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Veröffentlicht am 11.09.2021

Ergreifendes und greifbares Drama über das Leben in der Dust Bowl

Die vier Winde
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Kristin Hannah ist für mich eine der Autorinnen, bei deren Büchern man eigentlich nie etwas falsch machen kann und trotzdem hatte ich nicht erwartet, wie ergreifend und niederschmetternd, aber gleichzeitig ...

Kristin Hannah ist für mich eine der Autorinnen, bei deren Büchern man eigentlich nie etwas falsch machen kann und trotzdem hatte ich nicht erwartet, wie ergreifend und niederschmetternd, aber gleichzeitig unglaublich spannend ihr neues Buch über die Zeit der Dust Bowl in Amerika ist. Die Geschichte hat mich von den ersten Seiten an nicht mehr losgelassen und hat mich auch emotional alles andere als kalt gelassen.
Der kraftvolle und intensive Schreibstil der Autorin zieht einen schnell in das schon in der Kindheit nicht einfache Leben der Protagonistin Elsa hinein, die von ihren Eltern nicht die selbe Liebe und Behandlung erfährt wie ihre beiden älteren und hübscheren Schwestern. Sie darf kaum das Haus verlassen, keine Erfahrungen sammeln, keinen Spaß haben und endet nicht zuletzt daher als 24-jährige alleinstehende Frau, die endlich einmal aus dem überbehüteten und lieblosen Haushalt ausbricht. Als sie den jungen Raf kennenlernt und von ihm ungewollt schwanger wird, wird sie von ihren Eltern verstoßen und lebt von nun an auf der Farm von Rafs Familie. Hier fühlt sie sich endlich zugehörig, aber das neue Glück wird schnell von den Jahren der Dürre und den immer wiederkehrenden Staubstürmen eingeholt.
Das Phänomen der Dust Bowl kenne ich noch aus dem Unterricht und aus meinem Studium, weshalb mir die Zusammenhänge und die Problematik bereits bekannt waren. Etwas ganz anderes war es aber, abseits von Lehrbüchern zu erfahren, wie diese menschgemachte Umweltkatastrophe das gesamte Leben zahlreicher Familien bestimmt und geprägt hat und welches unvorstellbare Leid von dem Land ausgehen kann, das man nur wenige Jahre zuvor zutiefst geliebt hat. Vom Schicksal Elsas uns ihrer neuen Familie zu leben, war sehr ergreifend und dramatisch. Die historischen Ereignisse wurden so echt und emotional beschrieben, es könnte sich alles wirklich genau so zugetragen haben. Die historischen Gegebenheiten waren detailliert recherchiert und in den Roman eingearbeitet. Besonders bewegt hat mich die Beziehung zwischen Elsa und ihrer Tochter Loreda und deren Dynamik und Veränderung im Laufe der Zeit, die so perfekt die Beziehungen zwischen Mutter und Kind ganz egal zu welcher Zeit beschreibt.
Vor allem das Ende des Buches hat mich sehr ergriffen und ich habe schon lange kein so ausdrucksvolles Buch mehr gelesen, Definitiv eines meiner Jahreshighlights, in dem Geschichte ganz nah erzählt wird!

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Deutsche Geschichte hautnah erzählt!

Die Heimkehr der Störche (Die Gutsherrin-Saga 2)
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Da ich schon "So weit die Störche ziehen" unglaublich intensiv und gut fand, habe ich mich riesig darauf gefreut, nun auch den Folgeband der Saga von Theresia Graw zu lesen. Ich war gespannt, welche Handlung ...

Da ich schon "So weit die Störche ziehen" unglaublich intensiv und gut fand, habe ich mich riesig darauf gefreut, nun auch den Folgeband der Saga von Theresia Graw zu lesen. Ich war gespannt, welche Handlung nach dem Ende des Krieges nun auf mich zukommen wird und habe mich gefragt, ob dieses Buch an den ersten Teil heran kommen kann. Nachdem ich es gelesen habe, kann ich letzteres definitiv bestätigen, ich glaube, diesen Teil fand ich sogar noch besser!
Die Autorin erzählt mit einem unglaublich fesselnden und echten Schreibstil tiefgreifend und hautnah von der deutschen Geschichte und bettet diese so gekonnt in das Leben der Protagonistin Dora ein, dass man fast das Gefühl hat, live dabei zu sein. Dora, die als Protagonistin im ersten Roman eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht hat, fand ich auch in diesem Buch sehr authentisch und sympathisch. Sie hat sich nicht alles gefallen lassen und hat je nach Situation ihre Stimme erhoben und für ihre Chance auf ein besseres Leben gekämpft, doch auch sie ist immer wieder am System der DDR verzweifelt und gescheitert. Auch die Nebencharaktere fand ich sympathisch, vielschichtig und einzigartig. Dora gerät in Ostberlin zwischen die Fronten von Systemkritikern und Sympathisanten, so dass man die politischen und gesellschaftlichen Schwierigkeiten anhand einzelner Personen miterlebt und versteht.
Die Handlung ist rasant und Dora gerät immer wieder in schwierige Situationen. Es ist heute kaum vorstellbar, wie oft ein Mensch alles hinter sich lassen muss und vor den Scherben seines Lebens steht. Wie oft das Land, in dem man lebt, sich gegen einen stellen kann. Und doch kann ich mir gut vorstellen, dass ihr Leben so oder so ähnlich auch tatsächlich hätte ablaufen können. Gleichzeitig ist das Buch aber auch wahnsinnig hoffnungsvoll und zuversichtlich.
Die historischen Hintergründe sind detailliert recherchiert und beschrieben und ich persönlich habe auch viel aus der Geschichte gelernt und mitgenommen. Die Autorin erweckt in ihren Büchern ein Stück deutsche Geschichte zum Leben und berichtet gleichzeitig auch von einem emotionalen und schwierigen Einzelschicksal.
Fazit: Ein großartiger Roman, der authentisch von der deutschen Geschichte und den Schicksalen der Menschen berichtet und dabei nie die Hoffnung verliert. Für mich ein absolutes highlight, wie auch schon Band 1 und eine große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Für jeden etwas dabei!

