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Veröffentlicht am 07.11.2021

Eine sanfte Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste Liebe...

Du bist der Sturm, du bist das Licht
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"𝖤𝗌 𝗂𝗌𝗍 𝗂𝗆𝗆𝖾𝗋 𝗋𝗂𝖼𝗁𝗍𝗂𝗀, 𝖾𝗁𝗋𝗅𝗂𝖼𝗁 𝗓𝗎 𝗌𝖾𝗂𝗇. 𝖲𝗈𝗀𝖺𝗋 𝖻𝖾𝗂 𝖬𝖾𝗇𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇, 𝖽𝗂𝖾 𝖽𝗂𝗋 𝖠𝗇𝗀𝗌𝗍 𝗆𝖺𝖼𝗁𝖾𝗇. 𝖵𝗈𝗋 𝖺𝗅𝗅𝖾𝗆 𝖻𝖾𝗂 𝖽𝖾𝗇𝖾𝗇."


Darum geht's:

Die 17-jährige Tegan ist unfasslich schüchtern. Insgeheim glaubt sie, alles, was ...

"𝖤𝗌 𝗂𝗌𝗍 𝗂𝗆𝗆𝖾𝗋 𝗋𝗂𝖼𝗁𝗍𝗂𝗀, 𝖾𝗁𝗋𝗅𝗂𝖼𝗁 𝗓𝗎 𝗌𝖾𝗂𝗇. 𝖲𝗈𝗀𝖺𝗋 𝖻𝖾𝗂 𝖬𝖾𝗇𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇, 𝖽𝗂𝖾 𝖽𝗂𝗋 𝖠𝗇𝗀𝗌𝗍 𝗆𝖺𝖼𝗁𝖾𝗇. 𝖵𝗈𝗋 𝖺𝗅𝗅𝖾𝗆 𝖻𝖾𝗂 𝖽𝖾𝗇𝖾𝗇."


Darum geht's:

Die 17-jährige Tegan ist unfasslich schüchtern. Insgeheim glaubt sie, alles, was die anderen an ihr beachten, sei ihre von Geburt an verformte Hand. Mac Durant hingegen ist Everybody‘s Darling. Gutaussehend, charmant, Star des Fußball-Teams und Klassenbester zugleich.
Als ausgerechnet Mac abends während eines Schneesturms ins örtliche Museum platzt, in dem Tegan sich nach einem Streit versteckt, ist sie wenig begeistert. Abgeschnitten vom Rest der Welt sind sie beide nun während des Blizzards in dem kleinen Museum gefangen. Doch diese verrückte Nacht wird ihrer beider Leben verändern...


Meine Meinung:

Ich fand das Cover von Anfang an sehr schön, doch letztendlich war es der Klappentext, der mich überzeugt hat, "Du bist der Sturm, du bist das Licht" zu lesen. Er verspricht ein tiefgründiges Jugendbuch, das einem ganz tief im Herzen berührt. Es ist dann zwar doch etwas anders gekommen, als ich erwartet hatte, aber trotzdem konnten mich Tegan und Mac positiv mit ihrer Geschichte begeistern.

Als erstes ist mir der Erzählstil des Autors aufgefallen. Er ist sehr poetisch, ausdrucksstark und regt durch scheinbar simple Fragen kräftig zum Nachdenken an. Besonders gefallen hat mir daran, dass diese Erzählweise einfach perfekt zu den Gedanken der Protagonistin Tegan und dem Setting der verschneiten Winternacht passt.

Die Grundidee der Handlung finde ich persönlich ziemlich cool - besonders die magische Atmosphäre, die das gemeinsam-während-einem-Schneesturm-Festsitzen hervorruft! Jedoch hätte ich mir handlungstechnisch noch ein wenig mehr Tiefgründigkeit und Abwechslung gewünscht. Was ich jedoch sehr schön fand, waren die Kapiteleinteilungen, die immer zwischen "Jener Nacht" und den Stunden davor gewechselt sind, sodass man die Informationen nur häppchenweise bekommen hat.

Im Allgemeinen fand ich die Charaktere mit ihren Hintergrundgeschichten total interessant und liebenswert! Jedoch ist es mir nicht so wirklich gelungen, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen, was vielleicht daran liegen kann, dass sich die Protagonisten für ihre 16 Jahre doch noch etwas jünger benehmen. Und auch wenn ihre Gedankengänge für mich nicht immer so ganz nachvollziehbar waren, waren sie doch zauberhaft beschrieben.

