auch zum Teil anders aussehen als ihre Mütter, auch ist das Thema sexuelle Gewalt etwas, wofür man den Mädchen und Frauen die Schuld gibt. Sexuelle Gewalt ist die ultimative Waffe. Sie erzeugt inbrünstige Scham und Erniedrigung und vor allem in den Entwicklungsländern für Ausstoß aus der Gemeinde.


Das Thema ist also sehr gut gewählt von der Autorin und ich erwarte bei solch einem ernsten und wichtigen Weltthema auch eine realistische Darstellung.

Es geht sofort ins Geschehen los ... Die Massenvergewaltigungen erzählt das Mädchen ohne Gefühle, wie betäubt und alltäglich gleichzeitig. Sehr realistisch! Erschreckend! Die ersten Tracks sind eindrucksvoll und mitreißend. Aber dann (stöhn) wird es wirr. Gerade erzählte noch das Mädchen, plötzlich scheinbar ein Junge ?! Er darf nicht mitmachen, weil er ein Junge ist??? Ich war verwirrt! Das scheint gerade echt mein Schicksal zu sein, wirres Zeug zu hören und zu lesen. Was soll das jetzt?, habe ich gedacht. Wenige Zeit später plötzlich wieder das Mädchen ... dieser Wechsel geschieht völlig hinweisfrei und nahtlos übereinander. Ich wusste gar nicht, wen ich gerade höre. Erst wenn was kam, das zeigte, dieser Erzähler ist männlich oder weiblich. Vielleicht ist im Buch ein Abschnitt zu sehen, dass den Lesern zeigt, dass jemand anderes erzählt. Hier beim Hörbuch überhaupt nicht. Gleiche Stimme, keine Pausen, keine Namen oder andere erkennbare Zeichen ... ätzend!

Das zweite große Manko sind diese Riesen-Zeitsprünge! Sie wurde verheiratet, und ab da gehen die Riesen-Zeitsprünge los: Sie sagt sie erwarte ein Kind, das kommt aus dem Nichts. Kurz davor hatte sie noch ihre Periode. Und mit ihrem Mann hat sie Sex gehabt?? Darüber wird gar nichts berichtet. Er kommt, er geht, ist müde und schläft. Mehr kommt da nicht. Paar Sätze weiter hat sie schon die Wehen. Was sind das für Zeitsprünge, bitte??? Da kommt man ja gar nicht nach, die halbe Geschichte wird unterlassen.

Richtig frustrierend! Nach fast 2 1/2 Stunden habe ich dann abgebrochen.


Fazit:
Ein wichtiges Thema, das so wirr erzählt wird. Selbst als Buch sind die Zeitsprünge lesbar, daher ist diese Version auch nicht viel besser. Ich bin richtig enttäuscht und auch sauer, dass die Autorin so ein Thema mit so einer Erzählweise versemmelt! Die Charaktere sind durch diese Zeitsprünge nicht greifbar, nur das Mädchen fand ich bis dahin recht gelungen. Wer dieser erzählende Junge ist, weiß ich immer noch nicht. Das konnte ich auch in keinen der anderen Rezensionen herauslesen. Da wird auch nur das Mädchen in den Mittelpunkt gestellt. Kurios. Die Sprecherin an sich finde ich gelungen, nur erzählt sie eben auch die Charaktere nicht ganz so trennend. Dadurch und durch die Zeitsprünge ging auch die Atmosphäre nicht richtig auf mich rüber. Das viele Potenzial, das das Thema bietet, ist nicht genutzt worden. Und das Genutzte nicht gut.




  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2021

Gefangene Liebe? Gefangenes 🧠 ist der Tatbestand!

Faithful - Gefangene Liebe
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Klappentext:
Entführt. Verkauft. Gefangen.

Anstatt mit netten Leuten einen ausgelassenen Abend zu verbringen, wird Faith betäubt und findet sich in ihrer neuen persönlichen Hölle wieder - einem Sexclub.
Erworben ...

Klappentext:
Entführt. Verkauft. Gefangen.

