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Veröffentlicht am 24.07.2017

Ein lesenswertes Buch mit kleineren inhaltlichen Schwächen..

SPD
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Auf Höhenflug und Absturz der SPD folgt nun ein aktuelles und recht interessantes Sachbuch von Susanne Gaschke mit dem Titel „SPD. Eine Partei zwischen Burnout und Euphorie“. Die Autorin verfügt als ehemalige ...

Auf Höhenflug und Absturz der SPD folgt nun ein aktuelles und recht interessantes Sachbuch von Susanne Gaschke mit dem Titel „SPD. Eine Partei zwischen Burnout und Euphorie“. Die Autorin verfügt als ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel selber über politische Erfahrung und bietet mit ihrem Buch einen detaillierten, wenn auch stellenweise sehr subjektiven Blick auf die Entwicklungen der SPD.

Mir gefielen der eigentliche Schreibstil, wie auch der strukturelle Aufbau des Buchs durchweg recht gut. Es ist gut leserlich und man kann allen Ausführungen flüssig folgen. Susanne Gaschke beleuchtet dabei nicht nur die aktuelle Situation der SPD und die Erwartungen, die an den neuen Partei-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz gerichtet sind. Sie lenkt den Blick auch auf vergangene Zeiten und all die bekannten Höhen und Tiefen, die für die SPD teils noch in die Gegenwart hineinwirken. Trotz der Schnelllebigkeit der Politik und der maßgeblichen Veränderungen kurz vor Erscheinen dieses Titels ist das Buch dennoch absolut aktuell und spiegelt wohl auch in einem breiten Spektrum die derzeitige Lage der SPD wider.
Inhaltlich fand ich die Ansätze der Autorin recht interessant - auch wenn ich ihr nicht immer zustimmen konnte. Doch sie wirft Fragen auf, die tatsächlich maßgeblich verantwortlich für Erfolge, bzw. das Scheitern der SPD zu sein scheinen, insbesondere mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl. Im Gesamtrückblick fand ich das Buch mit den anfänglichen Themen „Krise“, Vorstellung der SPD im Allgemeinen, Reformen und „Neumitglieder“ interessanter als in den abschließenden Kapiteln und Themenbereichen. Ich konnte der Autorin bezüglich „Bildung“ oder „Zielgruppe“ inhaltlich kaum zustimmen, da sich die Partei meiner Meinung nach in diesen Bereichen doch erheblich verändert hat und die Darstellungsweise der Autorin auf mich oftmals zu subjektiv, bzw. zu wenig sachlich wirkte.

Susanne Gaschke legt dennoch mit ihrem Titel „SPD. Eine Partei zwischen Burnout und Euphorie“ ein sehr lesenswertes Buch vor, das sicherlich zu mancher Diskussion rund um die gestandene Arbeiterpartei anregen dürfte und auch in weiten Teilen sehr informativ ist. Mich hat es vielfach zum Nachdenken über die SPD angeregt und ich kann das Buch trotz einiger Schwächen durchaus empfehlen. Gute 3 Sterne.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Sicherlich für manchen Leser sehr interessant, aber leider nicht ganz mein Fall...

Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist
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Matthias Eckoldt unternimmt in „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ (erschienen im Pantheon Verlag) eine Zeitreise, begonnen bei den alten Griechen bis hin zur Neuzeit. Immer im Fokus das menschliche ...

Matthias Eckoldt unternimmt in „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ (erschienen im Pantheon Verlag) eine Zeitreise, begonnen bei den alten Griechen bis hin zur Neuzeit. Immer im Fokus das menschliche Gehirn und seine Funktionsweisen in jeglichem Blickwinkel.
Mich hat Cover des Buches sofort angesprochen und ich habe mich ein wenig von dem Untertitel „Woher wir wissen, wie wir fühlen und denken“ leiten lassen. Das Buch selber handelt aber tatsächlich immer vom entsprechenden epochalen Wissen zu Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Hirns und der Bedeutung des menschlichen Geistes. Eckoldt stellt in chronologisch fortlaufender Form und in entsprechenden Kapiteln sehr eindrücklich dar, wann welches Wissen in der "Hirnforschung" erlangt wurde und wie sich das Forschen nach neuen Erkenntnissen in diesen Bereichen zu bestimmten Zeiten in der Vergangenheit entwickelte. Der Schreibstil ist dabei sehr eingängig und alle Inhalte sind durchweg gut verständlich beschrieben. Das Buch wirkt dabei eher wie eine Zeitreise durch die Geschichte, immer im Plauderton mit Blick auf die neurologischen Entdeckungen. Die Schilderungen waren dabei zwar stellenweise interessant, aber für mich doch nicht unbedingt fesselnd oder besonders spannend. Insbesondere die Darstellungen aus den Zeiten der Antike konnten mich nicht sonderlich einnehmen. Ein wenig besser wurde es, je näher man sich an die neuzeitlichen Erkenntnisse herantastete. Doch auch hier konnte mich das Buch nicht mehr wirklich mitreißen. Vielleicht lag es ein wenig an meinen falschen Erwartungen an dieses Buch..
Sicherlich finden sich für „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ begeisterte Leser. Meins war es leider nicht so sehr. Stellenweise interessant, aber im Ganzen für meinen Geschmack nicht besonders überzeugend.. Sehr schade! Trotzdem lesenswert und dafür 3 Sterne.

