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Veröffentlicht am 15.09.2016

Warmherziger Roman, sommerlich leicht

Das Meer in deinem Namen
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Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596031887

Warmherziger Roman, sommerlich leicht

Inhalt:
Fast ihr Leben lang schon fürchtet ...

Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596031887

Warmherziger Roman, sommerlich leicht

Inhalt:
Fast ihr Leben lang schon fürchtet sich Carly vor dem Meer. Als sie ein Kind war, hat es ihr die Eltern genommen. Als sie nun den Auftrag bekommt, für ihren ehemaligen Chef ein Häuschen in dem Künstlerdorf Ahrenshoop an der Ostsee für den Verkauf vorzubereiten, ist ihr ein wenig mulmig zumute. Doch Land und Leute machen es ihr leicht, sich dort wohl zu fühlen. Je mehr Carly in die Geschichte der Vorbesitzerin eintaucht, desto weniger will sie diesen wunderbaren Ort wieder verlassen.


Meine Meinung:
Detailreich und bildhaft erzählt Patricia Koelle die Geschichte zweier Frauen. Wir begleiten zum Einen Carly im Jahr 1999, als sie nach Ahrenshoop in das Haus Naurulokki kommt, um auszumisten und sauber zu machen, damit das Haus verkauft werden kann. Je mehr sie sich mit dem Haus beschäftigt, umso mehr erfährt sie über die (Liebes-) Geschichte der verstorbenen Besitzerin, Henny Badonin, einer Malerin. Sie fühlt sich auf eigenartige Weise mit der ihr unbekannten Frau verbunden und spürt sogar deren Anwesenheit auf Naurulokki. Ausgerechnet hier am Meer, vor dem sie immer Angst hatte, fühlt Carly sich endlich heimisch. Es gelingt der Autorin, eine wunderbare Atmosphäre heraufzubeschwören. Man kann leicht nachvollziehen, warum Carly sich auf Naurulokki und in Ahrenshoop so wohl fühlt.

In Rückblicken erfahren wir Leser noch mehr als Carly, nämlich wichtige Ausschnitte aus Hennys Leben in den 1950er und 1990er Jahren. Die Perspektivwechsel haben mir gut gefallen, sie machten den Roman abwechslungsreicher und interessanter. Allerdings blieb mir Henny und ihre Zeit bis zum Schluss fremder als Carly. Aber das ist ja nicht schlimm. Wichtig ist, dass die Handlung in sich logisch und nachvollziehbar ist, und das ist sie, auch wenn es zuweilen vor glücklichen Zufällen nur so wimmelt. Probleme lösen sich wie von selbst, was in der Häufigkeit dann doch etwas unglaubwürdig wirkt. Es wird alles ein bisschen durch die rosa Brille betrachtet, Ecken und Kanten hat wohl das Meer schon abgeschliffen.?

„Das Meer in deinem Namen“ ist ein leichter Roman, nicht besonders tiefgründig, aber auch nicht oberflächlich, ein wenig kitschig, ein wenig klischeebehaftet. Wer das mag, ist hier genau richtig.

Die Handlung kann man als abgeschlossen betrachten. Gleichwohl gibt es einige lose Fäden, die noch weiter verfolgt werden können. Und so wird der 2. Teil der Trilogie mit dem Titel „Das Licht in deiner Stimme“ im September 2015 als Taschenbuch erscheinen. Als E-Book ist er bereits erhältlich.

Die Ostsee-Trilogie:
1. Das Meer in deinem Namen
2. Das Licht in deiner Stimme
3. Der Horizont in deinen Augen

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Carters Morde werden immer abartiger

Totenkünstler
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Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548285399
Originaltitel: The Death Sculptor
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Carters ...

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548285399
Originaltitel: The Death Sculptor
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Carters Morde werden immer abartiger

Inhalt:
Ein todkranker Staatsanwalt wird auf bestialische Weise ermordet. Der Täter lässt eine seltsame Skulptur am Tatort zurück. Hunter und Garcia vom Morddezernat I in Los Angeles ermitteln und bekommen von Bezirksstaatsanwalt Dwayne Alice Beaumont zur Seite gestellt, die so hochbegabt erscheint wie Robert Hunter und diesem bei den Ermittlungen oft voraus sein wird.

Schon bald taucht eine zweite Leiche auf, wieder begleitet von einer Skulptur. Dieses Mal handelt es sich um einen Polizisten. Will sich hier jemand für eine Verurteilung rächen? Was hat es mit den Skulpturen auf sich? Will der Täter damit etwas sagen oder nur die Ermittler verwirren?

