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Veröffentlicht am 02.07.2021

spannender Auftakt mit vielfältigen Wesen

Underworld Chronicles - Verflucht
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Die 22-jährige Norah lebt in Detroit, einer Stadt, in der es vor gefährlichen Wesen nur so wimmelt. Zwar weiß Norah aufgrund ihrer Fähigkeiten von den übernatürlichen Wesen, doch niemand weiß von ihr und ...

Die 22-jährige Norah lebt in Detroit, einer Stadt, in der es vor gefährlichen Wesen nur so wimmelt. Zwar weiß Norah aufgrund ihrer Fähigkeiten von den übernatürlichen Wesen, doch niemand weiß von ihr und ihrer Gabe. Bis ein mächtiger Vampir auf sie aufmerksam wird und Norah plötzlich zur entscheidenden Hilfe bei der Suche nach verschwunden Wesen werden kann. Doch gleichzeitig ist auch ihr Leben in Gefahr.

Ich kenne die Jugend-Liebesromane von Kelly Oram. Seit Cinder und Ella konnte mich allerdings kein Buch mehr komplett überzeugen. Dennoch war ich total gespannt auf die neue Fantasygeschichte, die die Autorin zusammen mit ihrem Mann geschrieben hat.

Der Schreibstil ist total klasse – wie schon bei allen anderen Büchern. Sehr flüssig und detailliert. Dennoch gibt es einen Kritikpunkt an der Schreibweise. An vielen Stellen gab es mir zu viele anschauliche Beschreibungen, die sich teilweise wiederholt haben. Gerade die Personenbeschreibungen, wie Ich-Erzählerin Norah ihr Umfeld wahrnimmt, werden immer wieder sehr ausführlich dargestellt, sodass die junge Frau einzelne Charaktere mehrfach in ähnlicher Weise übertrieben schmachtend beschreibt.

Und damit bin ich auch direkt bei meinem Kritikpunkt an der Handlung:
Eigentlich ist die Geschichte super spannend. Ich mag die verschiedenen Wesen mit den unterschiedlichen Eigenschaften und wie diese zusammenarbeiten oder sich teilweise auch anfeinden. Gestört hat mich allerdings, dass die Figuren eigentlich unter Zeitdruck stehen und ein dringendes Problem lösen müssen, stattdessen aber unnötig viel Zeit mit Streiterei und Flirterei verbringen, statt erhaltene und notwendige Informationen weiterzugeben. Dadurch erhielt die Spannung für mich immer wieder Dämpfer.

Nun ist es so, dass Norah anziehend auf die Männer wirkt, wofür es auch eine Erklärung gibt. Allerdings springt sie selbst auch auf die Hälfte der Kerle in ihrem Umfeld an und findet alle unglaublich attraktiv. Ständig fängt sie an zu schwärmen, was für mich weder nachvollziehbar noch nötig war.
Gleichzeitig gleicht diese ganze Kabbelei zwischen den Figuren allerdings die bedrückende Note aus, die durch Norahs bisherige Lebenserfahrungen mitschwingt. Für all die unglaublich negativen Erlebnisse, die Norah bereits ertragen musste, ist sie überraschend freundlich und hilfsbereit. Dennoch haben die Ereignisse natürlich auch Spuren hinterlassen.

Innerhalb der Story gab es für mich zwei, drei kleine Unstimmigkeiten. Insgesamt konnte mich die Geschichte aber total fesseln, wobei ich mir halt eine etwas knackigere Erzählweise mit etwas weniger Schwärmerei und Streiterei in den unpassendsten Situationen gewünscht hätte.
Die Lösung des Problems passiert dann überraschenderweise doch auch noch in diesem Band und bekommt für mein Empfinden auch genug Raum. Dadurch ist ein Großteil der offenen Fragen am Ende des Buches geklärt. Ein paar ganz wichtige Punkte bleiben aber noch offen, sodass ich mich auf die Fortsetzung freue.