Insgesamt ist "Du bist der Sturm, du bist das Licht" ein süßes Jugendbuch über das Erwachsenwerden und die erste Liebe, wobei der Fokus eher auf der Persönlichkeitsentwicklung der Figuren liegt. Ich empfehle die Geschichte aber trotzdem allen, die auf der Suche nach einer sanften Geschichte sind und für eine Nacht in die verschneiten USA reisen wollen :)

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Schwacher Anfang, aber dafür umso stärkeres Ende!

Die letzte Göttin
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"𝖡𝖾𝗌𝗍𝗂𝗆𝗆𝖾 𝖽𝖾𝗂𝗇 𝖲𝖼𝗁𝗂𝖼𝗄𝗌𝖺𝗅..."


Darum geht's:

Andra gehört zu den Auserwählten, die in einen künstlichen Schlaf versetzt wurden, um die Erde zu verlassen und einen neuen Planeten zu besiedeln. Doch statt ...

"𝖡𝖾𝗌𝗍𝗂𝗆𝗆𝖾 𝖽𝖾𝗂𝗇 𝖲𝖼𝗁𝗂𝖼𝗄𝗌𝖺𝗅..."


Darum geht's:

Andra gehört zu den Auserwählten, die in einen künstlichen Schlaf versetzt wurden, um die Erde zu verlassen und einen neuen Planeten zu besiedeln. Doch statt der vereinbarten hundert Jahre erwacht sie ganze tausend Jahre später – und noch dazu an einem Ort, der nicht so ist wie erwartet: Andra findet sich in einer kargen Wüstenlandschaft wieder, umgeben von einem Volk, das sie als Göttin verehrt. Nur der junge Soldat Zhade hilft Andra dabei, sich in der für sie fremden Welt zurechtzufinden, in der Technik als Magie und deren Nutzer als übermenschliche Wesen angesehen werden. Auf der Suche nach den anderen Schläfern kommen sich die beiden näher. Doch was Andra nicht weiß: Zhade hilft ihr nicht nur aus Nächstenliebe, sondern verfolgt eine ganz eigene Mission...


Meine Meinung:

Bei dem Cover und mir - das war einfach Liebe auf den ersten Blick! Ich liiebe die Farbgestaltung und es passt auch einfach perfekt zur Geschichte!

Ich habe seit längerem keine Dystopie mehr gelesen und war bei dem Buch auch irgendwie nicht so darauf vorbereitet, weshalb der Einstieg für mich ziemlich holprig war. Es werden direkt einige Fachbegriffe verwendet, die durch Apostrophe getrennt sind, was ich zuvor so noch nie gesehen habe...

Auch zu den Charakteren ist es mir nicht so wirklich gelungen, einen Draht aufzubauen... sowohl Andra als auch Zhade sind zwar starke und humorvolle Persönlichkeiten, jedoch ist zu mir der letzte Funke auch im Laufe der Geschichte nicht übergesprungen. Außerdem hat die Liebesgeschichte leider nur eine sehr kleine Rolle eingenommen...

Doch trotz meiner Startschwierigkeiten, bin ich froh, weitergelesen zu haben! Den etwa nach den ersten Drittel nimmt die Geschichte in Sachen unerwarteter Wendungen noch einmal ganz andere Dimensionen an! Dafür, dass es sich um einen Debütroman handelt, bin ich einfach nur geflasht von der Komplexität, die die Autorin in ihre Geschichte gelegt hat! Mein persönliches Highlight war die Sprache, die eine Abwandlung der unseren ist. Beispielsweise wird aus "okay" "kayo" oder "kristall" aus "klar". Außerdem waren auch die Plottwists wirklich richtig gut durchdacht!

Und auch wenn es für meinen Geschmack zu viel Science-Fiction und der Anfang ziemlich schwach war, ist "Die letzte Göttin" insgesamt doch eine gelungene Geschichte, die mich zwar nicht in allen Punkten überzeugen, vor allem aber durch der Genialität der Autorin schlussendlich doch noch in ihren Bann ziehen konnte.

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Veröffentlicht am 11.10.2021

Tolles Jugendbuch mit ernsten Themen

Wie ein Schatten im Sommer
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"𝖥𝖺𝗅𝗅𝗌 𝗂𝖼𝗁 𝗏𝖾𝗋𝗅𝗈𝗋𝖾𝗇 𝗀𝖾𝗁𝖾, 𝖿𝖾𝗎𝖾𝗋 𝗂𝖼𝗁 𝖾𝗂𝗇𝖿𝖺𝖼𝗁 𝖾𝗂𝗇 𝗉𝖺𝖺𝗋 𝖱𝖺𝗄𝖾𝗍𝖾𝗇 𝖿ü𝗋 𝖽𝗂𝖼𝗁 𝗂𝗇 𝖽𝖾𝗇 𝖧𝗂𝗆𝗆𝖾𝗅."