Anstatt mit netten Leuten einen ausgelassenen Abend zu verbringen, wird Faith betäubt und findet sich in ihrer neuen persönlichen Hölle wieder - einem Sexclub.
Erworben von einem Mann mit verhängnisvoller, gefährlicher Ausstrahlung hofft Faith dennoch, in Sicherheit zu sein. Denn sein Versprechen ist eindeutig. Er will nichts tun, was sie nicht auch will.
Doch sein Handeln ist ein Widerspruch in sich: Dominierend und besitzergreifend achtet er doch auf ihr körperliches und seelisches Wohl. Dabei ist alles, was sie sich erwünscht, Freiheit und Unversehrtheit. Ein Leben mit einer Zukunft statt einem Leben in einem Sexclub.
Was verbirgt der mysteriöse Fremde vor ihr?
Kann sich Faith aus den kriminellen Machenschaften befreien und vor allem: Will sie das überhaupt noch?

Eine Geschichte um Verrat, Macht - und die große Liebe?

(Anmerkung von mir: 🤣 🙈 🤦 💩)


Autorin:
Samantha J. Green schreibt Liebesromane, in denen sie immer ein für sie wichtiges Thema behandelt. Wenn jemand sie fragt, was genau sie schreibt, lautet ihre Antwort stets gleich. Es ist dramatisch, oft steckt eine Spur Thrill mit darin und man darf nicht prüde sein.

(Anmerkung von mir: Gewalt gegen Frauen ist es sicher nicht! Gut gemacht! 👏)

Das Schreiben ist ein Teil von ihr, den sie niemals aufgeben wird. Vielleicht wird sie irgendwann nicht mehr veröffentlichen, wenn sich die ganze Arbeit nach dem Schreiben finanziell nicht mehr lohnt. Doch dann will sie ihre Bücher den Menschen, die weiter lesen wollen, so zukommen lassen. Mit allen Fehlern, einfach nur die rohe Geschichte, die aus ihr herausfließt. Doch schreiben wird sie, bis sie ihre Hände nicht mehr gebrauchen kann.


Bewertung:
Das Cover ist nichts. Wenn ich Cover-Käuferin wäre, hätte das keine Chance. Ich mag es nicht, wenn Menschen in Fotos gesetzt werden, sieht bäh aus. Schon der Klappentext lässt einem die Wahl; 🤣 oder 😱 !

Die Geschichte ... 😶 was ihr wissen müsst ist, dass ich eine sehr gute Rezi zu dem Buch gelesen habe. Dort kritisiert die Leserin - wie ich es immer tue - die Behandlung von Frauen. Auch kritisiert sie, dass das für sie kein Dark Romance-Roman ist mit all der Vergewaltigungen, Missbrauch, Mord, Menschenhandel etc. und dass es als Bestseller in Liebesromane für Junge Erwachsene ein total verkehrtes Bild vermittelt, Gewalttaten-unterstützend. Hier ist es ja als Thriller sortiert, wo es auch hingehört. Mich hat die Rezi so neugierig gemacht, obwohl sie genau die Punkte kritisiert hat, die ich sonst auch kritisiere. Es gibt aber auch positive Aspekte ihrer Rezi und so entschloss ich mich, das Buch auszuprobieren - immer im Hinterkopf, dass es eine Geschichte ist, die ich sonst immer abbreche. Und so kam es auch.

Die Erzählung ist in Ich-Form bei Faith und Jerome, wobei Faith im Mittelpunkt steht. Schon bei Seite 2 kam mir der Gedanke abzubrechen. 😆 Ernsthaft! Sie biedert sich so an ... 🤮 Faith ist echt naiv und lässt sich wie ein Stück Fleisch von Männern behandeln. Auch als angebliche Jungfrau ist sie unglaubwürdig. Sie sagt, denkt und tut Dinge, die keine Jungfrau so mega freudig - und schon gar nicht nach Missbrauch - sagen, denken und tun würde ...

Der Mann-Part Jerome ist typisch Macho, hat auch eine sanfte Seite, rettet Faith vor seinem grauenhaften Partner ... Hier konnte mich die Autorin auch nicht überzeugen.

