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Veröffentlicht am 06.09.2021

Suche nach der Wahrheit

Wenn die Schatten sterben
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2006 und 1940
Die Deutsche Rebecca, Becky Kolberg eine Enkelin
einer ehemals bedeutenden Unternehmer-Familie, siedelt nach einem
Schicksalsschlag nach Solothurn um.
Gleich in der ersten Nacht geschieht ...

2006 und 1940
Die Deutsche Rebecca, Becky Kolberg eine Enkelin
einer ehemals bedeutenden Unternehmer-Familie, siedelt nach einem
Schicksalsschlag nach Solothurn um.
Gleich in der ersten Nacht geschieht etwas Unheimliches:
Hinter einer Mauer wird die Leiche einer jungen Frau gefunden.
Es stellt sich heraus, dass diese in den 1940er Jahren gewaltsam ums Leben kam.
Obwohl der offensichtliche Mord gemäß schweizerischem Recht verjährt ist, will Becky diesem nachgehen.
Kann es sich um die junge Emma Kummer aus Zuchwil handeln, die recht widerwillig in der Waffenfabrik in Zuchwil ihr Brot verdient hat?
Zwei Frauenleben im Abstand von 80 Jahren. Was verbindet die beiden?

Dieser Kriminalroman spielt in zwei Erzählebenen.
Atmosphärisch dicht und von Beginn an spannend werden die Ermittlungen der sehr
emotionalen und labilen Becky auf das Papier gebracht.
Wie sie immer tiefer in den Sumpf gerät, in ihre Familiengeschichte, bei der sie erkennen muss,
dass ihr deutscher Großvater mit den Nazis von der Schweiz aus Waffengeschäfte tätigte.
Die Charaktere sind einfach wunderbar gezeichnet. Vor allem auch durch die gelungenen Dialoge.
Der Spannungsbogen ist von Beginn an hoch und bleibt es auch bis zum Schluss.
Spannend sind aber nicht nur die Ermittlungen, sondern auch die historischen Hintergründe
rund um die Waffenfabrik Zuchwil. Die brisante Stimmung die damals bei der Bevölkerung herrschte.
Auch kommen Themen wie Gleichberechtigung, Gewalt gegen Frauen,
die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Muttersein und politisches Engagement vor.
Man merkt das der Autor sich mit den Orten, den Geschichten aber auch den kriminalistischen
und rechtlichen Gepflogenheiten sehr gut auskennt.
Ein gelungener, spannender und auch historischer Krimi.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Ein bezaubernder Roman

Der Ort der verlorenen Herzen
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Anouk fühlt sich an Weihnachten besonders einsam.
Obwohl sie liebend gerne eine Familie hätte lebt sie alleine.
Ihre Eltern sind früh gestorben und das von ihr so geliebte
Weingut wurde verkauft.
Da kommt ...

Anouk fühlt sich an Weihnachten besonders einsam.
Obwohl sie liebend gerne eine Familie hätte lebt sie alleine.
Ihre Eltern sind früh gestorben und das von ihr so geliebte
Weingut wurde verkauft.
Da kommt eines Tages ein Brief mit einer Einladung.
Der neue Eigentümer hat die kleine Hütte auf dem Gut in ein Chalet
umgebaut und vermietet an einsame Herzen.
Außer Anouk folgen noch vier weitere Gäste der Einladung.
Sie kommen sich näher als ein heftiger Schneesturm die Verbindung
zur Außenwelt kappt. Aber es kommt dann doch anders als gedacht.

Eine bezaubernde Geschichte über die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und springt immer wieder in das Jahr 1976 zurück.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr realistisch.
Die Hauptfiguren überzeugen durch ihre unterschiedlichen Charakterzüge.
Es macht Spaß Anouk zu begleiten und zu erleben wie sie
sich langsam aus ihrer Starre löst. Wie sie zu Leben anfängt.
Anouk lernt nette Menschen kennen und die Erkenntnis, dass
gute Freunde und vor allem die richtige Liebe alles möglich machen können.
Für einen Neuanfang ist es nie zu Spät.
Es werden aber auch andere Themen angesprochen. Die Einsamkeit,
gerade um die Weihnachtszeit. Um unerfüllte Hoffnungen, Wünsche und Träume.
Verpasste Chancen und wie man sein Leben lebenswerter machen kann.
Nicht nur zur Weihnachtszeit.