Fazit

Hier treffen die verschiedensten Fantasywesen aufeinander. Dabei sind sehr coole, facettenreiche Charaktere mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten entstanden. Die Grundstory ist super spannend, leider verlieren sich die Figuren aber zu oft im Schwärmen, Flirten und Streiten, wodurch das eigentliche Problem aus dem Fokus rutscht und die Spannung schwindet.

Veröffentlicht am 02.07.2021

emotionale Reise, mit unerwartet ernsten Themen, aber auch kleineren Längen

Du und ich ein letztes Mal
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Vivi und Josh waren ein Paar. Zwei Jahre nach ihrer Trennung treffen sie sich zufällig wieder und merken, dass sie einander noch nicht vergessen konnten. Um einen Abschluss zu finden, beschließen sie, ...

Vivi und Josh waren ein Paar. Zwei Jahre nach ihrer Trennung treffen sie sich zufällig wieder und merken, dass sie einander noch nicht vergessen konnten. Um einen Abschluss zu finden, beschließen sie, die guten Momente ihrer Beziehung noch ein letztes Mal gemeinsam zu erleben.

Lange, lange hat Lily Oliver uns auf ihren neuen Roman warten lassen. Die Erwartungen waren hoch. Ich würde nicht sagen, dass sie enttäuscht wurden. Allerdings hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit dem Buch – und bin nach dem Lesen dennoch zufrieden.

Zeit miteinander verbringen, um einander zu vergessen? Witzige Abenteuer nochmal erleben, um damit abzuschließen? Kann man von einem Menschen loskommen, indem man ihm näher kommt – ein letztes Mal? Ganz logisch erscheint mir dieser Ansatz nicht, aber Vivi und Josh versuchen es zumindest. Sie wollen besondere Momente noch einmal miteinander erleben, um dann getrennte Wege zu gehen.
Doch schnell wird klar, dass es zwangsläufig nicht nur die guten Erlebnisse sind, mit denen sie sich befassen müssen. Es sind besonders auch die Probleme, die zur Trennung geführt haben, die beide nach wie vor beschäftigen. Und so steht ihnen eine emotionale (Zeit-)Reise bevor.

Wer bereits Bücher von Lily Oliver/ Alana Falk / Emilia Lucas gelesen hat, weiß, dass sie stets sehr facettenreiche Figuren zeichnet, in die sie tief eindringt. Und so ist es auch diesmal: Vivi und Josh – ohne zu viel zu verraten – haben beide schon einiges erlebt, nicht nur miteinander. Sie tragen unerwartete Sorgen mit sich herum, die sie erst nach und nach offenlegen.
Dabei muss ich allerdings sagen, dass ich mit Josh anfangs nicht warm geworden bin, weil ich ihn schwer greifen konnte. Doch am Ende des Buches war mein Blick auf ihn ein anderer…

Geschildert wird das Geschehen aus der Ich-Perspektive von Vivi und Josh, die jeweils spezielle Erlebnisse schildern, tiefe Einblicke in ihre Gefühle zu dieser Situation geben, aber auch aufzeigen, wie sie aktuell zu bestimmten vergangenen Momenten stehen.
Dabei findet die Handlung in der Gegenwart statt, die im Präsens erzählt wird, und es gibt sprunghafte Rückblicke in die Zeit der Beziehung, die an entsprechenden Kapitelkennzeichnungen erkennbar sind, aber ebenfalls im Präsenz geschildert werden. Problematisch war dabei für mich, dass Josh und Vivi auch in den Kapiteln, in denen sie eigentlich aktuell Zeit miteinander verbringen, gedanklich oft in die Vergangenheit abschweifen, sodass es immer wieder Zeitsprünge zu bestimmten Ereignissen gibt und es mir manchmal schwer fiel, den Überblick über Ort und Zeit zu behalten.

Allerdings offenbaren sich, je häufiger die beiden zurückblicken, auch immer mehr Geheimnisse und Schwierigkeiten. Zudem fügen sich mit jedem Rückblick immer mehr Details zusammen. Und erst am Ende versteht man das große Ganze und muss letztlich das ganze Buch nochmal neu betrachten.