Selber machen statt kaufen – vegane Küche
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Selber machen statt kaufen - Vegane Küche ist ein Kochbuch, das mich auf voller Linie überzeugt hat und dass ich nur jedem wärmstens ans Herz legen kann. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist die Formatierung ...

Selber machen statt kaufen - Vegane Küche ist ein Kochbuch, das mich auf voller Linie überzeugt hat und dass ich nur jedem wärmstens ans Herz legen kann. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist die Formatierung der Rezepte im Inneren, die mir nicht 100% zusagt, ansonsten bin ich einfach total begeistert von dem Buch!

Normalerweise blättere ich durch Kochbücher durch und finde vielleicht 3-4 Rezepte, die ich wirklich sofort spannend finde und direkt nachkochen will. Hier ist es eigentlich mindestens jedes zweite Rezept. Vieles ist dabei, wovon ich schon gehört habe, aber immer wieder sind auch neue Kreationen aufgetaucht, oder bekannte Rezepte mit neuen Zutaten. Die Sammlung ist umfangreich und deckt eigentlich so gut wie jeden Nahrungsmittelbereich ab, bei dem man bei einer veganen Ernährung Probleme haben könnte. Und dieses Buch löst sie alle Für mich sind viele Rezepte eine tolle Inspiration und bieten mir die Möglichkeit, vieles auszuprobieren, worauf ich teilweise schon lange neugierig bin.

Besonders gut gefällt mir, dass neben einigen Rezepten wie für Joghurt bestimmte Käsealternativen, die auch mal etwas schwer zu bekommende Zutaten enthalten, dafür aber eindeutig einen gewissen Reiz haben, auch Rezepte dabei sind, für die man nicht einmal eine Handvoll Zutaten braucht, die sogar alle schon im Schrank stehen. Auf den ersten Blick angesprochen hat mich beispielsweise das Rezept für Seiten mit zunächst einmal einer Zutat: Einer Packung Mehl. Die doch etwas aufwendigere Herstellung fand ich super gut beschrieben und auch das Endergebnis lies sich sehen. Aber genau mit diesem Rezept habe ich mal wieder etwas Neues gelernt und direkt ausprobieren können und das fand ich richtig cool! Auch andere Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, haben mich nicht enttäuscht. Die Mischung zwischen Zutatenmenge und Arbeitsaufwand in den einzelnen Rezepten stimmt einfach und ist so vielseitig, dass hier sicher jeder auf seine Kosten kommen wird und vielleicht auch den ein oder anderen Aha-Moment erleben wird.

Für mich ein Buch, das in keiner veganen Küche fehlen darf!

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Veröffentlicht am 27.06.2021

Zuckersüße Highschoolromanze!

Kate in Waiting
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Nachdem ich sowohl Buch, als auch die Verfilmung von "Love, Simon" total gerne mochte war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Becky Albertalli. Meine hohen Erwartungen wurden auf keinen Fall enttäuscht, ...