Ein wunderbarer Roman der zu Herzen geht aber nie rührselig wird.

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Veröffentlicht am 25.08.2021

Ein Wohlfühlbuch

Inselkinder
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Franzi ist glücklich. Sie ist so richtig auf der Insel angekommen.
Sie hat ihren Ehemann Tamme, ihre kleine Tochte Rieke und einen guten Job.
Da sie keine großen Veränderungen mag, ist sie nicht gerade ...

Franzi ist glücklich. Sie ist so richtig auf der Insel angekommen.
Sie hat ihren Ehemann Tamme, ihre kleine Tochte Rieke und einen guten Job.
Da sie keine großen Veränderungen mag, ist sie nicht gerade froh darüber,
das Ihre Freundin Edda mit ihrer Familie die Insel verlassen will.
Aber auch ihre alte Freundin Britta hat so ihre Probleme. Ihr Mann Jan hat sie
verlassen. Britta sucht Zuflucht bei Franzi. Und auch Franzis Vater Max braucht
eine Auszeit. Während Franzi und Tamme helfen, wo sie können merken sie aber auch,
das Veränderungen nicht nur Nachteilig sein müssen.

Der 4. Band dieser Reihe. Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat kommt
man sehr gut in die Geschichte rein.

Das wunderschöne Cover verspricht sehr gute Unterhaltung.
Die Autorin schafft es spielend ihre Charaktere zum Leben zu erwecken.
Die Figuren sprühen vor Leben und Energie.
Man lebt und leidet mit Ihnen und wünscht sich sehr sie zum Freund zu haben.
Ich konnte mir das alles so gut vorstellen und so richtig eintauchen
in die Geschichte.
Gefühlvoll und mitreißend ist dieser Roman und er erzeugt eine richtig
schöne Wohlfühlatmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht.
Der Schreibstil der Autorin ist warmherzig und mitreißend.
Auch die Ortsbeschreibungen tragen dazu bei, das man sich wie vor Ort fühlt.
Dieser Roman ist wie ein kleiner Inselurlaub.
Am Schluss ist man traurig, das man Spiekeroog verlassen muss.
Dem Charme dieses Buches kann man sich kaum entziehen.
Locker, leicht aber doch auch mit ernsteren Tönen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2021

Der schmale Grat zwischen Fiktion und Realität

Eine Geschichte, die uns verbindet
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New York: Carrie, die Tochter der bekannten Schriftstellerin Flora verschwindet spurlos aus der verschlossenen Wohnung.
Man kann die Verzweiflung der Mutter nachvollziehen, vor allem als sich bei der Befragung ...

New York: Carrie, die Tochter der bekannten Schriftstellerin Flora verschwindet spurlos aus der verschlossenen Wohnung.
Man kann die Verzweiflung der Mutter nachvollziehen, vor allem als sich bei der Befragung durch die Polizei der Verdacht aufdrängt, dass sie hinter der Geschichte steckt.
Paris:
Der zweite Handlungsstrang richtet sich ebenfalls auf einem verzweifelten Elternteil. Romain sieht sich seiner noch Ehefrau ausgeliefert, die geschickt
das öffentliche Image lenkt. Sie will ihn als gewalttätigen und aggressiven Ehemann und Vater darzustellen, um so den gemeinsamen Sohn ganz für sich zu haben.
Aus Romains Sicht stellt sich die Lage gänzlich anders dar. Leicht von außen zu beeinflussen; schwach und unter dem Einfluss zweifelhafter Radikaler sollte
Almine keinesfalls das Sorgerecht für Théo erhalten.