Ich mochte die Entwicklung, die beide Figuren durchmachen – besonders Vivis Prozess wird ausführlich beschrieben, während Joshs Wandel mehr nebenbei mitschwingt. Schritt für Schritt nähern sie sich den schwierigen Themen an, die beide so gern verdrängen würden, und beginnen, sich damit auseinander zu setzen. Der anschauliche und einfühlsame Schreibstil ermöglicht es dabei, tief in die Figuren hineinzuschauen.

Gestört hat mich allerdings, dass Josh und Vivi für mein Empfinden im Mittelteil nicht vorangekommen sind. Ihr Versuch der vielen letzten Male startet total spannend, doch irgendwann fingen sie für mich an, sich im Kreis zu drehen. Immer wieder kamen die selben Unsicherheiten und Zweifel auf, die nicht zwingend miteinander, doch aber zumindest ausführlich mit sich selbst diskutiert werden.

Fazit

Nach einem tollen Beginn hätte ich mir besonders im Mittelteil des Buches ein wenig mehr Tempo und Vorankommen gewünscht. Auch wenn beide Figuren diese Wiederholungen für sich und ihre Entwicklung irgendwie gebraucht haben, fühlte es sich für mich nach Stillstand an. Hin und wieder haben mir auch die vielen Zeitsprünge Schwierigkeiten bereitet.
Dennoch bin ich am Ende mit der Geschichte versöhnt, weil mir die emotionale Veränderung beider Figuren letztlich gut gefallen hat. Ebenso mochte ich die ernsten Hintergründe, die dem Buch eine überraschende Tiefe geben, die vor allem nach dem Lesen noch nachwirkt und einiges geraderückt…

Veröffentlicht am 02.07.2021

Schön zu lesen, aber recht vorhersehbar

Forever and ever
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Für eine Festanstellung muss die 30-jährige Parker einen Partner vorweisen. Kurzerhand sucht sie sich einen im Netz: einen gebildeten, gutaussehenden Nerd. Zum vereinbarten Treffen erscheint allerdings ...

Für eine Festanstellung muss die 30-jährige Parker einen Partner vorweisen. Kurzerhand sucht sie sich einen im Netz: einen gebildeten, gutaussehenden Nerd. Zum vereinbarten Treffen erscheint allerdings ein anderer und macht ihr allerhand Vorhaltungen. Und bevor beide realisieren, was passiert, ist Rhys der neue Mann an ihrer Seite, denn Parkers Chef ist ein großer Fan des ehemaligen Boxers…

Die ich von beiden Autorinnen bereits Bücher gelesen habe, war ich gespannt auf das gemeinsame Werk.
Der flüssige, detaillierte Schreibstil gefällt mir insgesamt gut. Parker und Rhys schildern das Geschehen abwechselnd aus der Ich-Perspektive und geben dabei Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Irritiert hat mich nur, dass es beim Personenwechsel manchmal eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage, also der zuletzt gelesenen Ereignisse, gab.

Parker ist eine selbstbewusste, eigenständige Frau. Für ihren Traumjob muss sie sich allerdings verbiegen, denn der versnobte Chef hat klare Vorstellungen, was einen guten Angestellten ausmacht. Zwar lässt Parker sich hier auf ein Schauspiel ein, ansonsten vertritt sie aber ihre Meinung und weiß sich (verbal) zu wehren.

Rhys, der eher zufällig in dieses Schauspiel hineinstolpert, lässt sich aber ebenfalls nichts sagen, was zu einigen witzigen Wortgefechten führt. Der ehemalige Boxer kämpft verbissen darum, sein Fitnessstudio zu behalten. Er ist sozial engagiert und sehr loyal und fürsorglich – auch wenn er dies nicht immer direkt zeigt.

Das Ausgangsszenario ist nicht unbedingt neu: Zum Schein wird ein Partner organisiert. Natürlichen können die zwei sich am Anfang nicht leiden und natürlich ändert sich das mit der Zeit. Dementsprechend ist der Verlauf an vielen Stellen recht vorhersehbar.