Die Grundidee (was die Gewalt gegen Frauen betrifft, nicht dieser romantisierte 💩) finde ich sehr gut, da das keine fiktiven Themen sind, nur die Geschichte hier ist fiktiv. Aber täglich werden weltweit Frauen unter Drogen gesetzt, vergewaltig, geschlagen, und anders missbraucht. Ein sehr wichtiges Thema - eines der wichtigsten in diesem Männer-System, in dem wir leben! Und das dann so unrealistisch und unglaubhaft umzusetzen ... nicht alles ist verkehrt geschrieben, das stimmt nicht! Das wäre unfair von mir zu behaupten. Aber die Charaktere, besonders Faith als Jungfrau und ihre Handlungen sind sehr fern der Realität. Und auch die Beziehung zu Jerome hätte mehr Fakten gebraucht. Faith reflektiert zwar zweimal, dass sie vielleicht unter dem Stockholm-Syndrom leidet, aber auch für sich nur als Frage. Dennoch ist der Verlauf unglaubwürdig in meinen Augen. Ich möchte da nicht zu detailliert eingehen, ich habe ein paar Dinge in die Lese-Chronik gesetzt.

Das Ende soll laut der Leserin beschriebener Rezi ein künstliches (von mir gesetzt) Happy End haben. Friede-Freude-🤦 Da ich bei Seite 113 abgebrochen habe, habe ich das nicht mitbekommen. So ein Unglück! 🥳



Fazit:
Ich war auf das Buch und den wahrscheinlichen Abbruch vorbereitet, dennoch tun mir die 10 € dafür weh. Und leider finden die meisten Frauen solche erniedrigen Bücher auch noch toll! Für mich als vernünftig denkende Frau, die wie die meisten Frauen unter diesem Männer-System leiden und Gleichberechtigung fordern, unverständlich. 🤦 Ein Armutszeugnis, dass Frauen solche Bücher schreiben und lesen. Aber das zeigt auch, wie tief wir in diesem System stecken und wie alltäglich es für uns Frauen ist, dass wir viele Dinge einfach nicht merken und reflektieren. (Wie oft musste ich das bereits in Rezensionen angeben ... traurig - never ending story)



😈 Lesen auf eigene Gefahr:

https://www.lovelybooks.de/bibliothek/WriteReadPassion/lesestatus/2699322057/





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Veröffentlicht am 30.05.2021

The Line - Mehr als 🤮 und 💩 ergeben können ...

The Line We Don't Cross
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Klappentext:
Norah

Die Nachricht, dass mein Vater gestorben ist, war eine Erleichterung für meine gequälte Seele. Endlich hat der Mistkerl bekommen, was er verdient. Dann las ich die Fußzeile: Testamentsverkündung ...

Klappentext:
Norah

Die Nachricht, dass mein Vater gestorben ist, war eine Erleichterung für meine gequälte Seele. Endlich hat der Mistkerl bekommen, was er verdient. Dann las ich die Fußzeile: Testamentsverkündung in drei Tagen. Anwesenheit zwingend notwendig.

Ich wollte das Geld des alten Mannes nicht und ich hatte mir geschworen, nie wieder einen Fuß über die Schwelle seines Hauses zu setzen. Auf der anderen Seite wusste ich von dem Aktenschrank mit seinen ganzen Papieren, Akten und Unterlagen. Ein letzter Besuch, um endlich Antworten auf die Fragen zu bekommen, die das Monster mir nie beantwortet hatte. Und ein letztes Mal meinen Bruder sehen. Ich vermisste ihn so sehr.


Reed

Bitte komm nicht her. Sei klüger als ich. Fall nicht auf den verdammten letzten Trick des alten Mannes herein und bleib weg. Du hast dir nie viel aus Geld gemacht. Ich bete zu Gott, dass es noch immer so ist …


Autorin:
Mia Kingsley

Sprecher:
Kai Schulz ist seit 2013 Synchron- und Hörbuchsprecher und konnte ebenso in der Werbung seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Ben Hofmann

Fanny Bechert



Bewertung:
Das Cover hat tolle blinkende Farben, das war's auch schon.

