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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2021

Beklemmend real

Das Gebot
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Bei diesem Buch bin ich hin- und hergerissen. Ich fand es wirklich gut zu lesen und es war auch megaspannend, zugleich aber sehr beklemmend. Das Thema Attentäter und Islamisten hat mich sehr bedrückt und ...

Bei diesem Buch bin ich hin- und hergerissen. Ich fand es wirklich gut zu lesen und es war auch megaspannend, zugleich aber sehr beklemmend. Das Thema Attentäter und Islamisten hat mich sehr bedrückt und daher war ich irgendwie auch froh, als das Buch fertig gelesen war. Andererseits spricht es ja auch für den Autor, wenn er es schafft, so eine Atmosphäre zu erzeugen und den Leser so mitfühlen zu lassen. Das Buch hat mich tief beeindruckt zurückgelassen und ich habe noch lange darüber gegrübelt.
Ich kannte bisher kein Buch des Autors, war aber schnell drin im Geschehen. Ich nehme an, es wäre noch schöner gewesen, wenn man die Geschichte der beiden Ermittler, der Hauptfiguren Marisa Greco und Bashir Berisha, besser gekannt hätte, weil man das Vorgängerbuch „Der Schwur“ auch gelesen hat. Aber auch als Quereinsteiger kommt man gut zurecht und hat Freude am Lesen.
Der Fall ist hochspannend und verzwickt, man kann richtig mitfiebern. Es ist auch blutig und brutal und man hat den Eindruck, man erlebt mit, was die Figuren denken und fühlen, tun und planen. Das mochte ich sehr, denn alles wirkte so authentisch. Wer es spannend und realitätsnah mag, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 01.07.2021

Packende Zeitreise

Verrat in Colonia
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Wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, eine Zeitreise unternehmen zu können? Seit als junger Teenager zum ersten Mal von den alten Römern gehört habe, war ich wie verzaubert. Was muss das für eine ...

Wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, eine Zeitreise unternehmen zu können? Seit als junger Teenager zum ersten Mal von den alten Römern gehört habe, war ich wie verzaubert. Was muss das für eine faszinierende Welt gewesen sein… Dank Maria W. Peter kann man zumindest gedanklich und im Kopf wunderbare Zeitreisen machen. Auch der neueste Roman um Invita, ihre Herrin Marcella und ihren Gefährten Flavus ist wieder ein Lesegenuss pur! Die Autorin schreibt so detailreich und voller kleiner Hinweise, dass es ist, als wäre man wirklich im alten Rom gelandet - hier in Köln, als es noch die römische Stadt Colonia war.
Seit Jahren lese ich nicht mehr viele historische Romane, weil es sich irgendwann so anfühlte, als ob es immer die gleichen Geschichten wären. Dabei liebe ich es, wenn sich ein historischer Roman mit einem Krimi mischt, zugleich spannend ist und auch eine gute Prise Liebe darf gerne mit rein. Seit ich die bestens recherchierten Romane von Maria W. Peter kenne, lese ich wieder gerne „Histos“! Man merkt einfach, dass sie sich mit Geschichte auskennt und in mühevoller Kleinarbeit Fakten und Wissen über Brauchtum, damaligen Alltag und Glauben und vieles mehr zusammenträgt. Gleichzeitig ist sie auch noch eine begnadete Geschichtenerzählerin und so ist es kein Wunder, dass man nach wenigen Seiten so tief drin ist, dass man das Buch am liebsten gar nicht mehr weglegen will.
Invata ist eine tolle Romanfigur, gerade weil sie so eigenwillig ist. Sie ist schlau und gebildet und trotzdem zu einem Leben als Sklavin verdammt. Zu ihrem Glück ist Marcella nicht nur ihre Herrin, sondern auch eine wahre Freundin. Auch wenn es natürlich immer schöner ist, wenn man eine Serie der Reihenfolge nach liest, kann man dieses Buch sicherlich auch bestens lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Trotzdem sollte man die ganze Reihe lesen, einfach weil sie so faszinierend ist.
Wirklich gut finde ich auch den Anhang und das Nachwort, aus denen man noch ganz viel erfährt und sogar Ausflugstipps bekommt, um auf den Spuren der Römer und von Invita zu wandeln und ihre Welt besser kennen zu lernen. Die Karte am Anfang des Buchs hat mir gut gefallen, so kann man sich viel besser vorstellen, wo die einzelnen Szenen spielen.
Ich habe alle Bände der Reihe um Invita gelesen und habe sie alle geliebt, aber ich finde, dieser vierte Band ist der beste! Man fiebert dermaßen mit, dass man kaum zum Luftholen kommt. Dieses Mal sind alle in Gefahr und man weiß gar nicht mehr, wem man glauben soll oder trauen kann. Bis zur letzten Seite ist es spannend und man will unbedingt wissen, wie es ausgeht. Gleichzeitig habe ich mir aber gewünscht, dass das Buch niemals endet.