Nachdem ich sowohl Buch, als auch die Verfilmung von "Love, Simon" total gerne mochte war ich sehr gespannt auf das neue Buch von Becky Albertalli. Meine hohen Erwartungen wurden auf keinen Fall enttäuscht, ich war von Anfang an gefangen von der Sprache, dem Schreibstil, den Charakteren und der Story! Der Schreibstil passt so gut zu Kate, einem 16-jährigen Mädchen auf der Highschool, so dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, ich würde gerade mit ihr persönlich ein Gespräch über unseren Schwarm führen. Es war total süß zu lesen, wie alle anderen Gedanken plötzlich nichtig waren, sobald ihr Angebeteter Matt in den Raum kam oder sie mit ihrem besten Freund Anderson über ihn redete. Ich glaube, jeder Teenager kann sich beim Lesen perfekt in Kate hineinversetzen und seine eigenen Liebesdramen aufarbeiten und jeder Erwachsene fühlt sich in seine Schulzeit und die erste Liebe zurückversetzt!
Kate fand ich schnell sympathisch, ich fand toll dass sie zwar eher als unscheinbare Durchschnittsschülerin dargestellt wurde, aber dennoch gar kein riesiges Aufhebens darum gemacht wurde, dass sie bisher nie eine Hauptrolle im Musical bekommen hatte und auch noch nie Glück in der Liebe, sondern nur viele gleiche Schwärmereien mit Anderson durchlebt hat. Umso mehr hat es mich für sie dennoch gefreut, als sie persönliche Meilensteine erreicht hat und ich konnte während der Geschichte sehr mit ihr mitfiebern.
Die Handlung im allgemeinen hat mir auch total gut gefallen, auch wenn ich mit Theater und Musical nicht wirklich viel am Hut habe. Besonders gut nachempfinden konnte ich die Abneigung von Kate und ihren Freunden gegenüber den selbstgefälligen Sportlern der Schule, in dem Punkt habe ich mich abermals krass in meine eigene Schulzeit zurückversetzt gefühlt. Ich finde es toll, wie Becky Albertalli das Thema Diversität in ihren Büchern aufgreift und mühelos und ohne Aufhebens verschiedene Charaktere aus der LGBTQ-Szene in ihre Bücher integriert. Aber am besten gefallen hat mir einfach die zuckersüße Liebesgeschichte mit viel Drama und Herzkribbeln, de ich vermutlich nicht zum letzten Mal gelesen habe!

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Informativ und lecker!

Heilsam kochen mit Ayurveda
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Da ich schon ein anderes Ayurveda-Kochbuch besitze, von dem ich echt begeistert bin, war ich total neugierig auf "Heilsam kochen mit Ayurveda" und wurde auch nicht enttäuscht! Die einführenden Kapitel ...

Da ich schon ein anderes Ayurveda-Kochbuch besitze, von dem ich echt begeistert bin, war ich total neugierig auf "Heilsam kochen mit Ayurveda" und wurde auch nicht enttäuscht! Die einführenden Kapitel in die Lehre des Ayurveda sind umfassend, sehr informativ und ganzheitlich, so wie auch der Ansatz des Ayurveda selbst. Ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas ausgelassen wurde, sondern dass ich über alle Facetten informiert wurde, inklusive Warenkunde über wohltuende Lebensmittel für jeden Konstitutionstyp. Ich gebe ehrlich zu, dass manches für mich schon ein bisschen wie Zauberei klingt, aber trotzdem bin ich fasziniert von dem ganzheitlichen Ansatz des Ayurveda, der den gesamten Menschen betrachtet und nicht nur eine Krankheit oder ein Körperteil mit Beschwerden, wie es in der Schulmedizin heute gehandhabt wird.

Die vielen tollen Rezepte im Buch zeigen außerdem, dass Ayurveda nicht nur gut tut, sondern auch richtig gut schmeckt! Oft blättere ich durch Kochbücher und tue mich schwer, mehr als ein oder zwei Rezepte zu finden, die mir nicht zu ausgefallen und aufwendig sind und auf die ich dann auch noch Lust habe. Und die eine vollwertige Mahlzeit darstellen, denn oft sind Rezepte in Kochbüchern meiner Meinung nach eher Beilagen und kein Hauptgericht. Hier ist dem nicht so und trotz vielseitiger und auch mal ausgefallener Rezepte waren die Gerichte einfach umsetzbar, ich musste nach dem Kochen nicht sämtliches Geschirr spülen, dass wir besitzen und sie stellten auch vollwertige Gerichte dar. Die Rezepte lassen sich also gut in den Alltag integrieren, alles, was ich ausprobiert habe, war echt lecker und es gibt im Buch noch einiges mehr, dass ich noch ausprobieren will! Besonders das Wirsing-Linsen-Curry und die Veganen Schokokekse haben es mir echt angetan. Das Buch bietet also durchaus auch neue Lieblingsrezepte! Toll finde ich auch, dass zwar viele Rezepte nicht vegan sind, aber meist nur eine leicht ersetzbare Zutat wie Ghee ausgetauscht werden muss, um die meisten Rezepte auch als vegane Variante kochen zu können.

Das einzige, womit ich mich dann aber doch noch etwas schwer tue, ist die Anwendbarkeit des Ayurveda in unserem heutigen Alltag. Während Corona und dem vielen zu Hause sein mag es fast noch möglich machen, aber wer kann in normalen Zeiten denn schon dreimal pro Tag kochen? Denn durch die Rohkost, auf die man weitestgehend verzichten soll, bleibt einem ja kaum etwas anderes übrig... Und auch wenn ich beim Frühstück schon etwas experimentierfreudiger geworden bin, so komme ich beim Abendessen noch nicht wirklich vom klassischen Brot weg. Weiterhin haben mich einige Pastarezepte im Buch irritiert, die im Kapitel "Frühstück" einsortiert waren. Auch das kann ich mir nur sehr schlecht vorstellen, aber ich gebe mein Bestes und werde weiter an meiner Ernährung achten und die Lehre des Ayurveda so gut es geht in meinen Alltag einbeziehen! Für mich ist das Buch eine große Empfehlung und ich werde gerne weiter daraus kochen!

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