Veröffentlicht am 26.09.2016

Ganz nette Lektüre, aber nicht ganz nach meinem Geschmack...

Das Geheimnis der Mittsommernacht
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„Das Geheimnis der Mittsommernacht“, der neue Norwegen-Roman von Christine Kabus. Roro, eine kleine norwegische Stadt um 1895. Sofie und Clara, zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. ...

„Das Geheimnis der Mittsommernacht“, der neue Norwegen-Roman von Christine Kabus. Roro, eine kleine norwegische Stadt um 1895. Sofie und Clara, zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sofie aus reichem Hause, Clara durch Heirat vom Dienstmädchen zur Juristen-Frau aufgestiegen. Beide ereilen in diesem Roman Schicksalsschläge, beide sind einem Geheimnis auf der Spur, dessen Aufklärung alle Beteiligten in Gefahr bringen könnte. Die Svartsteins als mächtige und herrschende Familie stehen mit den Töchtern Sofie und Silje im Zentrum des einen Erzählstrangs, Clara ist die Hauptprotagonistin des zweiten Erzählstrangs. Schauplatz ist beinahe durchgängig Roro, wo Sofie und Clara aufeinandertreffen und sich die jeweilige wie auch die gemeinsame Geschichte der Frauen entwickelt. Der Schreibstil der Autorin ist durchweg schlicht und gut lesbar. Man kann sich sehr schnell in die Geschichte einlesen und springt mit jedem Kapitel von der einen Protagonistin zur anderen. Der Leser wird im Verlauf immer weiter in die unterschiedlichen Inhalte eingeführt und auch in die Geheimnisse der Frauen eingeweiht. Die Figuren sind überwiegend sympathisch, für meinen Geschmack aber nicht durchgängig authentisch dargestellt. Die Spannung ist stellenweise gegeben (insbesondere zum Schluss), jedoch gibt es meiner Meinung nach zu viele „leere“ Füllszenen. Zudem hätte ich mir an mancher Stelle etwas mehr Detailgenauigkeit oder weitere Ausführungen gewünscht. Andere Szenen dagegen würde ich schlichtweg streichen. Insgesamt ist das Buch sicherlich eine nette Lektüre. Man darf aber, wie ich finde, nicht zu viele Ansprüche an die Handlung stellen und sich nicht an Ungereimtheiten aufhängen. Mich konnte der Roman leider nicht ganz überzeugen. Aber da es auch eine Geschmacksfrage ist und andere Leser diesem Buch bessere Bewertungen zugesprochen haben, vergebe ich gut gemeinte 3 Sterne. Es war allerdings nicht ganz meins. Sorry!

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Veröffentlicht am 22.09.2016

Ganz nette Lektüre, aber nicht ganz nach meinem Geschmack...

Das Geheimnis der Mittsommernacht
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„Das Geheimnis der Mittsommernacht“, der neue Norwegen-Roman von Christine Kabus. Roro, eine kleine norwegische Stadt um 1895. Sofie und Clara, zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. ...

„Das Geheimnis der Mittsommernacht“, der neue Norwegen-Roman von Christine Kabus. Roro, eine kleine norwegische Stadt um 1895. Sofie und Clara, zwei junge Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sofie aus reichem Hause, Clara durch Heirat vom Dienstmädchen zur Juristen-Frau aufgestiegen. Beide ereilen in diesem Roman Schicksalsschläge, beide sind einem Geheimnis auf der Spur, dessen Aufklärung alle Beteiligten in Gefahr bringen könnte. Die Svartsteins als mächtige und herrschende Familie stehen mit den Töchtern Sofie und Silje im Zentrum des einen Erzählstrangs, Clara ist die Hauptprotagonistin des zweiten Erzählstrangs. Schauplatz ist beinahe durchgängig Roro, wo Sofie und Clara aufeinandertreffen und sich die jeweilige wie auch die gemeinsame Geschichte der Frauen entwickelt. Der Schreibstil der Autorin ist durchweg schlicht und gut lesbar. Man kann sich sehr schnell in die Geschichte einlesen und springt mit jedem Kapitel von der einen Protagonistin zur anderen. Der Leser wird im Verlauf immer weiter in die unterschiedlichen Inhalte eingeführt und auch in die Geheimnisse der Frauen eingeweiht. Die Figuren sind überwiegend sympathisch, für meinen Geschmack aber nicht durchgängig authentisch dargestellt. Die Spannung ist stellenweise gegeben (insbesondere zum Schluss), jedoch gibt es meiner Meinung nach zu viele „leere“ Füllszenen. Zudem hätte ich mir an mancher Stelle etwas mehr Detailgenauigkeit oder weitere Ausführungen gewünscht. Andere Szenen dagegen würde ich schlichtweg streichen. Insgesamt ist das Buch sicherlich eine nette Lektüre. Man darf aber, wie ich finde, nicht zu viele Ansprüche an die Handlung stellen und sich nicht an Ungereimtheiten aufhängen. Mich konnte der Roman leider nicht ganz überzeugen. Aber da es auch eine Geschmacksfrage ist und andere Leser diesem Buch bessere Bewertungen zugesprochen haben, vergebe ich gut gemeinte 3 Sterne. Es war allerdings nicht ganz meins. Sorry!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Erste Hälfte toll, zweite Hälfte schlecht, insgesamt: am Ende leider nicht ganz meins...