Dennoch ist die Entwicklung der sympathischen Figuren interessant zu verfolgen, da beide ein paar Themen mit sich herumtragen, die sie belasten. Dadurch kommt es zu einigen emotionalen Momenten, insgesamt hätte ich mir hier aber noch ein wenig mehr Tiefe und intensivere Einblicke gewünscht.

Zudem gibt es mit dem engstirnigen Geldgeber, der ganz eigene Ziele verfolgt, einen unberechenbaren Faktor, der für ein wenig Spannung innerhalb der Handlung sorgt.

Leider hat die Geschichte auch einen völlig unnötigen Konflikt, der sich durch Reden so einfach hätte lösen lassen. Zum Glück zieht sich das Minidrama aber nur über ein paar wenige Seiten.

Fazit

Locker-leichte Liebesgeschichte, die mit wenig Dramen aber auch wenig Überraschungen auskommt. Die langsame Annährung der Figuren ist ebenso interessant zu verfolgen wie ihr Ringen mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit, wobei hierbei für mein Empfinden noch mehr Emotionen möglich gewesen wären.

Veröffentlicht am 02.07.2021

Ich liebe Ella & Jae-yong

When We Begin
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Achtung: Rezension enthält Spoiler zur Love NXT-Reihe.

Als ich gehört habe, dass noch ein Mini-Buch aus dem Ella und Jae-yong-Universum kommen soll, habe ich mich einerseits total gefreut, weil ich die ...

Achtung: Rezension enthält Spoiler zur Love NXT-Reihe.

Als ich gehört habe, dass noch ein Mini-Buch aus dem Ella und Jae-yong-Universum kommen soll, habe ich mich einerseits total gefreut, weil ich die Reihe so geliebt habe. Andererseits war ich aber auch skeptisch. 80 Seiten bzw. 2,5 Stunden Rückkehr und dann soll es vorbei sein? Gerade wieder verliebt und dann die Figuren wieder gehen lassen? Puuh, ist das wirklich sinnvoll?

Letztlich hat meine Neugier gesiegt. Am Ende bin ich aber ein klein wenig enttäuscht.

Die Geschichte ist super süß. Endlich reist auch Liv nach Soul und lernt ihre Idols kennen. Natürlich flippt sie völlig aus, was total niedlich ist.
Und auch die Momente zwischen Ella und Jae-yong fand ich wieder super. Die beiden sind einfach toll zusammen. Mal liebevoll, mal neckend, mal grüblerisch.

Auch das Thema, mit dem die beiden sich hier viel beschäftigen, hat mir gut gefallen und war längst überfällig.
Aber: Am Ende wird es eigentlich erst richtig interessant. Es passiert etwas Entscheidendes, das viel verändern wird. Aber bevor es dazu kommt, ist Schluss. Eigentlich geht die Geschichte gefühlt hier erst richtig los, sodass ich mich nun nach der herzerwärmenden Rückkehr schmerzhaft aus dem Ella und Jae-Kosmos geworfen fühle.
Ich bräuchte nun bitte noch eine zweite (und gern auch dritte) Novella, wie es danach weiterging…

Veröffentlicht am 02.07.2021

unterhaltsames Gezanke

Dear Enemy
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Als Teenager waren sie Nachbarn – und Feinde. Nun, zehn Jahre später, wird Macon Delilahs Arbeitgeber, nachdem ihre Schwester Macon bestohlen hat und Delilah diese Tat gutzumachen versucht. Kaum begegnen ...

Als Teenager waren sie Nachbarn – und Feinde. Nun, zehn Jahre später, wird Macon Delilahs Arbeitgeber, nachdem ihre Schwester Macon bestohlen hat und Delilah diese Tat gutzumachen versucht. Kaum begegnen sie sich, blüht die alte Feindschaft wieder auf. Allerdings wecken beide noch viel mehr Gefühle ineinander…

Ich habe bereits Bücher der Autorin gelesen, die mir gut gefallen haben. Da ich grundsätzlich ganz gern Enemies-To-Lovers-Geschichten lese, war ich auf ihre neue Reihe gespannt.