Von der Aufmachung und Gestaltung her ist es ein schönes Buch.
Der Titel ist schon recht vielsagend. Das wird einem aber erst viel später klar.
Jedes der Kapitel beginnt am Anfang mit einem wunderschönen Zitat eines bekannten Schriftstellers. Dazu kommt der wunderbare Schreibstil des Autors.
Die Charaktere sind alle so lebensecht beschrieben und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.
Erzählt wird in zwei verschiedenen Handlungssträngen mit wechselnden Sichtweisen,
die immer wieder zusammen laufen.
Von Anfang an hat diese Geschichte einen Spannungsbogen der bis zum Schluss anhält.
Immer wieder bestimmen überraschende Wendungen den Fortlauf der Suche.
Clever konstruiert bleiben lange Zeit Fragen offen, deren Beantwortung man mit Spannung
verfolgt und die sich schließlich glaubwürdig und restlos klären.
Der Autor führt den Leser durch einen sehr schmalen Grat zwischen Realität und Fiktion,
zwischen dem Imaginären, das direkt aus dem Kopf des Romanschriftstellers kommt und der Realität, die ihn oft einholt.
Ein sehr schöner Roman voller überraschender Wendungen.

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Eine Mischung aus Genuss, Spannung und wunderschöner Landschaft.

Mord au Vin (Claire Molinet ermittelt 1)
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Claire, die nicht nur einen Food-Blog für die französische Küche und die neuen Trends
in der Esskultur schreibt, sondern auch Privatdetektivin ist,
findet eine mumifizierte Leiche.
Diese wurde in der Düne ...

Claire, die nicht nur einen Food-Blog für die französische Küche und die neuen Trends
in der Esskultur schreibt, sondern auch Privatdetektivin ist,
findet eine mumifizierte Leiche.
Diese wurde in der Düne von Pilat, Arcachon verscharrt.
Schnell wird klar, dass es sich um eine Winzerin handelt. Einer Verfechterin des Bioanbaues.
Das erweckt Claires Spürnase. Zusätzlich wird sie beauftragt eine verschwundene Studentin
zu suchen. Claire vermutet, dass die beiden Fälle zusammenhängen könnten.
Sie fängt an zu ermitteln und schon bald ergänzt sie sich sehr gut mit dem
Commandanten Chénier. Gemeinsam entwirren sie die Fäden, die tief in die Welt
des Bordelaiser Weinbaus führen. Doch sie müssen sich beeilen,
denn der Täter hat bereits ein neues Opfer im Visier ...

Das wunderschöne Cover lässt schon ahnen, in welche Richtung dieser Krimi geht.
Die Autorin nimmt uns mit in die Welt des Bordelaiser Weinbaus.
Ihre Beschreibungen sind atmosphärisch dicht.
Die Landschaft wird wunderschön und sehr ausführlich beschrieben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und es fällt schwer das Buch aus der Hand zulegen.
Atmosphärisch dicht und sehr authentisch wird die Ermittlung geführt.
Die eingestreuten französischer Wörter verstärken das ganze noch.
Auch sind alle Elemente, die für einen klassischen Kriminalroman wichtig sind vorhanden.
Rätselhafte Verbrechen, die psychologischen Momente, die den Verbrecher antreiben,
die sehr guten Milieubeschreibungen.
Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen so liebevoll gezeichnet das man ganz schnell
Sympathien oder auch Antipathien hegt.
Die Art der Ermittlung ist erfrischend anders.
Dem Commandanten Raoul Chénier steht Claire Molinet, Bloggerin und Privatdetektivin zur Seite.
Die beiden sind sehr sympathische und eigenwillige Charaktere und ergänzen sich wunderbar.
Stück für Stück wird das Rätsel gelöst.
Ein sehr gutes Hintergrundwissen machen diesen Krimi zu einem Leseerlebnis.
Es geht nicht nur um Wein, es geht auch um Skandale betreffs des Weinanbaus.
Alles in allem handelt es sich hier um einen guten klassischen Kriminalroman.
Eine Mischung aus Genuss, Spannung und wunderschöner Landschaft.
Der Spannungsbogen steigt langsam bis zum überraschenden Ende.
Wer einen klassischen Kriminalroman ohne große Action erwartet wird nicht enttäuscht.
Mir hat dieser Ausflug nach Frankreich gut gefallen.
Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen!

Positiv zu erwähnen ist noch das Glossar und die Playliste am Ende des Buches.

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