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Veröffentlicht am 24.06.2021

Klug investiert

Selbst investiert die Frau
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"Selbst investiert die Frau" von Christiane von Hardenberg habe ich als Hörbuch mit einer Laufzeit von 455 Minuten, gelesen von Beate Rysopp gehört.
Versprochen habe ich mir hier eine verständliche Einführung ...

"Selbst investiert die Frau" von Christiane von Hardenberg habe ich als Hörbuch mit einer Laufzeit von 455 Minuten, gelesen von Beate Rysopp gehört.
Versprochen habe ich mir hier eine verständliche Einführung in die einfachsten Grundlagen der Geldanlage und des Finanzwesens, wie man sich traut sein sauer verdientes Geld selber anzulegen, bestenfalls so, dass frau mit den Jahren ein Vermögen aufbauen kann.
Erhalten habe ich ganz viel Informationen über die Lebensgeschichte und Situation von Frau von Hardenberg, die aber schon sehr interessant und amüsant erzählt wird.
Sie erklärt dann aber auch gut verständlich Fachbegriffe aus der Finanzwelt und verschiedene Arten der Geldanlage und Finanzstrategien und zeigt einige Möglichkeiten auf und erklärt Risiken. Das alles in sehr unterhaltsamen Kontext.
Was mich etwas verunsichert hat, ist die Tatsache, dass die Frau Geld und Immobilien besitzt, größtenteils schon vererbt bekommen hat und mit ganz anderen Summen und Erwartungen an den Kapitalaufbau herangehen kann, als ich persönlich es könnte.
Gelohnt hat sich das Hörbuch für mich auf jeden Fall, da ich viele Zusammenhänge und Begriffe jetzt besser verstehe. Die Precherin macht ihre Sache ausgezeichnet, aber ein gedrucktes Buch würde sich hier fürs zurückblättern oder Anmerkungen besser eignen.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Spiel um das Erbe

Der Nachlass
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"Der Nachlass" von Jonas Winner ist nicht das erste Buch des Autors, dass ich lese. Es ist ein Thriller, indem es um ein Spiel geht, ein Spiel um ein Erbe von beachtlichem Wert. Mitspieler sind die erbberechtigten ...

"Der Nachlass" von Jonas Winner ist nicht das erste Buch des Autors, dass ich lese. Es ist ein Thriller, indem es um ein Spiel geht, ein Spiel um ein Erbe von beachtlichem Wert. Mitspieler sind die erbberechtigten Familienangehörigen. Eine Konstellation, die von vornherein Spannung um Abgründe der menschlichen Psyche verspricht.
Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr, er schafft es eine spannende Atmosphäre aufzubauen. Etwas verwirrend fand ich die vielen Zeitsprünge im Buch, so stirbt eine Person gleich zu Beginn und ist dann im weiteren Verlauf wieder dabei, da muß man schon sehr aufpassen beim lesen.
Mit den Personen kann man sich nicht identifizieren, dazu weiß man zu wenig über sie und sie sind auch durchweg nicht sympathisch, was aber sicher auch so gewollt ist.
Bei jeder Aufgabe fragt man sich erneut, wer sich das wohl ausgedacht hat, der eigenen Mutter ist sowas wohl nicht zuzuschreiben. Die große Frage ist hier auch, wie schnell Familienbande, Freundschaft und Moral kippen, wenn es um Geld geht, viel Geld.
Die Auflösung der Geschichte ist stimmig, läßt mich allerdings auch etwas ratlos zurück, da man darauf nicht mal ansatzweise hätte kommen können. Ein paar versteckte Hinweise wären gut gewesen.
Gute und spannende Unterhaltung war das Buch auf jeden Fall und wer Thriller gerne liest, sollte sich diesen mal auf die Merkliste setzen.

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Innere und äußere Reise

Der Schneeleopard
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"Der Schneeleopard" von Sylvain Tesson ist eine Reisebeschreibung in die Hochebene von Tibet, gemeinsam mit dem bekannten Tierfotografen Vincent Munier. Sie sind auf der Suche nach Tieren zum beobachten, ...