Delilah war mir schnell sympathisch. Sie ist eine liebevolle, fürsorgliche Tochter und Schwester, die das Wohl ihrer Familie über ihre eigenen Wünsche stellt. Ich mochte ihre Schlagfertigkeit und wie sie ihre Mitmenschen reizt, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt. Eigentlich ist sie eine starke, toughe Frau. Nur in Bezug auf Macon verliert sie diese Stärke – denn bereits in ihrer Jugend hat er jede ihrer Schwächen erkannt und in die Wunde gestochen. Die Begegnung mit ihm bringt alle Erinnerungen an die vergangenen Unsicherheiten zurück und sorgt immer wieder dafür, dass Delilah in die alten Muster verfällt, wenn er ebendiese schmerzlichen Punkte berührt. Dennoch bietet sie auch ihm die Stirn und versteht es, ihn gezielt auf die Palme zu bringen.
Besonders gefallen hat mir Delilahs Leidenschaft fürs Kochen und ihre Intention dahinter.

Macon ist inzwischen ein erfolgreicher Schauspieler, der gerade einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Welche Probleme seine Kindheit begleitet haben, hat er niemandem erzählt, auch wenn ihn die Schatten der Vergangenheit nach wie vor einholen. Das Wiedersehen mit Delilah spricht auch bei ihm alte Wunden an, allerdings kann er seine Schwächen besser verbergen. Auch er weiß genau, wie er Delilah mächtig ärgern kann, auch wenn er dabei teils nicht ahnt, welche tiefen Verletzungen er damit zurückholt.

Die Handlung beginnt mit viel lockerem Gezanke und etlichen verbalen Schlagabtauschen, wobei von Anfang an viel geflirtet und nicht an sexuellen Anspielungen gespart wird. Die beiden sind ganz unterhaltsam, auch wenn das Geschehen zunächst recht oberflächlich bleibt.
Bedingt durch die neue Nähe beginnen beide Charaktere sich zu verändern. Sie beschäftigen sich mit der Vergangenheit, den alten Gefühlen und neu entstehenden Emotionen. Dabei gibt es einige Ereignisse aufzuarbeiten und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Je mehr die beiden sich öffnen und ernste Gespräche führen, statt sich nur zu streiten, desto tiefgreifendere Ängste und Verletzungen werden aufgedeckt.
Allerdings gibt es dabei ein paar Themen, die irgendwie eine Rolle spielen und letztlich doch nur am Rande behandelt werden. Gerade auch die Thematik um Delilahs Schwester, die eigentlich zentrale Position einnimmt, kommt mir insgesamt zu kurz.

Auch nennenswerte Nebenfiguren gibt es eigentlich nicht. Zwar lebt noch ein Leibwächter mit im Haus, der zunächst in einigen Szenen auftaucht, dann aber immer mehr im Hintergrund verschwindet, obwohl ich auch über ihn gern noch mehr gelesen hätte. Macons Umfeld bleibt ansonsten völlig außen vor. Und auch Delilahs Familie hat nur kurze Gastauftritte, sodass sich tatsächlich die meisten Szenen in Macons Haus abspielen, wo sie entweder miteinander agieren oder übereinander sinnieren. Wechselnde Ich-Perspektiven geben dabei einen Einblick in die sich verändernde Gefühlslage, bevor beide bereit sind, tatsächlich auch darüber zu sprechen.

Fazit

Viel Streit, viel Flirterei, viele Missverständnisse und verletzte Gefühle, aber leider nur wenige Überraschungen. Delilah und Macon sind ganz unterhaltsam und in dem Moment, wo sie sich öffnen und miteinander die Vergangenheit aufarbeiten, bekommt die Handlung ein wenig mehr Tiefe. Allerdings bleiben trotzdem einige Themen nur angerissen, während viele Andeutungen den Verlauf recht offensichtlich machen.