Veröffentlicht am 24.06.2021

Bunt und berührend

Odo und der Beginn einer großen Reise:
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Als ich das erste Mal von diesem Buch gehört habe, habe ich mich sofort ein bisschen verliebt. Ich bin wahrlich kein Coverkäufer, aber in diesem Fall war ich sofort begeistert. Das Cover ist kindgerecht, ...

Als ich das erste Mal von diesem Buch gehört habe, habe ich mich sofort ein bisschen verliebt. Ich bin wahrlich kein Coverkäufer, aber in diesem Fall war ich sofort begeistert. Das Cover ist kindgerecht, farbenfroh und ansprechend. Und auch die Kurzbeschreibung der Geschichte hat mich sofort angesprochen.
Besonders mochte ich auch das Vorwort der Autorin Kirsten Boie, das mich sehr berührt hat. Es passt perfekt und ist so wahr. Ich finde es unglaublich wichtig, dass unsere Kinder schon ganz früh erfahren, dass jeder Mensch anders ist und vielleicht auch anders aussieht und das genau das das Schöne ist, das unsere Welt so bunt, vielfältig, lebens- und liebenswert macht.
Odo lebt mit ihrer Mama in Ghana und liebt das Leben in ihrem kleinen, wunderbaren Dorf. Man lernt sie und ihre Spielkameraden kennen. Dann erfährt sie, dass sie mit ihrer Mama zum Papa nach Deutschland auswandern soll. Das macht sie traurig… Wie Odo ihre Angst in den Griff bekommt, wie sie Abschied nimmt und endlich ihren Papa wieder trifft, das erleben alle großen und kleinen Leser live mit.
Ich mochte nicht nur die erzählte Geschichte, sondern auch die wunderbaren Illustrationen, die jede Seite so bunt machen und zum Entdecken und Erzählen einladen. Sie machen das Buch so herrlich rund und schön.
Auch das Nachwort und die vielen Infos hinten im Buch haben mir gut gefallen. Ich fand es spannend, dass in Ghana viele Kinder nach den Wochentagen benannt werden. Wusste ich gar nicht. Sollte ich demnächst mal eine Puppe verschenken wollen, werde ich eine Odo-Puppe kaufen! Die sind super!

Veröffentlicht am 24.06.2021

Spannend und unterhaltsam

Abi 95
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Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich einige Zeit im Westerwald gearbeitet habe und daher die Gegend gut kenne. Ich mag es inzwischen sehr, wenn ein Buch auch Lokalkolorit hat und ich die Orte, ...