Das Fundbüro der Wünsche
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„Das Fundbüro der Wünsche“ von Caroline Wallace ist eine fast märchenhafte Geschichte um ein junges Mädchen, das als vermeintliches Findelkind in einem Bahnhof aufwächst und sich nach dem Tod ihrer schrecklichen ...

„Das Fundbüro der Wünsche“ von Caroline Wallace ist eine fast märchenhafte Geschichte um ein junges Mädchen, das als vermeintliches Findelkind in einem Bahnhof aufwächst und sich nach dem Tod ihrer schrecklichen Ziehmutter auf die Suche nach ihrer Herkunft und ihrem realen Ich macht. Schauplatz ist hier durchgehend das Fundbüro des Bahnhofs in Liverpool, sowie später auch die nähere Umgebung dazu. Protagonisten sind zum einen Martha, das Findelkind und ihre Freunde aus eben dem besagten Bahnhof. Erzählt wird die Geschichte aus Martha's Perspektive. Martha wirkt, geprägt durch ihr stark auf den Bahnhof beschränktes Leben, durchweg etwas naiv, unbeholfen und lebt überwiegend in ihrer eigenen (teils magischen) Welt. Ihre Lebenserfahrungen zieht sie aus den Erzählungen im Bahnhof, wie auch aus verlorengegangenen und von ihr heimlich gesammelten Büchern. Hinzu kommt, dass Martha eine „Gabe“ besitzt: Bei Berührung verlorener Gegenstände sieht Martha die Geschichten und Hintergründe eben dieser Gegenstände.

Ich muss ehrlich sagen, dass die Geschichte mich ein wenig zerrissen hat. Der Anfang und die Grundidee des Romans hatten viel Potential und klangen toll. Die erste Hälfte der Geschichte gefiel mir dann auch wirklich gut. Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Die Figuren sind, bis auf wenige Ausnahmen, sehr sympathisch und gut durchdacht. Man kommt gut in die Geschichte hinein und fühlt mit den Figuren mit. Einzelne Szenen haben mich tief bewegt oder waren sehr bewegend. Soweit so gut.

Aber.. Die zweite Hälfte des Buches hat mir persönlich leider gar nicht mehr zugesagt. Die Grundstimmung wandelte sich von „märchenhaft“ zu „unlogisch realistisch“ (so möchte ich es hier einmal nennen). Für meinen Geschmack schlichen sich ab etwa der Hälfte des Buches viel zu viele (und auch sehr unschöne) Logik-Fehler ein. Das Verhalten der Figuren war für ich häufig nicht mehr nachvollziehbar oder nicht akzeptabel, halt völlig unrealistisch. Meine Meinung hierzu: Wenn die Autorin schon die etwas "märchenhafte Ebene" verlässt, erwarte ich einfach logische Entwicklungen der Szenerien. Ich würde gerne Beispiele für meine Kritikpunkte geben.. Das wäre allerdings nicht ohne „Spoiler“ möglich. Vielleicht ein Versuch per Andeutung: Wenn es eine tief traumatisierte, über Jahrzehnte von der Außenwelt isolierte Person gäbe, würde eben diese Person NICHT von heute auf morgen alle bisherigen Verhaltensweisen (Angst, Stummheit, Isolation, Verwahrlosung, Scheu wie ein Tier, etc.) ablegen und wieder völlig „normal“ werden. Ganz nach dem Motto: Friede, Freude, Eierkuchen. Das sind Inhalte, die ich (wie bereits gesagt) weder akzeptabel für eine derartige Geschichte finde, noch gerne lesen mag.. Andere mögen diese / meine Ansichten nicht teilen. Insofern ist es wohl auch Geschmackssache, ob einem das Buch nun liegt oder nicht. Von mir gibt es (wegen der guten ersten Hälfte) 3 Sterne!