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Veröffentlicht am 29.12.2021

Tolles Cover, jedoch Langwierig und verwirrend

Mutterliebe
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Marianne kehrt als junges Mädchen ihrem Heimatdorf den Rücken, um sich ein neues Leben aufzubauen. Nun viele Jahre später kehrt sie nach Nusstead zurück und sie muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. ...

Marianne kehrt als junges Mädchen ihrem Heimatdorf den Rücken, um sich ein neues Leben aufzubauen. Nun viele Jahre später kehrt sie nach Nusstead zurück und sie muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Sie ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und hatte sich auf Jesse eingelassen. Zusammen hielten sie sich illegal in Nazareth, einer geschlossenen psychiatrischen Klinik auf. Sie geniessen dort ihre gemeinsame Zeit und durchforsten das verlassene Gebäude. Im Archiv stossen sie auf Unterlagen, welche es ihnen ermöglicht, von Helen Geld zu erpressen. Diese Unterlagen sind für Helen so brisant, dass die Veröffentlichung das Todesurteil für sie bedeutet. Doch bei der Übergabe des Geldes kommt es zu einem Zwischenfall der das Leben aller drei Personen verändern wird. Als Marianne nun zurück kehrt, droht Jesse alle Geheimnisse aufzudecken, den ihre damalige Flucht hat er bis heute nicht überwunden. Kann Marianne das lang gehütete Geheimnis vor ihrer Familie verbergen und Jesse stoppen?

Das Cover und der Klappentext von ‘Mutterliebe’ hat mich sofort angesprochen. Leider konnte mich das Buch jedoch überhaupt nicht fesseln. Zu Beginn war es sehr langgezogen und ich musste mich zum weiterlesen zwingen. Ungefähr nach dem ersten Drittel des Buches hat die Geschichte Fahrt aufgenommen, jedoch führten die letzten paar Kapitel eher für Verwirrung als dass sie das ganze Rätsel aufgelöst haben.

Mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Marianne verfolgt ihr Ziel, ihre Vergangenheit möglichst zu vergessen. Ihre Tochter Honor möchte sie am liebsten auf Schritt und Tritt verfolgen und sie vor allem beschützen. Über ihren Mann erfährt man als Leser nicht wirklich viel, er spielt eher eine Nebenfigur. Jesse kommt sehr unsympathisch an. Er verfolgt sein Ziel und übt Rache aus. Sein Leben soll möglichst weiterlaufen und ob da andere Familien, Personen darunter leiden müssen, interessiert ihn nicht. Er scheint für sein Ziel auch über Leichen zu gehen.

‘Mutterliebe’ hat meine Erwartungen anhand des Klappentextes leider nicht erfüllt und es fällt mir daher schwer dieses zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.06.2021

Aussergewöhnlicher Schreibstil mit gefährlicher Suche nach der verschwundenen Tochter

Das dunkle Herz von Palma
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Seit ihre Tochter Emme vor 4 Jahren auf Mallorca spurlos verschwunden ist, finden Tim und seine Frau Rebecka keine Ruhe. Auch nach so vielen Jahren geben sie die Hoffnung nicht auf, dass Emme noch am Leben ...

Seit ihre Tochter Emme vor 4 Jahren auf Mallorca spurlos verschwunden ist, finden Tim und seine Frau Rebecka keine Ruhe. Auch nach so vielen Jahren geben sie die Hoffnung nicht auf, dass Emme noch am Leben ist. Tim sucht auf Mallorca nach neuen Hinweisen und will unbedingt seine Tochter finden. Rebecka und die kleine Maia befinden sich derweil in Schweden und versuchen sich ein normales Leben aufzubauen. Tim findet heraus, dass vermutlich die bulgarische Mafia etwas mit dem Verschwinden von Emme zu tun hat, er bekommt immer neue Hinweise und dies auf teilweise sehr unkonventionelle Art und Weise. Jeder noch so kleine Strohhalm ist wichtig für Tim, den nur so kann es ihm gelingen seine Tochter hoffentlich zu finden. Ein neuer Hinweis führt ihn auf das spanische Festland, wo weitere Mädchen auf dieselbe Art verschwunden sind und bis heute nicht mehr gefunden wurden. Ist das die heisse Spur, die ihn zu seiner Tochter führt? Auf seiner Suche gerät er mehrmals selbst in Gefahr und auch Rebecka und die kleine Maia sind in Schweden nicht mehr sicher.

‘Das dunkle Herz von Palma’ ist die Fortsetzung von ‘Verschollen in Palma’. Für das Verständnis über das Verschwinden von Emme und die Ermittlungen sowie Protagonisten, ist es empfehlenswert den ersten Band gelesen zu haben. Für Leser die direkt in den zweiten Band einstiegen, ist es teilweise schwierig der Handlung folgen zu können, da Informationen aus dem ersten Band fehlen.