"Der Schneeleopard" von Sylvain Tesson ist eine Reisebeschreibung in die Hochebene von Tibet, gemeinsam mit dem bekannten Tierfotografen Vincent Munier. Sie sind auf der Suche nach Tieren zum beobachten, filmen und fotografieren, hauptsächlich geht es hier um den seltenen Schneeleoparden.
Viel Zeit verbringen sie auf der Lauer beim Ausharren bei klirrender Kälte. Hier braucht man viel Zeit, Ruhe und Geduld. Die Zeit wird ausgefüllt mit den Beobachtungen von Mensch und Natur, an denen uns der Autor hier ausführlich teilhaben läßt.
Die Natur und das Leben der Menschen da auf der Hochebene ziehen einen in einen Bann, das wird sehr gut und anschaulich beschrieben. Der Autor teilt hier sehr viele Gedanken, fast philosophische Betrachtungen mit uns. Diese Gedanken nehmen im Buch sehr viel mehr Raum ein als die Reisebeschreibungen an sich, was ich ein wenig schade finde. Ich hätte mir persönlich auch ein paar mehr Fotos gewünscht.
Der Schreibstil des Autors ist sehr ruhig und bedacht und macht aufmerksam auf den Umgang des Menschen mit der Natur und den Konsequenzen daraus.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Inselleben

Sex ist immer noch schön, aber Weihnachten ist öfter
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"Sex ist immer noch schön, aber Weihnachten ist öfter" von Marie Schwarzkopff ist ein Roman über ein Paar, dass sozusagen von den eigenen Kindern alleine gelassen wurde. Im Mittelpunkt stehen hier Anna ...

"Sex ist immer noch schön, aber Weihnachten ist öfter" von Marie Schwarzkopff ist ein Roman über ein Paar, dass sozusagen von den eigenen Kindern alleine gelassen wurde. Im Mittelpunkt stehen hier Anna und Morten, die plötzlich wieder viel Zeit haben ihr eigenes Leben zu leben. Und was tun sie statt dessen? Sich streiten, unterschiedliche Vorstellungen entwickeln und dann nicht miteinander darüber reden.
Mit sehr viel Humor wird hier die Familie vorgestellt, die mir auch alle sehr sympathisch waren und auch einige Alltagssituationen, die wirklich so witzig beschrieben waren, dass ich so manches Mal schmunzeln musste. Ich lese eigentlich keine witzigen Bücher und zum Glück steckte hinter dieser Geschichte auch ein sehr ernsthaftes Thema.
Abwechselnd begleiten wir die beiden bei ihrem Urlaub auf einer winzigen dänischen Insel und ihren Gedanken und Gefühlen zu der neuen und ungewohnten Situation. Viele Probleme kommen hier auf und werden angesprochen und das alles mit einem leicht zu lesenden, emotionalen Schreibstil. Vor allem auch die Beschreibung der Natur und des Lebens auf der Insel hatte für mich sehr viele Wohlfühlmomente.
Ich habe mich mit diesem Buch gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 05.06.2021

Detroit hautnah

Der gekaufte Tod
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"Der gekaufte Tod" von Stephen Mack Jones ist ein Thriller mit einem ganz besonderem Schreibstil. Der Protagonist, August Snow, ist ein Ex-Polizist und hat sehr viel Geld. Dieses hat er in einem Prozess ...

"Der gekaufte Tod" von Stephen Mack Jones ist ein Thriller mit einem ganz besonderem Schreibstil. Der Protagonist, August Snow, ist ein Ex-Polizist und hat sehr viel Geld. Dieses hat er in einem Prozess gegen den korrupten Polizeiapparat der Stadt Detroit gewonnen und danach der Stadt für ein Jahr den Rücken gekehrt. Nun kehrt er zurück in sein altes Viertel und die meisten der Polizisten sind natürlich nicht gut auf ihn zu sprechen.
Snow investiert in dem Viertel, in dem er aufwuchs und das sehr trostlos und heruntergekommen ist. Eine Bekannte aus früheren Tagen, eine reiche Unternehmerin, spricht ihn an und bittet um Hilfe. Er lehnt ab und sie ist wenig später tot,, ermordet. Jetzt will er die Schuldigen finden, weil er sich selber irgendwie schuldig fühlt.
Das ganze Buch erinnert etwas an einen Actionfilm, es passiert ständig etwas spannendes und es geht alles rasend schnell. Detroit und auch seine Problemviertel werden einem hier sehr nahe gebracht, man bekommt das Gefühl mittendrin zu sein. Das war eine sehr spannende Erfahrung.
Es gibt hier mehrere Erzählstränge , die ich aber sehr schnell miteinander verbinden, so wie das ganze Buch eine sehr schnelle Erzählweise hat, es passt sehr gut zu dem Thema und der Stadt Detroit.
Der Schreibstil punktet mit vielen umgangssprachlichen Beschreibungen und Sätzen, die viel Humor haben und Bilder heraufbeschwören. Ind er Art habe ich das noch nicht gelesen und ich mußte so einige Male schmunzeln.
°Aber zwei Dinge machen das Töten leichter:das Wissen, dass ich böse Menschen getötet hatte, die anderen Schlimmes antun wollten und das Wissen, dass es hinterher Donuts gab."

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