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 4. Band der Thriller-Reihe um die Ermittler Robert Hunter und Carlos Garcia. Man kann die einzelnen Bücher aber unabhängig voneinander lesen, da die Fälle jeweils abgeschlossen sind. Nur die Detectives entwickeln sich natürlich weiter.

Ich mochte die ersten drei Thriller von Chris Carter sehr gerne. Der vierte fällt meiner Meinung nach etwas ab. Carter hat sich wieder einen besonders abartigen Mörder ausgedacht und spart nicht an blutigen Beschreibungen, die er sogar immer wieder wiederholt. Auf diese genauen Wiederholungen hätte ich gerne verzichten können. Denn ich konnte mir schon nach dem ersten Mal die grauenhaft zugerichteten Leichen und ihre Umgebung lebhaft vorstellen. Das muss ich nicht drei Mal mit immer wieder denselben Worten lesen.

Auch die Figur der Alice Beaumont war mir etwas zu viel. Es reicht doch wirklich schon, wenn Hunter so ein Superhirn ist, da muss nicht noch jemand dazukommen, der mir als Leser zeigt, wie unzulänglich ich selbst bin. Die Staatsanwältin Blake wird dagegen fast ein bisschen zu doof dargestellt.

Als Leser ist es einem nicht möglich, auf den Täter zu kommen, da Hunter die winzigen Details, die er erfährt und die ihn schließlich auf die richtige Spur führen, für sich behält. Das finde ich schade, denn so kann man wirklich nur raten, aber nicht die richtigen Schlüsse ziehen.

Davon abgesehen wird man aber sehr gut unterhalten (wenn man es gerne blutig mag). Die Seiten fliegen nur so dahin und lassen sich locker und leicht lesen. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall.

Fazit:
„Totenkünstler“ ist einigermaßen spannend geschrieben, hätte aber durchaus noch spannender sein dürfen. Hervorstechend sind die Beschreibungen der abartigen Morde bzw. Skulpturen, die der Täter am Tatort hinterlässt. Für Menschen mit schwachem Magen ist das nichts.

Die Reihe:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie
7. I am Death. Der Totmacher

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein starkes Motiv

Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1)
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Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (15. Juni 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548281094
Originaltitel: The Cruzifix Killer
Preis: 9,95€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein ...

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (15. Juni 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548281094
Originaltitel: The Cruzifix Killer
Preis: 9,95€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein starkes Motiv

Chris Carter ist mit seinem Erstlingswerk ein superspannender Thriller gelungen. Man sollte sich ein paar Stunden Zeit dafür nehmen, denn man wird ihn nicht aus der Hand legen wollen, bevor man die letzte Seite gelesen hat. Das Grundgerüst bildet ein Serienmörder, der die Polizei von Los Angeles in Atem hält. Damit ist die Spannung ja eigentlich schon vorprogrammiert. Der Leser fiebert mit den Detectives mit, die den Täter suchen, um weitere Morde zu verhindern, aber immer zu spät kommen.

Der Autor bringt uns die sympathischen Detectives Hunter und Garcia näher, außerdem die Opfer, über deren Leben wir einiges erfahren und die so nicht anonym bleiben. Ab und zu streut er eine Prise Gefühl oder etwas Liebe ein, auch mal einen witzigen Dialog, und das alles in der richtigen Dosierung an der richtigen Stelle. Das passt einfach. Ein wenig wird der Leser auch in die Irre geführt, aber auch im richtigen Leben läuft ja nicht alles glatt. Schließlich präsentiert Carter ein schlüssiges Motiv und damit den Mörder, den ich allerdings schon recht früh im Visier hatte.

Leider wurden die grausamen Morde bzw. die Qualen, die die Opfer erleiden mussten, sehr detailliert und anschaulich beschrieben. Darauf hätte ich gut und gerne verzichten können, ohne dass das Buch damit an Spannung eingebüßt hätte.

Fazit:
Ein superspannender Thriller, gut aufgebaut und entwickelt, aber absolut nichts für schwache Nerven.

Die Reihe:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie
7. I am Death. Der Totmacher

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mit knapp 40 schon zu alt?

Läuft da was?
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Broschiert: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (23. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810514592

Mit knapp 40 schon zu alt?

Inhalt:
Die Fernsehmoderatorin Annabel Förster muss nach ...

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (23. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810514592

Mit knapp 40 schon zu alt?