Darum geht's:

Einen Neubeginn wagen – anderer Ort, andere Leute, alles auf Anfang! Das hofft Vio, als sie mit ihrer ...

"𝖥𝖺𝗅𝗅𝗌 𝗂𝖼𝗁 𝗏𝖾𝗋𝗅𝗈𝗋𝖾𝗇 𝗀𝖾𝗁𝖾, 𝖿𝖾𝗎𝖾𝗋 𝗂𝖼𝗁 𝖾𝗂𝗇𝖿𝖺𝖼𝗁 𝖾𝗂𝗇 𝗉𝖺𝖺𝗋 𝖱𝖺𝗄𝖾𝗍𝖾𝗇 𝖿ü𝗋 𝖽𝗂𝖼𝗁 𝗂𝗇 𝖽𝖾𝗇 𝖧𝗂𝗆𝗆𝖾𝗅."


Darum geht's:

Einen Neubeginn wagen – anderer Ort, andere Leute, alles auf Anfang! Das hofft Vio, als sie mit ihrer Familie in ein kleines Dorf in Süddeutschland zieht. Und als Vio am ersten Tag nicht nur Anschluss an eine nette Clique bekommt, sondern die Pizza auch noch von dem wirklich netten Konstantin gebracht wird, bekommt das Landleben schon mal 5 Sternchen. Bald kann Vio sich gar nicht mehr vorstellen, je etwas anderes gemacht zu haben, als durch leuchtende Maisfelder zu radeln und am sonnenwarmen See zu liegen – den Jungen ihrer Träume neben sich. Wäre da nur nicht die Clique seines großen Bruders Robin mit ihren fremdenfeindlichen Sprüchen, die dann doch einen Schatten ins Sommerlicht werfen. Aber zum Glück hat Konstantin mit denen nichts zu schaffen – oder etwa doch?


Meine Meinung:

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, besonders da auch viel auf die Gedanken der einzelnen Charaktere eingegangen wurde. Dies wurde auch noch einmal dadurch verstärkt, dass das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist.

Auch die Protagonisten waren gut ausgearbeitet. Vio weiß genau was sie will und steht für ihre Meinung und auch andere ein und das hat mich wirklich sehr fasziniert! Konstantin hingegen ist da schon etwas unsicherer unterwegs und auch wenn ich mich manchmal- genau wie Vio - ein wenig über sein Verhalten aufgeregt habe, gefällt mir die Veränderung, die er im Laufe der Geschichte durchlebt doch sehr gut.

Außerdem finde ich die Thematik sooo wichtig! Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber es geht unter anderem um Rassismus und Diskriminierung und meiner Meinung nach ist es auch wichtig, dass diese Aspekte angesprochen und sensibel thematisiert werden, genau wie es in diesem Buch der Fall war!

Für meinen Geschmack hätte die Liebesgeschichte noch eine zentrale Rolle einnehmen können und deshalb denke ich, dass das Buch auch eher für Jüngere geeignet ist.

Insgesamt ist "Wie ein Schatten im Sommer" ein gelungenes Jugendbuch, das auch gesellschaftlich schwierigere Konflikte souverän thematisiert und zum Nachdenken anregt!

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Eine humorvolle Lovestory für Zwischendurch

Stand by Me
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"𝖬𝖺𝗇𝖼𝗁𝗆𝖺𝗅 𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇𝗄𝖾𝗇 𝗎𝗇𝗌 𝖽𝗂𝖾 𝗌𝖼𝗁𝗐ä𝗋𝗓𝖾𝗌𝗍𝖾𝗇 𝖳𝗋𝖺𝗀ö𝖽𝗂𝖾𝗇 𝖽𝖺𝗌 𝗁𝖾𝗅𝗅𝗌𝗍𝖾 𝖫𝗂𝖼𝗁𝗍."


Darum geht's:

Als Kailyn an ihrem ersten Tag im College ihrem damaligen Teenie-Schwarm, dem Schauspieler Daxton Hughes, buchstäblich ...