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich einige Zeit im Westerwald gearbeitet habe und daher die Gegend gut kenne. Ich mag es inzwischen sehr, wenn ein Buch auch Lokalkolorit hat und ich die Orte, an denen das Buch spielt, kenne. Ich finde auch, dass die Geschichte und die Szenerie sehr gut dorthin passen.
Die Geschichte hat mir gut gefallen und mich gut und spannend unterhalten. Erzählt wird immer wieder in der Gegenwart und in der Vergangenheit und erst nach und nach lüften sich die ersten Geheimnisse. Wie die Hauptfigur versucht auch der Leser, die losen Enden zusammen zu führen und zu verstehen, was damals passiert ist. Was dazu geführt hat, dass die Abiturientin umgebracht wurde und warum jetzt das Morden erneut losgeht. Ich war wirklich neugierig, wie alles zusammenhängt und wurde immer wieder überrascht. Das mag ich sehr. Auch am Ende stand nochmal eine Überraschung an: gelungen und zugleich passte das, was man erfahren hat, einfach perfekt ins Bild.
Ein rundum gelungenes und spannendes Buch. Gerne würde ich mehr von dieser Autorin lesen!

Veröffentlicht am 24.06.2021

Viel mehr als eine Biographie

Astrid Lindgren. Helle Nächte, dunkler Wald
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Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, weil Astrid Lindgren wohl die Schriftstellerin ist, die ich schon am längsten lese. Ihre Bücher habe ich schon als Grundschulkind verschlungen und voller Begeisterung ...

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, weil Astrid Lindgren wohl die Schriftstellerin ist, die ich schon am längsten lese. Ihre Bücher habe ich schon als Grundschulkind verschlungen und voller Begeisterung wieder und wieder gelesen. Ihre Helden haben mich durch die Kindheit begleitet und ich muss heute noch lächeln, wenn ich an Pippi, Annika, Michel und die vielen anderen denke.
Damals habe ich mir natürlich keine Gedanken gemacht über die Frau, die hinter all den wunderbaren Geschichten steckt. Als sie starb, war es für mich schlimm – eine Heldin meiner Kindheit weg. Gleichzeitig war es aber auch der Auftakt dazu, dass ich mich für den Menschen hinter den Büchern interessiert habe. Ich habe einiges über sie gelesen, aber auf diese Biographie war ich besonders gespannt. Ich kannte bereits andere Bücher dieser Autorin, die ich begeistert und voller Interesse gelesen habe. Sowohl die Kinderbücher als auch die Biographie über Selma Lagerlöff haben mir sehr gefallen und ich war neugierig, was Regina Kaiser über Astrid Lindgren zu erzählen hat.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Ich mochte es so sehr, mehr über die Kindheit der Schriftstellerin zu erfahren, über ihr Elternhaus und ihre Herkunft. Auch ihre Entwicklung als Jugendliche und junge Frau hat mich zutiefst beeindruckt. Gerade der zweite Teil zeigt, wie schwierig die Zeiten damals für ledige Mütter waren und wie sehr sie kämpfen mussten. Und dabei hat Astrid noch Glück, weil ihre Eltern und auch der Vater des Kindes so unterstützen. Dennoch muss sie viele Entbehrungen und vor allem die Trennung von ihrem geliebten Sohn auf sich nehmen. Sie ist so verzweifelt, dass sie mehrfach überlegt, ob ihr Tod nicht die beste Lösung wäre. Das fand ich schon erschreckend, auch wenn ich ihre Sicht in dieser aussichtslos scheinenden Lage durchaus nachvollziehen kann. Und dann kommt Sture Lindgren, der Mann dessen Namen sie weltberühmt gemacht hat...
Ich fand es sehr Interessant, dass Astrid das Schreiben so sehr liebt, aber dennoch so lange nicht richtig damit angefangen hat. Sehr spannend, wie es dann dazu kam, dass sie doch noch damit anfing und sich in die Herzen ihrer Leser schrieb.
Ich glaube, man merkt, dass mich dieses Buch begeistert hat. Die ungewöhnliche Lebensgeschichte wird so toll erzählt, dass man richtig nah dran ist. Dadurch fühlt man mit, ist direkt dabei. Wie gut und geschickt Regina Kaiser erzählen kann, zeigt sich auch hier wieder ganz deutlich. Gepaart mit perfekt recherchierten Fakten und erzählerischen Details, die das Lesen so schön machen, ist hier wieder ein wunderbares Buch entstanden, das viel mehr als nur eine Biographie ist. Danke, dass ich Astrid Lindgren auf diese Weise so nahe kennen lernen durfte!