Die Erzählung besteht aus der Ich-Perspektive von Norah, Reed und Atlas (keine Ahnung, wie der geschrieben wird). Dieser Wechsel hätte mir sehr gefallen, wenn denn der Inhalt annehmbar wäre. Denn der Erzählwechsel gefällt mir immer sehr bei Geschichten.

🤮 Norah ist sehr extrovertiert, etwas gruselig - einerseits. Andererseits ist sie devot und lässt sich alles mögliche befehlen. Ob vulgäre und erniedrigende oder herablassende Sätze - sie sagt da nur "okay" und macht, was die Kerle wollen. Erbärmlich! 🤮

🤮 Reed ist ein Gangster und befiehlt Norah alles mögliche; sie werde mit ihm nach Hause kommen, ihren Namen ändern lassen ... oder so kleine Dinge wie "Du kommst ins Haus!". 🤮

🤮 Atlas mit seinem widerlichen Angebot: Sex gegen Schuldenerlass. Und filmt auch noch alle Räume im Haus. Schon beim Angebot war ich innerlich raus, wollte aber noch nicht ganz aufgeben und hörte weiter. Zu dessen Umsetzung bin ich nicht mehr gekommen, hat mir gereicht.🤮

Mit allen drei Figuren bin ich nicht warm, geschweige denn heiß geworden. Atlas hat schon was berührendes an sich, so ein wenig noch der nette und unschuldige Junge. Aber auch er reiht sich unter den Widerlichkeiten ein.

🤮 Die Sprache ist sehr vulgär; ficken, Schwanz, Arsch, Pussy ... Sätze wie "Bist du bereit, gefickt zu werden?" - "Gieriges Luder!" - "Du kommst auf meinen Schwanz oder gar nicht!" sind die Regel. 🤮

🤮 Und das ganze Gedöse - ob Charaktere oder Verlauf - ist derart künstlich aufgebaut ... nichts wirkt echt oder natürlich. Künstliches Drama inklusive. Als wäre der Autorin überhaupt gar nichts eingefallen, was sie hätte schreiben können. Gar nichts! Hauptsache irgendwas bescheuertes und für Frauen auch noch entwürdigendes auf den Markt schmeißen. In mir zieht sich alles zusammen, dass Leser auch noch Beifall dazu klatschen - Frauen! Wir sind es so gewohnt, so respektlos behandelt zu werden, dass wir es nicht anders kennen und das hinnehmen. 🤮

Vom Klappentext her habe ich etwas ganz anderes erwartet, eine völlig andere Geschichte. Der Klappentext sagt gar nichts zur Geschichte aus. Ich habe nicht mal mitbekommen, dass er überhaupt in der Geschichte vorkommt - diese angebliche Nachricht ... Zum Teil sind manche Szenen gar nicht vorhanden, sondern werden übersprungen. Die Idee von zwei Halbgeschwistern, die ineinander verliebt sind ist ja nicht neu und auch solide. Vom Gedanken her ...

Die beiden Sprecher finde ich besser als die Sprecherin. Die männlichen Stimmen sind sehr samtig und angenehm zu hören.


Fazit:
Jetzt fragt ihr euch, wieso ich das Hörbuch denn gehört habe ... Ja klar, ist auch Sex mit im Spiel. Aber der Klappentext führt einen echt in die Irre. Ich hatte mit einem speziellem Erbe gerechnet, und dass die beiden einander finden währenddessen. Aber bekommen habe ich einen herrschsüchtigen Mafiosen, eine dämliche Pute und einen ekligen Widerling mit seinem perversen Angebot. Und das all inklusive als künstliches Konstrukt mit erniedrigenden Ausdrucksweise. 🤮

Was für ein 💩! Aber die Leute lieben halt 💩! (was die Rezensionen jedes Mal belegen)



COVER ⭐

GRUNDIDEE/THEMA 0,🌠

ATMOSPHÄRE/SETTING 0,🌠

ERZÄHLSTIL 0,🌠

HANDLUNG 0,🌠

CHARAKTERE 0,🌠

GENRE ⭐⭐⭐⭐⭐

SPRECHER ⭐⭐⭐⭐⭐ und ⭐⭐⭐⭐




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