"𝖬𝖺𝗇𝖼𝗁𝗆𝖺𝗅 𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇𝗄𝖾𝗇 𝗎𝗇𝗌 𝖽𝗂𝖾 𝗌𝖼𝗁𝗐ä𝗋𝗓𝖾𝗌𝗍𝖾𝗇 𝖳𝗋𝖺𝗀ö𝖽𝗂𝖾𝗇 𝖽𝖺𝗌 𝗁𝖾𝗅𝗅𝗌𝗍𝖾 𝖫𝗂𝖼𝗁𝗍."


Darum geht's:

Als Kailyn an ihrem ersten Tag im College ihrem damaligen Teenie-Schwarm, dem Schauspieler Daxton Hughes, buchstäblich in den Schoß fällt, wird daraus schnell tiefe Freundschaft. Doch mit Dax‘ Verrat hatte sie am Ende nicht gerechnet ... Als er sie acht Jahre später um Hilfe bittet, will sie ihn mit seinen Problemen nicht allein lassen. Schnell ist das Knistern zwischen ihnen beiden so heiß wie nie zuvor. Aber kann Kailyn einem Mann, der gebrochene Herzen quasi garantiert, je wieder vertrauen?


Meine Meinung:

Zunächst einmal möchte ich das Cover ansprechen. Vom Design her passt es perfekt zu den anderen Büchern der Autrorin und sowohl die Farbgebung als auch die Palme rufen einfach regelrecht nach Sommer! Ich persönlich habe das zwar nicht so wikelich in der Geschichte wiedergefunden, aber trotzdem mag ich es total.

Da es mein erstes Buch der Autorin war, wusste ich noch gar nicht, welcher Schreibstil da auf mich zukommt, doch ich konnte schon direkt in den ersten Minuten aufatmen. Helena Huntig erzählt mit solch einer Gelassenheit und einem Humor, dass die Seiten vor lauter Leichtigkeit nur so dahinfliegen! Die Dialoge fand ich auch äußerst amüsant und auch wenn mache Situationen vielleicht etwas überzogen waren, wurde es nirgends langweilig.

Die Charaktere sind ebenfalls sehr lebhaft beschrieben und durch den Perspektivwechsel, wovon ich immer ein sehr großer Fan bin, hat man viele und detaillierte Einblicke in ihre Gefühlswelten bekommen. Leider bin ich das ganze Buch über aber mit der Protagonistin Kaylin nicht so ganz warm geworden. Am Anfang war die mir etwas zu misstrauisch und gegen Ende dann viel zu wenig - falls das irgendwie Sinn ergibt. Daxton konnte ich in dieser Hinsicht schon mehr verstehen, aber irgendwie bin ich auch nie so ganz an ihn herangekommen... dabei kann ich nicht einmal wirklich beschreiben, woran es gelegen hat, dass mir es so schwer gefallen ist eine Bindung zu den beiden aufzubauen. Vielleicht war es einfach ein Zusammenspiel aus ihren Gedankengängen, die so gar nicht zu meinen passen und ihren Handlungen. Oder auch etwas ganz anderes...

Vom Prinzip her finde ich die Handlung mehr als interessant! Eine College-Romance, die im späteren Leben wieder aufgegriffen wird - wenn das mal kein perfekter Input für einen Liebesroman ist! Die Geschichte beginnt auch gleich mit einer Szene in der Vergangenheit, die definitv meine liebste aus dem ganzen Buch ist. Danach war ich nur ziemlich enttäuscht, da sich herausstellte, dass das die einzige Szene im gesamten Buch ist, die dort spielt. Der Rest passiert nur in der Gegenwart. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich mir in diese Richtung etwas mehr versprochen und es hätte der Geschichte auch bestimmt keine Abzüge getan, da die Autorin ja bereits bewiesen hat, dass sie sehr gut darin ist.

Das Kenrthema hingegen war wieder total interessant! Es geht um einen Sorgerechtsstreit, der nicht nur super thematisiert, sondern auch humorvoll und spannend mit in die Geschichte eingearbeitet wurde. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber auch gar nicht verraten :) Aber nun zu dem Punkt, der mich am meisten gestört hat. Während sich in der ersten Hälfte noch alles harmonisch gefügt hat, war es, als hätte sich ab der Mitte ein Schalter umgelegt und es ging nur noch um das Eine, was ich sehr, sehr schade fand. Gegen Ende hat sich das dann wieder gebessert, aber ich war dadurch tatsächlich etwas erschlagen...

Insgesamt ist "Stand by me" aber ein nettes Buch für zwischendurch und empfehlenswert für alle, die gerne humorvolle Office-Romances lesen!

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Veröffentlicht am 30.06.2021

Etwas holprig, dafür aber mit ganz viel Herz!