Tim und Rebecka haben sich durch das Verschwinden von Emme auseinander gelebt. Jeder geht anders mit dem Verschwinden um, während Rebecka versucht ein möglichst normales Leben zu leben, ist Tim ständig unterwegs und geht jeder noch so kleinen Spur nach. Tim als Hauptprotagonist, ist eher speziell, seine Handlungen und den Umgang mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter sind teilweise sehr ungewöhnlich. Rebecka und Maia tun einem manchmal sehr leid, da sie auf sich selbst gestellt sind. Für Tim ist es nach dem Verschwinden von Emme schwierig, eine Beziehung zu Maia aufzubauen und er ist eher als Einzelgänger unterwegs, als ich um seine Familie zu kümmern.

Der Schreibstil ist durch die vielen abgehackten Sätze eher speziell und besonders zu Beginn des Buches sehr gewöhnungsbedürftig. Dadurch ist es eher schwierig in die Geschichte rein zukommen und so die Spannung aufzubauen. Zu Beginn zieht sich das ganze sehr hin und es ist ein eher erzwungenes Lesen, erst nach der Hälfte baut sich ein bisschen mehr Spannung auf und als Leser möchte man auch unbedingt wissen, was mit Emme passiert ist und ob sie noch lebt.

Für Leser, welche das erste Buch bereits gelesen haben, ist es sicherlich spannend zu wissen was mit Emme passiert ist und ‘Das dunkle Herz von Palma’ kann hier als Fortsetzung empfohlen werden. Für jemanden der direkt in den zweiten Band einstiegen möchte, empfehle ich zuerst den ersten Band zu lesen um den Handlungen und den unterschiedlichen Protagnisten folgen zu können.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Fehlende Spannung

Sommer ohne Plan
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Das Leben ist für Cassi alles andere als leicht. Nachdem sie erfolgreich in einem Restaurant gearbeitet hat, hat sie sich komplett zurückgezogen und versucht irgendwie über die Runden zu kommen. Alkohol ...

Das Leben ist für Cassi alles andere als leicht. Nachdem sie erfolgreich in einem Restaurant gearbeitet hat, hat sie sich komplett zurückgezogen und versucht irgendwie über die Runden zu kommen. Alkohol und ihr Hund sind dabei ihre treuen Begleiter. In einer Kurzschluss-Reaktion kauft sie sich ein Haus in einem abgelegenen Dorf und versucht dort Fuss zu fassen. Das sie dabei so abgelegen wohnt und sie alle für einen Selbsthilfe-Guru halten, kommt ihr dabei gerade recht. Sie spielt den Dorfbewohnern etwas vor, das sie eigentlich gar nicht ist und versteckt sich so vor der Vergangenheit. In ihr Leben lässt sie einzig Pavel, der ihr hilft, das Haus in Schuss zu halten. Mit ihm kann sie eine Verbindung aufbauen und die beiden unterstützen sich gegenseitig. Doch auch er durchschaut ihr Spiel nicht. Wie lange kann dies gut gehen und wie reagieren die Dorfbewohner wenn der Pluff rauskommt?

‘Sommer ohne Plan’ konnte mich nicht fesseln. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und führt dazu das einzelne Passagen mehrmals gelesen werden müssen, damit man versteht um was es geht. Erst gegen Schluss hat man das Gefühl das man als Leser die Geschichte von Cassi und den Dorfbewohner verstanden hat und ist nicht mehr verwirrt. Schade, da ich mich aufgrund des Klappentextes auf eine spannende Lektüre aus Schweden gefreut habe.

Cassi als Hauptfigur fand ich durch die ganze Geschichte durch nicht wirklich sympathisch. Sie zieht einfach ihr eigenes Ding durch, ist sprunghaft und sehr verschlossen. Die Dorfbewohner sind skeptische Leute, die nicht gleich für alles offen sind. Doch sie fassen Vertrauen und öffnen sich. Dabei sind auch Eifersucht, Streitereien und Skepsis nicht ausgeschlossen. Der einzige der mir wirklich sympathisch war, war Pavel. Obwohl er auch eher verschlossen ist, hat er aber ein weiches Herz und wie er mit Karl umgeht, berührt einem.

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Veröffentlicht am 23.11.2020

Mord im heissen Luzern - Wer ist der Mörder?

Mord im Parkhotel
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In Luzern ist es über Wochen sehr heiss. In dieser Hitze passiert ein Mord den Kommissar Walker aufzuklären hat. Eine nicht ganz einfache Geschichte, da es sich beim Opfer um seine Geliebte handelt. Es ...

In Luzern ist es über Wochen sehr heiss. In dieser Hitze passiert ein Mord den Kommissar Walker aufzuklären hat. Eine nicht ganz einfache Geschichte, da es sich beim Opfer um seine Geliebte handelt. Es gibt viele Verdächtige, die Ermittlungen drehen sich jedoch im Kreis. Es bleibt spannend bis zum Schluss, da nicht absehbar ist, wer den nun der Mörder ist. Der Ehemann oder doch ein Geliebter oder ganz wer anders?

Von Silvia Götschi habe ich schon einige Krimis gelesen und dies alle in einem Zug. Dieser Krimi ist jedoch sehr lang gezogen und fesselt einem erst im letzten Drittel. Vorher ist es ein sehr mühsames lesen und man muss sich fast zwingen weiterzulesen, da die Spannung nicht vorhanden ist. Das einzig spannende sind die Handlungsorte, da ich diese fast alle kenne und so teilweise in einem ganz anderen Blickwinkel kennen lerne

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