Inhalt:
Die Fernsehmoderatorin Annabel Förster muss nach einem Casting für eine neue Abendsendung schmerzhaft erfahren, dass sie mit ihren 39 Jahren zu alt fürs Fernsehen ist. Dass ihr Mann Tom als Schauspieler für den Fernsehpreis nominiert wird, hilft ihrem Selbstbewusstsein auch nicht unbedingt weiter. Und als ihre beste Freundin dann noch von ihrem Mann betrogen wird, kommt Annabel endgültig ins Grübeln. Über ihr Leben als dreifache Mutter, über ihre Ehe, wo sie vor allem ihrem erfolgreichen Mann den Rücken freihält, ihren Beruf, wo nur Schönheit und Jugend zählt. Und über das, was sie eigentlich vom Leben erwartet …

Meine Meinung:
Judith Pinnow ist selbst Schauspielerin und Moderatorin und weiß, wovon sie erzählt. So wirkt ihr Debütroman auch sehr authentisch. Das Buch sorgt für ein paar recht unterhaltsame Stunden und bringt einen auch zum Nachdenken über das eigene Leben. Der Schreibstil ist schön locker, gespickt mit einigen Prisen Humor. Mit Annabel kann sich wohl jede Frau irgendwie identifizieren, zumindest einen Teil ihrer Erlebnisse kennt frau aus eigener Sicht. Dass die Geschichte von Annabel in der Ich-Form erzählt wird, trägt noch mehr dazu bei, dass man der Protagonistin nahekommt. Dabei fand ich Annabel sehr sympathisch mit all ihren kleinen Fehlern, die sie so echt wirken lassen.

Vieles im Verlauf der Handlung konnte ich zwar vorhersehen, aber es ist der Autorin auch immer wieder gelungen, mich mit Kleinigkeiten zu überraschen. Insgesamt hätte ich mir vielleicht ein bisschen mehr Spannung gewünscht, aber das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöne Idee, aber noch zu viele Fragen offen

Bannwald
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421081
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Schöne Idee, aber noch zu viele Fragen ...

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421081
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Schöne Idee, aber noch zu viele Fragen offen

Inhalt:
Der Stamm der Leonen wird schon seit vielen Generationen von den Tauren unterdrückt und ausgebeutet. Als die 17-jährige Robin im Wald auf Taurengebiet dem Taurer Emilian über den Weg läuft, schließt sie in Gedanken schon mit ihrem Leben ab. Doch wie erstaunt ist sie, als der junge Taurer sie entkommen lässt! Wie es der Zufall so will, begegnen die beiden sich noch mehrere Male. Eine ungewöhnliche und komplizierte Beziehung entwickelt sich.

Meine Meinung:
Die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Schon allein die detaillierten und anschaulichen Beschreibungen des Waldes und der Natur sind lesenswert. Dazu kommt eine spannende Handlung und interessante Protagonisten. Manches lässt sich vorhersehen, von anderen Entwicklungen wurde ich wirklich überrascht.

Die Leonen sind die Guten, die in Einklang mit der Natur leben und durch ihre weiße Magie alles wachsen lassen. Die Tauren beherrschen die schwarze Magie. Sie töten damit aus Spaß an der Freude. Doch natürlich ist nicht alles nur schwarz-weiß.

So schlummern in Robin Kräfte, die sie gegen die Willkür-Herrschaft der Tauren aufbegehren lassen. Anfangs ist es nicht leicht für sie, das zu akzeptieren und damit umzugehen und so lässt sie sich manches Mal zu unvorsichtigen Handlungen hinreißen.

Auf der Gegenseite steht Bad Boy Emilian, der zuweilen gar nicht als so bad erscheint. Doch kann man einem Taurer eben nie trauen!

Leider erfährt man nicht besonders viel zu den Hintergründen dieses Weltenentwurfs, also wo die Sternenstämme herkommen und wie es dazu kam, dass die Tauren über die Leonen herrschen. Es gibt auch noch „normale“ Menschen in den Städten, die nichts von der Existenz der Sternenstämme wissen. Hier fehlte mir einfach eine Erklärung. Aber vielleicht kommt die ja noch in einem der nächsten Bände.

Der Großteil der Geschichte wird in der Ich-Form im Präsens von Robin erzählt. Dadurch ist man recht dicht an dieser Protagonistin dran.

Einige wenige Kapitel werden von einem personalen Erzähler geschildert, der uns Einblick in das Leben der Tauren gibt, besonders das ihres Anführers Birkaras. Auch er ist eine sehr interessante Figur, die nicht leicht zu durchschauen ist.

Da es sich bei „Bannwald“ um den 1. Teil einer Trilogie handelt, ist klar, dass die Geschichte nicht abgeschlossen ist. Das Buch endet an einem Einschnitt, den Cliffhanger finde ich nicht so schlimm, zumal schon im Herbst 2015 der 2. Teil erscheinen soll.

Die Reihe:
1. Bannwald
2. Blutwald
3. Sternenwald
★★★★☆