A Different Blue
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"Es hat keinen Sinn, vor der Vergangenheit wegzulaufen. Wir können sie nicht wegwerfen oder so tun, als gibt es sie nicht. Aber vielleicht können wir etwas aus ihr lernen."

Darum geht's:
Die 19-jährige ...

"Es hat keinen Sinn, vor der Vergangenheit wegzulaufen. Wir können sie nicht wegwerfen oder so tun, als gibt es sie nicht. Aber vielleicht können wir etwas aus ihr lernen."

Darum geht's:
Die 19-jährige Blue Echohawk hat nur ein einziges Ziel: herausfinden, wer sie wirklich ist. Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern sind, und fühlt sich nirgends dazugehörig. Auch unter ihren Kommilitonen ist sie eine Außenseiterin. Sie kleidet sich anders als die anderen, sie schminkt sich auffällig und umgibt sich mit den falschen Menschen. Blue spürt, wie ihr Leben ihr jeden Tag ein bisschen mehr zu entgleiten droht. Doch dann trifft sie auf Darcy Wilson, der - als Erster und Einziger - an sie glaubt und ihr zeigt, warum es sich lohnt, ein guter Mensch zu sein und für das Leben zu kämpfen. Blue entwickelt Gefühle für Darcy, obwohl sie weiß, dass eine Liebe zwischen ihnen unmöglich ist. Denn Darcy ist ihr Lehrer...

Meine Meinung:
"A different Blue" ist für mich ein absolutes Überraschungspaket. Nachdem ich den mysteriösen Prolog gelesen habe, der bei mir unendlich viele Fragen aufgeworfen und mich ein bisschen an einen Agenten-Film erinnert hat, war ich vollkommen vom Buch begeistert. Danach hat dies aber leider erst einmal ein bisschen abgenommen, da ich mich zunächst sehr schwer damit getan habe, mich in die Protagonistin Blue hineinzuversetzen, da ihre Verhaltensmuster oft ziemlich fragwürdig und mir ihre Persönlichkeit einfach absolut fern war. Doch das wurde mit jedem Kapitel immer besser und besser, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin!
Der Schreibstil von Amy Harmon fand ich ebenfalls meeega! Bereits aus "Infinity plus one" weiß ich, dass sie es definitiv drauf hat, aber ich finde hier hat sie sich noch einmal selbst übertroffen. Die Gefühle und Gedanken der Protagonisten wurden so authentisch und gefühlvoll beschrieben, dass ich mich wie ein Teil der Geschichte gefühlt habe - einfach meeega!!
Eigentlich bin ich kein so großer Freund von Lehrer-Schüler-Romanzen, weshalb dieses auch das erste Buch war, dass ich in diese Richtung gelesen habe. Ich muss aber sagen, dass es wirklich völlig in Ordnung und überhaupt nicht schlimm war. Zum einen gibt es nur einen ziemlich geringen Altersunterschied und zum anderen beginnt die "richtige Lovestory" auch erst, nachdem Blue ihren Abschluss hat - hier kann ich also Entwarnung geben
Die Charaktere haben mir auch ganz gut gefallen. Wie gesagt hatte ich am Anfang ziemlich große Probleme, mich mit Blue anzufreunden, aber dafür mochte ich Wilson umso mehr. Denn auch wenn ich immer noch den Hintergedanken "Lehrer" im Kopf hatte, habe ich ihn zusammen mit Blue von Seite zu Seite immer weiter in mein Herz geschlossen, da er einfach eine Persönlichkeit aus Gold hat! Aber leider hat mir hier manchmal noch die Greifbarkeit gefehlt...
Besonders gefallen hat mir der Bezug zum Titel "A Different Blue". Man konnte als Leser perfekt beobachten, was für eine gigantische Entwicklung die Protagonistin während der Geschichte mitmacht. Und so ist auch das eingetreten, was ich anfangs kaum für möglich gehalten hätte: Blue ist mir mit all ihren perfekten Unperfektheiten so sehr ans Herz gewachsen, dass es ziemlich weh getan hat, sie gehen lassen zu müssen
Bei der Handlung hätte ich mir auch noch ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht und hier und da gab es ein paar kleinere Logikfehler, aber insgesamt ist das Buch wirklich gelungen. Wer nach einer süßen Geschichte mit tiefgründigen Charakteren, Gänsehautmomenten und unerwarteten Wendungen sucht, wird von "A Different Blue" mit Sicherheit nicht enttäuscht werden!

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